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	<title>katias blog</title>
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	<description>Blog</description>
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		<title>MEHR ALS SCHEIN</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 16:17:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[ausstellungsempfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[in eigener sache]]></category>
		<category><![CDATA[reklame]]></category>
		<category><![CDATA[athen]]></category>
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		<category><![CDATA[zoumboulakis galleries]]></category>

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		<description><![CDATA[17 MAY – 2 JUNE 2013 OPENING: FRIDAY 17 MAY / 8:30 ZOUMBOULAKIS GALLERIES 135 ERMOU STREET, ATHENS NIKOS ALEXIOU, KOSTAS BASSANOS, XENOFON BITSIKAS, KOSTAS CHRISTOPOULOS, JEANNE FAUST, IANNIS GANAS, DOROTHEA GOLDSCHMIDT, KATIA KELM, INGE KRAUSE, MARIA LOIZIDOU, RUTH MAY, MARK NOLL, NINA PAPACONSTANTINOU, MICHALIS PICHLER, MAIKE SANDER, ZAFOS XAGORARIS, KAILIANG YANG, MANOLIS ZACHARIOUDAKIS, BARBARA [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>17 MAY – 2 JUNE 2013<br />
OPENING: FRIDAY 17 MAY / 8:30<br />
<a href="http://www.zoumboulakis.gr" target="_blank">ZOUMBOULAKIS GALLERIES<br />
</a>135 ERMOU STREET, ATHENS</p>
<p>NIKOS ALEXIOU, KOSTAS BASSANOS, XENOFON BITSIKAS, KOSTAS CHRISTOPOULOS, JEANNE FAUST, IANNIS GANAS, DOROTHEA GOLDSCHMIDT, KATIA KELM, INGE KRAUSE, MARIA LOIZIDOU, RUTH MAY, MARK NOLL,<br />
NINA PAPACONSTANTINOU, MICHALIS PICHLER,<br />
MAIKE SANDER, ZAFOS XAGORARIS, KAILIANG YANG, MANOLIS ZACHARIOUDAKIS, BARBARA ZENNER</p>
<p>Curator<br />
MARK NOLL</p>
<p>Opening hours:<br />
Tuesday, Wednesday &#038; Friday 15.00 – 20.00<br />
Thursday 15.00 – 22.00<br />
Saturday &#038; Sunday 12.00 – 17.00</p>
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		<title>links</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2013 16:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[links]]></category>
		<category><![CDATA[bernard buffet]]></category>
		<category><![CDATA[hilma af klint]]></category>
		<category><![CDATA[hockney]]></category>
		<category><![CDATA[klapheck]]></category>
		<category><![CDATA[pipilotti rist]]></category>

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		<description><![CDATA[hier wieder ne handvoll alter kamellen links, die ich irgendwann in letzter zeit eingesammelt hab: barbarawille.de vier monate ateliersuche hat auch vorteile: man lernt leute kennen. oder zumindest webseiten. einmal wurde mir ein atelierangebot gleich dreimal von drei verschiedenen kontakten weitergeleitet, kam leider nicht in frage, dafür war ich aber bestimmt eine stunde auf der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>hier wieder ne handvoll alter <strike>kamellen</strike> links, die ich irgendwann in letzter zeit eingesammelt hab:</p>
<p><a href="http://barbarawille.de/index.php?pgid=1 " target="_blank"><strong>barbarawille.de</strong></a></p>
<p>vier monate ateliersuche hat auch vorteile: man lernt leute kennen. oder zumindest webseiten. einmal wurde mir ein atelierangebot gleich dreimal von drei verschiedenen kontakten weitergeleitet, kam leider nicht in frage, dafür war ich aber bestimmt eine stunde auf der webseite von der künstlerin, deren atelier angeboten wurde, und bin jetzt fan. grossartige arbeiten!</p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/hilma-af-klints-abstrakte-malerei-die-kunstgeschichte-muss-umgeschrieben-werden-12086270.html" target="_blank"><strong>faz.net: Die Kunstgeschichte muss umgeschrieben werden – von julia voss</strong><br />
</a></p>
<blockquote><p>In Stockholm zeigt eine bahnbrechende Ausstellung das Werk der Künstlerin Hilma af Klint, die viele Jahre vor Kandinsky abstrakt zu malen begann. Woran liegt es, dass jeder den Russen kennt, aber kaum jemand die Schwedin?</p></blockquote>
<p><a href="http://www.museebernardbuffet.com/en4550.html " target="_blank"><strong>museebernardbuffet.com: oil paintings 1945 &#8211; 1950</strong><br />
</a><br />
schön schreckliche bilder! manche, späteren, sind nur noch schrecklich, und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bernard_Buffet" target="_blank">laut wikipedia</a> gilt er sogar als kitschmaler:</p>
<blockquote><p>Zahlreiche seiner populären Bilder wurden reproduziert und in Kaufhäusern gerahmt angeboten. Ab den 1960er Jahren erfolgte ein jäher Preisabstieg, der bis heute anhält. Während in den Museen seine Werke vielfach ins Depot wanderten („… Bernard Buffet etwa wird heute nur noch als Kitschmaler angesehen“), tauchten auf Flohmärkten ständig Buffet-Reproduktionen auf.</p></blockquote>
<p>umso besser, würde ich sagen.</p>
<p><a href="http://www.hockneypictures.com/tv-video/video_wolds.php " target="_blank"><strong>hockneypictures.com: david hockney über sein woldgate video</strong><br />
</a></p>
<p>schon wirklich grossartig.<br />
was den genuss dieser webseite nur ein bischen versaut ist das copyright-getue auf der <a href="http://hockneypictures.com/terms.php" target="_blank">startseite</a>. keine ahnung ob man das nicht anders hätte lösen können oder ob es konsequent ist. für einen, der sonst so unbefangen mit digitalen medien rummacht, irgendwie seltsam verklemmt.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=HYX_jV-lAfk" target="_blank"><strong>Ron Mueck: The most realistic sculptures Part I</strong><br />
</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=pTy5cORM3CI " target="_blank"><strong>Ron Mueck: The most realistic sculptures Part II</strong><br />
</a><br />
ich liebe ja making-of filme.</p>
<p><a href="http://www.art-magazin.de/szene/59115/kuratieren_nachruf " target="_blank"><strong>art-magazin.de: FRÜHSTÜCKST DU NOCH ODER KURATIERST DU SCHON? von ralf schlüter</strong><br />
</a></p>
<blockquote><p>Der Begriff befindet sich im Niedergang. &#8220;Kuratieren&#8221;, das einstige Zauberwort der Kunstszene, ist unbrauchbar geworden.</p></blockquote>
<p>wusste ich auch schon wieder nicht.</p>
<p><a href="http://www.kunst-in-recklinghausen.de/14%20Archiv/Resources/Klapheck%20Katalogtexte.pdf" target="_blank"><strong>kunst-in-recklinghausen.de: katalogtext &#8220;Menschen und Maschinen – Bilder von Konrad Klapheck&#8221; (pdf)</strong> </a></p>
<p>im moment <a href="https://www.google.de/search?client=safari&#038;rls=en&#038;q=konrad+klapheck+retrospektive&#038;ie=UTF-8&#038;oe=UTF-8&#038;redir_esc=&#038;ei=zRGFUZGCPMneswbSoICAAw" target="_blank">liest man ja hier und da</a> von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Klapheck " target="_blank">konrad klapheck</a> retrospektive, die aktuell im <a href="http://www.smkp.de/ausstellungen/aktuell/klapheck-bilder-und-zeichnungen.html" target="_blank">museum kunstpalast düsseldorf</a> gezeigt wird.<br />
bisher hat mich klapheck (bekannt für seine schreibmaschinen- und nähmaschinenbilder) nicht sonderlich umgehauen, vor ein paar tagen lief allerdings auf deutschlandradio eine rezension, bei der ich mit einem ohr zuhörte. dort wurden ganz interessante aussagen des künstlers erwähnt, und ich hab mir gerade ziemlich den arsch abgegoogelt um das <a href="http://www.kunst-in-recklinghausen.de/14%20Archiv/Resources/Klapheck%20Katalogtexte.pdf" target="_blank">nochmal irgendwo in dieser deutlichkeit zu finden</a>:</p>
<blockquote><p>Die Schreibmaschine, „dieses Instrument, auf dem die wichtigsten Entscheidungen unseres Lebens gefällt werden, ist bei mir männlichen Geschlechts. Sie ist stellvertretend für den Vater, den Politiker, den Künstler“ [...]<br />
Weiblich interpretiert Klapheck hingegen die Nähmaschine, „die Helferin im Bedecken unserer Blöße. Sie erscheint als Braut, Mutter und Witwe.“</p></blockquote>
<p>achso.</p>
<p><a href="http://www.monopol-magazin.de/artikel/2010488/andrea-fraser-prostitution.html" target="_blank"><strong>monopol-magazin.de: Andrea Fraser über ihr Video „Untitled“, in dem sie beim Sex mit einem Kunstsammler zu sehen ist</strong></a></p>
<p>die arbeit kannte ich auch noch nicht. bin jetzt fraser fan.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/fragen-an-acht-kuenstlerinnen-frauen-wie-wollen-wir-leben-12028495.html" target="_blank"><strong>faz.net: Fragen an acht Künstlerinnen</strong><br />
</a></p>
<p>besonders sympatisch finde ich hier den diskussionsbeitrag von pippilotti rist:</p>
<blockquote><p>Die Frage, ob jemand Feministin ist, sein kann oder sein will, stellt sich in jedem Beruf und Bereich. Ich werde oft gefragt, ob ich eine feministische Künstlerin bin, und ich habe verschiedene Antworten, je nachdem, wer mich fragt, obwohl ich nicht glaube, dass es feministische Kunst als solche gibt. Wenn ein netter Mensch mich fragt, sage ich nein, weil ich es zu egozentrisch finde, dauernd auf die Rechte der eigenen Gruppe zu pochen. Wenn ein doofer Mensch mich fragt, sage ich, ja, ich bin Feministin, weil ich ihm die Freude nicht lassen will, sich hämisch darüber zu amüsieren, dass die Befreiten sich von den Befreiern lossagen und sich gegen sie stellen.</p></blockquote>
<p><a href="http://search.it.online.fr/covers/?p=1730 " target="_blank"><strong>covers &#038; citations: Cindy Sherman, ‘Untitled Film Still #10′, 1977</strong><br />
</a> <a href="http://search.it.online.fr/covers/?p=359 " target="_blank"><strong>covers &#038; citations: Michelangelo, ‘Pietà,’ 1499</strong><br />
</a></p>
<p>tolle seite.</p>
<p><a href="http://hadonejob.com/" target="_blank"><strong>hadonejob.com</strong><br />
</a></p>
<p>via <a href="http://happyschnitzel.com" target="_blank">sues</a> facebook</p>
<p><a href="http://keithboadwee.blogspot.de/2013/05/blog-post.html" target="_blank"><strong>boadwee blog: „I thought the prompt was to paint &#8220;CHEESE IN THE SNOW&#8221;&#8230;&#8221;</strong> </a> </p>
<p><a href="http://keithboadwee.blogspot.de/2012/10/the-whitney-gave-wade-guyton-solo-show.html " target="_blank"><strong>boadwee blog: The Whitney gave Wade Guyton a solo show</strong><br />
</a></p>
<blockquote><p>This is soul-less, post-minimal, dreck. Nothing more than a signifier of &#8220;good-taste&#8221; and &#8220;high-art&#8221;. How much of this garbage can exist in the world?
</p></blockquote>
<p>kann ich mich drüber kaputt lachen.<br />
via <a href="http://hoertauf.wordpress.com" target="_blank">hoertauf</a></p>
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		<title>wochenendausflüge in berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 11:33:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[ausstellungsempfehlungen]]></category>
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		<category><![CDATA[liebes tagebuch]]></category>
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		<description><![CDATA[als berliner künstlerIn kann man aufs gallery weekend gehen, man kann aber genauso gut in den zoo gehen oder in ein möbelhaus, das hat nicht weniger mit der eigenen arbeit zu tun. vielleicht liegt es auch daran, dass ich noch neu bin in berlin, aber irgendwie war mir alles so fremd, auf einer veranstaltung des [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>als berliner künstlerIn kann man aufs gallery weekend gehen, man kann aber genauso gut in den zoo gehen oder in ein möbelhaus, das hat nicht weniger mit der eigenen arbeit zu tun.</p>
<p>vielleicht liegt es auch daran, dass ich noch <a href="http://katiakelm.de/blog/2012/12/15/umzuge/" target="_blank">neu bin in berlin</a>, aber irgendwie war mir alles so fremd, auf einer veranstaltung des deutschen münzenfachhandels hätte ich mich warscheinlich nicht weniger gut aufgehoben gefühlt. die aufgeblasenen räume, die aufgeblasenen leute und dazwischen die <strike>aufgeblasene</strike> vermarktungsbegünstigende kunst – das hat mit dem, was ich mache, irgendwie so überhaupt nichts zu tun.</p>
<p>möglicherweise tue ich dem ganzen ja unrecht, denn das beste habe ich eh mal wieder verpasst weil sich mein tempo zum schluss immer mehr verlangsamte. aufgrund von langeweile-induzierter schläfrigkeit schleppte ich mich von galerie zu café zur nächsten eisdiele, wie die insassen im krankenhaus, wenn sie versuchen, die zeit rumzukriegen indem sie sich darauf konzentrieren, auf die nächste mahlzeit zu warten.</p>
<p>anderen besuchern schien es nicht viel anders zu gehen. um sich wach zu halten bestaunte man die architektur: „tolle räume!“ raunte es aus allen ecken. die kunst in solchen räumen hat dann vielleicht noch die funktion eines garniervorschlages oder gummibaumes, den man aufstellt, <a href="http://katiakelm.de/2067/meine-karriere-in-der-rustungsindustrie/" target="_blank">damit es nicht so leer aussieht</a>.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>mein persönliches gallery weekend, oder wie die coolen berliner sagen „galerie wochenende“, fing freitag abend an mit nem opening hopping in der potsdamer strasse. die woche über war ich sehr erkältet, das hinderte mich aber nicht, den regenmantel aus eitelkeitsgründen zu hause zu lassen. kaum war ich aus der tür fing das gewitter an.<br />
mit sturmfrisur und fliegen die mir auf den kontaktlinsen klebten betrat ich die erste galerie: <a href="http://www.galeriemichaeljanssen.de" target="_blank">michael janssen</a>. bei janssen hatte ich vor jahren ausgestellt, als er noch in köln war. seitdem ich in berlin wohne gehe ich nun auch auf die janssen eröffnungen. auch wenn es sicher schmeichelhafteres gibt als galerien zu besuchen in denen man einmal testweise ausgestellt wurde und dann nie wieder.</p>
<p>das letzte mal als ich dort war hatte ich gerade einen israelischen rosenwasserpudding ausgehändigt bekommen als ich über ein kabel stolperte und die damit verbundene videoinstallation umriss. janssen brüllte: „katia! typisch!“ und der künstler kam angerannt und musste die arbeit neu aufbauen. ich stand rot angelaufen mit schweissperlen auf der oberlippe daneben und flüsterte „so sorry!“ und war froh dass ich wenigstens den pudding noch in der hand hielt.</p>
<p>die nächste galerie war <a href="http://www.blainsouthern.com" target="_blank">blainsouthern</a>, ein in erster line auffallend gigantischer laden, wo ich zufällig <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_von_Dückerhoff" target="_blank">jürgen von dückerhoff</a> begegnete mit dem ich den rest des abends weiter tingelte und noch jede menge anderer hamburger traf. ein super abend!<br />
was wir gesehen haben erinnere ich nicht mehr.</p>
<p>samstag war ich verabredet. mit <a href="http://www.gunillajaehnichen.de/news.html" target="_blank">gunilla jähnichen</a> und sebastian poerschke (in unserer szene stellt man sich ja immer mit vollem namen vor, damit jeder gleich abchecken kann, ob sich die unterhaltung lohnt).<br />
wir trafen uns bei <a href="http://www.galeriebarbaraweiss.de" target="_blank">barbara weiss</a>. ich kam rein, ein rundblick und hätte sofort wieder kehrt machen können, da entdeckte ich gunilla und sebastian im gespäch mit der galerie-assistentin. die assistentin blätterte im katalog und erklärte sich einen wolf. gunilla und sebastian nickten interessiert und ich überlegte, an welche wand ich mich am besten anlehnen sollte.<br />
so ging das weiter. in jeder galerie blätterten sie zusammen mit den assistenten kataloge durch, seite für seite, und liessen sich alles erklären. ich begann zu zweifeln, ob wir die 51 gallerien und 20 museen tatsächlich schaffen würden.</p>
<p>nun muss man vielleicht sagen: wir kommen alle 3 aus hamburg und sind solche behandlung nicht gewohnt. in hamburg verstecken sich die galeristen in der abstellkammer wenn sie künstlerInnen nur von weitem sehen. man ist dort der ansicht, künstler wollen am ende eh nur fragen, ob man sie ausstellt, also spart man sich die kommunikation vorsichtshalber ganz.<br />
in berlin müssen sich die galeristen nicht allzusehr ins hemd machen, man hat dafür ja personal. und das ist wirklich unfassbar freundlich. man kann fast sagen: nirgends wird man in berlin besser behandelt als in galerien.</p>
<p>der nachteil an der erklärerei ist aber: es macht die arbeiten nicht unbedingt besser. eine videoinstallation wurde uns auf diese weise ziemlich entzaubert. hatte ich am anfang noch herzklopfen und stand mit offenem mund davor kam mir die sache nach langwierigster erklärerei völlig banal, ja fast blöd vor. </p>
<p>meine zwei persönlichen highlights waren <a href="http://katiakelm.de/blog/2012/05/10/das-ende-der-fahnenstange/" target="_blank">wie letztes jahr</a> keine offiziellen gallery-weekend-teilnehmer. die ausstellung <a href="http://www.duveberlin.com/exhibitions/new-age-aquarius" target="_blank">New Age of Aquarius</a> bei <a href="http://www.duveberlin.com" target="_blank">duve</a> und <a href="http://www.jochenhempel.com/#/de/artists/jong_oh" target="_blank">jong oh</a> bei <a href="http://www.jochenhempel.com" target="_blank">jochen hempel</a>.</p>
<p>New Age of Aquarius war eine gruppenausstellung mit hauptsächlich in london ansässigen künstlerInnen, und – wie der name schon andeutet – ein seltsamer mix aus minimalen ansätzen und esogedöns. eine geballte ladung echter entdeckungen. und um entdeckungen geht es ja beim gallery-weekend sonst nicht gerade.</p>
<p><a href="http://www.ohjong.com" target="_blank">jong oh</a> ist einfach der wahnsinn. man darf allerdings nicht den fehler machen nach ansicht der fotos auf der <a href="http://www.jochenhempel.com/#/de/artists/jong_oh" target="_blank">webseite</a> zu meinen, einen eindruck zu haben, worum es dabei geht. man sollte sich schon dort hin bemühen und um diese hochfiligranen gebilde herum spazieren und erleben, was für eine physische präsenz diese gespannten fäden haben. so reduziert diese arbeiten erscheinen sind sie doch völlig verwirrend, fast poetisch versponnen, und hoch ästhetisch. auch eine enorme wohltat eine derartig zurückgenommene materialität zwischen der ganzen grosskotzerei. ausserdem ist mir sowas wie linien zeichnen mit edding auf glasschnittkanten einfach sehr sympatisch.<br />
ich war und bin jedefalls völlig von den socken. merkt man vielleicht.</p>
<p>auch sehr gefallen hat mir die installation von <a href="http://www.alicjakwade.com" target="_blank">alicja kwade</a> bei <a href="http://www.johannkoenig.de" target="_blank">johann könig</a>. ich bin ja auch <a href="http://katiakelm.de/2150/bauch-in-esslingen/" target="_blank">pendelmotor-erprobt</a>, konnte mich aber gerade noch zusammenreissen, um der galerie-assistentin nicht von meinem pendelnden knet-uhu vorzuschwärmen. „ich könnte mir den uhu hier bei ihnen auch sehr gut vorstellen!“<br />
die assistentin war jedenfalls auch wieder extrem freundlich, erklärte alles bereitwillig und war auch ganz erstaunt über unser sachverständnis. auf meine qualifizierte bemerkung, die arbeit sei ja eigentlich nur so gut wegen des besonderen raumes (für alle ahnungslosen: es ist eine kirche) setzte sebastian noch einen drauf: er habe die arbeit in köln schon in einem neubau gesehen mit 2 meter hohen decken! da käme das natürlich nicht so gut.</p>
<p>sonntag</p>
<p>am sonntag regnete es nicht, meine erkältung hatte sich dafür mittlerweile in die bronchien verzogen. was vorher noch ein hohl klingendes klötern war hatte sich nun in ein kurzes tiefes bellen mit einer großen portion schleimauswurf gewandelt. wer nicht wusste, dass es sich um eine erkältung handete hätte meinen können, dass ich nur ziemlich lautstark meinen hals säuberte. </p>
<p>der eingang bei <a href="http://www.cfa-berlin.com" target="_blank">cfa</a> war verschlossen. also stellte ich mich gegenüber ganz eng an die mauer damit mir die touristen die füsse nicht platt traten (was nichts brachte, man trat sie trotzdem platt) und wartete auf meine verabredung. jetzt sah ich: die galerie hatte auf. der trick war: man musste eine weile vor der verschlossenen tür stehen bleiben und vielleicht hin und wieder mal am knauf rütteln. irgendwann machten zwei uniformierte die tür auf. die meisten hatten nur nicht die geduld, rüttelten zu kurz und zogen dann schulterzuckend weiter.<br />
als meine begleitung kam rüttelten wir also lange genug und als die security die tür öffnete und wir eintraten nickte ich kurz und musste husten.</p>
<p>mehr kann ich über die ausstellung bei cfa allerdings auch nicht sagen.</p>
<p>anschliessend arbeiteten wir uns durch die massen richtung <a href="https://maps.google.de/maps?q=galerien+in+der+n%C3%A4he+von+auguststrasse&#038;hl=de&#038;ie=UTF8&#038;ll=52.52694,13.397012&#038;spn=0.006997,0.019205&#038;sll=52.527008,13.397085&#038;sspn=0.006997,0.019205&#038;hq=galerien&#038;hnear=Auguststra%C3%9Fe,+Berlin&#038;t=m&#038;z=16" target="_blank">auguststrasse</a>. rückblickend gefiel es mir dort am besten in der eisdiele. ich mochte aber auch die neuen arbeiten von isa genzken bei <a href="http://www.neugerriemschneider.com" target="_blank">neugerriemschneider</a>.<br />
ich bin natürlich, wie alle coolen, immer schon fan von ihr gewesen. die figuren fand ich auch ganz grossartig obgleich mir diese galerie irgendwie nicht geheuer ist. diese seltsam künstliche raumaufteilung mit diesem überlangen arbeitstisch wo die assis hinter den rechnern wie ebenfalls ausgestellt aussehen und man nicht weiss, ob man vielleicht zu stimmungsaufhellung irgendwas sagen sollte, zb. „guten tag alle miteinander! wie läufts?“ – ich könnte so ja nicht arbeiten.</p>
<p>bei <a href="http://spruethmagers.com/home" target="_blank">sprüth magers</a> gabs noch george condo, von dem ich bisher (natürlich) auch fan war, die neuen bilder haben mich dann überraschenderweise garnicht so begeistert. die hätte man sich auch super im foyer einer bank vorstellen können. gefälliges geplänkel. die skulpturen dagegen waren ziemlich geil, da werd ich immer ganz sentimental sobald jemand irgendwo irgendwas zusammenmanscht. </p>
<p>—</p>
<p>abschliessend muss ich nochmal kurz gestehen, dass ich mal wieder nicht gerade bombig vorbereitet war. viele namen waren mir überhaupt nicht geläufig geschweige denn die erweiterten gesellschaftichen zusammenhänge (wer mit wem, wo und wann). so etwas erfahre ich dann immer erst hinterher, ganz ordinär ausm internet. aber vielleicht ist es ja sogar besser, es erst hinterher zu erfahren, dann verdirbt es einem nicht schon vorher die laune.</p>
<p>besonders aufgefallen sind mir da zb. diese artikel:<br />
<a href="http://www.artinamericamagazine.com/news-opinion/news/2012-12-04/oscar-murillo-works-it-at-the-rubell-collection/" target="_blank">über den gerade schwer angesagten „newcomer“ oscar murillo</a>, den <a href="http://bortolozzi.com" target="_blank">isabella bortolzzi</a> gezeigt hat. mich erinnert der artikel in erster linie an die geschichte des künstlers aus <a href="http://www.youtube.com/watch?v=a0b90YppquE" target="_blank">exit through the giftshop</a> und wenn man das so liest kann man es sich mit dem namen-merken vielleicht auch sparen.</p>
<p>ebenfalls ziemlich entlarvend ist auch der <a href="http://www.zeit.de/2013/17/gallery-weekend-hans-peter-feldmann" target="_blank">zeit-artikel über hans peter feldmann</a>, dem neuen &#8220;superstar&#8221;, den <a href="http://www.johnengalerie.de/de/startseite.html" target="_blank">johnen</a> ausstellt.<br />
der beginnt mit dem satz:</p>
<blockquote><p>„Warum nicht einen Hering für eine Million Dollar verkaufen? Wenn die Heringe irgendwann rarer als Gold wären, dann könnten sich die Reichen vielleicht sogar auf Fische einigen, sagt Hans-Peter Feldmann.“</p></blockquote>
<p>zu johnen hab ich es auch nicht mehr geschafft, weiss aber auch nicht, ob ich wirklich was verpasst hab.</p>
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		<title>A WIE ATELIER (LETZTER TEIL)</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2013/02/19/a-wie-atelier-letzter-teil/</link>
		<comments>http://katiakelm.de/blog/2013/02/19/a-wie-atelier-letzter-teil/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 17:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[2009-2012 bullerdeich 7 seit dem ausschläger weg kam ich nie wieder richtig auf die beine. ich hatte mich dort komplett verausgabt und konnte trotzdem zuletzt die miete nicht mehr bezahlen. kurz bevor ich kündigte klapperte ich nochmal ein paar leute ab, die sich zuvor besonders interessiert gezeigt hatten. so hatten mir zb. gleich zwei galeristen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>2009-2012</strong> <a href="http://katiakelm.de/blog/tag/bullerdeich/" target="_blank">bullerdeich 7</a></p>
<p>seit dem <a href="http://katiakelm.de/blog/2013/02/14/a-wie-atelier-teil-ii/" target="_blank">ausschläger weg</a> kam ich nie wieder richtig auf die beine. ich hatte mich dort komplett verausgabt und konnte trotzdem zuletzt die miete nicht mehr bezahlen. kurz bevor ich kündigte klapperte ich nochmal ein paar leute ab, die sich zuvor besonders interessiert gezeigt hatten. so hatten mir zb. gleich zwei galeristen unabhängig voneinander ein festes gehalt angeboten. als bedingung hätte ich mich allerdings exklusiv verpflichten müssen, was ich nicht wollte. einen von denen rief ich nun an: wir könnten den deal jetzt doch machen. um mein atelier behalten zu können würde ich das mit der exklusivität in kauf nehmen.<br />
achso – äh – das angebot müsse er leider zurück ziehen.</p>
<p>auch einen sammler rief ich an, der mir jahrelang von einem stipentium vorgeschwärmt hatte, was er für mich einfädeln wolle. „es kann jetzt losgehen“ verkündete ich ihm am telefon. er wusste nicht, wovon ich sprach. wenn ich irgendwas von ihm wolle müsse ihm schon einen businessplan für 2 jahre im voraus vorlegen, er sei schliesslich geschäftsmann.</p>
<p>es kam also nur noch <a href="http://katiakelm.de/2363/bloggerportraits-i-vi/" target="_blank">heimarbeit</a> in frage. </p>
<p><a href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/DSC02149.jpg"><img src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/DSC02149-413x310.jpg" alt="heimarbeit" width="413" height="310" class="alignnone size-medium wp-image-2652" /></a><br />
 </p>
<p>fünf jahre später, 2009, wurde am <a href="http://katiakelm.de/tag/bullerdeich/" target="_blank">bullerdeich</a> was frei. mit für hamburger verhältnisse ungewöhnlich günstigen konditionen. so kam ich also wieder nach <a href="http://katiakelm.de/blog/?s=hammerbrook" target="_blank">hammerbrook</a>.<br />
 <br />
mein neues atelier war eine art besenkammer-maisonette: der vormieter, eine firma für kiffer-zigarettenpapier, hatte den halben raum mit einem hochbett überdacht, auf dem ich dankbar 6 regale und 2 tische unterbrachte. etwa ein viertel des unteren raumes nahm der stromzähler ein und eine monströse kaputte heizung. </p>
<p>die ersten arbeiten waren mist. aber es scheint so zu sein dass die ersten arbeiten in neuen ateliers immer mist sind. im bullerdeich war es nur besonders auffällig: seltsam kleinlauter kram, während dessen herstellung ich nichtmal sicher war, ob ich überhaupt noch kunst machte. mit dem auszug aus dem ausschläger weg schien irgendwas unter die räder gekommen zu sein und im bullerdeich war ich auf reha. </p>
<p>während aus dem ausschläger weg noch ganze lastwagenladungen <a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/" target="_blank">nicht durch die galerietür passten</a>, basierten die <a href="http://katiakelm.de/tag/bullerdeich/" target="_blank">arbeiten aus meiner besenkammer</a> nun auf dem überraschungsei-prinzip: verpackt klein und handlich, aufgebaut, naja, eben gross. </p>
<p><a href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/IMG_8286.jpg"><img src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/IMG_8286-413x309.jpg" alt="verpackung von caesars palace" width="413" height="309" class="alignnone size-medium wp-image-2509" /></a><br />
 </p>
<p>noch entscheidender als räumliche gegebenheiten beeinflussen meine arbeiten aber nachbarn. nachbarn sind der grund warum ich lieber in künstlerhäuser zieh als mir irgendwo allein ne garage zu suchen, der grund warum ich im gängeviertel garnicht arbeiten konnte und im ausschläger weg so viel.<br />
wäre <a href="http://www.gunillajaehnichen.de/news.html" target="_blank">gunilla jähnichen</a> im ausschläger weg nicht meine nachbarin gewesen, hätte steven spielberg bei <a href="http://katiakelm.de/127/okkultismus-unter-knethasen/" target="_blank">alle guten geister</a> in der ecke gesessen und nicht david copperfield. das <a href="http://katiakelm.de/96/50000-zipfel-fur-vincent/" target="_blank">kornfeld</a> wäre nie so gross geworden und viele arbeiten sähen ganz anders aus. </p>
<p>ateliernachbarn sind im besten falle die, mit denen man am meisten zeit verbringt, und wer, so wie ich, keinen bock hat, sich zum networken abends noch auf langweiligen vernissagen rumzudrücken, der hat glück wenn er gute nachbarn hat.  </p>
<p>im bullerdeich waren dies: fabian nitschkowski, swen scheuerling, <a href="http://kunst.birgitlindemann.de/" target="_blank">birgit lindemann</a>, <a href="http://www.tilman-knop.de/" target="_blank">tilman knop</a>, <a href="http://mathiasguentner.com/data/g_kuenstler/gk_start.php?useSpr=&#038;IDD=1170779143&#038;IDDParent=&#038;IDDTyp=&#038;IDDPExtra=&#038;IDDTExtra=&#038;IDB=&#038;Aktuell=" target="_blank">jan köchermann</a>, christine ebeling und mein alter freund <a href="http://www.philippschewe.de/" target="_blank">philipp schewe</a>, der schon in der wendenstrasse und im ausschläger weg mein nachbar war und, wer weiss, vielleicht auch mal irgendwann in berlin.</p>
<p>wo, <a href="http://katiakelm.de/blog/2012/12/31/atelier-gesucht/" target="_blank">das wäre noch zu klären.</a></p>
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		<title>A WIE ATELIER (TEIL II)</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2013/02/14/a-wie-atelier-teil-ii/</link>
		<comments>http://katiakelm.de/blog/2013/02/14/a-wie-atelier-teil-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2013 13:54:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(erster teil hier) 1999-2002 ausschläger weg 68 nach dem diplom bezog ich zusammen mit gunilla jähnichen, nándor angstenberger, später philipp schewe und anna guðjónsdóttir einen raum im dritten stock eines abgehalfterten bürogebäudes, wieder in hammerbrook. gelochte deckenverkleidungsplatten, summende neonröhren und ein ausblick über die dächer der benachbarten autoumlackierbetriebe – als alte industrieromantikerin hab ich den [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>(erster teil <a href="http://katiakelm.de/blog/2013/02/10/a-wie-atelier-teil-i/" target="_blank">hier</a>)</p>
<p><strong>1999-2002</strong> ausschläger weg 68</p>
<p>nach dem diplom bezog ich zusammen mit <a href="http://www.gunillajaehnichen.de/news.html" target="_blank">gunilla jähnichen</a>, <a href="http://www.nandor.de/" target="_blank">nándor angstenberger</a>, später <a href="http://www.philippschewe.de/" target="_blank">philipp schewe</a> und anna guðjónsdóttir einen raum im dritten stock eines abgehalfterten bürogebäudes, wieder in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Hammerbrook" target="_blank">hammerbrook</a>.<br />
gelochte deckenverkleidungsplatten, summende neonröhren und ein ausblick über die dächer der benachbarten autoumlackierbetriebe – als alte industrieromantikerin hab ich den ort sehr gemocht. mittags gabs cevapcici in der „pantry“: ein chinese spezialisiert auf traditionelle deutsche imbisskost.</p>
<p><a href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/katia-mit-schweinen.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2505" alt="katia im ausschläger weg" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/katia-mit-schweinen-413x309.jpg" width="413" height="309" /></a></p>
<p><a href="http://katiakelm.de/tag/ausschlager-weg/" target="_blank">im ausschläger weg habe ich vorsorglich für 10 jahre im voraus produziert</a>. so machte es auch nichts, dass sich die miete in drei jahren verdoppelte und ich ausziehen musste.</p>
<p>inzwischen sind auch alle anderen ausgezogen. der besitzer hatte einen zahlungskräftigeren mieter gefunden: ein bordell.</p>
<p><a href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-01-20-um-22.03.39.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-2517" alt="ausschlägerweg aus sicht des googlemapsautos" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-01-20-um-22.03.39-413x261.png" width="413" height="261" /></a><br />
&nbsp;</p>
<p><strong>2003-2004</strong> sankt georg und die puppenstube im gängeviertel</p>
<p>es folgte ein kurzes intermezzo in einem sankt georger künstlerhaus. ein von zwei künstlern geleitetes projekt was mich immer ein bischen an das besetzte haus aus <a href="http://www.amazon.de/Der-kleine-Bruder-Sven-Regener/dp/3442470315/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;qid=1360346450&amp;sr=8-2" target="_blank">sven regeners kleinem bruder</a> erinnert. oder auch an den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Farm_der_Tiere" target="_blank">orwellschen bauernhof</a>.</p>
<p>kaum war ich eingezogen flatterten auch schon erste rechnungen ins haus: für treppenhaussanierung etc. wem das komisch vorkam und wer sich traute, das anzusprechen, der flog raus. bei mir war das nach einer woche der fall. zum glück hatte ich die kartons noch nicht ausgepackt.</p>
<p>ich stand mit meinen sachen quasi auf der strasse als ich auf einer datingplatform im internet einen immobilienhai kennengelernte. er sah gut aus, ich brauchte ein atelier, er hatte eins – da muss man nicht weiter nachdenken.<br />
damals war im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%A4ngeviertel" target="_blank">gängeviertel</a> noch keine „<a href="http://das-gaengeviertel.info/" target="_blank">künstlerbewegung</a>“ im gange. wohnungen und ladenlokale standen leer und mal wieder versuchte ein investor <a href="http://www.welt.de/print-welt/article331884/Neuer-Glanz-fuers-alte-Gaengeviertel.html" target="_blank">sich einen ganzen stadtteil unter den nagel zu reissen, indem er der stadt was mit kultur vorgaukelte</a>.</p>
<p>um das mit der kultur glaubhaft rüberzubringen hatte er sich mit einer kulturmanagerin zusammengetan, deren kulturmanagende tätigkeit darin bestand, mit wirtschaftsbossen zu telefonieren. ihr problem waren die künstler: sie kannte keine. mein job sollte es sein, ihr welche vorzustellen – im gegenzug überliess man mir ein atelier für lau.</p>
<p>das zusammenbringen von managerin und künstlerkollegen lief so lala. jedem, dem sie die hand gab, machte sie als erstes klar: ohne ihre zustimmung laufe in diesem vierzel schonmal garnichts! sie hatte dafür extra einen kunstverein und eine galerie gegründet und jede künstlerische betätigung im viertel habe ab sofort unter diesen namen zu laufen, ihren namen.</p>
<p>als ich in das atelier einzog gab es nebenan noch eine kleine künstlergruppe: vier jungs die hauptsächlich in streetart machten und in parties. das missfiel der managerin. sowieso könne sie den raum selbst gut gebrauchen – ein paar wochen später hatte ich eine neue nachbarin.</p>
<p>dass ich irgendwann überhaupt nicht mehr ins atelier ging hatte aber noch einen anderen grund: es gab <a href="http://katiakelm.de/blog/2013/02/10/a-wie-atelier-teil-i/" target="_blank">mal wieder</a> kein klo. ich hatte gehofft, dass die anwesenheit meiner nachbarin vielleicht zu einer temporären verstopfung führen könnte, leider war das gegenteil der fall. kaum stiess ich im atelier die tür auf musste ich mal.</p>
<p>der vorschlag des investors, doch die toilette der managerin mitzubenutzen, war da wenig hilfreich. ich fuhr stattdessen lieber nach hause und blieb dann gleich ganz da.</p>
<p>die kündigung erhielt ich per post. angeblich wegen sanierungsarbeiten. ein paar wochen nach meinem auszug sah das atelier zwar noch aus wie vorher, hatte aber eine neue mieterin (die kulturfrau brauchte noch eine filiale).</p>
<p>in diesem einen jahr habe ich sage und schreibe <a href="http://katiakelm.de/search/puppenstube" target="_blank">2 arbeiten</a> fertig bekommen (eine davon war deko fürs schaufenster).</p>
<p><a href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/IMG_0209.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2506" alt="jens förster portrait und pickelkönigin auf der fensterbank in der puppenstube" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/IMG_0209-413x550.jpg" width="413" height="550" /></a><br />
 </p>
<p><a href="http://katiakelm.de/blog/2013/02/19/a-wie-atelier-letzter-teil/" target="_blank">(hier entlang zu letzten teil)</a></p>
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	</item>
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		<title>links</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2013/02/13/links-2/</link>
		<comments>http://katiakelm.de/blog/2013/02/13/links-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Feb 2013 09:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[links]]></category>

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		<description><![CDATA[so, ich fang jetzt auch mal an mit der linkposterei. nützt ja nix. zeit.de: Denn Bedeutung schlummert überall wolfgang ullrich über die aby warburg ausstellung in siegen. wusste ich alles nicht. wieder was gelernt. - artinfo.com: An Open Letter From a Dancer Who Refused to Participate in Marina Abramovic’s MOCA Performance Sara Wookey: „I was [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>so, ich fang jetzt auch mal an mit der linkposterei. nützt ja nix.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2013/03/Ausstellung-Kunsthistoriker-Aby-Warburg" target="_blank"><strong>zeit.de: Denn Bedeutung schlummert überall</strong><br />
</a></p>
<p>wolfgang ullrich über die aby warburg ausstellung in siegen. wusste ich alles nicht. wieder was gelernt.</p>
<p>-</p>
<p><a href="http://www.artinfo.com/news/story/751666/an-open-letter-from-a-dancer-who-refused-to-participate-in-marina-abramovic%E2%80%99s-moca-performance" target="_blank"><strong>artinfo.com: An Open Letter From a Dancer Who Refused to Participate in Marina Abramovic’s MOCA Performance</strong><br />
</a></p>
<p>Sara Wookey:</p>
<blockquote><p>„I was expected to lie naked and speechless on a slowly rotating table, starting from before guests arrived and lasting until after they left (a total of nearly four hours). I was expected to ignore (by staying in what Abramovic refers to as &#8220;performance mode&#8221;) any potential physical or verbal harassment while performing. I was expected to commit to fifteen hours of rehearsal time, and sign a Non-Disclosure Agreement stating that if I spoke to anyone about what happened in the audition I was liable for being sued by Bounce Events, Marketing, Inc., the event’s producer, for a sum of $1 million dollars plus attorney fees.</p>
<p>I was to be paid $150.“</p></blockquote>
<p>via <a href="http://www.anja-steidinger.net/" target="_blank">anja steidingers</a> facebook</p>
<p>—</p>
<p><a href="http://www.donnerstag-blog.com/artikel/die-verschwundene-bilanz/" target="_blank"><strong>donnerstag-blog.com: Die verschwundene Bilanz</strong><br />
</a><br />
großartiges blog, unbedingt abonnieren! (leider liefert der feed nur überschriften)</p>
<p>annika bender über den scheidenden hamburger kunstvereinsleiter waldvogel und hamburgs mittelmässigkeit:</p>
<blockquote><p>&#8220;Man sollte daran erinnern, dass es in Hamburg lange vor dem Berliner „Haben und Brauchen“ bereits einen künstlerischen Schulterschluss gegen die Inanspruchnahmen durch ein neoliberal verblödetes Stadtmarketing gegeben hat. Nur zeigt nicht zuletzt das Ausstellungsprogramm des Gängeviertels, das etwas institutionelle und professionelle Unterstützung dieser Bewegung unbedingt gut getan hätte. So allerdings steuerten schlussendlich beide Seiten Richtung Mittelmäßigkeit: die protestierende Künstlersippe, die Institutionen nicht weniger. Nebenbei bemerkt: Was die Galerie der Gegenwart zuletzt mit der Bretterbude auf ihrem Vorplatz kundtat, war ja kaum mehr als die installative Demonstration dieser rundherum erreichten Mittelmaß. Die bereitstehende Personaldecke scheint leider nunmehr auf beiden Seiten derart ausgedünnt, dass solche verspäteten Kooperationsversuche kaum mehr noch vermögen.&#8221;</p></blockquote>
<p>—</p>
<p><a href="http://www.artefakt-sz.net/kunsthistoriker-im-gespraech/kunstkritik-als-gegengift" target="_blank"><strong>artefakt-sz.net: Kunstkritik als Gegengift</strong><br />
</a></p>
<p>die macher vom donnerstag-blog erzählen in einem interview über ihre arbeit. selten deutlich.</p>
<p>Annika Bender:</p>
<blockquote><p>&#8220;Vielleicht wollen wir uns auch nur nicht eingestehen, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben. Wir haben uns alle mal mehr von Kunst und dem Kunstdiskurs versprochen. Die Kritik ist uns gewissermaßen auch ein Gegengift zur schleichenden Ernüchterung. Ich dachte eben tatsächlich mal: Hier geht’s um was! Und irgendwie wollen wir einfach nicht einsehen, dass mittlerweile eh alles Banane ist. Hast Du die Reyle-Ausstellung in den Deichtorhallen gesehen? Dann weißt Du, was ich meine.&#8221;</p></blockquote>
<p>via <a href="https://www.facebook.com/dorothea.schlueter" target="_blank">dorothea schlüters facebook</a></p>
<p>—<br />
 <br />
<iframe id="_ytid_81293" width="413" height="340" src="https://www.youtube.com/embed/jUh_NSpiTsY?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;modestbranding=0&#038;rel=0&#038;showinfo=1&#038;theme=light&#038;" frameborder="0" allowfullscreen type="text/html" class="__youtube_prefs__"></iframe><br />
 <br />
erschütterndes interview mit alberto mugrabi, sohn einer <a href="http://www.nytimes.com/2009/03/01/magazine/01Brothers-t.html?pagewanted=all&amp;_r=0" target="_blank">sammlerdynastie die 800 warhols besitzt</a>, der dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Hughes_(critic)" target="_blank">kritiker robert hughes</a>, erklärt wieso er warhol sammelt: &#8220;I think warhol is probably the most visionary artist of our time. he&#8217;s an artist that has opened every door for every artist today.&#8221;<br />
da hat jemand aber volle lotte durchblick.</p>
<p>via <a href="http://www.markus-wirthmann.de/" target="_blank">markus wirthmann</a>s facebook</p>
<p>&#8211;</p>
<p><a href="http://giordano-bruno-stiftung.ch/blog/intellektuelle-hipster/" target="_blank"><strong>giordano-bruno-stiftung.ch/blog/: Intellektuelle Hipster</strong><br />
</a></p>
<p>ganz interessant auch im zusammenhang mit der <a href="https://www.google.de/search?q=sexismusdebatte&amp;aq=f&amp;oq=sexismusdebatte&amp;aqs=chrome.0.57j60j62l2.4311&amp;sourceid=chrome&amp;ie=UTF-8" target="_blank">sexismusdebatte</a>.</p>
<p>via <a href="https://www.facebook.com/boschblog" target="_blank">boschblogs facebook</a></p>
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		<title>A wie Atelier (Teil I)</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2013/02/10/a-wie-atelier-teil-i/</link>
		<comments>http://katiakelm.de/blog/2013/02/10/a-wie-atelier-teil-i/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2013 10:55:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[arbeitsplatz]]></category>
		<category><![CDATA[arbeitsräume]]></category>
		<category><![CDATA[atelier]]></category>
		<category><![CDATA[atelierbiografie]]></category>
		<category><![CDATA[ateliers in hammerbrook]]></category>
		<category><![CDATA[bildhauerwerkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[hammerbrook]]></category>
		<category><![CDATA[hfbk hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[pillerbar]]></category>
		<category><![CDATA[wendenstraße 45]]></category>

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		<description><![CDATA[meine ateliers 1993-1995 naturdarmfabrik wendenstraße 45, hammerbrook um an der hochschule einen arbeitsplatz zu ergattern musste man sich als erstes aus einem pool von männern im präklimakterium einen prof aussuchen und regelmässig zu dessen audienzen erscheinen. das fiel schonmal nicht leicht, weil kaum einer der zur auswahl stehenden wirklich interessant war. dann musste man regelmässig [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>meine ateliers</p>
<p><strong>1993-1995</strong> <a href="http://www.wendenstrasse.org/" target="_blank">naturdarmfabrik wendenstraße 45</a>, hammerbrook</p>
<p>um an der <a href="http://www.hfbk-hamburg.de/de/" target="_blank">hochschule</a> einen arbeitsplatz zu ergattern musste man sich als erstes aus einem pool von männern im präklimakterium einen prof aussuchen und regelmässig zu dessen audienzen erscheinen. das fiel schonmal nicht leicht, weil kaum einer der zur auswahl stehenden wirklich interessant war. dann musste man regelmässig die eigenen arbeiten vorzeigen und darauf hoffen, nicht allzu schlimm beleidigt zu werden und stattdessen irgendwie interesse zu erregen. als frau war es ausserdem noch von vorteil <a href="http://katiakelm.de/blog/2013/01/31/kleiner-beitrag-zum-aufschrei/" target="_blank">gut auszusehen</a>. hatte man dies alles abgehakt konnte man einen tisch beziehen. </p>
<p>zwei semester hatte ich mich soweit vorgearbeitet, da tauchte plötzlich noch ein kriterium auf, was ich übersehen hatte: die klasse. der prof fand, die klasse solle entscheiden. im prinzip ginge es in ordnung, befand die klasse, zum arbeiten sei aber gerade kein platz.<br />
<a href="http://katiakelm.de/2307/wendenstrasse-45/" target="_blank">so kam ich in die wendenstrasse</a>. </p>
<p><a href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/wendenstrasse.jpg"><img src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/wendenstrasse-413x280.jpg" alt="atelier wendenstrasse 45" width="413" height="280" class="alignnone size-medium wp-image-2533" /></a></p>
<p>ausserhalb der hochschul-hierarchie zu arbeiten entpuppte sich als garnicht so verkehrt. die fabriketage in die ich zog hatte eine riesenhafte eingangshalle, ideale bedingen um <a href="http://katiakelm.de/blog/2011/09/19/piller-nostalgie/" target="_blank">parties</a> zu feiern.<br />
man hätte sogar die miete mit den parties subventionieren können – da kamen am abend locker 200 leute – dass wir das nie schafften lag daran, dass wir das meiste selber soffen.</p>
<p>was die parties dafür ranspülten waren gutaussehende männer. ein weiterer vorteil gegenüber der hochschule: im fachbereich freie kunst gab es die nämlich nicht.</p>
<p><a href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/geb1993-10.jpg"><img src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/geb1993-10-413x306.jpg" alt="pillerbar wendenstraße" width="413" height="306" class="alignnone size-medium wp-image-2531" /></a></p>
<p><strong>1995-1999</strong> bildhauerwerkstatt der <a href="http://www.hfbk-hamburg.de/de/" target="_blank">hfbk</a> </p>
<p>die bildhauerwerkstatt war eigens von den architekten der hochschule erbaut worden. mit wänden komplett aus glas. warscheinlich dachte man, dass bildhauer eh keine wände brauchen. ausserdem hatte man vergessen, heizungen einzubauen, warscheinlich wegen der fehlenden wände. und da der glaskasten obendrein eine ca. 5 meter hohe decke hatte wurde es im winter darin so kalt dass wir tag und nacht 10 elektro-radiatoren laufen liessen (was wieder für die hochschule spricht: man muss die stromrechnung nicht selbst bezahlen).</p>
<p>die werkstatt lag in einem schattigen, menschenleeren hinterhof, direkt angrenzend an einen bolzplatz. bei dunkelheit erstrahlte die werkstatt wie eine riesiger leuchtkörper, von aussen komplett einsehbar. von innen dagegen war die aussicht schwarz, weil der hinterhof nicht beleuchtet wurde.</p>
<p>einmal beschloss ich, in der bildhauerwerkstatt zu übernachten. es war um weihnachten herum und ich bastelte <a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/" target="_blank">an meinem diplom</a>.<br />
ich hätte durchmachen können, das war damals in der hochschule üblich, allerdings war mir die beleuchtungssituation der werkstatt nicht geheuer. also beschloss ich, die nacht einfach schlafend hinter mich zu bringen und morgens früh weiter zu arbeiten.</p>
<p>ich schlief keine minute. sobald ich das licht ausschaltete fing es draussen im hof verdächtig an zu knacken und sobald ich es wieder anwarf hörte es auf. ich beschloss, das licht die ganze nacht anzulassen und legte mich so flach wie möglich auf den boden, um nicht gesehen zu werden. gegen den hunger hatte ich kekse eingepackt, die konnte ich allerdings nichts essen, weil die packung so laut knisterte, dass ich befürchtete, aufzufliegen.<br />
ich trank stattdessen einen liter cola, ein fehler: die bildhauerwerkstatt hatte auch kein klo.</p>
<p>ich finde, das sieht man <a href="http://katiakelm.de/search/bildhauerwerkstatt" target="_blank">den arbeiten</a>, die ich dort nebenbei gemacht habe, irgendwie auch an.</p>
<p><a href="http://katiakelm.de/blog/2013/02/14/a-wie-atelier-teil-ii/" target="_blank">2. teil</a></p>
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		<title>kleiner beitrag zum #aufschrei</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2013/01/31/kleiner-beitrag-zum-aufschrei/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 12:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[spass beiseite]]></category>
		<category><![CDATA[#aufschrei]]></category>
		<category><![CDATA[sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[sexismus im kunstbetrieb]]></category>

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		<description><![CDATA[hier kommt meine persönliche topten. alles quasi gut abgehangene klassiker (von allen gibts endlose variationen): platz 10 hochschulprofessor (besoldungsgruppe C4) bezeichnet arbeiten der männlichen kollegen als kunst, arbeiten der frauen als frauenkunst platz 9 sammler versucht mir zu erklären, wieso seiner meinung nach meine arbeiten nicht zu vergleichen seien mit den meiner männlichen kollegen. ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>hier kommt meine persönliche topten. alles quasi gut abgehangene klassiker (von allen gibts endlose variationen):</p>
<p>platz 10<br />
hochschulprofessor (besoldungsgruppe C4) bezeichnet arbeiten der männlichen kollegen als kunst, arbeiten der frauen als frauenkunst</p>
<p>platz 9<br />
sammler versucht mir zu erklären, wieso seiner meinung nach meine arbeiten nicht zu vergleichen seien mit den meiner männlichen kollegen. ich weiss, was er sagen will, er traut sich nicht, vielleicht besser so</p>
<p>platz 8<br />
sammler (Ü60) fragt mich (damals U30) in gegenwart seiner ehefrau ob ich noch zu haben sei und deutet persönliches interesse an</p>
<p>platz 7<br />
hochrangiger kurator (alter sack mit triefenden tränensäcken) tanzt auf dem jubiläumsball einer kunstzeitschrift mit einer unbekannten künstlerin (etwa 30 jahre jünger als er) und seine beiden hände liegen dabei auf ihrem po</p>
<p>platz 6<br />
sammler wird von besoffenem künstler als „arschloch“ beleidigt. sammler so, zeigt auf seine frau: „und wie findste die?“</p>
<p>platz 5<br />
ich frage einen kurator, warum er bei 50 künstlern nur 2 frauen eingeladen hat. er erklärt mir: weil es keine guten frauen gibt (ihn darauf hinzuweisen, dass ich auch eine bin, hab ich mir gespart)</p>
<p>platz 4<br />
wir unterhalten uns über einen sammler. kollegin fragt mich, wie es denn so mit älteren männern sei<br />
ich so: hä?<br />
sie so: naja, wieso, ich dachte, du schläfst mit dem damit er deine arbeiten kauft</p>
<p>platz 3<br />
ehemaliger prof (besoldungsgruppe C4) erzählt der klasse (hauptsächlich männliche studenten) dass er frauen nur aufnimmt wenn er sie sexy findet. (so weiss ich, weswegen ich aufgenommen wurde und alle anderen wissen es auch)</p>
<p>platz 2<br />
auf ner eröffnung. ein ehemaliger prof (Ü60), besoffen, graptscht mir (damals U30) im beisein von etwa 6 zum teil hochrangigen personen an die brüste und blickt mir dabei tief in die augen. alle lachen<br />
ich hole aus und gebe ihm eine schwere ohrfeige, wieder lachen alle und 10 minuten später grapscht er mir wieder an die brüste</p>
<p>platz 1<br />
galeristin schlägt mir und einer kollegin vor, dass wir den volltrunkenen starkünstler nach hause begleiten, das würde ihm sicher gefallen und zeigt auf meinen busen</p>
]]></content:encoded>
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		<title>es bleibt spannend</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2013/01/24/es-bleibt-spannend/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 20:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[atelierhäuser berlin]]></category>
		<category><![CDATA[atelierknappheit]]></category>
		<category><![CDATA[ateliers]]></category>
		<category><![CDATA[ateliersuche]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[künstlerhäuser berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[ne wohnung zu finden hat 2 wochen gedauert, am atelier arbeite ich noch. seit gut 8 wochen jetzt. selbst bei minus 6 grad zieh ich los, zettel an ampeln kleben. alle 14 tage nerv ich meine facebookfreunde mit ner kleinen erinnerung, dass ich noch suche und es hat sich auch schon jemand darauf gemeldet: eine [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>ne wohnung zu finden hat 2 wochen gedauert, am atelier arbeite ich noch. seit gut 8 wochen jetzt. selbst bei minus 6 grad zieh ich los, <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=537278806297347&#038;set=a.100910909934141.1908.100000456968980&#038;type=1&#038;theater" target="_blank">zettel an ampeln kleben</a>. alle 14 tage nerv ich meine facebookfreunde mit ner kleinen erinnerung, dass ich noch suche und es hat sich auch schon jemand darauf gemeldet: eine hörfunkjournalistin, die wissen wollte, ob sie mich bei meinen atelierbesichtigungen begleiten dürfe. sie mache was zum thema „atelierknappheit in berlin“.<br />
im prinzip könne sie gerne mitkommen, erwiderte ich, nur würde ich eben leider garnichts besichtigen.</p>
<p>bisher hatte ich 4 besichtigungen. eine davon war nichtmal eine echte besichtigung, ich hab nur eine freundin in ihrem atelier besucht. sie hat ein atelier an der ritterstrasse. <a href="https://www.aqua-carre-berlin.de/index.php" target="_blank">hier</a>. weil das haus mehrere eingänge hat dachte ich: frag ich mich durch. ich fragte mehrere leute die auf das haus zusteuerten: &#8220;tschuldigung, kennst du gunilla?“<br />
ich hab gerade mal nachgesehen: das haus hat <a href="https://www.aqua-carre-berlin.de/de/vermietung/vermietung.html" target="_blank">11.000 qm über fünf etagen</a>. da wäre schon ein echt glücklicher zufall gewesen, hätte von den drei leutchen auf der strasse vor dem haus jemand gunilla gekannt.</p>
<p>es gibt in berlin aber sogar noch grössere häuser: das „ECC“ (&#8220;European Creative Center Weißensee&#8221;) ist nämlich das das „größte Kultur- und Atelierzentrum Berlins“ mit „Künstlern aus über 20 Ländern aus fünf Kontinenten“! das steht zumindest auf der <a href="http://www.ecc-network.de/" target="_blank">webseite</a>. klingt vielversprechend, dachte ich, und fuhr hin. </p>
<p>eine studentin in secondhand-maklerinnen-look forderte mich höflich und mit französischem akzent auf, platzzunehmen. ich glaub, es waren sogar gartenstühle die in einem riesenhaften fensterlosen saal an der wand standen. der hintere teil wurde von einem langen tresen abgetrennt, dahinter die tür zur geschäftsführung.<br />
die auslegeware am boden war getränkt mit katzenpisse, der ammoniakgeruch kaum zu ertragen. alles war übersäht mit haaren und zwei dicke perserkatzen schlenderten in einer gangart durch den saal, die auszudrückten schien: &#8220;dies ist UNSER katzenklo.&#8221;</p>
<p>dann ging es los mit der führung. wir durchwanderten gefühlte 10 etagen, endlose, menschenleere flure mit nichts als zahlen an den türen. eine atmosphäre wie zwischen bahnhofsschliessfächern. kein anzeichen deutete darauf hin, dass hinter diesen türen ateliers sind, ausser vielleicht der verwahrloste zustand des gebäudes.<br />
wir blickten in 3 oder 4 exakt gleich geschnittene, mit rigips abgetrennte parzellen. sie hatten eine größe von 20 qm und kosteten 200€ warm. für diesen abgelegenen standort schon ein stolzer preis.<br />
ich fragte, ob es erlaubt sei, in den räumen beispielsweise eine hochebene einzuziehen. dies, antwortete die sekretärin, müsse ich mit dem geschäftsführer besprechen.</p>
<p>der geschäftsführer war gleich feuer und flamme: selbstverständlich könne man mir so ein podest zur verfügung stellen! das würde alles vorschriftsmässig und professionell von vermieterseite eingebaut und die gewonnenen quadratmeter dann zusätzlich berechnet.<br />
die frage, ob auch der einsatz von grösseren tischen auf die miete aufgeschlagen würde, verkniff ich mir.</p>
<p>von 4 besichtigungen waren 3 solche legebatterien. riesenhafte komplexe mit eigenem vermietungsbüro und geschäftsführer, der <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=bl&#038;dig=2008%2F01%2F22%2Fa0182&#038;cHash=a2bddedc85cc07a9f8698af9d7f70601" target="_blank">notfalls auch mal anklopft um die miete einzutreiben</a>. für jemanden der wie ich eher zu den orientierungslegastenikern zählt eine echte herausforderung. einmal wählte ich den falschen ausgang, stand plötzlich auf einem hinterhof und suchte eine stunde lang mein fahrrad. ein anderes mal verirrte ich derartig schlimm, keine menschenseele in sicht, dass ich kurz davor war, &#8220;hilfe&#8221; zu rufen. zum glück hat mein telefon einen kompass.</p>
<p>da wo ich herkomm gibts sowas nicht. da stehen namen an den türen! auch die kommunikation lief da viel simpler ab. neulich schrieb ich zum beispiel ein ateliergesuch an einen email newsletter, wo man atelierangebote und -gesuche veröffentlichen kann. von diesen verteilern gibt es mehrere in berlin und die sind grundsätzlch auf deutsch und englisch. viele sind sogar ausschliesslich auf englisch. </p>
<p>als ich mein ateliergesuch an diesen verteiler schickte vergass ich natürlich die englische übersetzung. in dem dorf aus dem ich komme käme niemand auf die idee, ein zweisprachiges ateliergesuch zu schreiben.<br />
ich bekam auf meine anfrage genau eine antwort: ein „musician, painter and drawer, also working in a restaurant“ sei sehr interessiert an dem studio und fragte ob ich fotos schicken könne.</p>
<p>hach ich finds toll.</p>
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		<title>Atelier gesucht</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2012/12/31/atelier-gesucht/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2012 17:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[alltag]]></category>
		<category><![CDATA[annoncen]]></category>
		<category><![CDATA[atelier gesucht]]></category>
		<category><![CDATA[atelier in berlin]]></category>
		<category><![CDATA[ateliergesuch]]></category>

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		<description><![CDATA[ich suche ab sofort dringend ein atelier. es sollte unter 200€ kosten, am liebsten in berlin-wedding oder was sich vom wedding einigermassen erreichen lässt. also: gesundbunnen, pankow, prenzlauer berg, charlottenburg, moabit, mitte, kreuzberg, tempelhof und reinickendorf ich benötige einen eigenen raum (wegen dreck), mindestens 28 qm und schön wäre EG mit wasseranschluss. keine zwischenmiete. wenn [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>ich suche ab sofort dringend ein atelier. </p>
<p>es sollte unter 200€ kosten, am liebsten in berlin-wedding oder was sich vom wedding einigermassen erreichen lässt. also: gesundbunnen, pankow, prenzlauer berg, charlottenburg, moabit, mitte, kreuzberg, tempelhof und reinickendorf</p>
<p>ich benötige einen eigenen raum (wegen dreck), mindestens 28 qm und schön wäre EG mit wasseranschluss. keine zwischenmiete.</p>
<p>wenn ihr was wisst oder mal was hört oder sonst welche ideen habt:<br />
<a href="http://katiakelm.de/impressum/#Kontaktformular" target="_blank">kontakt</a></p>
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