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	<title>katias blog &#187; kunstmarkt</title>
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		<title>&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 12:16:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[DARE Dein Ansatz einer Sammelausstellung mit Verkäufen und roten Punkten ist aber schon ein Stück Kunstbetrieb analog zu einem Produktzyklus. Ein Künstler als Produzent erstellt ein Werk, es wird präsentiert und je nach Marktwert verkauft, ein Akt der Transaktion, Galerist und Künstler können davon für einige Zeit ihren Kühlschrank füllen. Eine konservative Sichtweise von Kunstbetrieb, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>DARE</strong> Dein Ansatz einer Sammelausstellung mit Verkäufen und roten Punkten ist aber schon ein Stück Kunstbetrieb analog zu einem Produktzyklus. Ein Künstler als Produzent erstellt ein Werk, es wird präsentiert und je nach Marktwert verkauft, ein Akt der Transaktion, Galerist und Künstler können davon für einige Zeit ihren Kühlschrank füllen. Eine konservative Sichtweise von Kunstbetrieb, die einem schnell um die Ohren gehauen wird.</p>
<p><strong>Winkel</strong> Um ganz ehrlich zu sein: Ich würde genau anderherum argumentieren: Wer mit dieser Nahrungskette ein Problem hat, ist in meinen Augen konservativ – und letzten Endes selbstgefällig. Solche Äußerungen kommen entweder von unerfolgreichen Künstlern, oder von Leuten, die aus anderen Quellen ein festes Einkommen beziehen.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.daremag.de/2008/11/menschen-interessieren-sich-am-ehesten-fur-kunst-wenn-sie-die-option-haben-ein-werk-zu-kaufen/">aus einem interview mit elena winkel, die ich für eine der pfiffigsten oder vielleicht die pfiffigste kuratorin hamburgs halte</a></p>
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		<title>der beginn meiner karriere in der rüstungsindustrie</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2009/07/21/der-beginn-meiner-karriere-in-der-rustungsindustrie/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 11:22:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[früher war alles besser]]></category>
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		<description><![CDATA[ich kam gerade ins dritte semester, da hiess es aus der verwaltung: klasse kp brehmer stellt aus. eine klimatechnik firma, die jedes jahr eine klasse der hamburger hochschule in den firmeneigenen räumen ausstellen liess winkte mit 5000 mark und diesmal waren wir dran.
ich bin vor stolz fast gestorben. meine erste ausstellung! als neue in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich kam gerade ins dritte semester, da hiess es aus der verwaltung: klasse kp brehmer stellt aus. eine klimatechnik firma, die jedes jahr eine klasse der hamburger hochschule in den firmeneigenen räumen ausstellen liess winkte mit 5000 mark und diesmal waren wir dran.</p>
<p>ich bin vor stolz fast gestorben. meine erste ausstellung! als neue in der brehmer klasse, hatte ich keinen arbeitsplatz abbekommen (die älteren studenten hatten vorrang), arbeitete also ausserhalb der schule und kannte meine kommilitonen kaum. der professor liess mich machen, das war zwar angnehm, lag aber daran, dass er sich für meine arbeiten nicht interessierte und das kränkte mich. ich wollte ruhm und anerkennung und bekam beschwichtigendes schulterklopfen. <span id="more-218"></span></p>
<p>zunächst mussten wir uns die räumlichkeiten einmal ansehen und die aufbautechnischen einzelheiten klären. die firma residierte in einem industriegebiet am stadtrand. wir fuhren mit öffentlichen verkehrsmitteln.<br />
am empfang wurden wir abgeholt und in die firmeneigene mensa geführt. hier sollte die ausstellung stattfinden. die wände waren mit grün lackierten stahlplatten vertäfelt und die niedrigen decken mit grauen loch-platten verkleidet. der raum stand natürlich voll mit geschirrwagen und tischen und über den tischen hingen grosse hängelampen aus metall. die stimmung war gedrückt aber — optimistisch.</p>
<p>am abend telefonierte ich mit meinem vater und erzählte von der ausstellung. mein vater klärte mich auf. die firma stelle hauptsächlich klimatechnik für kriegsschiffe her. rüstungsindustrie eben.</p>
<p>so war das also mit meiner legendären ersten ausstellung. kaum gings los mit der steilen karriere befand man sich auch schon im gewissenskonflikt. die rüstungsgeschichte ging mir ja am arsch vorbei aber der raum! war für eine riesengrosse scheisse. meine bilder über dampfender kantinenpampe? niemals wollte ich so enden und meine arbeiten in irgendwelchen gastrostätten in verqualmte sitzecken hängen. und jetzt wurde das sogar von der hochschule für uns organisiert.</p>
<p>klar war jetzt auch, dass die PR heinis der firma offenbar ganze arbeit geleistet hatten: wir machen schön auf kulturelles engagement und holten uns ne klasse aus der kunsthochschule &#8211; die sind sowieso immer dankbar wenn sie ihre scheisse irgendwo zeigen können und geben sich womöglich noch richtig mühe, wenn man <s>die wurst nur hoch genug hält</s> das budget für die ankäufe nur klein genug hält. bei der eröffnung hält die dämliche präsidentin dann noch ne schicke rede, das bringt die springerpresse auf touren. obendrein gibts für umsonst ne neue deko für die mensa und die angekaufte kunst kann dann beim chef im vorzimmer stehen, da stört die keinen.</p>
<p>ich hätte natürlich so tun können als hätt ich wegen der kriegsschiffe moralische bedenken. hatte ich aber nicht. ich wollte geld verdienen und kunst machen. nur die rolle des deppen zu übernehmen &#8211; das zehrte an mir. aber ich wollte die hoffnung nicht aufgeben, dass es doch vielleicht irgendetwas bringen würde. vielleicht würde die firma ja verstehen, wenn ich ihr ein ubootgeschwader aus seife schnitzte und einen sockel mit einer waschschüssel und einem stück seife daneben zum verkauf anbot? ausserdem stellte ich extra für die ausstellung eine reihe zeichnungen von den bremer stadtmusikanten her. </p>
<p>selbstverständlich waren transport und aufbau nicht im buget der firma vorgesehen. wir mieteten also auf eigene kosten einen bus und fuhren unsere sachen selbst zur firma.<br />
der aufbau war hart. es gab einen überforderten hausmeister und eine absolut kunstfeindliche umgebung. bilderrahmen halbwegs gerade vor den stahlplatten zu befestigen erwies sich als unmöglich und da die mensa während des aufbaus und der ausstellung weiterhin genutzt wurde konnte man plastische arbeiten fast nicht unterbringen. für die eröffnung durften wir allerdings die tische kurz verschwinden lassen und so hängte ich meine uboote mit nylonfäden von der decke einfach so frei in den raum.<br />
zwei tage dauerte der aufbau. wir waren zwar ab vom schuss aber so traf es sich immerhin gut, dass wir hier in einer mensa waren. als sich der hunger meldete fragten wir mal nach, ob wir auch etwas kaufen könnten. das personal reagierte misstrauisch. man müsse mal nachfragen bei der geschäftsleitung, ob das ginge. nach einer weile hiess es, wir könnten einen teller grütze haben. es gab nur noch einen. einen dessertteller mit roter grütze. für 1,50.</p>
<p>kurz vor der eröffnung hatte sich die firma noch ein besonderes schmankerl einfallen lassen. als wir studenten kurz vor eintreffen der gäste ein letztes mal in die ausstellung traten standen überall gummibäume. man hatte in unserer abwesenheit jede menge hydrokulturkübel aus dem gebäude eingesammelt und in der ausstellung verteilt. es sehe einfach zu leer aus.<br />
ich schob einen der kübel mal probeweise zwischen meine uboote und stellte fest: besser so.</p>
<p>die eröffnung war ein voller erfolg. jede menge reden wurden gehalten und es gab kübelweise sekt und schnittchen. man frass und soff als hätte man die letzten 2 tage nichts gehabt.<br />
ich weiss nur noch, dass auch unser professor irgendetwas redete, unter anderem, dass man doch die gelegenheit für fragen nutzen solle, die künstler seien anwesend. und dass ich später ein paar mitarbeitern (die gäste der veranstaltung waren hauptsächlich die mitarbeiter der firma) die mit ihren aktentaschen vor meinen zeichungen standen, anbot, gerne ihre fragen zu beantworten. und dass ich gefragt wurde, ob ich nicht zugeben will, dass ich da, man zeigte mit dem finger auf eine stelle im bild, doch wohl geschummelt hätte. sie hätten in der schule jedenfalls gelernt, dass gute zeichner nie radieren.</p>
<p>einige wochen später berichtete unser professor, dass die firma übrigens habe verlauten lassen, dass sie die ausstellungreihe in zusammenarbeit mit der hochschule im folgenden jahr nicht fortsetzen wolle. es sei diesmal doch ein recht enttäuschendes event gewesen. viel zu leer, viel zu wenig gute kunst und vor allem diese unsäglichen bremer stadtmusikanten zeichnungen. von wem die eigentlich gewesen wären?</p>
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		<title>noch in der kamera</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2009/05/23/noch-in-der-kamera/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 16:12:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[mein freund tim erzält mir am telefon, er habe letztens übrigens wieder ein boot gebaut. diesmal aus tesafilm. er sei auch schon darin gefahren. nen film gebe es auch.
ich so: &#8220;toll, wo denn? auf youtube? wie finde ich den da?&#8221;
er so: &#8220;den kannst du nicht finden, der ist noch in meiner kamera.&#8221;
hier immerhin schonmal der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>mein freund tim erzält mir am telefon, er habe letztens übrigens wieder ein boot gebaut. diesmal aus tesafilm. er sei auch schon darin gefahren. nen film gebe es auch.<br />
ich so: &#8220;toll, wo denn? auf youtube? wie finde ich den da?&#8221;<br />
er so: &#8220;den kannst du nicht finden, der ist noch in meiner kamera.&#8221;</p>
<p>hier immerhin schonmal der film über das boot davor, aus knallfolie:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/SeSa497NQxU&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/SeSa497NQxU&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>ausstellungstipp</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 12:44:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[neue zeichnungen und bilder von meiner freundin linda mccue bei elly brose-eiermann in berlin.
fantastische neue arbeiten!
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ellybroseeiermann.de/index.php?id=497#berlin" target="_blank">neue zeichnungen und bilder von meiner freundin linda mccue bei elly brose-eiermann in berlin.</a></p>
<p><a href="http://www.ellybroseeiermann.de/index.php?id=550" target="_blank">fantastische neue arbeiten!</a></p>
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		<title>warum ich blogge</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2009/05/10/warum-ich-blogge/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 16:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[vor kurzem hat mir ein befreundeter künstler abends beim wein in erklärt, wieso künstler keine eigene webseite haben sollten. zumindest keine selbstbetriebene. das könne nämlich den anschein erwecken, man habe &#8220;es nötig&#8221;, man habe keine galerie, die das für einen besorge. ein erfolgreicher künstler liesse seine arbeiten, wenn überhaupt, nur über die galerie ins netz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>vor kurzem hat mir ein befreundeter künstler abends beim wein in erklärt, wieso künstler keine eigene webseite haben sollten. zumindest keine selbstbetriebene. das könne nämlich den anschein erwecken, man habe &#8220;es nötig&#8221;, man habe keine galerie, die das für einen besorge. ein erfolgreicher künstler liesse seine arbeiten, wenn überhaupt, nur über die galerie ins netz stellen. wenn man das selber mache sei das ein anzeichen dafür, dass es nicht so gut laufe. und den anschein dürfe man ja auf keinen fall erwecken.<br />
das sei zwar scheisse aber was wolle man machen. &#8220;entweder du spielst mit oder du bist raus.&#8221; <span id="more-154"></span></p>
<p>ich muss dazu sagen, dass das im prinzip tatsächlich stimmt. und ich das auch bereits wusste bevor ich diese webseite baute. es gibt keinen reaktionäreren und spiessigeren haufen als die kunstszene. mit dem internet hat die es eh nicht so (soviele t-online emailadressen wie in meinem künstlerverteiler findet man wohl heute nirgends mehr).<br />
wer mal ein bischen nach den grossen namen googelt kann feststellen: die meisten haben keine eigene homepage. zumindest die deutschen. in den usa setzt sich das langsam durch aber wenn man mal nach den jeweiligen kontaktdaten schaut sieht man, dass die selten vom künstler selbst betrieben werden sondern meistens von dessen galerie. oder man versucht mit allen mitteln den anschein zu erwecken, als sei die seite nicht in eigenregie entstanden. alles wird schön in der dritten person gehalten, damit es bloss nicht so aussieht, als hätte der künstler den kram etwa &#8220;erfunden&#8221;. ums glaubhaft zu machen muss da schon ein beglaubigter kunsthistoriker ran. der künstler selbst schreibt nicht und schon garnicht über seine eigenen arbeiten. arbeitsteilung wird im kunstbusiness grossgeschrieben. der künstler hat mit seiner arbeit, der imagepflege und der mühe damit, sich an die vielen ungeschriebenen gesetze zu halten, die dafür sorgen, dass man schön auf seinem zugewiesenen platz bleibt, schon genug an den hacken.</p>
<p>vielleicht liegt es nun daran, dass ich meine pubertät nie so recht abschliessen konnte oder an meiner vorliebe für alles narrative dass ich mich an solch antiquierte vorgaben nicht halten kann.</p>
<p>natürlich gibt es immer fälle, bei denen man denkt, hätte der spacken bloss seinen mund gehalten. seitdem ich mal ein interview mit damien hirst gelesen habe, kann ich die arbeiten nicht mehr ernst nehmen. tracey emins arbeit aber verehre ich gerade deswegen, weil sie schreibt und <a href="http://www.independent.co.uk/opinion/columnists/tracey-emin/?ibPage=1">sogar ein bischen bloggt</a>. ich habe erzählerische immer konzeptioneller kunst vorgezogen. kann sein, dass das mit meiner ausbildung zutun hat, an einer hochschule, an der hauptsächlich alternde, gescheiterte (in dem augenblick gescheitert, in dem sie die professur antraten) konzeptkünstler und minimalisten unterrichteten. wie man heute immer noch minimal produzieren kann ist mir eigentlich unverständlich. als teenie fand ich yves klein oder rothko vielleicht noch ganz interessant &#8211; heute stehe ich auf kunst, die auch etwas anderes kann als bloss im museum zu hängen oder im wartezimmer meines gynäkologen.</p>
<p>die textfrage war dann auch bei der planung meiner webseite eine ganz entscheidende. natürlich hätte ich auch irgendwelche kunstwissenschaftler fragen können. ich kenn ein paar, von denen ich was halte. aber so gern ich den einen oder aneren hab, ich bin mir nie ganz klar darüber geworden, wozu man aus der kunst eine wissenschaft machen sollte. die kunst braucht sowas zumindest nicht. und das publikum sollte auch lieber mal selber hinsehen als sich von anderen erklären zu lassen, was die sehen. vielleicht würde dann der markt nicht so voller zeug sein, was keiner überhaupt mehr ansehen mag.<br />
es geht eben gerade nicht nicht darum, irgendwas zu erklären. abgesehen davon, dass es eh vergebens ist, weil es überhaupt nicht erklärbar ist, schadet es den arbeiten mehr, als dass es irgendwas bringt. wenn überhaupt sollten texte der kunst auf augenhöhe begegnen. sie sollten sich nicht unterordnen, sondern der kunst etwas eigenes gegenüber stellen. viele kunstgeschichtler kriegen das nicht hin. sie verehren die kunst und gleichzeitig hassen sie sie.<br />
ich habe in kunstmagazinen und feuilletons schon berichte über meine arbeiten gelesen, die einen weitaus &#8220;prägenderen&#8221; eindruck hinterliessen als es bisher je ein ausstellungsbesucher vermochte, der beispielseise die abkürzung nahm und <a href="http://katiakelm.de/176/padagogikkunst/">über eine arbeit lief anstatt drumrum</a>.<br />
sofern ich selbst bestimmen kann, wer zu meinen arbeiten schreibt, würde ich jedenfalls immer eher einen künstlerkollegen bitten.</p>
<p>vor ungefähr fünf jahren begann ich mein erstes weblog zu schreiben. ich hatte <a href="http://katiakelm.de/273/versuch-die-pickelkonigin-beruhmt-zu-machen/">damals ein atelier mit schaufenster</a> in der hamburger innenstadt.<br />
und plante, dort einen kleinen salon einzurichten, in dem ich die arbeiten meiner freunde und bekannten zeigen wollte. für dieses projekt sollt es auch eine internetseite geben, deren inhalte sich analog zu den ereignissen im salon verändern sollten.<br />
irgendwo hatte ich damals mal von blogs gehört und hatte eine vage ahnung, dass so eine chronologisch umgekehrte form das richtige sein könnte. ich liess mir von einem freund ein paar html-codes zeigen und richtete zum üben ein testblog ein.</p>
<p>das salonprojekt kam dann nie zustande. das testblog allerdings begann sich zu verselbständigen. ohne zu wissen, was es mit dem bloggen eigentlich auf sich hatte, warum und wozu man das machte, veröffentlichte ich anonym erste kurze texte und entdeckte, dass sich da etwas ähnlich grenzenloses autrat wie beim kunstmachen. ein unbekannter raum, dessen grösse man kaum erahnen konnte. etwas zu schreiben, was sofort von jedem gelesen werden könnte, erschreckte und faszinierte mich gleichermassen. wollte ich das überhaupt? für meine künstlerische arbeit ist öffentlichkeit zwar lebenswichtig, ohne publikum kann ich keine kunst machen und genaugenommen kriege ich ohne ausstellungstermine überhaupt nichts geregelt &#8211; nur nutze ich meine künstlerischen werkzeuge mittlerweile einigermassen routiniert, ohne mich lange mit handwerklichem gedöns aufhalten zu müssen. beim schreiben bleibe ich genau daran hängen. mein wortschatz sitzt wie zu kleine schuhe. man kommt darin kaum vorwärts und schön sieht man darin auch nicht aus. nicht dass ich nicht geübt hätte. wie die meisten künstler habe ich mein leben lang alles aufgeschrieben, tagebücher geführt, den feuilletonheinis spickzettel geschrieben. aber ich werde wohl trotzdem nie das gefühl verlieren, mit zwei linken händen zu tippen.</p>
<p>nun ist es aber zum glück nicht so, dass ich mich mit fehlern nicht auskennen würde. in der kunst zum beispiel gibt es eigentlich garkeine fehler. es gibt nur unbeabsichtigtes. was aber sogar wünschenswert sein kann weil es neue wege eröffnet. je mehr kontrolle man behält umso weniger kann die sache ein eigenleben entwickeln. auch wenn viele so tun, als wüssten sie das, heimlich aber immer noch alles dransetzen und angeberisch die muskeln spielen lassen &#8211; ums können geht es schon ewig nicht mehr.<br />
stattdessen geht es zum beispiel um leidenschaft. wer liebt bleibt dran und findet sich dabei auch mit der eigenen unzulänglichkeit ab. und die leidenschaft kann man sehen. ein gemälde, auf dem man zwar keine klare linie erkennen kann, aber dafür den schweiss des malers, ist nicht selten besser als eins mit geraden linien.<br />
ich weiss nicht, ob das in der literatur ähnlich ist, aber ich bin ja auch keine literatin. ich blogge bloss und ringe öffentlich um gerade linien. früher anonym, das war einfacher. in meinem alten, anonymen blog habe ich mal geschrieben:</p>
<blockquote><p>gerade das namenlose, das war der grund warum ich das bloggen so spannend fand. mich so perfekt verkleiden zu können, das verweben aus echtem, aus erfundenem, aus echtem das aussieht wie erfundenes, das wissen darum, dass du nicht weisst, wer das ist, der da sowas schreibt, die vorstellung, dass du glauben könntest, ich sei so, wie ich garnicht bin, deine zweifel daran, meine eigenen zweifel, dieser ganze wirrwarr &#8211; nichts anderes als das, was jeder tut, der geschichten erzählt, nie jedoch so enthemmt, so sinnlos und frei wie ein anonymer blogger.</p></blockquote>
<p>jetzt habe ich die anonymität mal probeweise an den nagel gehängt.<br />
ich probiere jetzt mal aus, was passiert, wenn ich die künstlerische arbeit mit dem bloggen verzahne. oder sie auch bloss nebeneinander stelle. ich habe immer damit geliebäugelt, das &#8220;making of&#8221; irgendwie einzubinden und hatte doch bisher nie einen weg dafür gefunden. mein alltag, die geschichten daraus, die arbeit ansich, das ganze zeug was man anfängt und dann stehen lässt, das alles hat mit der kunst zutun die man macht. meine website hilft mir, die dinge zu verdichten, so wie es kein katalog, kein gewöhnliches portfolio schafft. meine website ist ein universalwerkzeug. sie kann zwar noch nicht selbst kneten aber sonst fast alles. ich bin froh, dass ich sie hab.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>neue zipfel</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2009/05/08/neue-zipfel/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 14:49:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[merkwürdiges gefühl, wieder zipfel zu kneten. vor 8 jahren hab ich das schonmal gemacht. 50 000 zipfel waren das damals ungefähr. hatte mich in der zeitlichen kalkulation etwas verschätzt, musste das zipfel kneten deswegen nachts erledigen. tagsüber im atelier aufstellen und zurechtbiegen, nachts neue herstellen. um dabei vor eintönigkeit nicht wahnsinnig zu werden sah ich dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>merkwürdiges gefühl, wieder zipfel zu kneten. <a href="http://katiakelm.de/96/50000-zipfel-fur-vincent/">vor 8 jahren hab ich das schonmal gemacht.</a> 50 000 zipfel waren das damals ungefähr. hatte mich in der zeitlichen kalkulation etwas verschätzt, musste das zipfel kneten deswegen nachts erledigen. tagsüber im atelier aufstellen und zurechtbiegen, nachts neue herstellen. um dabei vor eintönigkeit nicht wahnsinnig zu werden sah ich dabei soviel fern wie nie zuvor in meinem leben. zwei oder drei monate dauerte das und wurde so auch exakt am abend vor der vernissage fertig und zum glück sofort verkauft und daraufhin im rahmen der dauerausstellung eines rennomierten hamburger sammlers gezeigt. dort dümpelte es ein paar jahre vor sich hin und erarbeitete sich, wie man mir berichtete, wohl auch einen gewissen beliebtheitsstatus, zerfiel dabei aber auch langsam in seine einzelteile.<span id="more-129"></span></p>
<p>da war er also wieder: der haken, den ich bei meinen arbeiten damals serienmässig mitlieferte. unabsichtlich zwar, aber vielleicht auch absichtlich unabsichtlich. die wahl eines immerweichen materials und die fehlende berücksichtigung der fragen nach der transportierbarkeit und der konservierung ermöglichte kaum einen auf- oder abbau ohne mein beisein.<br />
wieso mir diese pragmatischen aspekte allerdings so egal waren, warum ich mich nie darum gekümmert hatte, dass die dinge ein paar mehr jahre überstehen könnten, ohne dass ich alle nase lang irgendwo anreisen musste, um zerdrücktes oder zerfallenes wieder zusammenzudrücken &#8211; ist mir bis heute nicht klar. vielleicht kann man ja mit glück noch die ausbilder dafür verantwortlich machen: die hatten schliesslich diesen trend, alles kommerzielle unbedingt links liegen zu lassen, sagen wir mal: befürwortet. galeriekunst war ein schimpfwort. und ich artiges mädchen hab eh alles geglaubt.</p>
<p>schön blöd, schliesslich war es ausschliesslich ichselbst, die unter den konsequenzen zu leiden hatte. nicht dass ich schlecht verkauft hätte &#8211; aber ich hätte besser verkaufen können. und vor allem: ich wäre den kram auch WIRKLICH los geworden, ohne alle nase lang irgendwo anreisen zu müssen um abgefallene ohren wieder anzudrücken.<br />
das schlimmste aber: halbwegs fähige galeristen, die rechnen konnten liessen die finger von meinen arbeiten. wenn der transport schon um längen mehr kostet als die arbeit selbst, wenn selbst bei jeder popeligen gruppenausstellung, bei jedem verkauf, die künstlerin immer mit anreisen muss &#8211; das sollte einem schon zu denken geben. und doch: hätte ich nichts dringender gebraucht, als jemanden, der mir das feilschen mit den sammlern und das anschliessende hinter den raten hergerenne vom hals gehalten hätte.</p>
<p>als der anruf kam, das kornfeld solle abgebaut werden, machte ich vielleicht den ersten schritt in die richtige richtung und stellte fest: wenn man das feld nicht allzu schwer beschädigen wolle sei der abbau ohne mich beinahe unmöglich. aber ohne bezahlung würde ich  auch nicht wieder anrücken. mir war klar, dass diese möglichkeit vom sammler nicht vorgesehen war. ich bemühte mich also, den ablauf am telefon so genau wie möglich zu erklären, und gab mich damit zufrieden. ich hatte die arbeit damals zu einem angemessenen preis verkauft, mehrere jahre war das kornfeld in dieser ausstellung umgeben von polke und richter gezeigt worden &#8211; etwas besseres hätte mir nicht passieren können. aber ich wollte auch nicht den rest meines lebens unentgeldlich meine alten arbeiten betüdeln müssen.</p>
<p>8 jahre später also. ich knete zipfel und mir tun schon wieder die hände weh. alles genau wie damals. vielleicht bin ich inzwischen ein bischen geschickter aber vor allem: klüger. nicht dass mir wirklich klar wäre, wo das hier gerade hinführt. aber eine ahnung zu haben ist ja schon mehr, als man sich wünschen kann.<br />
sicher bin ich mir nur bei der art des anknüpfens an das alte kornfeld. denn so sehr ich auch um die alte arbeit trauere, die ich warscheinlich nie wieder sehen werde, um mein eigenes scheitern, meine alte sorglosigkeit: die verbindung zur neuen arbeit besteht nur in einem zitat. ein altes bild, was ich benutze, das jetzt wie ein leeres haus mit offenen türen dasteht, und ich bahne mir dahinter einen neuen kleinen pfad in eine neue zeit.</p>
<p><a href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/cimg6972.jpg" class="lightview"><img src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/cimg6972-413x277.jpg" alt="kornfeld 2009" title="kornfeld 2009" width="413" height="277" class="alignnone size-medium wp-image-136" /></a></p>
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		<title>&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 10:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ist zwar uralt aber: da wundert sich noch einer warum alle hier wegwollen: klick
und noch etwas mehr infos dazu hier und hier
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			<content:encoded><![CDATA[<p>ist zwar uralt aber: da wundert sich noch einer warum alle hier wegwollen: <a href="http://thing-hamburg.de/index.php?id=303&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=148" target="_blank">klick</a></p>
<p>und noch etwas mehr infos dazu <a href="http://subvision.blogger.de/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://subvision.kulando.de/" target="_blank">hier</a></p>
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		<title>29,- euro pro tag</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Apr 2009 14:59:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[kunstmarkt]]></category>
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		<category><![CDATA[transportkosten]]></category>

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		<description><![CDATA[vor ungefähr einem monat erhielt ich einen anruf, ob ich interesse an einer gruppenausstellung im mai hätte — sie seien ein künstlerhaus, das als verein unter anderem auch ausstellungen organisiere.
ich sah mir die webseite an. über die geplante ausstellung fand ich zwar jede menge theoriekram, über das wichtigste jedoch kein wort: die teilnehmerliste. kein wunder: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>vor ungefähr einem monat erhielt ich einen anruf, ob ich interesse an einer gruppenausstellung im mai hätte — sie seien ein künstlerhaus, das als verein unter anderem auch ausstellungen organisiere.</p>
<p>ich sah mir die webseite an. über die geplante ausstellung fand ich zwar jede menge theoriekram, über das wichtigste jedoch kein wort: die teilnehmerliste. kein wunder: offenbar konnte man sich zu dieser ausstellung noch bewerben. es gab einen einsendeschluss und eine lange liste mit teilnahmebedingungen sowie ein bewerbungsformular zum download.<span id="more-39"></span></p>
<p>ich antwortete der kuratorin, dass ich, bevor ich mich zu einer gruppenausstellung entschliessen könne, schon gerne wissen würde, wer da sonst noch so mitmacht. ausserdem sei ich bei durchsicht der teilnahmebedingungen über etwas gestolpert, was noch zu klären sei. es hiess darin nämlich, die transportkosten seien vom künstler selbst zu tragen. ich würde jedoch eigentlich davon ausgehen, dass transport, anreise und ggf. auch eine unterbringung vom veranstalter übernommen werden. dafür würde ich dann meinerseits sowohl den aufbau als auch die kosten für die plexiglasvitrinen, die zum schutz der arbeiten noch angefertigt werden müssten, übernehmen.<br />
offenbar war die kuratorin selbst künstlerin, deshalb ging ich davon aus, dass sie meine einwände nicht allzusehr überraschten.</p>
<p>keine frage: je kleiner das haus umso weniger geld. andererseits investieren kommerziell ausgerichtete institutionen (in den &#8220;teilnahmebedingungen&#8221; zu dieser ausstellung steht explizit: &#8220;Im Falle einer Veräußerung von Exponaten während der Ausstellung erhebt der Veranstalter Anspruch auf 20% Provision aus dem Verkaufserlös.&#8221;) schon etwas mehr als die blosse bereitstellung der räume, einladungen und pressearbeit. was das sein kann ist zwar verhandlungssache — die übernahme von transport, reisekosten und unterbringung sind aber ebenso usus. was je nach absprache vielfach noch obendrauf kommt und was auch ausschlaggebend dafür sein kann, dass künstler auch in weniger angesagten häusern ausstellen, sind z.b. publikationen, die der aussteller herausgibt, die zusage von ankäufen oder die übernahme von produktionskosten.</p>
<p>die antwort der kuratorin kam prompt und erfreut. ausführlich ging sie auf alles ein, zählte die geladenen künstler auf — nur die kostenfrage behandelte sie etwas nachlässiger: &#8220;Transporte, Aufbau etc. können wir nur individuell klären &#8230;&#8221;</p>
<p>ich liess mich nicht beirren und schlug als mögliche sparmassnahme vor, den transport einfach mit der anreise zu kombinieren. sie müsse dann ja nur die kosten für den mietwagen übernehmen: ca. 100 euro plus benzin. der aufbau ginge schnell, den könne ich noch am tag der vernissage erledigen und würde dann am nächsten tag wieder zurück fahren.</p>
<p>ihre antwort dazu lautete: »Und wenn ich eine Möglichkeit hätte, die Arbeiten in Hamburg abholen zu lassen [...] würden Sie dann auf das &#8220;Dabeisein&#8221; bei der Eröffnung verzichten wollen?« falls nicht, würde sich sicher &#8220;irgendeine lösung&#8221; finden.</p>
<p>so hatte ich das noch garnicht gesehen. natürlich ging es mir auch darum, bei der vernissage dabei zu sein. ein grund, weshalb man sowas ja überhaupt macht. aber den aufbau leuten zu überlassen, die ich noch nie zuvor getroffen hatte? nicht dass der sonderlich kompliziert gewesen wäre. aber bei so wenig vorlauf und gewissheit über die teilnehmerliste will man sich doch vorbehalten, die sachen im zweifel auch wieder einpacken zu können, so ärgerlich sowas auch wäre. besonders vertrauensfördernd war die bisherige korrespondenz jedenfalls noch nicht.<br />
ich schrieb also, dass es mir selbstverständlich auch darum ginge, &#8220;dabei zu sein&#8221;, viel wichtiger sei mir aber der aufbau, den ich doch lieber persönlich machen würde und dass ich für die finanziellen rahmenbedingungen im übrigen so zeitnah wie möglich eine zusage benötigen würde. denn abgesehen von einer arbeit, die sich die kuratorin explizit gewünscht hatte, war eine zweite im gespräch, die ich noch hätte anfertigen müssen. damit, so schrieb ich ihr, könne ich natürlich erst beginnen, sobald meine endgültige teilnahme geklärt sei.</p>
<p>als ich nach 14 tagen die sache schon abgeschrieben hatte, kam es auf einmal schlag auf schlag: sie schrieb, dass sie es gut verstehen könne, dass ich dabei sein wolle &#8220;zumal es auch immer ein ziemlich großes event bei uns ist &#8230;&#8221;.<br />
sie schicke mir im anhang nun &#8220;ein bisschen Papierkram, der leider sein muß&#8221;, einen vertrag, in dem die 2 &#8220;abgemachten&#8221; arbeiten schon drinstünden. es wäre nett, wenn ich die ausgefüllten Blätter bald zurücksenden könnte.<br />
zur transportfrage schrieb sie: &#8220;gibt es nicht Mietwagen die günstiger sind, also hier sehe ich häufiger Autos mit der Aufschrift 29,- Euro pro Tag herumfahren &#8230;?&#8221;</p>
<p>statt einer klaren äusserung zum thema finanzen nun also erstmal ein vertrag. als exceldatei. die zwei plastiken, von denen es eine ja noch nicht gab, bereits eingetragen. und dass ich mich mit meiner unterschrift zur lieferung der aufgeführten arbeiten verpflichten würde. unter &#8220;Eventuell gewährte Projekt- oder Transportzuschüsse&#8221; stand gross &#8220;KEINE&#8221; und unter &#8220;Anlieferung&#8221; stand &#8220;durch Abholung&#8221;.</p>
<p>auf die gefahr hin, mich zu wiederholen schrieb ich abermals, dass ich ohne eine zusage einer kostenübernahme für transport und anreise weder teilnehmen noch verträge unterschrieben würde. des weiteren sei mittlerweile auch leider keine feste zusage beider arbeiten mehr möglich, da die zeit bis zur eröffnung recht knapp geworden sei und ich die fertigstellung einer neuen arbeit möglicherweise nicht mehr schaffen könne.<br />
obgleich ich inzwischen kommen sah, worauf es alles hinauslaufen würde, listete ich angesichts der bemerkung über wiesbadener mietwagen für 29 euro, nochmals eine kalkulation der transportkosten auf.</p>
<p>und doch: es gab noch in eine weitere runde. immerhin wurde die kuratorin jetzt deutlicher und schrieb, dass sie mir bei 32 teilnehmenden künstlern nur anbieten könne, die arbeiten abzuholen:<br />
&#8220;Wir haben einen Transport der von Copenhagen über Berlin und Köln und Frankfurt [...] Kunst zusammensammelt. Da könnte Hamburg mit einem Umweg und Zeitaufwand, der uns natürlich auch kostet, mit eingebaut werden.&#8221; alles weitere sei nicht machbar. wenn ich mich aber trotzdem entschliessen könne, mitzumachen, hätte meine arbeit übrigens eine chance in einem fernsehbeitrag zur ausstellung zu erscheinen.</p>
<p>kurz und gut: ich sagte ab. so ungern ich auch auf eine zehntelsekunde fernsehzeit verzichte.</p>
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		<title>mickeymaus ist auch nur ein nagetier</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 14:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katiakelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[kunstmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[ebay]]></category>
		<category><![CDATA[mickey maus]]></category>
		<category><![CDATA[sex sells]]></category>
		<category><![CDATA[wolfgang hauser]]></category>

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		<description><![CDATA[auf die idee brachte mich eine freundin, die ihren trödelladen auflöste und bei ebay nun die restbestände verschachterte. ich half ihr indem ich die preise hoch trieb. die auktionen begannen immer bei einer mark, stiegen aber nicht selten bis 200 und mehr. die freundin brachte täglich eine einkaufswagenladung pakete zur post. da konnte ich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>auf die idee brachte mich eine freundin, die ihren trödelladen auflöste und bei ebay nun die restbestände verschachterte. ich half ihr indem ich die preise hoch trieb. die auktionen begannen immer bei einer mark, stiegen aber nicht selten bis 200 und mehr. die freundin brachte täglich eine einkaufswagenladung pakete zur post. da konnte ich nicht lange untätig zusehen.<br />
&#8220;was kann ich denn mal versteigern?&#8221; wandte ich mich an die freundin die augenscheinlich wusste, was die leute wollten.<br />
&#8220;also was immer gut geht sind mickey mäuse und alles mit sex.&#8221;<span id="more-18"></span></p>
<p>ich probierte es zunächst mit mickey mäusen. kaufte eine billige leinwand und malte eine mickey maus. eine nacht lang malte ich was das zeug hielt. die mickey maus ging weg für 10 mark, ich freute mich für den sammler.</p>
<p>als nächstes versuchte ich es mit sex. ich zeichnete ein paar exquisite sexszenen, z.b. frau mit gespreizten beinen auf dem tisch, kleiner dicker mann mit halb erschlafftem, tropfendem penis davor auf einem stuhl stehend. ich signierte mit &#8220;wolfgang hauser&#8221;, ein name, der, wie ich fand, stark nach insider-tip-künstler klang, datierte die bilder auf 1975 und ich schrieb einen langen, blumigen text über das frühwerk hausers.</p>
<p>es fand sich tatsächlich ein potentieller käufer der es gleich auf das gesamtwerk hausers abgesehen hatte. ein kenner! ich liess meine freundin die preise hochtreiben bis die monatsmieten der nächsten 2 monate gesichert waren. mir schwante ein leben in saus und braus.</p>
<p>als die auktion beendet war muss dem bieter offenbar eingefallen sein, mal google zu benutzen um ein wenig mehr über das leben <a href="http://www.google.de/search?q=wolfgang+hauser&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a">wolfgang hausers</a> zu erfahren. jedenfalls hat er nie bezahlt.</p>
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