natürlich weiss ich nicht wirklich was ich tue, während ich es tue. kunst, die ihr urheber auf die frage, womit er sich thematisch beschäftige, mit „mein thema ist …“ beantworten kann, hat was von künstlicher befruchtung, von zweckehe, von diätessen und von lebensversicherungen. kunst die schon interpretiert wurde bevor sie enstand ist nichts für mich. ich mag geschichten ohne ende. die zu finden ist ein bischen wie bei einer slotmaschine: rotierende bilder und irgendwann bleibt eins stehen. das muss man dann wohl oder übel malen oder kneten oder an die wand schrauben und weiss mit glück ein, zwei jahre später, wozu.
oke, ich übertreibe. aber sicher ist man sich nie.
sicher ist hier eigentlich nur, dass die ohren ein grenzwesen waren. als aus dem flachen bild ein ding wurde. meine erste gewollt plastische arbeit.
wäre die das einzige, die ich je gemacht hätte, oder hätte ich die folgenden zehn jahre lang nur noch ohren an wände geschraubt, hätte ich wohl keinen pokal damit gewonnen. aber als übergang waren die ohren für meine spätere arbeit sehr bedeutend.
(einen pokal hab ich mit meinen späteren arbeiten allerdings auch nicht gewonnen. vielleicht hätte ich doch bei den ohren bleiben sollen.)