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Category Archives: „making of“
making of caesars palace
caesars palace (mein beitrag zu rum traube nuss) habe ich nicht alleine gemacht. die arbeit gehört mir nichtmal, zumindest nicht mir alleine. hier eine liste der leute die mitgeholfen haben und von denen ich mir das material zusammengeliehen hab:
den ersten vorhang bekam ich von laila unger. sie hatte noch 13 meter molton, was sich für die 2,50 breite kabine allerdings immer noch als zu kurz herausstellte.
ich rechnete mit dem schlimmsten (15 meter molton kosten ca. 150€ plus nochmal 100 für die ösen) als meiner ateliernachbarin christine ebeling einfiel, sie kenne jemanden beim schauspielhaus. zufällig würde sie den später noch treffen.
am nächsten morgen hatte sie einen 15*5 meter großen samtvorhang, schon fix und fertig mit messingösen, aufgetrieben.
der gong gehört philipp schewe, den er mir lieh, obwohl er ihn eigentlich selbst brauchte. ausserdem gab er mir tipps zu imovie und wie man das synchronisationsproblem umgehen könnte.
nachdem ich mich beim filmschneiden um einen frame verrechnet hatte und die augen sich nach einer stunde filmdurchlauf schon vor dem gongschlag öffneten setzte sich boris vogeler vom westwerk nochmal mit seinem gummiball-mikro hin und mass abermals den zeitlichen intervall. er und christine rechneten dann gemeinsam aus, wieviele frames nötig sind, damit sich die augen pünktlich öffnen. ich hockte eine weile nickend daneben und tat als würde ich noch folgen.
„du hast kein wort verstanden, oder?“ „genau.“
die armierung für die große figur baute felix schwenzel. er half mir bei diversen materialtransporten und tüftelte aus, wie man die filmdatei so konvertiert, dass der beamer sie abspielt. ohne felix hätte ich auch die haken nicht in die decke bekommen (wer steht schon stundenlang freihändig auf der leiter in 3 meter höhe und ruckelt an kippdübeln, die nicht kippen?).
bei der eröffnung hat er alle paar stunden den film mit dem gong neu synchronisiert und gemeinsam mit christine den pfotenschlag repariert, als dieser von einem besucher zerstört wurde und ich haareraufend daneben stand.
henrik spohler hat während der eröffnung geholfen, leuten zu erklären, dass es unüblich ist, kunst anzufassen. so forderte er bespielsweise eine dame auf, es zu unterlassen, die weisse knetoberfläche des tisches mit der flachen hand zu tätscheln. die dame entgegnete entrüstet: wie er überhaupt dazu käme, sie zurecht zu weisen! es sei ja schliesslich nicht seine arbeit. “doch” antwortete er, er habe sie gerade eben gekauft.
stefanie clemen half mir bei der auswahl der radierungen und bei der hängung, heike gross vom westwerk hat die ausstellung betreut und chris zander die einladungskarte entworfen.
christine ebeling hat, wie immer, alles übrige gemacht. sie hat die anschlagsmechanik für den gong ausgetüftelt und gebaut, den stahlring organisiert, alle schweissarbeiten gemacht und allen möglichen krempel hin und hergefahren und besorgt. und während ich im atelier sass und meine füsse knetete war sie auf irgendwelchen vorträgen oder vereinssitzungen und hat ca. 600 einladungen verteilt.
beim aufbau hat nicht christine mir geholfen sondern ich ihr. leute, die christine während des aufbaus besuchen wollten, fragten mich, ob die chefin da sei und während der eröffnung, die rammelvoll war, sagte ich leise zu felix: „da hat christine ja wieder ganze arbeit geleistet.“
danke.
rum traube und die hamburger kulturstiftung
das letzte mal dass meine arbeiten gefördert wurden war vor 10 jahren. damals hatte ich das hamburg stipendium. man bekam damals 1400 mark im monat plus teilnahme an einer gruppenausstellung mit katalog.
seitdem hatte ich mich nie mehr für eine förderung beworben. welche auch? die orte, an denen ich in hamburg meistens ausstelle werden selbst schon gefördert. da bekommen die künstler für gewöhnlich nichts.
für rum traube nuss hatten wir uns bei der hamburger kulturstiftung für eine projektförderung beworden. von der kulturbehörde wird das westwerk eh bereits unterstützt – was allerdings auch nur miete und postkartendruck deckt und dank der elbphilharmonie auch gerade erst wieder gekürzt wurde.
die jury der kulturstiftung lehnte unser projekt ab. auf nachfrage bekamen wir die erklärung, dass wir zu alt seien. man fördere eher jüngere kunst.
das erstaunliche daran war, dass sich diese äusserung nicht auf irgendeine offzielle altersgrenze bezieht. die gibt es im bewerbungsverfahren der stiftung nämlich nicht. man weiss also garnicht, was für die kulturstiftung “junge kunst” bedeutet.
am selben tag, als wir die ablehnung erhielten, traf ich zufällig eine galeristin, die einmal im jahr eine grosse verkaufsausstellung organisiert. sie schwärmte davon, wie gut das geschäft laufe und meinte, sie riefe auch gleich mal bei der kulturstiftung an, die wollten schon so lange mal was für sie tun.
