für den garten den ich zu kneten plante, mit bäumen, büschen, brunnen und schwanenteich, benötigte ich geld. ich bewarb mich also um die förderung einer stiftung, das solche projekte studierender an der hfbk unterstützte.
ich schrieb ein exposé, knetete einen haufen modelle, füllte formulare aus und verfasste eine recht utopische kostenaufstellung mit einer endsumme von 5000 mark.
die modelle waren alle unterschiedlichsten masstabes - die büsche faustgross, die bäume auf frühstücksbrettern, 2 schwäne lebensgross und der löwenbrunnen auch. der eine schwan (siehe foto) fiel immer um, den konnte man so ins bewerbungsgespräch nicht mitnehmen, den anderen allerdings auch nicht, den hatte ich auf meinem arbeitstisch festgeknetet.
grünpflanzen aus knete machten aber alleine nicht viel her, also sägte ich den schwan mitsamt der tischplatte einfach aus und zu zweit wuchteten wir das tischplattenviertel ins präsidialbüro. ich bekam die 5000 mark und stellte fest: hat man erstmal ein expose geschrieben und alles so gut man konnte ausgerechnet, erklärt und besiegelt macht die ausführung keinen spass mehr - und liess es sein. war eh ne blöde idee.
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