Category Archives: „ausstellungsempfehlungen“

48 minuten neukölln

gestern also wieder einer meiner legendären rundgänge. 48 stunden neukölln stand auf dem programm.

ich war verabredet mit hugo, einem ehemaligen kommilitonen, den ich, wie die meisten meiner neuen berliner kontakte, in hamburg noch nicht kannte. „kennen wir uns von der hfbk?“ „kann mich nicht erinnern aber gib mal deine nummer!“

henrieke ribbe, die gestern auf der 48 stunden neukölln bei dutch courage mit eröffnete, hatte ich auch so kennengelernt.

das konzept klang jedenfalls originell: ein haufen künstler (hauptsächlich ex- und ein paar noch-hamburger) hatten trinkgefässe getöpfert, die auch benutzt werden sollten: es würde freibier geben.

neukölln also.
die hausnummer finden wir schonmal: es ist ein einkaufszentrum. etwas unvorbereitet und beide gehandicapt durch einen nur rudimentären orientierungssinn stehen wir die ersten 10 minuten leicht verwirrt im eingang vor den fahrstühlen rum und starrten auf unsere smartphones. „warte mal – ich google das eben… huch, kein empfang.“

ein fahrstuhl hält, die tür geht auf, 100 hipsteraugen glotzen uns fragend entgegen.
„gibt es da, wo ihr hinfahrt, ne ausstellung?“ fragt hugo geistesgegenwärtig.
„keine anhnung, kann sein, im 5ten stock warscheinlich.“
wir steigen ein.

statt im fünften hält der fahrstuhl im untergeschoss. laaangsam gehen die türen auf. eine frau mit kinderwagen steigt zögernd ein. laaaangsam schliessen sich die türen. wieder erdgeschoss. türen auf. neue hipster steigen ein, die auch nach oben wollen. türen gehen laaangsam wieder zu. erster stock, türen auf. niemand. türen laaangsam wieder zu. wieder erdgeschoss. hugo und ich steigen aus.

mir fällt ein, dass es in einkaufszentren rolltreppen gibt.

oben angekommen irren wir wieder umher, landen im parkhaus. ein paar studenten vor uns.
„wisst ihr, ob hier eine ausstellung ist?“
„keine ahnung, kann sein.“
also hinterher.
im hintersten eck ist ein treppenhaus. wir steigen hoch bis es nicht mehr weiter geht. immer noch keine ausstellung. eine frau mit jutebeutel wartet vor den fahrstühlen, ein stockwerk gibts noch, meint sie. wir stellen uns resignierend daneben.

am ende landen wir tatsächlich auf einem parkdeck wo ein paar stellwände aufgestellt wurden und bilder dran hängen. dazwischen lungern matetee-trinker und eine 50 meter lange schlange hat sich vor der auffahrt zum obersten parkdeck gebildet. eine türsteherin kontrolliert den zutritt. immer wenn welche rauskommen dürfen welche rein. der tüp hinter uns sagt zu seinem begleiter: “das geht jetzt schnell, das ist jetzt die zeit wenn die frauen mit den kindern nach hause müssen.”

nach etwa 20 minuten sind wir an der reihe. gespannt tapern wir die auffahrt hoch, der sonne entgegen. es erwartet uns eine art alternativer dachgarten mit sitzbänken und – wieder eine tür mit türsteher. eintritt 3 euro.

hugo fragt den türsteher, was hinter der tür sei. der türsteher zählt DJ namen auf. „ja aber –“ stammle ich matt, „haben sie selbstgetöpferte bierkrüge?“
verzweifelt halte ich ihm mein handy mit dem facebook-event-eintrag entgegen. „kommt ihnen das hier irgendwie bekannt vor?“
der türsteher verneint. nie gehört. „versuchen sie es doch mal im erdgeschoss am infopoint! oder auf der webseite von 48 stunden neukölln!“

irgendwie gelangen wir wieder zurück ins erdgeschoss und suchen den ausgang. es ist spät und ich hab schwere beine.

freier abend und ein tipp

ich bekomme am tag im schnitt so 10 einladungen zu ausstellungen. immer noch diverse per post, per mail und bei facebook kuck ich schon garnicht mehr hin. Read More »

meine mittelgrosse gallery weekend reportage

langsam werden mir meine gallery weekend berichte peinlich. die zeitungen sind voll mit endlosen must-see-listen, immer geheimere geheimtipps und immer grössere weltstars, interviews mit stargaleristen, die von heissen koks-nächten in limousinen mit den reichsten sammlern der welt berichten, und ich fahr zur potsdamer strasse, trink 1 glas sauren wein und bin vor 22 uhr wieder zuhause.
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im hamburger bahnhof auf den spuren nicole zepters

bin mit karin im hamburger bahnhof weil sie die harun farocki ausstellung sehen will. um über die 14 euro eintritt pro person seelisch hinwegzukommen beschliessen wir, dort einfach den tag zu verbringen und bleiben vor jedem film so lange sitzen bis er wieder von vorne anfängt und dann bleiben wir immer noch sitzen um alles nochmal in ruhe durchzudiskutieren. Read More »

kunst begreifen

auf der eröffnung der ausstellung “Within You Without You” von inge krause gewesen, der diesjährigen trägerin des HAP-Grieshaber-Preises, der von der VG Bildkunst verliehen wird.
es wurden sage und schreibe 4 reden gehalten bevor es endlich zur fünften rede, der laudatio, kam.
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MEHR ALS SCHEIN

17 MAY – 2 JUNE 2013
OPENING: FRIDAY 17 MAY / 8:30
ZOUMBOULAKIS GALLERIES
135 ERMOU STREET, ATHENS

NIKOS ALEXIOU, KOSTAS BASSANOS, XENOFON BITSIKAS, KOSTAS CHRISTOPOULOS, JEANNE FAUST, IANNIS GANAS, DOROTHEA GOLDSCHMIDT, KATIA KELM, INGE KRAUSE, MARIA LOIZIDOU, RUTH MAY, MARK NOLL,
NINA PAPACONSTANTINOU, MICHALIS PICHLER,
MAIKE SANDER, ZAFOS XAGORARIS, KAILIANG YANG, MANOLIS ZACHARIOUDAKIS, BARBARA ZENNER

Curator
MARK NOLL

Opening hours:
Tuesday, Wednesday & Friday 15.00 – 20.00
Thursday 15.00 – 22.00
Saturday & Sunday 12.00 – 17.00

wochenendausflüge in berlin

als berliner künstlerIn kann man aufs gallery weekend gehen, genauso gut kann man aber in den zoo gehen oder in ein möbelhaus, das hat nicht weniger mit der eigenen arbeit zu tun.

vielleicht liegt es auch daran, dass ich neu bin in berlin, aber die aufgeblasenen räume, die aufgeblasenen leute und dazwischen die aufgeblasene vermarktungsbegünstigende kunst – auf einer veranstaltung des deutschen münzenfachhandels hätte ich mich warscheinlich besser aufgehoben gefühlt.
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Könnte von mir sein

Ina Bruchlos mit Katia Kelm, Anette Haas, Nikos Valsamakis, Kyung-hwa Choi-Ahoi, Anne Hundhausen, Stewens Ragone, Annette Reichardt

Eröffnung / Lesung mit Ina Bruchlos
Samstag, 22. September 2012 um 19:00 Uhr

Kornhäuschen
Webergasse am Schloss
63739 Aschaffenburg
www.kornhaeuschen.de
info@kornhaeuschen.de

erlebnisbericht eines ausfluges zur golden gate brigde

am wochenende ein plötzlicher anfall von ehrgeiz, dem pubertierenden nachwuchs schnell nochmal ein bischen kultur nahebringen, bevor es zu ganz spät ist.
die deichtorhallen werben gerade auf allen kanälen mit einem coolen gratisangebot:

»Horizon Field Hamburg« wird die Wahrnehmung des Gehens, Fühlens, Hörens und Sehens umorientieren und neu verbinden. Diese persönliche bzw. kollektive Erfahrung wird durch Vibration, Sound und Widerspiegelung vermittelt werden.

das sollte man sich natürlich nicht entgehen lassen. Read More »

shoppen in osdorf

gerade meine radierungen hier hin gebracht.

heute und morgen kann man die und ganz viel anderes erlesenes zeug dort kaufen.