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	<title>Katia Kelm &#187; Suchergebnisse  &#187;  knete</title>
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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil VI</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 21:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1558/grosse-bloggerportraitreihe-teil-vi/" title="grosse bloggerportraitreihe teil VI"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/niggititel1.1dm3zaxgtgpb5cokkgooks8g0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil VI" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die tage ein anruf: ein kurator wolle vorbei kommen, sich die neuen arbeiten anzusehen. was sich so nett anhört könnte es auch sein: wenn man nicht grad mitten drin stecken würde im sumpf der eigenen arbeit und überhaupt nicht weiss, was man da eigentlich tut.
ich persönlich weiss sowas ja&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1558/grosse-bloggerportraitreihe-teil-vi/" title="grosse bloggerportraitreihe teil VI"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/niggititel1.1dm3zaxgtgpb5cokkgooks8g0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil VI" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die tage ein anruf: ein kurator wolle vorbei kommen, sich die neuen arbeiten anzusehen. was sich so nett anhört könnte es auch sein: wenn man nicht grad mitten drin stecken würde im sumpf der eigenen arbeit und überhaupt nicht weiss, was man da eigentlich tut.</p>
<p>ich persönlich weiss sowas ja meistens erst jahre später. bei der vernissage noch unter schock fragt man ein paar ausgesuchte kritiker nach ihrer meinung. die sagen natürlich alle &#8222;super&#8220;. über inhalte redet eh keiner. wenn keine &#8222;ausgesuchten&#8220; da sind zum aussuchen fragt man andere, die sagen &#8222;so lala&#8220;. noch am selben abend werden freundschaften (zu den &#8222;so lala&#8220; findern) gekündigt und tage später verkündet man, das dass eigentlich so ziemlich die beste arbeit sei, die man je gemacht habe. ein halbes jahr später hängt man vor dem kuratorenbesuch ein handtuch davor, ein weiteres halbes jahr später sortiert man die fotos aus der mappe aus. wieviel zeit vergehen muss, bis man die arbeit wieder einigermassen ertragen kann, ist variabel.</p>
<p>da man während dieser prozesse aber eh nie mit irgendwem über inhalte redet braucht man sich darüber ja auch garnicht allzusehr den kopf zerbrechen. könnte man meinen. leider zerbreche ich mir mit vorliebe grundlos den kopf. und zwar doppelt grundlos: schliesslich ist das antworten liefern nichtmal meine aufgabe. und obwohl die besucher von kunstateliers im allgemeinen wissen, dass künstler nicht dazu da sind, ihre eigenen arbeiten zu erklären, habe ich mir — aus prophylaktischen gründen — angewöhnt, meine besucher einfach garnicht erst zu wort kommen zu lassen.<br />
wenn die zur tür rein sind habe ich mir die peinlichsten fragen längst alle selbst gestellt, bin also bestens vorbereitet und kann theoretisch loslegen mit dem vortrag der ergebnisse. leider bestehen die meist bestenfalls aus einem haufen anekdoten von denen nie sicher ist, ob ich mit denen jemals &#8222;zum punkt kommen werde&#8220;.</p>
<p>das fing schon an der hochschule an. bis heute hat mir der mehrwert von so einem &#8222;punkt&#8220; nicht wirklich eingeleuchtet. die meisten meiner kommilitonen hatten im nullkommanichts die kurve gekriegt und den punkt getroffen. eben noch mit landschaftsaquarellen oder blauen katzen-kreidezeichnungen beworben, schon schrieb man zahlen auf milimeterpapier oder malte karopapierkästchen aus. für den fall der thema-frage hatte man sätze parat wie: &#8222;ich beschäftige mich mit zellstrukturen&#8220; oder &#8222;mit linien&#8220; oder &#8222;mein thema ist die wissenschaft&#8220;.<br />
was blieb mir anderes übrig als zuzugeben: &#8222;ich male bilder&#8220;. als ich später in der der sog. &#8222;bildhauerklasse&#8220; landete war das thema &#8222;raum&#8220; gerade schwer in mode. man beschäftigte sich &#8222;mit raum&#8220;. ich konnte immerhin sagen: &#8222;ich knete&#8220;.</p>
<p>fast 10 jahre später nun letzte woche dieses treffen mit dem kurator, der die neuen arbeiten sehen wollte. und ich war mir einigermassen sicher, dass es irgendwas mit &#8222;raum&#8220; zutun hat! was mein besucher dazu allerdings meinte, werde ich in zukunft sicher öfter zitieren: &#8222;naja. raum ist ja immer.&#8220;</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil V</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 19:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/544/grosse-bloggerportraitreihe-teil-v/" title="grosse bloggerportraitreihe teil V"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/paulsen_titel.7tno25aboab280wokgc400ksg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil V" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>alle paar jahrzehnte komme ich aus langeweile auf die idee, mal einen comic zu zeichnen. das ist dann wie mit kreuzworträtzeln: nach dem dritten bildchen holt mich die langeweile wieder ein und ich gebe auf.
noch langweiliger als comics zu zeichnen ist allerdings comics-lesen. so grafikkünsteleien haben mich immer eher&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/544/grosse-bloggerportraitreihe-teil-v/" title="grosse bloggerportraitreihe teil V"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/paulsen_titel.7tno25aboab280wokgc400ksg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil V" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>alle paar jahrzehnte komme ich aus langeweile auf die idee, mal einen comic zu zeichnen. das ist dann wie mit kreuzworträtzeln: nach dem dritten bildchen holt mich die langeweile wieder ein und ich gebe auf.<br />
noch langweiliger als comics zu zeichnen ist allerdings comics-lesen. so grafikkünsteleien haben mich immer eher abgestossen, pathetisch und eitel scheinen mir diese welten. wenn schon angewandte sachen, warum nicht gleich richtig? makramee oder windowcolours beispielsweise sind doch auch grosse herausforderungen, man muss nur wissen, wo man es unterbringt.</p>
<p>das einzige zitat was ich der comic-ecke je entlieh waren die <a href="http://www.texavery.com/shots/">tex avery-stielaugen</a> für meine kaninchen aus <a href="http://katiakelm.de/127/okkultismus-unter-knethasen/">Alle Guten Geister</a>. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tex_Avery">tex avery</a> steht aber auch nicht so sehr für comics sondern für trickfilm und der wiederum hat tatsächlich etwas mit meiner arbeit zutun.<br />
schon dass ich nie gewagt hab, einen zu machen ist eindeutig ein beweis für meine grosse liebe für den trickfilm. während meines studiums belegte ich mehrere trickfilmseminare, nahm teil an einem storyboard-workshop bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Priit_P%C3%A4rn">priit pärn</a>, den ich sehr verehrte, und machte doch bis heute keinen einzigen trickfilm.<br />
ich hatte mich entschieden, dass meine bilder still bleiben sollten. und still heisst nicht etwa bloss in eingefrorenen bewegungen verharren. meine figuren durften <a href="http://katiakelm.de/92/bauch-im-fenster/">stehen</a>, <a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/">liegen</a>, <a href="http://katiakelm.de/68/der-da-hinten-kann-ja-auch-mal-mithelfen/">sitzen</a> und sich <a href="http://katiakelm.de/183/das-schwein-in-mir/">gegenseitig anstarren</a>, <a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/">lauschen</a>, <a href="http://katiakelm.de/173/volksnaher-kram/">weinen</a>, <a href="http://katiakelm.de/157/das-monster-und-ich/">schlafen</a> oder <a href="http://katiakelm.de/83/meine-karriere-in-new-york/">tot sein</a>. sprechen ausschliesslich hinter <a href="http://katiakelm.de/176/padagogikkunst/">vorgehaltener hand</a>. ich wollte knete die den atem anhält und in ihr all ihre gesichter.</p>
<p>aber es gibt noch eine zweite stelle wo meine arbeiten dem trickfilm begegnen, eine, die man ihnen allerdings genausowenig ansieht. die findet bereits in ihrer umkleidekabine statt: im kopf. im kopf werden die räume hin und her gedreht, dinge darin plattgehauen, gegen wände geschlagen, sachen die decke entlang geschliffen, hin und her gedreht, vertauscht, verworfen, fremde bilder eingeflochten, sätze, alte geschichten, neue assoziationen - so lange bis ein bild gefunden ist, in der die dinge verharren können, in der sie fertig sind für ihren auftritt.<br />
diesen moment abzupassen, ein ende zu finden, ist dabei das schwierigste und entscheidendste. und sowenig wie man der fertigen arbeit hinterher das, was in der umkleidekabine geschaht, noch ansieht umso mehr steckt es noch in ihr.</p>
<p>im &#8222;springenden paulsen&#8220; steckt zum beispiel, dass ich das ende nicht abwarten konnte. das ende meines inneren trickfilmes. ohne ein ende im kopf stand ich beim paulsen auf dem teppich und verlor mich gleich mehrere wochen in einem konturlosen wirrwarr aus comic-speedlines, der kaffeesee lief beinahe über und ich die ganze zeit planlos mittendrin.</p>
<p>was kann man da machen? man kann zum beispiel google fragen. auf der suche nach dem grund für mein irrationales interesse an speedlines klickte ich mich durch irgendwelche ultra-langweiligen comicforen - bis ich auf wilhelm busch stiess, den urvater des comics. alte bilder, die man als kind sooft betrachtet hatte und nun schon so lange nicht mehr: bei <a href="http://www.gutenberg.org/files/17161/17161-h/17161-h.htm#Vierter_Streich">max&#8217; und moritz&#8217; viertem streich</a> war auf einmal alles klar.<br />
eigentlich liebe ich comics.</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil IV</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 20:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/526/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iv/" title="grosse bloggerportraitreihe teil IV"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/glam_start.tpe762k0dfi2gw04sw404wks.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil IV" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>plastiken, die nicht dazu da waren, um am boden zu liegen, an wänden zu kleben oder von der decke herunter zu baumeln, kamen mir immer etwas kraftlos vor wie ein paar zusammenhanglose worte denen letztlich keiner glaubt.
es schien immer irgendwie falsch, plastiken herzustellen so ohne räumlichen bezug, ohne eine&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/526/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iv/" title="grosse bloggerportraitreihe teil IV"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/glam_start.tpe762k0dfi2gw04sw404wks.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil IV" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>plastiken, die nicht dazu da waren, um am boden zu liegen, an wänden zu kleben oder von der decke herunter zu baumeln, kamen mir immer etwas kraftlos vor wie ein paar zusammenhanglose worte denen letztlich keiner glaubt.<br />
es schien immer irgendwie falsch, plastiken herzustellen so ohne räumlichen bezug, ohne eine feste bleibe dem gesichtslosen white-cube quasi die tür einrennend, wo der nächstbeste sie einpackt und zuhause nebens gute kaffeeservice in die vitrine stellt.</p>
<p>plexiglas und sockel waren mit zuwider, lieber knetete ich die sachen jedesmal neu. in folie und schaumgummi gewickelt wuchtete ich ein paarhundert kilo knete im 7,5-tonner nach <a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/">frankfurt</a> wo ich sie in zwei kleinen galerieräumen eine woche wieder zusammen pappte oder 10 tage in esslingen oder 5 tage in köln, 3 tage hannover... alles unentgeltlich weil ja im namen der kunst.</p>
<p>ich reiste auch nach luzern um drei tage lang über die kellerböden eines kunstvereins zu rutschen und denen die schlammpfütze auf den kalten beton zu kneten. die pfütze sickerte unter einer fussleiste hervor, so wie <a href="http://katiakelm.de/114/ein-lied-in-jeder-lebenslage/">hier</a>. als alles fertig war, beschloss die kuratorin plötzlich, noch ein riesiges kreischend pinkes hochglanz-foto hinter die pfütze zu hängen: eine art pop-art version eines boxkämpfers, der ausholt und zuschlagen will, was - ganz originell eigentlich - tatsächlich auch eine vergleichbare wirkung auf mich hatte.<br />
ich fragte die kuratorin, welche intention sie denn damit verfolge und sie erklärte, dass dies nunmal die letzte freie wand sei.</p>
<p>nun ich will nicht behaupten, dass ich so meta-sachen,  verschiedene künstlerische positionen zu kreuzen oder miteinander zu verweben, kategorisch ablehnen würde. ein anderes mal hatte ich mich schliesslich auch damit abgefunden, als mir einer eine fotoreihe von polke und richter hinters <a href="http://katiakelm.de/96/50000-zipfel-fur-vincent/">kornfeld</a> gehängt hatte - bloss waren das kleine schwarzweissbilder. die sah man kaum, so klein waren die. und polke und richter wären warscheinlich sogar erfreut gewesen, hätten die gesehen, wie gut mein fröhlich buntes gummifeld ihre drögen bilder aufpeppte.<br />
der pinke boxer jedoch erstreckte sich hinter der schlammpfütze in der grösse einer fototapete und selbst wenn man behauptet hätte, die verwandlung meiner sängerinnen in diese tolle mixed-media installation zum thema kampfsport sei als resultat eines übergeordneten konzeptes zu lesen, selbst das hätte das wohl keinen wirklich vom hocker hauen können.</p>
<p>im gegenteil - ich habe vielmehr den eindruck gewonnen, manche ausstellungsmacher vertreten tatsächlich die ansicht, dass plastische arbeiten sich einfach besonders gut eignen, leer wirkenden räumen fülle zu verleihen oder zumindest das echo zu mildern. viele verstreuen plastiken über ihre ausstellungen wie schafskäse auf salat und sind froh, das sie sich dabei nicht mit der leidigen wand-not rumärgern müssen.</p>
<p>dies ist jedoch ein irrtum. selbst zwischen den wandbehängern und dem schafskäselager geht es hoch her. als ich eines tages beispielsweise mein <a href="http://katiakelm.de/96/50000-zipfel-fur-vincent/">kornfeld</a> ordnungsgemäss auf einem mir zugewiesenen platz in einer gruppenshow abstellte, vollkommen wand- und harmlos mitten im raum, lief ein maler, dessen bilder auch irgendwo mit im raum hingen, plötzlich grün an und rannte kreischend zum kurator. die farben würden sich doch beissen, das sehe doch ein blinder! mir war ehrlich gesagt nicht ganz klar, welche sich farben er genau damit meinte, beliess es aber dabei. seine grüne gesichtsfarbe verschwand auch nicht nachdem ich ihm den rat gab, es vielleicht einfach mal mit besseren bildern zu versuchen.</p>
<p>dazu muss man sagen: maler hatten es eh noch nie leicht. das verhältnis von wänden und malern war immer schon ein unausgewogenes. hinzu kommt dass ihnen eine ganze dimension weniger zur verfügung steht als den plastikern. viele maler versuchen ihre bilder deshalb mit abgefahrenen rahmenkonstruktionen aufzupimpen oder trumpfen auf mit halsbrecherisch raumergreifenden all-over hängungen, (wobei mir nie ganz klar war, wie man bilder betrachtet, die in 2 meter 50 höhe hängen.) dies macht ihre bilder natürlich nicht besser.<br />
was den malern warscheinlich aber der grösste gräuel ist: immer mehr der dreimimensionalen schafskäse-produzenten geben sich nicht mehr nur mit dem fussboden zufrieden sondern  haben es auf ihre hart erkämpften wandflächen abgesehen. sie stellen ihren käse überall in den weg oder verlangen sogar, dass die wand dahinter frei bleibt!<br />
(ich würde ehrlich gesagt auch nicht mit ihnen tauschen wollen.)</p>
<p>irgendein professor an der kunsthochschule hatte mir mal erzählt, er würde einfach immer warten, bis nach der schlacht um die besten plätze eine schäbige ecke übrigbliebe. man habe dann darin seine ruhe und könnte es sich da ganz entkrampft gemütlich machen.<br />
bis heute halte ich dies für einen der ausgezeichnesten ratschläge, die ich während meines studiums erhielt. seitdem machte ich mir beispielsweise nie mehr die mühe, irgendwelche verdreckten wände weiss anzumalen. auch ein kellerloch hat seine würde und wozu sollte man versuchen, <a href="http://katiakelm.de/68/der-da-hinten-kann-ja-auch-mal-mithelfen/">eine heruntergekommene off-galerie</a> aussehen zu lassen wie das white-cube abschreibeobjekt einer komponistengattin? <a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/">das fenster bleibt zu</a> hätte in einem raum mit gespachtelten wänden nie so gut funktioniert und <a href="http://www.galeriemichaeljanssen.de/v1/schedule/00_shearts-mar_001.shtml">unter einer heizung hervorquellend</a> war die schlammpfütze nochmal um längen besser als unter einer glanzlosen fussleiste. in einem <a href="http://katiakelm.de/273/versuch-die-pickelkonigin-beruhmt-zu-machen/">fensterrahmen</a> auszustellen ist doch viel aufregender als auf einem sockel wobei die meisten grösseren ausstellungshäuser garkeine fenster mehr haben. (das wär doch mal ne herausforderung: &#8222;ich stell grundsätzlich nur auf fensterbrettern aus!&#8220;)</p>
<p>es gab eine zeit, da hatte ich gehofft, ich käme mit dieser technik, die mir der prof ans herz gelegt hatte, irgendwie drumrum, und könnte damit zumindest den rosa boxerbildern irgendwie entkommen. das ist natürlich quatsch und eben auch garnicht der spingende punkt. nicht die boxerbilder haben mir letztlich schlaflose nächte beschert sondern die wochenlangen reisen von einem aufbau zum nächsten, ohne einen pfennig zu verdienen, haufenweise zentnerschwere knetmasse durch die gegend wuchtend und nie zu wissend, was am nächsten morgen passieren würde. und als das geld am ende gänzlich ausblieb ohne atelier dazustehen, ohne raum um überhaupt noch etwas herzustellen, mit einem haufen obdachloser knete.</p>
<p>als das passierte schaffte ich nur noch schnell ein paar kleinere arbeiten und einige kilo knete auf meinen dachboden, liess alles andere zurück und konnte endlich wieder schlafen.</p>
<p>mit diesem blogger-portrait, meinem &#8222;seestück mit glam&#8220;, scheint jedoch ein stück verlorener raum zu mir zurückgeschlichen gekommen zu sein. der raum, den ich mit der schwere und dem volumen der frühreren arbeiten aufgegeben hatte kehrt jetzt unerwartet auf zweierlei weisen zurück: als neuer raum in mirselbst, raum für neue ideen und als raum in miniatur. so kann ich orte schaffen, die genau das erreichen könnten, was auch gut gemalte bilder können: bilder, die auch nichts anderes sind als räume ohne wände, kleine illusionen von höhlen in denen man sich obendrein vorzüglich verkriechen kann vor rosa boxerbildern.</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil III</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 19:27:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/415/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iii/" title="grosse bloggerportraitreihe teil III"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anketitel.4sx5elwzf1b4o4cw4w4k4ggk0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil III" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>bislang waren die protagonisten meiner arbeiten fast ausschliesslich ichselbst, jede menge <a href="http://katiakelm.de/tag/tauben/">tauben</a> und <a href="http://katiakelm.de/tag/nagetiere/">nagetiere</a>.
wenn ich den geschichten, die ich erzähle, schon gesichter geben musste, dann konnte das nur mein eigenes sein - das war eine dieser selbsterfundenen regeln, mit denen man sich jahrelang herumquält, weil man zu borniert ist, sich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/415/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iii/" title="grosse bloggerportraitreihe teil III"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anketitel.4sx5elwzf1b4o4cw4w4k4ggk0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil III" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>bislang waren die protagonisten meiner arbeiten fast ausschliesslich ichselbst, jede menge <a href="http://katiakelm.de/tag/tauben/">tauben</a> und <a href="http://katiakelm.de/tag/nagetiere/">nagetiere</a>.<br />
wenn ich den geschichten, die ich erzähle, schon gesichter geben musste, dann konnte das nur mein eigenes sein - das war eine dieser selbsterfundenen regeln, mit denen man sich jahrelang herumquält, weil man zu borniert ist, sich neue auszudenken. </p>
<p>wie es dann kommt, dass man die plötzlich über den haufen wirft und eine vorher unbemerkte tür aufstösst, das ist wahrscheinlich das eigentliche geheimnis hinter allem. und geheimnis: weil es zu profan ist, um es überhaupt jemandem zu erzählen. so profan wie ein daher gesagter satz an irgendeinem montag abend im jahr 1994, nachdem man sich mit einem bekannten im kino einen knetanimationsfilm angesehen hatte: &#8222;mach doch auch mal was in knete!&#8220; - oder wie ein <a href="http://katiakelm.de/34/nacktblogger/">geburtstagsgeschenk für einen blogger</a>.</p>
<p>es dauert dann noch eine kurze weile bis man kapiert, dass es hier weiter gehen kann, dass sich diese tür auch öffnen lässt, ein anlauf und - hopp - ist man durch. </p>
<p>vielleicht ist dies ja mal wieder so ein hopp.</p>

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		<title>hüte und äpfel</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 19:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/298/hute-und-apfel/" title="hüte und äpfel"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/apfel.4yxo6gs57ampmoc4oso888oso.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="hüte und äpfel" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>vor der knete waren zeichnung und malerei. warum daraus irgendwann knete wurde weiss ich selbst nicht. vielleicht weil man nie zufrieden ist mit dem was man gerade am wickel hat. 2 dimensionen - wie oldschool ist das denn! mein knete gewordener minderwertigkeitskomplex. 
tatsächlich bin ich im grunde malerin. in meiner&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/298/hute-und-apfel/" title="hüte und äpfel"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/apfel.4yxo6gs57ampmoc4oso888oso.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="hüte und äpfel" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>vor der knete waren zeichnung und malerei. warum daraus irgendwann knete wurde weiss ich selbst nicht. vielleicht weil man nie zufrieden ist mit dem was man gerade am wickel hat. 2 dimensionen - wie oldschool ist das denn! mein knete gewordener minderwertigkeitskomplex. </p>
<p>tatsächlich bin ich im grunde malerin. in meiner alten WG in bramfeld hing ein bild über dem küchentisch was ich in meiner pseudo feministinnen phase mal gemalt hatte, eine gruppe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cancan">cancan</a> tanzender ohne unterhosen. und jeden morgen beim frühstück malte ich es in gedanken nochmal. das beste training. malerei kann alles was die knete kann und noch mehr.</p>
<p>oder wie knetet man eine ohnmacht aus der man erwacht, umgeben von 14 nackten männern?</p>

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		<title>theoriegespinste</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2005 21:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/59/theoriegespinste/" title="theoriegespinste"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/mann_v_welt_titel.7tu3tvzab4ru4oks0048o4osk.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="theoriegespinste" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>gerade die dinge, die in der erinnerungfalle kleben blieben obwohl sie völlig banal sind, eigenen sich besonders gut zum kunst machen. das sind bilder die einfach durchgeschoben werden können, aus dem kopf aufs blatt oder in die knete, ohne dass sie einen rattenschwanz an sperrigen bedeutungen hinter sich her zögen.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/59/theoriegespinste/" title="theoriegespinste"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/mann_v_welt_titel.7tu3tvzab4ru4oks0048o4osk.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="theoriegespinste" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>gerade die dinge, die in der erinnerungfalle kleben blieben obwohl sie völlig banal sind, eigenen sich besonders gut zum kunst machen. das sind bilder die einfach durchgeschoben werden können, aus dem kopf aufs blatt oder in die knete, ohne dass sie einen rattenschwanz an sperrigen bedeutungen hinter sich her zögen.<br />
man trifft natürlich eine auswahl. man kann ja nicht ALLES kneten. und die auswahl fällt selten zugunsten schöner, symmetrischer, fehlerfreier dinge aus. denn nichts ist langweiliger als das richtige.</p>
<p>in meiner erinnerung kleben blieb zum beispiel das bild büchern am boden. ein kollege hatte eine reihe klassiker aus philosophie und wissenschaft am boden seiner installationen verteilt, unter um quasi das &#8222;philosophische fundament&#8220; seiner arbeit zu verdeutlichen.</p>
<p>das musste ich auch versuchen! ich kaufte ein buch auf dem flohmarkt. etwas teuer aber der titel - &#8222;Ein Mann von Welt&#8220; - war die 2 euro wert.<br />
weil ich im inhalt keine stelle finden, auf die ich mich hätte beziehen können <a href="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/mowengeschichte.pdf"> schrieb ich einfach selber ein paar seiten und klebte sie in das buch</a>.</p>
<p>wobei ich heute zugeben muss: der text hat immer noch nichts mit der arbeit zu tun. aber so ein buch am boden ist einfach unersetzlich für die theoriefindung.</p>

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		<title>die tauben die in jena blieben</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2003 20:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/307/die-tauben-die-in-jena-blieben/" title="die tauben die in jena blieben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben.btl3q0k35gm7gog4wso80w04c.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="die tauben die in jena blieben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>in jena ist alles paradiesisch, ausser sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Jena_Paradies">bahnhof</a>.
selten so unprätentiöse leute getroffen, so entspannt aufgebaut. die <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">Anarchie …</a> und <a class="lightview" title=" :: :: menubar: false, height: 300, width: 410" href="#player">ein trupp tauben</a> fuhren schonmal im kofferraum vor, die zeichnungen und ich kamen im ICE hinterher.
während der fahrt dachte ich mir die titel aus. titelfindung ist fast so toll wie die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/307/die-tauben-die-in-jena-blieben/" title="die tauben die in jena blieben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben.btl3q0k35gm7gog4wso80w04c.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="die tauben die in jena blieben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>in jena ist alles paradiesisch, ausser sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Jena_Paradies">bahnhof</a>.<br />
selten so unprätentiöse leute getroffen, so entspannt aufgebaut. die <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">Anarchie …</a> und <a class="lightview" title=" :: :: menubar: false, height: 300, width: 410" href="#player">ein trupp tauben</a> fuhren schonmal im kofferraum vor, die zeichnungen und ich kamen im ICE hinterher.<br />
während der fahrt dachte ich mir die titel aus. titelfindung ist fast so toll wie die der bilder. das ist wie umrühren und ein paar wörter kleckern über den rand. nachschauen, was sind das für wörter, sind die brauchbar? nein? wieder rein. weiterrühren.</p>
<p>als &#8222;gastgeschenk&#8220; knetete ich dem <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=75194&amp;_nav_id1=58185&amp;_lang=de">museum</a> ein taubenpaar für die <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=75201&amp;_nav_id1=58181&amp;_lang=de">sammlung</a>, an die wand, das jetzt einen beachtlichen fettfleck umgibt, wie ihn selbst die <a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/">kaninchen</a> nicht besser hin bekamen.</p>
<p><a href='#player' class='lightview' title=' :: :: menubar: false, width: 410, height: 300' >[Video]</a></p>
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		<title>anarchie in jena</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2003 16:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/" title="anarchie in jena"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anarchie_titel.d5dcyknpla2wcowk8wso00cww.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="anarchie in jena" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ich war so bescheuert, dass ich ernsthaft meinte, für jede ausstellung immer etwas neues machen zu müssen. statt einmal irgendwas hinzukneten und das dann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig">hermann</a> mässig weiterzureichen baute ich immer etwas neues.  die Anarchie zeigte ich immerhin zweimal. ursprünglich baute ich sie für eine einzelausstellung in einer galerie in frankfurt, wo&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/" title="anarchie in jena"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anarchie_titel.d5dcyknpla2wcowk8wso00cww.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="anarchie in jena" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ich war so bescheuert, dass ich ernsthaft meinte, für jede ausstellung immer etwas neues machen zu müssen. statt einmal irgendwas hinzukneten und das dann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig">hermann</a> mässig weiterzureichen baute ich immer etwas neues.  die Anarchie zeigte ich immerhin zweimal. ursprünglich baute ich sie für eine einzelausstellung in einer galerie in frankfurt, wo am eröffnungsabend zirca 10 leute kamen (freunde, galeristen und michselbst eingeschlossen).</p>
<p>frankfurt allerdings war ein echter tiefpunkt. eine installation setze ich komplett in den sand, die technik, mittels derer ein aal die fussleisten entlang gleiten sollte, versagte eine stunde vor eröffnung. die anderen drei, <a href="http://katiakelm.de/wordpress/92/bauch-im-fenster/">Tot! Oder ich ess Dich auf</a> , 4 überlebensgrosse <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">schweine</a> die zeitgleich auf der örtlichen kunstmesse zu sehen gewesen waren und die Anarchie entwickelten sich, abgesehen davon, dass ich keinen cent verdiente, nach der ausstellung noch zu einem echten problem:<br />
ein paar monate später verkündete der galerist, dass für die <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">schweine</a> und <a href="http://katiakelm.de/wordpress/92/bauch-im-fenster/">Tot! …</a> sein lager zu eng sei. binnen einer bestimmten frist solle ich meine arbeiten abholen und selber einlagern.<br />
dass ich mir einen transport in dieser grössenordnung nicht leisten konnte war hier nicht von belang. die vorstellung, das ganze sperrige zeug, was eh durch keine normale tür ging, wieder an der backe zu haben, raubte mir nachts den schlaf: ein lager zu mieten wo die schweine nachdem sie auf der ausstellung von 10 personen gesehen worden waren, in kisten gestapelt die nächsten 50 jahre im dunkeln verbringen würden, bis zu meinem tod? ich schlug also dem drängenden galeristen also vor, wenn ihm nix anderes einfiele, die arbeiten einfach zu entsorgen.</p>
<p>wochen später rief mich eine kunstgeschichts-studentin aus weimar an um mir zu berichten, dass sie gerade aus frankfurt käme. sie habe dort meiner galerie einen besuch abstatten wollen, um meine arbeiten zu sehen. die habe sie dort auch gesehen, allerdings nicht im haus sondern davor, auf der strasse. als sie daraufhin etwas besorgt im haus nachfragte habe man ihr gesagt, die arbeiten seien sperrmüll, sie könne sie aber gerne mitnehmen.</p>
<p>seitdem habe ich keine knetarbeiten mehr gemacht, die nicht anstandslos durch türrahmen passen.<br />
in jena zeigte ich erstmals nur zeichnungen und zwei kleinere arbeiten, die sich im kofferraum transportieren liessen.</p>
<p><a href='#player' class='lightview' title=' :: :: menubar: false, width: 410, height: 300' >[Video]</a></p>
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		<title>das monster und ich</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2002 20:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/157/das-monster-und-ich/" title="das monster und ich"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/frankenstein_titel.8oggifawuijyosswc88scs8ck.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="das monster und ich" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><a href="http://www.philippschewe.de/">philipp schewe</a>, der mein ateliernachbar war und zwischen videokameras, kabeln, computern und monitoren lebte, hatte mir aus dem film Frankenstein jede menge standbilder geschnitten: boris karloff von allen seiten. ich hängte sie einmal rumum den tisch an dem ich arbeitete.
wenn ich jemanden portraitiere taste ich ihn mit den augen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/157/das-monster-und-ich/" title="das monster und ich"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/frankenstein_titel.8oggifawuijyosswc88scs8ck.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="das monster und ich" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p><a href="http://www.philippschewe.de/">philipp schewe</a>, der mein ateliernachbar war und zwischen videokameras, kabeln, computern und monitoren lebte, hatte mir aus dem film Frankenstein jede menge standbilder geschnitten: boris karloff von allen seiten. ich hängte sie einmal rumum den tisch an dem ich arbeitete.</p>
<p>wenn ich jemanden portraitiere taste ich ihn mit den augen ab und mit den fingern die knete. und je länger ich die lippen des monsters äugisch betastete umso mehr ergriffen mich die traurigen mundwinkel, das nach innen gekehrte dunkle lippenrot, der stark erhabene ringmuskel.</p>
<p>tagelang umgeben von boris&#8217; hohlen wangen (angeblich verzichtete karloff während des drehs auf sein künstliches gebiss) passierte das unsteuerbare, was man sich nicht vornehmen kann, so wie man sich die liebe nicht aussuchen kann: die handpuppe sah am ende genauso verklärt aus der wäsche wie ich: verliebt in das monster.</p>

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		<title>bauch im fenster</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2002 09:26:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/92/bauch-im-fenster/" title="bauch im fenster"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tot_oder_titel.7eygfzvt6xa5c0o8wog8w0s4c.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="bauch im fenster" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>exhibitionismus als thema spiegelt wunderbar das, was alle tun, die sowas tun wie ich: abbilden, was uns umgibt, zu welchem zweck und mit welchem ergebnis auch immer. leute die auf der bühne stehen und lieder singen, leute, die ihre gedanken aufschreiben und die gedruckt veröffentlichen und leute die tauben kneten&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/92/bauch-im-fenster/" title="bauch im fenster"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tot_oder_titel.7eygfzvt6xa5c0o8wog8w0s4c.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="bauch im fenster" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>exhibitionismus als thema spiegelt wunderbar das, was alle tun, die sowas tun wie ich: abbilden, was uns umgibt, zu welchem zweck und mit welchem ergebnis auch immer. leute die auf der bühne stehen und lieder singen, leute, die ihre gedanken aufschreiben und die gedruckt veröffentlichen und leute die tauben kneten oder dicke männer - alles garnicht so weit weit entfernt von denen, die aus dem gebüsch springen um ihren nackten po zu zeigen.</p>
<p>die männer in den fenstern drücken also ihre nackten bäuche gegen die fensterscheiben. ich brauche sicher nicht erwähnen, dass die inspiration der hutmode <a href="http://youtube.com/watch?v=e3wShd_bX8A">vom diesem video </a> ausging. und auch sonst: michael jackson als fleisch gewordene knetmasse war immer schon ein thema was im raum stand, an das ich mich bloss nie ranwagte. mit den hüten schrammte ich immerhin mal ganz keck dran vorbei.</p>
<p>der eichenblätterhaufen ging übrigens <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">auch nicht durch die tür</a>.</p>

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		<title>peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen</title>
		<link>http://katiakelm.de/314/peinliche-pointenkunst-gerade-noch-die-kurve-bekommen/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2001 21:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/314/peinliche-pointenkunst-gerade-noch-die-kurve-bekommen/" title="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/prinzen.bjnbmry7lhoxogc0s48o04wkc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>mein innerer mister hyde ist romantiker. und wenn der sich hin und wieder mal raus schlich um sich  kitschigen <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/">schwänen</a>, <a href="http://katiakelm.de/234/schonheiten-auf-cocktailpiekserbeinen/">flamingos</a> oder <a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">löwenbrunnen</a> zuzuwendet lag das meistens daran, dass wenig zeit bleibt zur besinnung zu kommen wenn man die arbeit schon eine viertel stunde nach fertigstellung ausstellt.
andere künstler sitzen tagelang im&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/314/peinliche-pointenkunst-gerade-noch-die-kurve-bekommen/" title="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/prinzen.bjnbmry7lhoxogc0s48o04wkc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>mein innerer mister hyde ist romantiker. und wenn der sich hin und wieder mal raus schlich um sich  kitschigen <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/">schwänen</a>, <a href="http://katiakelm.de/234/schonheiten-auf-cocktailpiekserbeinen/">flamingos</a> oder <a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">löwenbrunnen</a> zuzuwendet lag das meistens daran, dass wenig zeit bleibt zur besinnung zu kommen wenn man die arbeit schon eine viertel stunde nach fertigstellung ausstellt.<br />
andere künstler sitzen tagelang im dunkeln, meditieren darüber, ob sie einen punkt in der linken oberen ecke ihres bildes lieber 2 milimeter nach rechts setzen sollten - ich mach das genauso. allerdings immer erst NACH der ausstellung.</p>
<p>bei den abgestürzten prinzen kam die klarheit während ich ihre plattgetretenen gliedmasse (wie schon bemerkt: <a href="http://katiakelm.de/176/padagogikkunst/">ausstellungsbesucher und das raumgefühl …</a>) wieder zurechtbog um sie unter neuem namen als <em>Tote Opernstars</em> der volksführsorge anzudrehen. rapunzels turm bekam plötzlich ohne die prinzen einen ganz neuen sinn: als fernseher! (nachrichtensprecher zum beispiel sehen mit gelben zöpfen viel sympatischer aus.)<br />
manchmal ist es eben so dass ein baum erstmal eine waschmaschine werden muss um zu einem vollkommenen baum werden zu können.</p>
<p>die fernsehermarke hiess übrigens &#8222;lady colour&#8220;.</p>

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		<title>ein lied in jeder lebenslage</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Apr 2000 20:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/114/ein-lied-in-jeder-lebenslage/" title="ein lied in jeder lebenslage"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/serenade_titel.cd0pgdjec2l8o4k808c8cwcs0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ein lied in jeder lebenslage" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die alten bilder wieder. es gab ein bild, das ich meiner mutter gemalt hatte als sie sehr traurig war. ein sehr trauriges bild. eine lachende sonne mit einer spitzen nase, darunter schilf mit pompesel und ein sumpf aus dem ein molchartiges kerlchen traurig herausschaut. eine kugelschreiberzeichnung fastellfarben coloriert. um das&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/114/ein-lied-in-jeder-lebenslage/" title="ein lied in jeder lebenslage"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/serenade_titel.cd0pgdjec2l8o4k808c8cwcs0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ein lied in jeder lebenslage" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die alten bilder wieder. es gab ein bild, das ich meiner mutter gemalt hatte als sie sehr traurig war. ein sehr trauriges bild. eine lachende sonne mit einer spitzen nase, darunter schilf mit pompesel und ein sumpf aus dem ein molchartiges kerlchen traurig herausschaut. eine kugelschreiberzeichnung fastellfarben coloriert. um das grauen abzurunden stand drunter &#8222;es wird alles wieder gut!&#8220;<br />
jedesmal wenn ich meine mutter besuche hängt da dieses grenzwertige bild und ich frage mich im stillen, was sie wohl meint, was es bedeutet.</p>
<p>ein gefühltes jahrhundert später, ich hockte vor dem alten grill in dem ich immer die knete weich machte, um zu vermeiden, dass die muskulatur meiner hände irgendwann aussieht wie die der plastik-superhelden meines sohnes, schaute in den eimer mit graubraunen knetresten und plötzlich - pock - war dieses bild in meinem kopf: brauner schlamm und ich mitten drin.</p>

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		<title>fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Apr 2000 18:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/86/fragen-sie-mich-nicht-wozu-immer-diese-tauben/" title="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben_pumphaus_titel.ap734jwh1dggw0okkcs4kgks8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>vielleicht liegt es ja auch am recycling-willigen material und dessen besonderer eigenart, nach ständigem wieder-zusammen-drücken so taubengrau auszusehen wie der hamburger himmel.
nein, sicher ist es  die grösse. ich bevorzuge es nämlich, die dinge in lebensgrösse zu kneten. und eine taube wirft eindeutig weniger probleme auf als ein baum, beispielsweise.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/86/fragen-sie-mich-nicht-wozu-immer-diese-tauben/" title="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben_pumphaus_titel.ap734jwh1dggw0okkcs4kgks8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>vielleicht liegt es ja auch am recycling-willigen material und dessen besonderer eigenart, nach ständigem wieder-zusammen-drücken so taubengrau auszusehen wie der hamburger himmel.</p>
<p>nein, sicher ist es  die grösse. ich bevorzuge es nämlich, die dinge in lebensgrösse zu kneten. und eine taube wirft eindeutig weniger probleme auf als ein baum, beispielsweise.<br />
<a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">einen baum zu kneten</a> musste ich wieder verwerfen weil ich einen statiker hätte hinzuziehen müssen, um auszurechnen, ob das gebäude stehen geblieben wär.</p>

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		<title>meine karriere in new york</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Apr 2000 18:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/83/meine-karriere-in-new-york/" title="meine karriere in new york"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/heyhey_titel2.cf2f1pgkrh24g000owocos84k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine karriere in new york" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ein freund, der aus karrieregründen nach new york ausgewandert war und dort in einer erfolglosen galerie hin und wieder ebenso erfolglose ausstellungen organisierte, bat mich bei einer dieser ausstellungen mitzumachen. wie oft stellt man schon in new york aus!
voraussetzung war, dass man die arbeit auch im handgepäck mitkriegen konnte&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/83/meine-karriere-in-new-york/" title="meine karriere in new york"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/heyhey_titel2.cf2f1pgkrh24g000owocos84k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine karriere in new york" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ein freund, der aus karrieregründen nach new york ausgewandert war und dort in einer erfolglosen galerie hin und wieder ebenso erfolglose ausstellungen organisierte, bat mich bei einer dieser ausstellungen mitzumachen. wie oft stellt man schon in new york aus!<br />
voraussetzung war, dass man die arbeit auch im handgepäck mitkriegen konnte und ich sie selbst vorbei brachte.</p>
<p>ich entschied mich für eine gruppe nagetiere: ein meerschweinchen besingt den tod eines anderen und weil ich mir einbildete, neil young sei new yorker (tatsächlich ist er nicht mal amerikaner - <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Young">sondern canadier</a>), erklang aus dem zusätzlich kurzerhand hinzugekneteten verstärker der alte neil young hit: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LYV6PAckr5w">hey hey, my my, rock&#8217;n roll can never die.. </a>(mit deutschem akzent).</p>
<p>irgendwie hat es mit new york dann doch nicht geklappt.</p>

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		<title>zu zweit ist alles einfacher</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 1999 20:24:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/188/zu-zweit-ist-alles-einfacher/" title="zu zweit ist alles einfacher"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/wiederbelebung_titel1.8lvs2n0kfycyskk0wwgoc444k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="zu zweit ist alles einfacher" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>kneten ist wie der Wiederbelebungsversuch: man knetet und knetet, in der hoffung das was sinnvolles dabei raus kommt, meistens aber bleibt es bloss knete. das weisse meerschweichen räuspert sich beharrlich in das megaphon und das andere bleibt trotzdem liegen. enttäuschungen mit denen man leben muss.
der Wiederbelebungsversuch ist quasi die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/188/zu-zweit-ist-alles-einfacher/" title="zu zweit ist alles einfacher"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/wiederbelebung_titel1.8lvs2n0kfycyskk0wwgoc444k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="zu zweit ist alles einfacher" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>kneten ist wie der Wiederbelebungsversuch: man knetet und knetet, in der hoffung das was sinnvolles dabei raus kommt, meistens aber bleibt es bloss knete. das weisse meerschweichen räuspert sich beharrlich in das megaphon und das andere bleibt trotzdem liegen. enttäuschungen mit denen man leben muss.</p>
<p>der Wiederbelebungsversuch ist quasi die minimal-version von <a href="http://katiakelm.de/wordpress/83/meine-karriere-in-new-york/">Hey Hey My My </a>.</p>

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		<title>das schwein in mir</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 1999 17:46:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/183/das-schwein-in-mir/" title="das schwein in mir"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/unter_uns_titel1.dho5tp3w9wnwg00ock8sgs0o8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="das schwein in mir" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ich habe immer michselbst geknetet, nicht nur weil ich eine eitle narzistin bin, sondern weil ich einfach um alles in der welt vermeiden wollte, aussagen mit einem objektivitätsanspruch zu machen.
als meinen gegenüber wählte ich meistens meerschweinchen oder <a href="http://katiakelm.de/wordpress/tag/nagetiere/">nagetiere</a>. ich mochte meerschweinchen immer, schon aus romantischen gründen: das schwein, das&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/183/das-schwein-in-mir/" title="das schwein in mir"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/unter_uns_titel1.dho5tp3w9wnwg00ock8sgs0o8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="das schwein in mir" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ich habe immer michselbst geknetet, nicht nur weil ich eine eitle narzistin bin, sondern weil ich einfach um alles in der welt vermeiden wollte, aussagen mit einem objektivitätsanspruch zu machen.</p>
<p>als meinen gegenüber wählte ich meistens meerschweinchen oder <a href="http://katiakelm.de/wordpress/tag/nagetiere/">nagetiere</a>. ich mochte meerschweinchen immer, schon aus romantischen gründen: das schwein, das aus dem meer kam. und natürlich der klassiker: das &#8222;rosettenmeerschweinchen&#8220;. was für ein name!</p>
<p>das meerschweinchen ist als heimtierklassiker für mich das vierbeinige pendant zum wellensittich und meistens habe ich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heimtier">heimtiere</a> geknetet. tiere die bereits symbolisch überfrachtet sind wie <a href="http://katiakelm.de/wordpress/169/schlagseite/">schwäne</a> oder <a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">löwen</a> und auch tiere, die starke eigene charaktere mitbringen wie <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">schweine</a> oder <a href="http://katiakelm.de/wordpress/176/padagogikkunst/">hühner</a> - alle sind sie nicht annähernd so flexibel und offen für neue rollen wie das meerschweinchen. das meerschweinchen ist die kate moss unter den tieren.</p>
<p>das ist aber natürlich alles völlig unwesentlich. der wahre grund, warum ich das meerschweichen als protagonist bevorzuge ist seine <a href="http://katiakelm.de/wordpress/83/meine-karriere-in-new-york/">handlichkeit</a>.</p>

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		<title>falten aus gummi</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 1999 19:15:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/171/falten-aus-gummi/" title="falten aus gummi"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/handschuhe_titel.39wz0fukbiafwkkw8ko4gcs0g.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="falten aus gummi" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die faltenwurf- sachen sind ja verwandt mit meiner vorliebe für fleckige wände: je länger man sich die falten einer decke oder das weggekratzte stück tapete ansieht umso sicherer, dass die dinge sich verselbständigen. ich hatte in jeder wohnung in der ich lebte so ein stück weggekratzte tapete, so einen flecken&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/171/falten-aus-gummi/" title="falten aus gummi"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/handschuhe_titel.39wz0fukbiafwkkw8ko4gcs0g.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="falten aus gummi" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die faltenwurf- sachen sind ja verwandt mit meiner vorliebe für fleckige wände: je länger man sich die falten einer decke oder das weggekratzte stück tapete ansieht umso sicherer, dass die dinge sich verselbständigen. ich hatte in jeder wohnung in der ich lebte so ein stück weggekratzte tapete, so einen flecken am kopfende meines bettes. anfangs wechselten die gestalten noch, die in ihnen auftauchten aber irgendwann pendelte es sich ein. irgendwann war der klumpen farbe, der kratzer oder die delle verschwunden. stattdessen war da das abbild eines <a href="http://katiakelm.de/wordpress/92/bauch-im-fenster/">hermelins</a> oder in meiner jetzigen wohnung ein wal. (einen wal zu kneten hebe ich mir für später auf.)</p>
<p>die gummihandschuhe stammten übrigens noch aus der <a href="http://katiakelm.de/wordpress/121/mordversuche/">mordwerkzeugphase</a>. modell standen die handschuhe, die später auch für eine nebenrolle in <a href="http://katiakelm.de/173/volksnaher-kram/">Traurige im Eimer</a> herhielten.</p>

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		<title>mordversuche</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 1999 21:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/121/mordversuche/" title="mordversuche"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/giftpilz_titel.cb6l6sk4q5yvc40wk8gskwc4g.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="mordversuche" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ich liebe es ja, schreckensnachrichten in billigen frauenzeitschriften zu lesen. geschichten über unbescholtene familienväter die eines tages nach hause kommen und frau und kind abschlachten. daneben dann das bild eines vorgartens oder einer garage und gruppenfotos von leuten mit gepixelten gesichtern.
irgendwo las ich mal die geschichte einer frau die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/121/mordversuche/" title="mordversuche"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/giftpilz_titel.cb6l6sk4q5yvc40wk8gskwc4g.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="mordversuche" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ich liebe es ja, schreckensnachrichten in billigen frauenzeitschriften zu lesen. geschichten über unbescholtene familienväter die eines tages nach hause kommen und frau und kind abschlachten. daneben dann das bild eines vorgartens oder einer garage und gruppenfotos von leuten mit gepixelten gesichtern.</p>
<p>irgendwo las ich mal die geschichte einer frau die ihren mann mit knollenblätterpilzen umbrachte. ich versuchte mich daraufhin in knollenblätterpilz-kneten, verwarf das vorhaben aber schnell wieder, meine knet-knollenblätterpilze sahen so gefährlich aus wie champions.<br />
ich produzierte damals jede menge fotos: ichselbst mit bauchschmerzen, ichselbst als mordopfer am boden liegend, spärlich bekleidet und ich entwickelte eine art fotoroman wie ich mich mit einer kommilitonin im gebüsch gegenseitig mit gefriererbsten und tomaten bewarf - alles erfolglos.<br />
mehr nebenbei entstand dann auch diese kleine bastelei aus fotos - Selbst als Giftpilzbeet -  diesmal allerdings mit mehr erfolg: der einkäufer für die sammlung des bundes kaufte sie und stellte sie im hamburger bahnhof in berlin aus.<br />
mit geschwollener brust machte ich mich also auf nach berlin, durchschritt die heiligen hallen auf der suche nach meinen pilzen. und fand sie: im treppenhaus vor der damentoilette.</p>

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		<title>wie man eine steinskulptur knetet</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 1998 16:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/" title="wie man eine steinskulptur knetet"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/loewe_titel.ex8jbdwm3zkf8kkw4k4o8kcck.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="wie man eine steinskulptur knetet" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>stammt noch aus der zeit als ich plante, eine baumgruppe, einen gartenteich mit <a href="http://katiakelm.de/wordpress/37/nackter-mann-am-himmel/">schwänen</a> und einen brunnen zu kneten. dies ist der brunnen.
man beachte die fast perfekte nachahmung des steingutes! und die plastizität zur sicherheit gleich doppelt gemoppelt: per -vorhanden bzw. nicht vorhandensein des materials und per farbmischung desselben. (damals&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/" title="wie man eine steinskulptur knetet"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/loewe_titel.ex8jbdwm3zkf8kkw4k4o8kcck.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="wie man eine steinskulptur knetet" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>stammt noch aus der zeit als ich plante, eine baumgruppe, einen gartenteich mit <a href="http://katiakelm.de/wordpress/37/nackter-mann-am-himmel/">schwänen</a> und einen brunnen zu kneten. dies ist der brunnen.</p>
<p>man beachte die fast perfekte nachahmung des steingutes! und die plastizität zur sicherheit gleich doppelt gemoppelt: per -vorhanden bzw. nicht vorhandensein des materials und per farbmischung desselben. (damals hing ich ein bischen viel mit studenten herum, bei denen solche nachahmungssachen und grauer ernst hoch im kurs waren.)</p>

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		<title>meine kinder können heiraten wen sie wollen</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 1997 09:57:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/" title="meine kinder können heiraten wen sie wollen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/eisbaer_kopf_h2.3w9gexy60dfs4kggg00ckcgko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine kinder können heiraten wen sie wollen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>das erste eisbärenfell knetete ich auf ein paar lose bretter auf die ich zum besseren halt der knete eine rolle hasendraht tackerte. dass die bretter allerdings nicht weiter miteinander verschraubt waren gestaltete den transport des ersten knetfells schon schwierig.
aus bruchstücken des ersten wurde dann der zweite eisbär, teil der&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/" title="meine kinder können heiraten wen sie wollen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/eisbaer_kopf_h2.3w9gexy60dfs4kggg00ckcgko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine kinder können heiraten wen sie wollen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>das erste eisbärenfell knetete ich auf ein paar lose bretter auf die ich zum besseren halt der knete eine rolle hasendraht tackerte. dass die bretter allerdings nicht weiter miteinander verschraubt waren gestaltete den transport des ersten knetfells schon schwierig.</p>
<p>aus bruchstücken des ersten wurde dann der zweite eisbär, teil der installation <a href="http://katiakelm.de/wordpress/128/so-tun-als-ob/">Das Fenster bleibt zu</a> ebenso dilettantisch zusammengekloppt. dass man die arbeiten ggf. auch nochmal transportieren musste hatte ich nicht eingeplant. hände und füsse der schlafenden unter dem fell steckte man ihr einfach einzeln an, ebenso den kopf.</p>
<p>man könnte also behaupten, ich hinge einfach zu sehr an den sachen. das ist ja auch so ne lieblingsthese vieler kunstkenner, dass künstler so ne art verlustängste hätten, wenn es um den verkauf ging. sogar meine therapeutin (<a href="http://katiakelm.de/wordpress/42/taubenfamilie/">abbildung</a>) hatte das mit dem loslassen mal angedeutet.</p>
<p>deswegen möchte ich an dieser stelle mal die gelegenheit ergreifen, hierzu ein klares statement abzugeben: das gegenteil ist der fall! ich bin froh, dankbar und unendlich erleichtert, wenn die blöden kinder unter der haube sind!</p>

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		<title>schlagseite</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Apr 1997 22:13:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/" title="schlagseite"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schwan_titel1.5xknn22xio4fqcs4088c8sg0w.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="schlagseite" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>für den garten den ich zu kneten plante, mit bäumen, büschen, <a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">brunnen</a> und schwanenteich, benötigte ich geld. ich bewarb mich also um die förderung einer stiftung, das solche projekte studierender an der hfbk unterstützte.
ich schrieb ein exposé, knetete einen haufen modelle, füllte formulare aus und verfasste eine recht utopische kostenaufstellung&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/" title="schlagseite"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schwan_titel1.5xknn22xio4fqcs4088c8sg0w.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="schlagseite" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>für den garten den ich zu kneten plante, mit bäumen, büschen, <a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">brunnen</a> und schwanenteich, benötigte ich geld. ich bewarb mich also um die förderung einer stiftung, das solche projekte studierender an der hfbk unterstützte.<br />
ich schrieb ein exposé, knetete einen haufen modelle, füllte formulare aus und verfasste eine recht utopische kostenaufstellung mit einer endsumme von 5000 mark.<br />
die modelle waren alle unterschiedlichsten masstabes - die büsche faustgross, die bäume auf frühstücksbrettern, 2 schwäne lebensgross und der <a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">löwenbrunnen</a> auch. der eine schwan (siehe foto) fiel immer um, den konnte man so ins bewerbungsgespräch nicht mitnehmen, den anderen allerdings auch nicht, den hatte ich auf meinem arbeitstisch festgeknetet.<br />
grünpflanzen aus knete machten aber alleine nicht viel her, also sägte ich den schwan mitsamt der tischplatte einfach aus und zu zweit wuchteten wir das tischplattenviertel ins präsidialbüro. ich bekam die 5000 mark und stellte fest: hat man erstmal ein expose geschrieben und alles so gut man konnte ausgerechnet, erklärt und besiegelt macht die ausführung keinen spass mehr - und liess es sein. war eh ne blöde idee.</p>

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		<title>vom felle kneten und von löffeln</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 1997 19:45:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/" title="vom felle kneten und von löffeln"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/kaninchen_ander_wand_titel.exlp2toak0r94wgkkw0ggcwko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="vom felle kneten und von löffeln" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>man müsste mal ausrechnen, wie viele jahre seines lebens man fell geknetet hat. ich habe mit grosser warscheinlichkeit in den letzten 10 jahren viel mehr viel fell geknetet als andere menschen in ihrem ganzen leben ihre haare bürsten. ich bürste weder meine haare noch fell. ich forme fell mit meinen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/" title="vom felle kneten und von löffeln"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/kaninchen_ander_wand_titel.exlp2toak0r94wgkkw0ggcwko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="vom felle kneten und von löffeln" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>man müsste mal ausrechnen, wie viele jahre seines lebens man fell geknetet hat. ich habe mit grosser warscheinlichkeit in den letzten 10 jahren viel mehr viel fell geknetet als andere menschen in ihrem ganzen leben ihre haare bürsten. ich bürste weder meine haare noch fell. ich forme fell mit meinen fingern vor, dann nehme ich einen schmalen cappuchinolöffel und schneide, schabe und plätte es. wenn ich vollkommen durchdrehe benutze ich auch einen sogenannten <a href="http://www.google.de/search?q=comedonenquetscher&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a">comedonenquetscher</a>.   der nachteil am comedonenquetscher ist jedoch: man kommt kaum von der stelle.</p>
<p>den ersten cappucchinolöffel hatte ich mir mal aus italien mitgebracht. er war aus grauem blech, ganz fein und spitz. das non plus ultra unter den knetlöffeln. als ich ihn verlor war ich vollkommen aufgeschmissen. eine woche lang bin ich verstört durch die stadt gelaufen auf der suche nach dem richtigen löffel. nichts. ich gab mich letztlich mit einem knetlöffelkompromiss aus einem edel-cappuchino laden für 30 euro zufrieden, der allerdings schon nach absehbarer zeit eine kleine delle aufwies die das glattstreichen der knete sogut wie unmöglich machte.</p>
<p>vom löffel über knete streichen, drehen, drücken habe muskeln an stellen wo andere menschen muskeln vom wichsen haben.</p>

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		<title>ohren an wände schrauben</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 1994 17:41:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/362/ohren-an-wande-schrauben/" title="ohren an wände schrauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ohrentitel.dof0936yovuh44k88ss0okk8o.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ohren an wände schrauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>natürlich weiss ich nicht wirklich was ich tue, während ich es tue. kunst, die ihr urheber auf die frage, womit er sich thematisch beschäftige, mit &#8222;mein thema ist …&#8220; beantworten kann, hat was von künstlicher befruchtung, von zweckehe, von diätessen und von lebensversicherungen. kunst die schon interpretiert wurde bevor sie&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/362/ohren-an-wande-schrauben/" title="ohren an wände schrauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ohrentitel.dof0936yovuh44k88ss0okk8o.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ohren an wände schrauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>natürlich weiss ich nicht wirklich was ich tue, während ich es tue. kunst, die ihr urheber auf die frage, womit er sich thematisch beschäftige, mit &#8222;mein thema ist …&#8220; beantworten kann, hat was von künstlicher befruchtung, von zweckehe, von diätessen und von lebensversicherungen. kunst die schon interpretiert wurde bevor sie enstand ist nichts für mich. ich mag geschichten ohne ende. die zu finden ist ein bischen wie bei einer slotmaschine: rotierende bilder und irgendwann bleibt eins stehen. das muss man dann wohl oder übel malen oder kneten oder an die wand schrauben und weiss mit glück ein, zwei jahre später, wozu.<br />
oke, ich übertreibe. aber sicher ist man sich nie.</p>
<p>sicher ist hier eigentlich nur, dass die ohren ein grenzwesen waren. als aus dem flachen bild ein ding wurde. meine erste gewollt plastische arbeit.<br />
wäre die das einzige, die ich je gemacht hätte, oder hätte ich die folgenden zehn jahre lang nur noch ohren an wände geschraubt, hätte ich wohl keinen pokal damit gewonnen. aber als übergang waren die ohren für meine spätere arbeit sehr bedeutend.</p>
<p>(einen pokal hab ich mit meinen späteren arbeiten allerdings auch nicht gewonnen. vielleicht hätte ich doch bei den ohren bleiben sollen.)</p>

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