viele fliegen und ein kuckuck

mit 15 hatte ich zu weihnachten eine feldstaffelei und einen braunen plastikkoffer mit ölfarben bekommen. ich glaub es waren lukas-studiofarben, also garnicht so schlecht, nur die tubengrösse wie tuschkasten-deckweiss.

an meinem ersten bild malte ich genau eine woche. eine woche weil es die „projektwoche“ in der schule war, ich hatte den ölmalkurs gewählt.
aufgrund von männlichen kursteilnehmern war ich nicht so richtig bei der sache, was erklärt, warum ich nur dieses eine bild malte. für mehr als eins hätte aber auch die farbe nicht gereicht. (mehr …)

warten auf die pressesprecherin

ich bin extra früh gekommen, die sonne scheint, in einem staubigen hof sitzen die ausstellungsmacher vor einem schuppen im schatten. es sind allesamt hippies, auffallend flippig gekleidete streetart-künstlerinnen und junge haarige burschen mit baskenmützen. sie sitzen in einer reihe vor einem konferenztisch über formulare gebeugt und obwohl ich als einzige vor ihnen stehe scheinen mich nicht zu bemerken. es heisst, man warte noch auf die pressesprecherin, die gerade im stau stehe. (mehr …)

silvestertradition

statt dinner for one zu kucken wäsche aufgehängt und währenddessen versucht, den fernseher neu zu programmieren.
die schachtel mit den silvesterartikeln rausgekramt, mich für die blaue entschieden:

guten rutsch!

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ausserdem eine alte unangebrochene packung bleigiessen gefunden und auf den sofatisch gelegt (eben wieder zurück in den silvesterkarton geräumt, immer noch unangebrochen).
den neujahrsfilm rausgesucht, hochgeladen, programmiert dass er um 0 uhr online geht.

1 minute vor 12 auf den balkon gegangen, anderthalb minuten später wieder zurück aufs sofa. nachgeschaut, ob die programmierung funktioniert hat, hat sie nicht, „publish“ geklickt.

ein halbes glas sekt getrunken, kopfschmerzen bekommen. beim zähneputzen überlegt, wie alt ich dieses jahr werde. allen ernstes gedacht: „zum glück ja noch nicht 40“.

ins bett gegangen. das zweite mal diese woche beim spider-solitär im expertenmodus gewonnen. das erfolgsjahr 2014 hat soeben begonnen.

asychronisation

ein künstler, den ich persönlich nicht kannte, mailte, ob ich interesse an einer zweier-ausstellung mit ihm hätte. er habe mich seiner galerie vorgeschlagen.

das fand ich nun ziemlich grossartig. von der galerie hatte ich zwar noch nie etwas gehört, die webseite sah aber auch nicht schlecht genug aus um abzusagen. ich signalisierte also interesse.
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es bleibt spannend

ne wohnung zu finden hat 2 wochen gedauert, am atelier arbeite ich noch. seit gut 8 wochen jetzt. selbst bei minus 6 grad zieh ich los, zettel an ampeln kleben. alle 14 tage nerv ich meine facebookfreunde mit ner kleinen erinnerung, dass ich noch suche und es hat sich auch schon jemand darauf gemeldet: eine hörfunkjournalistin, die wissen wollte, ob sie mich bei meinen atelierbesichtigungen begleiten dürfe. sie mache was zum thema „atelierknappheit in berlin“.
im prinzip könne sie gerne mitkommen, erwiderte ich, nur würde ich eben leider garnichts besichtigen.
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