Kategorie „alltägliches“

möchtegern


ich so: möchtegernkünstler gibt es nicht. es gibt nur gute und schlechte kunst. einer der sagt, er sei künstler, der ist das dann auch. und wenn der meint, seine arbeit sei kunst, dann ist die das auch. das kann natürlich der grösste scheiss sein und ist es ja auch meistens, aber das spielt keine rolle
der mann so: und was ist mit denen, die garkeine kunst machen und künstler sein wollen?
ich: … das sind dann … möchtegernkünstler
mann: aber es ist natürlich auch ne grosse kunst, künstler zu sein ohne kunst zu machen

haufenhängung

Aufbauansicht: Collagen bei WEISSER SCHIMMEL, Phoenixhallen, Hamburg, 2010

Aufbauansicht: Collagen bei WEISSER SCHIMMEL, links: Martha Rosler, Phoenixhallen, Hamburg, 2010

Aufbauansicht: Collagen bei WEISSER SCHIMMEL, Phoenixhallen, Hamburg, 2010

Aufbauansicht: Collagen bei WEISSER SCHIMMEL, Phoenixhallen, Hamburg, 2010

Aufbauansicht: Collagen bei WEISSER SCHIMMEL, Phoenixhallen, Hamburg, 2010

die erste ansage war: du hast jede menge platz. ich so: „ok, ich hab 30, 40 arbeiten.“
ein paar tage später anruf beim kurator: „hab mirs anders überlegt. bilder brauchens sakral mit viel weissraum. wieviel wand hab ich?“ kurator: „4 meter.“ ich: „also keine 30 arbeiten sondern 4.“
packe ihm vorsichtshalber 10 ein.

eine woche vor eröffnung fahr ich hin, mir das ergebnis anzusehen. leichte irritation: alle 10 gehängt, alle auf einem haufen. haufenhängung. aufbauteam so: „reihenhängung gabs schon zu oft in der ausstellung.“
trete von einem bein aufs andere. mache fotos.
zuhause dann email an den kurator: „komme montag, hänge alles um“. kurator: „sag mir einfach was du wo hinhaben willst.“
abends im bett am laptop nehme ich mir die fotos vor. hänge per copy&paste alles um. email an den kurator: „alles umgehängt. nix bei rausgekommen. kann so bleiben.“
muss an den arbeiten liegen

gängeviertel die zweite

wer die presseberichte zum gängeviertel verfolgt muss doof sein wenn er spätestens jetzt nicht erkennt: die politiker die in hamburg an den hebeln sitzen wollen die künstler im gängeviertel nicht haben. und die hamburger bevölkerung hat diese politiker gewählt.
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mein liebes gängeviertel muckt auf

im hamburger gängeviertel hatte ich vor ein paar jahren auch mal für kurze zeit ein atelier. der investor der damals dort eine flaniermeile mit hutnadeldesign und feinkostboutiquen plante ist längst abgesprungen oder pleite gegangen oder wasweissich und ein neuer investor hat das viertel – naja übernommen? bezahlt hat er jedenfalls noch nicht. meine alte freundin die kulturmanagerin wird jetzt warscheinlich nicht mehr soviel zu sagen haben, mittlerweile sind dort die künstler – sagen wir mal “in der überzahl” und haben ordentlich rummel veranstaltet. mir gefielen folgende links am besten:

sehr informatives audio zur besetzung des gängeviertels mit einem beitrag von daniel richter über die beschissene hamburger kulturpolitik im deutschladradio

art berichtet ziemlich zeitnah und ausführlich mit schönen bildern (leider ohne namen der jeweiligen aussteller)

drollig, dieser schalthoff. der grüne ist dafür aber ziemlich auf wahlkampf gebürstet und schleimt sich ordentlich ein.

die internetseite der initiative

tolle bilder der ausstellung im gängeviertel bei flickr

mein letztes bild

heute mal ein bischen anti-wahlwerbung

aus gegebenem anlass:

via batz

(besonders schön auch die bilder vom publikum in dem offenbar jede menge spd-wähler sitzen)

[NACHTRAG 22.7.09]
hallo “anti wahlwerbung” googler,
ihr seid hier ganz falsch. ich geh wählen und kanns nur jedem empfehlen.
ich hab das mit der “anti wahlwerbung” im vergleich zu diesen deppen hier allerdings ironisch gemeint. ironisch.

artikel in der netzeitung dazu

arbeitsplatzinferno

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