Category Archives: „lexikon“

A WIE ATELIER (LETZTER TEIL)

2009-2012 bullerdeich 7

seit dem ausschläger weg kam ich nie wieder richtig auf die beine. ich hatte mich dort komplett verausgabt und konnte trotzdem zuletzt die miete nicht mehr bezahlen. kurz bevor ich kündigte klapperte ich nochmal ein paar leute ab, die sich zuvor besonders interessiert gezeigt hatten. so hatten mir zb. gleich zwei galeristen unabhängig voneinander ein festes gehalt angeboten. als bedingung hätte ich mich allerdings exklusiv verpflichten müssen, was ich nicht wollte. einen von denen rief ich nun an: wir könnten den deal jetzt doch machen. um mein atelier behalten zu können würde ich das mit der exklusivität in kauf nehmen.
achso – äh – das angebot müsse er leider zurück ziehen.
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A WIE ATELIER (TEIL II)

(erster teil hier)

1999-2002 ausschläger weg 68

nach dem diplom bezog ich zusammen mit nándor angstenberger, philipp schewe und anna guðjónsdóttir einen raum im dritten stock eines abgehalfterten bürogebäudes, wieder in hammerbrook.
gelochte deckenverkleidungsplatten, summende neonröhren und ein ausblick über die dächer der benachbarten autoumlackierbetriebe – als alte industrieromantikerin hab ich den ort sehr gemocht. mittags gabs cevapcici in der „pantry“: ein chinese spezialisiert auf traditionelle deutsche imbisskost.
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A wie Atelier (Teil I)

meine ateliers

1993-1995 naturdarmfabrik wendenstraße 45, hammerbrook

um an der hochschule einen arbeitsplatz zu ergattern musste man sich als erstes aus einem pool von männern im präklimakterium einen prof aussuchen und regelmässig zu dessen audienzen erscheinen. das fiel schonmal nicht leicht, weil kaum einer der zur auswahl stehenden wirklich interessant war. dann musste man regelmässig die eigenen arbeiten vorzeigen und darauf hoffen, nicht allzu schlimm beleidigt zu werden und stattdessen irgendwie interesse zu erregen. als frau war es ausserdem noch von vorteil gut auszusehen. hatte man dies alles abgehakt konnte man einen tisch beziehen.
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A wie alkohol

sucht man ein beispiel für die negative korrelation zwischen alkohol und alter kann man diese gerade bei künstlern besonders schön beobachten. das sog. “sich tot saufen” gehört bei künstlern gewissermassen zum berufsrisiko. Read More »

A wie alter

ab ungefär 40 gilt ein künstler als alt. jung ist er bis ca. 29. zwischen 30 und 39 fristet er im alterslosen niemandsland. dieses jahrzehnt kann zb. für psychotherapien oder kinderkriegen genutzt werden. ich habe meine erste psychotherapie exakt eine woche nach meinem 30sten geburtstag begonnen und meine zweite kurz vor meinem 40sten abgeschlossen. Read More »

lexikon

nach maastricht waren wir kurz in antwerpen im „Museum van Hedendaagse Kunst“, ein wirklich ganz grossartiges kleines museum.
bis zum 10.6. läuft dort noch eine chantal akerman retrospektive, die man unbedingt gesehen haben muss, insbesondere, wenn man wie ich (kulturbanausin) chantal akerman nichtmal kannte. Read More »