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	<title>katias blog &#187; mit politik hab ich nichts am hut</title>
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		<title>ausflugstipp</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 07:56:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[heute, am Samstag, den 11.02. von 11:00-14:00 Uhr Im Haus der Jugend, Stintfang, Alfred Wegener-Weg 3, 20459 Hamburg findet das sog. &#8220;Werkstattgespräch zur Neubebauung des Grundstücks Hafentor 7&#8243; statt. Anwohner und Hamburger Bürgerinnen und Bürger wurden hierzu vom Investor EUROLAND zur Mitsprache eingeladen. Davor findet außerdem eine Begehung des Standortes mit EUROLAND von 9:30-10:30 Uhr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>heute, am Samstag, den 11.02.<br />
von 11:00-14:00 Uhr<br />
Im Haus der Jugend, Stintfang,<br />
Alfred Wegener-Weg 3, 20459 Hamburg</p>
<p>findet das sog. &#8220;Werkstattgespräch zur Neubebauung des Grundstücks Hafentor 7&#8243; statt.<br />
Anwohner und Hamburger Bürgerinnen und Bürger wurden hierzu vom Investor EUROLAND zur Mitsprache eingeladen.</p>
<p>Davor findet außerdem eine Begehung  des Standortes mit EUROLAND von 9:30-10:30 Uhr statt.</p>
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		<title>update hafentorbebauung</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 15:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[heute und morgen (am samstag, den 4.2. und sonntag, den 5.2.) findet zwischen 15 und 18 uhr eine kleine ausstellung der pläne sowie eines modells des geplanten neubaus direkt am hafentor 7 statt. ein empfehlenswerter abstecher auch für durchgefrorene sonntagsspaziergänger zumal es bei frau oelker, der dort bis zum abriss noch residierenden malerin, sogar glühwein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>heute und morgen (am samstag, den 4.2. und sonntag, den 5.2.) findet zwischen 15 und 18 uhr eine kleine ausstellung der pläne sowie eines modells des geplanten neubaus direkt am <a href="http://maps.google.de/maps?q=hafentor+7&#038;hl=de&#038;sll=51.151786,10.415039&#038;sspn=15.594757,38.803711&#038;hnear=Hafentor+7,+Neustadt+20459+Hamburg&#038;t=m&#038;z=16">hafentor 7</a> statt.</p>
<p>ein empfehlenswerter abstecher auch für durchgefrorene sonntagsspaziergänger zumal es <a href="http://www.hasenmanufaktur.de/">bei frau oelker</a>, der dort bis zum abriss noch residierenden malerin, sogar glühwein gibt.</p>
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		<title>neues vom hafentor</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 22:10:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[nachdem bereits teilnehmer der stapla-sitzung im oktober (bericht im abendblatt) die visualisierungen beanstandet hatten wurde die abstimmung verschoben. der neue termin sollte nun jedoch unter ausschluss der öffentlichkeit stattfinden. euroland hatte zwar zugesichert, weitere ansichten zu erstellen, die das geplante gebäude etwas weniger panoramisch und vogelperspektivisch zeigen sollten – um allerdings ganz sicher zu gehen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>nachdem bereits teilnehmer der stapla-sitzung im oktober (<a href="http://www.google.com/url?q=http://www.abendblatt.de/hamburg/article2072757/Verbauen-Luxuswohnungen-den-Elbblick-in-der-Neustadt.html">bericht im abendblatt</a>) die visualisierungen beanstandet hatten wurde die abstimmung verschoben. der neue termin sollte nun jedoch unter ausschluss der öffentlichkeit stattfinden. </p>
<p><a href="http://www.euroland.info/">euroland</a> hatte zwar zugesichert, weitere ansichten zu erstellen, die das geplante gebäude etwas weniger panoramisch und vogelperspektivisch zeigen sollten – um allerdings ganz sicher zu gehen, dass die &#8220;beschönigungen&#8221; der bereits vorliegenden visualisierungen auch zur kenntnis genommen werden haben wir einfach eigene erstellt. diese haben wir mit folgendem anschreiben an die teilnehmer der „konspirativen“ abstimmungs-sitzung gemailt:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
anliegend erhalten Sie überarbeitete Ansichten der durch Euroland geplanten Bebauung Hafentor 7. Wie Sie den Ansichten entnehmen können, weicht die dargestellte Gebäudehöhe, welche durch Herrn Horx/Fa. Euroland in einem Gespräch mit unserer Anwohneriniative auf 22 bis 24 Meter angegeben wurde, teilweise deutlich von den durch Euroland erstellten und den Mitgliedern der Bezirksversammlung vorgestellten Ansichten ab. So entsteht aus unserer Sicht der fälschliche Eindruck, als handele es sich um ein an der Gebäudehöhe des gegenüberliegenden Hauses (Hotel Hafentor) orientierten Baukörper.</p>
<p>Die aus unserer Sicht nicht mit der bestehenden Bebauung des umliegenden Viertels in Einklang stehenden Ausmaße des geplanten Gebäudes werden aus verschiedenen Gründen in den von Euroland gelieferten Ansichten nicht ausreichend deutlich. Neben der offenbar nicht maßstabsgetreuen Darstellung, welche die tatsächliche Höhe falsch abbildet (s. Anlagen), wurden in einigen Ansichten (z.B. von Kuhberg aus) Passanten und Bäume unverhältnismäßig groß dargestellt, um das Gebäude kleiner wirken zu lassen.<br />
Das Sockelgeschoss soll etwa 4m Höhe messen, endet aber weit unter der tatsächlich 4m hohen Litfasssäule. In der Ansicht von der Fußgängerbrücke U3 fällt die linke Dachfläche ab und verschwindet so hinter den Bäumen. Sieht man sich aber den Standpunkt des Fotografen an dieser Stelle auf der Flurkarte mit dem Bebauungsvorschlag an, kann man sehen das Fotograf und Gebäude parallel zueinander stehen.</p>
<p>Wir Anwohner hoffen, Ihnen mit diesen Ansichten vor der Abstimmung über die Gebäudehöhe am 19.12.2011 eine weitere Entscheidungshilfe liefern zu können. Dazu haben wir ihnen mehrere von uns erstellte Perspektiven aus anderen Positionen (mit realen Höhen (18+4m)) geliefert. Als Grundlage wurden umliegende Gebäude in der Höhe gemessen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund möchten wir auch noch einmal unsere Befürchtung zum Ausdruck bringen, dass durch die Abstimmung am 19.12.2011 eine der öffentlichen Diskussion entzogene Vorentscheidung über die Gebäudehöhe getroffen wird. Dies widerspricht unseres Erachtens der zunächst von Euroland und BV angekündigten Möglichkeit der Bürgerbeteiligung. Es entsteht zudem der Eindruck, dass der eigentlich für diesen Monat angekündigte „Workshop“ nunmehr in den Februar verschoben wurde, um dem Protest der Anwohner ein mögliches Forum zu entziehen und diese angesichts der zu befürchtenden Vorentscheidung bezüglich der Gebäudehöhe/-ausmaße vor vollendete Tatsachen zu stellen.</p>
<p>Der zunächst entstandene Eindruck, dass es sich um einen ergebnisoffenen Prozess handelt, in dem das Gesamtobjekt in Ausmaßen und Nutzung mit den Anwohnern diskutiert werden könne, entpuppt sich für uns somit als Chimäre. Es entsteht viel mehr der Eindruck als würde Euroland Bezirkspolitik und Anwohner „an der Nase herumführen“. So wurde uns im Gespräch mit Euroland von der Geschäftsführung deutlich gemacht, man habe das Grundstück nunmal teuer von der Stadt gekauft und gehe nun davon aus, den bestehenden Entwurf ohne Abstriche realisieren zu können. Auf unsere Frage, was denn alternativ – im Falle einer Nichtzustimmung der BV – auf dem Grundstück geplant sei, sagte man uns, dass es keine Alternativplanung seitens Euroland gäbe und ein kleineres Gebäude sich nunmal nicht „rechnen würde“. Auch bei dem Workshop ginge könne es letztlich nur noch um die Nutzung des Erdgeschosses und evtl. noch ein wenig um die Fassadengestaltung gehen. So werden die Entscheidungsträger letztlich mit dem Argument erpresst „Wenn Sie dem Entwurf nicht zustimmen, dann geschieht hier erstmal gar nichts !“. Bei allem Verständnis für das betriebswirtschaftlich gesehen verständliche Gewinnsterben eines Investors ist es für uns nicht nachvollziehbar, warum die Stadt ein derartiges Grundstück offenbar höchstbietend verkauft, ohne zuvor entsprechende Auflagen gemacht zu haben, um sich dann mit diesem Argument vom Investor zur Zustimmung nötigen zu lassen. Alternativ wäre zum Beispiel eine Anheimgabe des Grundstückes an ein städtisch gefördertes Wohnungsbauunternehmen denkbar gewesen, welches hier in kleinerem Maßstab dem Viertel gerecht werdenden sozial geförderten Wohnraum hätte schaffen können.</p>
<p>Das geplante Gebäude zerstört unseres Erachtens den Blick auf die Bastion, greift unverhältnismäßig ins Bild des Viertels und die Sichtachsen vom Stintfang ein und die geplante Nutzung mit 50 % hochpreisiger Wohnungen birgt die Gefahr, der schleichenden Gentrifizierung des Viertels weiter Vorschub zu leisten.<br />
Wir beabsichtigen auch, unseren Protest mit einer Unterschriftensammlung von Anwohnern zu belegen, wenden uns aber zunächst mit diesem Schreiben an Sie, in der Hoffnung, eine übereilte Zustimmung am 19.12. noch abwenden zu können.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Kai Bögle und Peter Wohlgemuth für die Anwohnerinitiative Hafentor</p></blockquote>

<a href='http://katiakelm.de/blog/2012/01/27/neues-vom-hafentor/ueberarbeitetebilder1/' title='korrigierte EUROLAND-ansicht vom kuhberg aus'><img width="413" height="274" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/ueberarbeitetebilder1-413x274.jpg" class="attachment-medium" alt="korrigierte EUROLAND-ansicht vom kuhberg aus" title="korrigierte EUROLAND-ansicht vom kuhberg aus" /></a>
<a href='http://katiakelm.de/blog/2012/01/27/neues-vom-hafentor/ansicht-u3-bruecke-nachher/' title='korrigierte EUROLAND-ansicht von der fussgängerbrücke am bahnhof landungsbrücken'><img width="413" height="220" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/Ansicht-U3-Bruecke-Nachher-413x220.jpg" class="attachment-medium" alt="korrigierte EUROLAND-ansicht von der fussgängerbrücke am bahnhof landungsbrücken" title="korrigierte EUROLAND-ansicht von der fussgängerbrücke am bahnhof landungsbrücken" /></a>
<a href='http://katiakelm.de/blog/2012/01/27/neues-vom-hafentor/ueberarbeitetebilder2-2/' title='korrigierte EUROLAND-ansicht vom johannisbollwerk aus'><img width="413" height="243" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/ueberarbeitetebilder21-413x243.jpg" class="attachment-medium" alt="korrigierte EUROLAND-ansicht vom johannisbollwerk aus" title="korrigierte EUROLAND-ansicht vom johannisbollwerk aus" /></a>
<a href='http://katiakelm.de/blog/2012/01/27/neues-vom-hafentor/visualisierung3/' title='von uns erstellte ansicht des geplanten neubaus von hafentor ecke eichholz'><img width="413" height="232" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/visualisierung3-413x232.jpg" class="attachment-medium" alt="von uns erstellte ansicht des geplanten neubaus von hafentor ecke eichholz" title="von uns erstellte ansicht des geplanten neubaus von hafentor ecke eichholz" /></a>
<a href='http://katiakelm.de/blog/2012/01/27/neues-vom-hafentor/visualisierung4/' title='von uns erstellte ansicht des geplanten EUROLAND-neubaus von der fußgängerbrücke an den landungsbrücken'><img width="413" height="231" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/visualisierung4-413x231.jpg" class="attachment-medium" alt="von uns erstellte ansicht des geplanten EUROLAND-neubaus von der fußgängerbrücke an den landungsbrücken" title="von uns erstellte ansicht des geplanten EUROLAND-neubaus von der fußgängerbrücke an den landungsbrücken" /></a>
<a href='http://katiakelm.de/blog/2012/01/27/neues-vom-hafentor/visualisierung1/' title='von uns erstellte ansicht des geplanten EUROLAND-neubaus vom hafentor ecke johannisbollwerk aus'><img width="413" height="234" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/visualisierung1-413x234.jpg" class="attachment-medium" alt="von uns erstellte ansicht des geplanten EUROLAND-neubaus vom hafentor ecke johannisbollwerk aus" title="von uns erstellte ansicht des geplanten EUROLAND-neubaus vom hafentor ecke johannisbollwerk aus" /></a>

<p>interessant ist ausserdem eine von euroland erstellte ansicht von der aussichtsplattform am stintfang. <a href="http://vimeo.com/35711799">als ich vor ein paar wochen versuchte, die perspektive nachzustellen, fiel auf, dass das bild mit ca. 7 meter abstand zur mauer gemacht wurde.</a><br />
nur: welcher tourist bleibt 7 meter vor der mauer stehen? tatsächlich soll auch hier ein falscher eindruck geweckt werden. aus der gewählten perspektive wirkt das gebäude niedriger als es tatsächlich aussieht. die bilder wurden nicht in der absicht zur neutralen information erstellt. </p>
<p>&#8211;</p>
<p>ein paar tage später erreichte uns eine mail, dass dem bauvorhaben zugestimmt wurde.<br />
rahmenbedingungen wie höhe und nutzung sollten jedoch erst nach dem geplanten workshop mit den anwohnern festgelegt werden, damit, so hiess es, unsere bedenken „zumindest eine chance hätten“. der investor sei allerdings in punkto gebäudehöhe und -größe etwas „hartherzig“. (absurder kann man das wohl nicht formulieren)</p>
<p>des weiteren habe man einen termin für den anwohner-workshop festgelegt. er findet statt am:</p>
<p><strong>samstag, den 11.02.2012 – von 11 bis 14 Uhr</strong><br />
voraussichtlich im haus der jugend neben der jugendherberge</p>
<p>auf die frage, wieso die bezirkspolitiker die größe des gebäudes nicht einfach zur bedingung ihrer zustimmung gemacht haben, kam keine antwort.</p>
<p>aber auch wenn unübersehbar ist, dass anwohner und hamburger bürger hier mit einem workshop abgespeist werden, bei dem von vornherein die einzig relevante frage ausgeschlossen wird – es ist trotzdem wichtig, dass alle, denen das hafenviertel (sog. portugiesenviertel) am herzen liegt, zu diesem &#8220;workshop&#8221; kommen.<br />
ich werde selbstverständlich auch da sein und freu mich auf euch!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>neues zur stintfangbebauung</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 12:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[neues zur stintfangbebauung:

die frage, ob es ein fake ist wenn der investor den anwohnern der fläche hafentor 7 diskussionsbereitschaft signalisiert und einen workshop zu dem bauvorhaben anbietet, ist sogut wie beantwortet: ja, es ist ein fake. 

das angebot eines workshops kam erstmalig bei der stadtteilkonferenz am 27.9. auf, als ich mich über die „kristalline form“ und dimension des monströsen neubaus echauffierte. ob denn schon alles feststehe, wollte ich wissen. herr horx von EUROLAND erwiderte: das könne man alles noch diskutieren – zb. im rahmes eines workshops. 

vor etwa zwei wochen trafen sich anwohner mit herrn horx und um genauere informationen zum workshop zu erfragen. 
zufällig wohnen in unserem haus 3 architekten, die auch bereit wären, im rahmen dieses workshops über die bauliche form und höhe des gebäudes auf fachlich kompetente weise zu sprechen.
herr horx machte bei diesem treffen klar: der workshop wird sich nur auf die nutzung beziehen aber an der hülle und höhe wird nicht gerüttelt.

insofern handelt es sich aus meiner sicht bei dem workshop um eine PR aktion, weil bürgerbeteiligung gerade so in ist.

von seiten mancher fachbehörden hört man übrigens bereits, dass diese für das bauvorhaben eher nach gründen gegen wohnungen und für die errichtung eines 'wirtschaftfreundlichen bürogebäudes‘ suchen. 
das denkmalschutzamt dagegen scheint immerhin etwas mehr begriffen zu haben. von dort gibt es eine stellungnahme aus der sinngemäß hervorgeht, dass aus denkmalpflegrischer sicht ein verbauen des hangs und der aussicht auf die völle höhe der bastion äußerst kritisch gesehen wird.


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://katiakelm.de/blog/2011/10/16/hamburg/">meine frage, ob es ein fake ist wenn der investor EUROLAND den anwohnern und betroffenen des bauvorhabens &#8220;hafentor&#8221; diskussionsbereitschaft signalisiert</a> und einen workshop anbietet, ist sogut wie beantwortet: ja, es ist ein fake. </p>
<p>das angebot eines workshops kam erstmalig auf bei der <a href="http://katiakelm.de/blog/2011/10/19/update-stintfangbebauung/">stadtteilkonferenz am 27.9.</a>, als ich mich über die „kristalline form“ und dimension des monströsen neubaus echauffierte. ob denn schon alles feststehe, wollte ich wissen. herr horx von EUROLAND erwiderte: das könne man alles noch diskutieren – zb. im rahmes eines workshops. </p>
<p>vor etwa zwei wochen trafen sich anwohner mit herrn horx und um genauere informationen zum workshop zu erfragen.<br />
zufällig wohnen in unserem haus 3 architekten, die auch bereit wären, mit EUROLAND über die bauliche form und höhe des gebäudes auf fachlich kompetente weise zu sprechen.<br />
herr horx machte bei diesem treffen überraschend klar: der workshop wird sich ausschliesslich auf die nutzung beziehen – an der hülle und höhe wird nicht gerüttelt.</p>
<p>es handelt es bei diesem &#8220;workshop&#8221; aus meiner sicht insofern um eine reine PR aktion.</p>
<p>von seiten mancher fachbehörden hört man übrigens bereits, dass diese für das bauvorhaben eher nach gründen gegen wohnungen und für die errichtung eines &#8216;wirtschaftfreundlichen bürogebäudes‘ suchen.<br />
immerhin scheint das denkmalschutzamt etwas mehr begriffen zu haben: von dort gibt es eine stellungnahme aus der sinngemäß hervorgeht, dass aus denkmalpflegerischer sicht ein verbauen des hangs und der aussicht auf die volle höhe der bastion äußerst kritisch gesehen wird.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>rum traube und die hamburger kulturstiftung</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2011/11/27/rum-traube-und-die-hamburger-kulturstiftung/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 18:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[rum traube nuss]]></category>
		<category><![CDATA[westwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[das letzte mal dass meine arbeiten gefördert wurden war vor 10 jahren. damals hatte ich das hamburg stipendium. man bekam damals 1400 mark im monat plus teilnahme an einer gruppenausstellung mit katalog. seitdem hatte ich mich nie mehr für eine förderung beworben. welche auch? die orte, an denen ich in hamburg meistens ausstelle werden selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>das letzte mal dass meine arbeiten gefördert wurden war vor 10 jahren. damals hatte ich das <a href="http://www.hamburg.de/stipendien/179884/stipendien-kb.html">hamburg stipendium</a>. man bekam damals 1400 mark im monat plus teilnahme an einer gruppenausstellung mit katalog.<br />
seitdem hatte ich mich nie mehr für eine förderung beworben. welche auch? die orte, an denen ich in hamburg meistens ausstelle werden selbst schon gefördert. da bekommen die künstler für gewöhnlich nichts.</p>
<p>für <a href="http://katiakelm.de/blog/2011/10/31/einladung-2/">rum traube nuss</a> hatten wir uns bei der <a href="http://www.kulturstiftung-hh.de/">hamburger kulturstiftung</a> für eine projektförderung beworden. <a href="http://www.kulturstadt-hh.de/?p=805">von der kulturbehörde wird das westwerk eh bereits unterstützt</a> – was allerdings auch nur miete und postkartendruck deckt und dank der elbphilharmonie auch gerade erst wieder gekürzt wurde.</p>
<p>die jury der kulturstiftung lehnte unser projekt ab. auf nachfrage bekamen wir die erklärung, dass wir zu alt seien. man fördere eher jüngere kunst.<br />
das erstaunliche daran war, dass sich diese äusserung nicht auf irgendeine offzielle altersgrenze bezieht. die gibt es im bewerbungsverfahren der stiftung nämlich nicht. man weiss also garnicht, was für die kulturstiftung &#8220;junge kunst&#8221; bedeutet. </p>
<p>am selben tag, als wir die ablehnung erhielten, traf ich zufällig eine galeristin, die einmal im jahr eine grosse verkaufsausstellung organisiert. sie schwärmte davon, wie gut das geschäft laufe und meinte, sie riefe auch gleich mal bei der kulturstiftung an, die wollten schon so lange mal was für sie tun. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>stintfangbebauung update 2</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 19:19:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[eben diese mail bekommen: Morgen findet um 18 Uhr eine Sondersitzung des Stadtplanungsausschusses zur Stintfangbebauung statt! Gleich im ersten Teil wird die Sitzung öffentlich sein, und es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Sitzung findet statt im Gebäude Klosterwall 4, Block B, 1. OG im Sitzungssaal der Bezirksversammlung. ich geh jedenfalls hin. &#8211; nachtrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>eben diese mail bekommen:</p>
<blockquote><p>Morgen findet um 18 Uhr eine Sondersitzung des Stadtplanungsausschusses zur <a href="http://katiakelm.de/blog/tag/stintfang/">Stintfangbebauung</a> statt! Gleich im ersten Teil wird die Sitzung öffentlich sein, und es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.</p>
<p>Die Sitzung findet statt im Gebäude Klosterwall 4, Block B, 1. OG im Sitzungssaal der Bezirksversammlung.</p></blockquote>
<p>ich geh jedenfalls hin.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>nachtrag (27.10.11):<br />
die nachlese der stapla sitzung steht heute <a href="http://www.google.com/url?q=http://www.abendblatt.de/hamburg/article2072757/Verbauen-Luxuswohnungen-den-Elbblick-in-der-Neustadt.html " target="_blank">in der zeitung</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>update stintfangbebauung</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 11:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[gestern kam post vom &#8220;quartiersmanager&#8221; mit einem protokoll der letzten stadtteilkonferenz (das sich in einigen entscheidenden punkten nicht mit dem deckt, wie ich und auch andere besucher der veranstaltung das gesagte in erinnerung haben – die einzelnen punkte schreib ich die tage nochmal heraus) sowie einer offiziellen beschreibung des bauvorhabens (beide links laden pdfs). ausserdem eine einladung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gestern kam post vom &#8220;quartiersmanager&#8221; mit einem <a href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/110927_Protokoll_Stadtteilkonferenz.pdf">protokoll der letzten stadtteilkonferenz</a> (das sich in einigen entscheidenden punkten nicht mit dem deckt, wie ich und auch andere besucher der veranstaltung das gesagte in erinnerung haben – die einzelnen punkte schreib ich die tage nochmal heraus) sowie einer <a href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/Beschreibung-des-Planungstandes-und-des-Bauvorhaben-Hafentor-7_DFZ_.pdf">offiziellen beschreibung des bauvorhabens</a> (beide links laden pdfs).</p>
<p><a class="lightview" href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024.jpg"> <img class="alignnone size-medium wp-image-1428" title="bauprojekt am hafentor stintfang" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024.jpg" alt="bauprojekt am hafentor stintfang" width="413" height="269" /></a></p>
<p>ausserdem eine einladung zur nächsten stadtteilkonferenz, die</p>
<p><strong>am 01.11.2011 um 14:30 Uhr<br />
im Haus der Jugend Stintfang, Alfred-Wegener-Weg 3, 20459 Hamburg</strong></p>
<p>stattfindet und zu der <strong>jeder hingehen kann&#8230;</strong></p>
<p>abgesehen von der etwas gewöhnungsbedürftigen uhrzeit – welcher mensch hat wohl dienstags um 14.30 uhr zeit? – vielleicht trotzdem ein interessanter ort, seine mittagspause zu verbringen.<br />
die tagesordung ist noch offen und vorschläge können per mail an info@grossneumarkt-fleetinsel.de geschickt werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>hamburg</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 11:08:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>ein grund dafür dass ich immer noch in hamburg bin obwohl zwei drittel meiner bekannten und freunde längst weggezogen sind, war meine wohnung am <a href="http://maps.google.de/maps?q=Kuhberg,+Hamburg&#038;hl=de&#038;ll=53.546593,9.973397&#038;spn=0.007242,0.014806&#038;sll=53.546345,9.973226&#038;sspn=0.007242,0.014806&#038;vpsrc=0&#038;hnear=Kuhberg,+20459+Hamburg&#038;t=m&#038;z=16">kuhberg</a>. vor 15 jahren, mein sohn war gerade geboren, bezogen wir diese kleine altbau-wohnung im portugiesenviertel an den landungsbrücken. im 4ten stock, direkt am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stintfang">stintfang</a>, blicken wir direkt auf den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alter_Elbpark">alten elbpark</a>, mit spechten, eichhörnchen und kaninchen als nachbarn. und wir können den hafen sehen, die kähne und das wasser. so eine wohnung, dachte ich, bekommt man nie wieder.</p>
<p><img src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/zuhausevordertür-413x309.jpg" alt="" title="gestern abend vor der haustür" width="413" height="309" class="alignleft size-medium wp-image-1407" /></p>
<p><span id="more-1324"></span></p>
<p>vor 8 jahren las ich in der zeitung zufällig von einem architekturwettbewerb, den die stadteigene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sprinkenhof#Sprinkenhof_AG">sprinkenhof ag</a> ausgeschrieben hatte und dessen gewinner auch schon feststand: ein 9-geschossiges hochhaus in form eines geblähten segels von <a href="http://www.dfz-hh.de/">dinse feest zurl</a>. <a href="http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Wettbewerb_am_Stintfang_in_Hamburg_entschieden_13949.html">etwa 3000 qm bürofläche</a> sollten direkt vor unserer nase zwischen die beiden bahnhofseingänge geklemmt werden.</p>
<p>es gab auch schon den passenden mieter: die rennomierte hamburger <a href="http://www.koerber-stiftung.de/">körber stiftung</a> brauchte neue büros.</p>
<p>obwohl 2003 in hamburg über 700.000 qm büroraum leerstanden und die hafencity ein paar hundert meter weiter gerade gebaut wurde fand hamburg es schlüssig, sein historisch geprägtes hafenviertel mit einem 37 meter hohen büroturm „verschönern“.<br />
dass der flächennutzungsplan dieses letzte grüne stück des alten hamburger wallrings als grünfläche auswies, auf der maximal 2-geschossig gebaut werden durfte, sowas lässt sich ja alles ändern.<br />
kulturbehörde und das denkmalschutzamt stimmten dem bauvorhaben ausdrücklich zu.</p>
<p><img src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/map-413x314.jpg" alt="" title="alte hamburgkarte mit wallring" width="413" height="314" class="alignleft size-medium wp-image-1418" /></p>
<p>weil ich befürchtete, dass kaum jemand diesen fingernagelgrossen zeitungsartikel gelesen hatte schieb ich ein flugblatt auf dem ich die ganze misere nochmal zusammenfasste und zu einem anwohnertreffen in den räumen der <a href="http://www.djh-nordmark.de/jh/hamburg-stintfang/ ">jugendherberge</a> aufrief. das druckte ich auf meinem tintenstrahldrucker hundert mal aus, schnappte mir eine rolle tesafilm und meinen damals 8-jährigen sohn und beklebte mit dessen hilfe alle haustüren im viertel. wir nannten uns „anwohnerinitiative hafentor“. </p>
<p>es folgten viele mails, briefe, pressetexte und noch mehr flugblätter. der harte kern unserer ini, die sich seit dem ersten treffen gebildet hatte, bestand aus ungefär 10 leuten, die sich regelmässig im wohnzimmer meiner nachbarin trafen und <strike>sich</strike> <strike>betranken</strike> überlegten, was als nächstes zu tun war. an unserer hauswand flatterte ein bettlaken auf dem stand: „kein hochhaus am stintfang!“<br />
wir gingen zu stadtplanungsausschusssitzungen und bezirksversammlungen, sassen in der besucherecke, hielten unsere protestschilder hoch und stellten in der sog. „öffentlichen fragestunde“ artig unsere vorformulierten fragen.<br />
ausser uns gab noch eine weitere initiative, die IG „Rettet den Stintfang“, eine gruppe aus hoteliers und reedern die sich einen recht rennomierten und fähigen anwalt leisteten und uns immer gut auf dem laufenden hielten.<br />
die entscheidende nachhilfe in bezirkspolitik kam allerdings von einem mitglied der gal-bezirksfraktion, der mich ausgiebig mit baugesetzbuchkopien, verordnungen über fahrradstellplätze und anderem unlesbarem zeug versorgte. die sache fing an spass zu machen. </p>
<p>die körber stifung stellt sich auf ihrer webseite so vor:<br />
<a href="http://www.koerber-stiftung.de/stiftung/profil.html ">„Bürgerinnen und Bürgern, die nicht alles so lassen wollen, wie es ist, bietet sie Chancen zur Mitwirkung und Anregungen für eigene Initiativen.“</a><br />
das passte doch. wir schrieben also einen höflichen brief an den vorstand und legten unseren stadtpunkt dar mit der bitte um ein gespräch. die antwort kam spät und war deutlich: man hielte es „für nicht zielführend“ gespräche „abseits des offiziellen weges“ zu führen.<br />
man unterstütze das bauvorhaben „nach kräften“ und meine, dass man &#8220;als regional, national und international tätige organisation&#8221; durchaus in ein viertel mit historisch gewachsenen, urbanen strukturen passe.</p>
<p>ein paar wochen später ergab sich eine möglichkeit zumindest indirekt nochmals in kontakt zu treten: das abendblatt berichtete von einem geplanten galadiner im hotel atlantic, zu dem die körberstiftung ihre mitglieder eingeladen hatte. zwei von uns stellten sich also im regen vors hotel und gaben den gästen was zum lesen mit.</p>
<p>im frühjahr 2004 stand dann der letzte schritt vor baubeginn an: die 4-wöchige öffentliche planauslegungsphase. während dieser zeit können bürger einsicht bekommen in die neuen pläne und nochmals bedenken äussern oder fragen stellen, auf die die behörde eingehen muss.<br />
weil die zeitungen kaum darüber berichteten mussten wir also selbst tätig werden und stellten uns auf die strasse, direkt vor das baugrundstück. jeden, der vorbei kam, fragten wir: „wissen sie schon, dass hier ein hochhaus hin soll? was halten sie denn davon?“<br />
um es den leuten mit den schriftlichen einwänden beim bezirksamt so leicht wie möglich zu machen hatten wir die briefe schon vorformuliert. es gab 10 verschiedene versionen und von jeder version 49 exemplare.<br />
der grund für diese etwas seltsamen zahlen steht gewissermassen im baugesetzbuch: ab einer anzahl von 50 inhaltlich ähnlichen einwänden kann das zuständige bezirksamt eine sammelantwort veröffentlichen.<br />
man glaubt garnicht, was es für einen spass machen kann, 490 briefe zu falten, in umschläge zu stecken und zuzukleben.</p>
<p>4 tage vor ende der planauslegung zog körber das vorhaben überraschend zurück. <a href="http://www.abendblatt.de/hamburg/article243434/Bronze-Turm-Koerber-macht-Rueckzieher.html">im abendblatt sagte der vorstandschef</a>, dass es allerdings nicht an den anwohnerprotesten gelegen habe – und ich glaubte ihm aufs wort.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>das ist jetzt wie gesagt 8 jahre her. die ordner mit den alten briefen und sitzungsprotokollen stehen seitdem auf dem dachboden. und es ist nicht so, dass ich es nicht befürchtet hätte, dass es irgendwann wieder losginge, aber dann ging doch alles viel schneller als geahnt.</p>
<p>es fing an mit einem besuch. ein herr mit akten im arm, stand bei uns vor der tür: er sei beauftragt worden ein „stimmungsbild“ im viertel zu erstellen und zwischen anwohnern und <a href="http://www.euroland.info/">euroland</a>, dem neuen besitzer des grundstückes am hafentor zu „vermitteln“.<br />
er habe gehört, ich sei damals recht aktiv gewesen und ob ich wohl vorhabe, das, was ich damals vor 8 jahren gemacht hatte, noch weiterzuführen.<br />
ich bat ihn herein und liess mir das projekt erklären. von sozialem wohnungsbau war die rede und einer landkartensammlung, gewissermassen als „filiale“ des museums für hamburgische geschichte. er zeigte mir die pläne. das gebäude sah aus wie ein riesiger assymetrischer wahllos zusammengeklopper stapel aus dreiecken. diesmal zwar nicht 9 geschosse sondern 2 weniger, dafür aber auf einer fläche, so lang wie die ganze straße und noch darüber hinaus, über den eingang des s-bahn hofes hinweg, den kuhberg hoch. offenbar hatte man versucht, die „verlorenen“ zwei stockwerke seitlich anzupappen.<br />
ich war vollkommen entsetzt. „wenn ich mir diesen schrott jeden tag ansehen muss ich jeden tag kotzen,“ sagte ich und der vermittler erwiderte erschrocken: „nein nein, das ist ja nur ein entwurf, das steht doch alles noch garnicht fest.“ ausserdem lege euroland wert auf ein friedliches auskommen mit den anwohnern und da liesse sich im rahmen eines worshops sicher etwas erarbeiten. </p>
<p>ein paar wochen später dann die einladung zur <a href=" http://www.grossneumarkt-fleetinsel.de/stadtteilkonferenz/ ">„stadtteilkonferenz“</a>. auf der tagesordnung ein punkt: das „wohnprojekt am hafentor“ (ich definiere den begriff „wohnprojekt“ ja eher so wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wohnprojekt">wikipedia</a> aber ok).</p>
<p>die stadtteilkonferenz war im vergleich zur öffentlichen anhörung 2003 auffallend schlecht besucht. damals kamen mehr menschen als stühle dort waren (ca. 200 stand später mal in irgendeiner zeitung) zur stadtteilkonferenz kamen vielleicht 50 und es wurde auch in keiner zeitung darüber berichtet.</p>
<p>vorstandsmitglieder von euroland und der architekten wechselten sich ab. der ganze vortrag war ein einziger versuch, möglichst wenig anzuecken. das gemeinnützigkeits-alibi war, seitdem der „stimmungsbild-einholer“ davon erzählt hatte, sogar noch ausgebaut worden. an stelle des langweiligem sozialen wohnungsbau hatten sie sich jetzt die <a href="http://www.alsterdorf.de/">stiftung alsterdorf</a> ins boot geholt mit wohnraum für menschen mit behinderungen. auch den kultur-aspekt hatten sie verstärkt: neben der landkartensammlung ist auch eine neue galerie für die <a href="http://www.schlumper.de/">schlumper</a> geplant. also das volle programm. </p>
<p>nur die obersten vier geschosse passen nicht so ganz ins wohltätigkeitskonzept. hier entstehen wohnungen zu einer hälfte gefördert, zur anderen nicht. auf nachfrage eines anwohners, was die denn kosten werden, hiess es: zwischen 13 und 15 € pro quadratmeter. „irgendwie müsse man das ganze ja auch finanzieren.“</p>
<p>als der gebäude-entwurf gezeigt wurde wurde ich hektisch. es handelte sich um exakt den selben „vorläufigen“ entwurf, den mir der „vermittler“ gezeigt hatte. geändert hatte sich nichts. im gegenteil, es wurden etliche simulationen gezeigt von ansichten, die verdeutlichen sollten, wie gut sich das futuristische ding ins stadtbild einfüge. der anwesende architekt bezeichnete das werk seiner kollegen als „kristallinen körper“. </p>
<p>die architekten sind tatsächlich wieder dieselben, die auch das „geblähte segel“ für körber entworfen hatten und ich nahm mir vor, später am abend meinen mann (gelernter architekt) mal zu fragen was architekten eigentlich für probleme mit gebäuden haben.</p>
<p>die simulationen zeigten jeweils bilder ohne &#8211; und mit neuem gebäude. die perspektiven waren entweder so gewählt, dass das grundstück eh nur aus größter distanz gezeigt wurde oder von schräg oben. es gab jedoch kein einziges bild, was das gebäude frontal, vom grundstück gegenüber oder von anderen standorten der betroffenen nachbarn gezeigt hätte.<br />
trotzdem waren die simulationen durchweg schockierend. und soviel gemeinnützigkeit der neue besitzer auch bemüht hat: liebe hamburger, euer rundumblick von eurer aussichtsplattform am stintfang gehört demnächst schon der vergangenheit an.</p>
<p><a class="lightview" href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024.jpg"> <img class="alignnone size-medium wp-image-1428" title="bauprojekt am hafentor stintfang" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024.jpg" alt="bauprojekt am hafentor stintfang" width="413" height="269"/></a></p>
<p>ebenso zweifelhaft wie die stadtbildlichen simulationen war auch die behauptung, es käme zu keiner verschattung. das hafentor ist gerade mal eine einspurige strasse und der kuhberg ist nicht mal eine strasse sondern nur ein fussweg. dort wo uns bisher bäume gegenüber standen, von denen dem es im sommer immer mirabellen regnet, soll jetzt nur ein paar schritte entfernt eine wand stehen. jeder hinterhof ist heller.</p>
<p><img src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/bäume-413x309.jpg" alt="" title="der alte elbpark bei mir gegenüber" width="413" height="309" class="alignleft size-medium wp-image-1397" /> </p>
<p>ein weiteres thema des vortrages waren die vermeindlichen schandflecke rund um den bahnhofsvorplatz: die „pinkelecke“ neben dem bahnhofsgebäude, der verkommene weg, den keiner nutzt, und auch die behindertenunfreundlichkeit der bahnhofseingänge wurde angesprochen. bei körber war es der heruntergekommene park, der kaum genutzt wird. dies alles würde jetzt natürlich besser werden. </p>
<p>dass es auch andere möglichkeiten gibt, eine pinkelecke loszuwerden (zb. indem man öffentliche toiletten baut) oder einen ungenutzten weil ungepflegten und unbeleuchteten park zu beleben, darauf scheint noch niemand gekommen zu sein.</p>
<p>hamburgs regierung hat das grundstück und den park jahrelang bewusst verrotten lassen. und ich bin überzeugt, dass das methode hat. irgendwann wird schon ein investor kommen, die sanierung übernehmen und es im selben zug so aussehen lassen, als täte die stadt mit ihrem totalausverkauf den menschen noch einen gefallen.</p>
<p>aber zurück zu euroland. euroland gibt sich mühe. und ich muss zugeben, die beiden vorstandsmitglieder waren mir wesentlich sympatischer als die arrogante körber stiftung.<br />
zumindest behaupten sie nicht nur, gesprächsbereit zu sein. der vom &#8220;vermittler&#8221; erwähnte &#8220;workshop&#8221; wird offenbar tatsächlich stattfinden. wieviel von dem gerede über mitbestimmung dabei allerdings ein fake ist, um anwohner davon abzuhalten, wieder mit protestschildern in die bezirksversammlung zu ziehen, das wird sich zeigen.</p>
<p>auch ob am ende echte kompromisse möglich sind, daran kann ich angesichts des übertriebenen volumens des geplanten gebäudes noch nicht so richtig glauben. euroland pokert viel zu hoch. selbst wenn sie bereit wären, noch ein oder zwei geschosse zu streichen, das wäre immer noch meilenweit von dem entfernt, was ich mir wünschen würde. </p>
<p>euroland konzentriert sich innerhalb der diskussion auf die nutzungsfrage, die ist aber ja nun ziemlich undiskutierbar. wer hat schon was gegen behindertenfreundliches wohnen. da gäbe es eigentlich nur einen punkt, der zu beanstanden wäre: mieten von 13-15€ sind wuchermieten – punkt. darum ging es den anwohnern aber nie. von anfang an ging es in erster linie um das gebäude ansich. </p>
<p>wenn man im viertel mal herumfragt, was die menschen sich wünschen, es heisst: „wieso kann das gebäude was dort schon steht nicht einfach stehen bleiben?“ oder „nichts gegens neubauen aber bitte nicht größer als das was da schon steht.“<br />
wenn man jedoch in betracht zieht, dass euroland das gelände zum höchstpreis ersteigert hat, kann man sich denken, dass das so nicht passieren wird.</p>
<p>ich habe meine ganz persönliche empfindung beim anblick des entwurfes auf der stadtteilkonferenz nochmal wiederholt. etwas weniger vulgär vielleicht: „wenn ich in zukunft aus dem fenster seh und immer auf ihren „kristallinen körper“ blicken muss muss ich wohl wegziehen“.</p>
<p>ich bin in hamburg geblieben wegen meiner wohnung und weil berlin keinen hafen hat. bald hat meine wohnung auch keinen hafen mehr, da kann ich auch genauso gut nach berlin gehen.</p>
<p><img src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/DSC01545-413x309.jpg" alt="" title="tschüss hamburg" width="413" height="309" class="alignleft size-medium wp-image-1405" /> </p>
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		<title>&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 19:38:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Es ist schlimmer als Sie denken“, warnt ein Insider am Telefon, es könne wirtschaftlich sein Ende sein, sich in dieser Sache zu äußern. Obwohl es schwer ist, einem Kartell nachzuweisen, dass es ein Kartell sein will, Furcht genug, um ein Kartell zu sein, verbreitet es schon mal. als künstler bekommt man wirklich depressionen wenn man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>„Es ist schlimmer als Sie denken“, warnt ein Insider am Telefon, es könne wirtschaftlich sein Ende sein, sich in dieser Sache zu äußern.</p>
<p>Obwohl es schwer ist, einem Kartell nachzuweisen, dass es ein Kartell sein will, Furcht genug, um ein Kartell zu sein, verbreitet es schon mal.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/das-kartell-der-glorreichen-sieben/4619158.html">als künstler bekommt man wirklich depressionen wenn man das liest</a> </p>
<p style="text-align: center;">* * *</p>
<p>[nachtrag]<br />
noch besser eigentlich aber ist der text zum selben thema von Andreas Koch und Peter K. Koch:<br />
<a href="http://www.vonhundert.de/index.php?id=357">Provinz in Berlin / Zum vorläufigen Aus der Berliner Kunstmesse Art Forum</a> – lesen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;In unserem Herzen bist Du zeitgenössisch&#8221;</title>
		<link>http://katiakelm.de/blog/2010/05/20/ohneworte/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 15:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katia kelm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos)]]></category>
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		<description><![CDATA[vorhin besuch im atelier. besuch erzählt, er habe übrigens gestern vor der galerie der gegenwart blumen abgelegt und ein grosses &#8220;warum&#8221;. weil die die ja zu machen. ich bin immer noch sprachlos. der bekannte hat mir eben die bilder geschickt von seiner &#8220;warum&#8221; aktion. und schreibt dazu: Auf den Zetteln steht u. a.: &#8220;In unserem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="lightview" href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/DSC09931.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-403" title="foto: O. v. Poschinger" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/DSC09931-413x309.jpg" alt="foto: O. v. Poschinger" width="413" height="309" /></a></p>
<p><a class="lightview" href="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/DSC09926.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-403" title="foto: O. v. Poschinger" src="http://katiakelm.de/blog/wp-content/uploads/DSC09926-413x550.jpg" alt="foto: O. v. Poschinger" width="413" height="550" /></a></p>
<p>vorhin besuch im atelier. besuch erzählt, er habe übrigens gestern vor der galerie der gegenwart blumen abgelegt und ein grosses &#8220;warum&#8221;. weil die die ja zu machen.</p>
<p>ich bin immer noch sprachlos. der bekannte hat mir eben die bilder geschickt von seiner &#8220;warum&#8221; aktion. und schreibt dazu:</p>
<blockquote><p>Auf den Zetteln steht u. a.: &#8220;In unserem Herzen bist Du zeitgenössisch&#8221;</p></blockquote>
<p>er habe die bilder auch an alle zeitungen geschickt, hat aber niemand reagiert. ich finde die bilder grandios. eine olle blume auf weiter flur – ist das was hamburg für zeitgenössische kunst übrig hat.<br />
kultursenatorin welck, gerade noch kräftig rumgeschleimt anlässlich der gängeviertel-aktivitäten, kann eben doch nicht aus ihrer haut und hat mit gegenwartskunst so wenig am hut wie ich mit ihrer oper, ihrem hafenfest oder ihrer elbphilharmonie.</p>
<p>vielleicht sollten die die galerie der gegenwart <a href="http://www.kein-ikea-in-altona.de/">einfach an ikea vermieten</a>. dann bringt der laden wenigstens mal was ein.</p>
<p><a href="http://www.google.de/search?q=galerie+der+gegenwart+hamburg&#038;hl=de&#038;prmd=mn&#038;source=lnms&#038;tbs=nws:1&#038;ei=1FH1S-joNNSSOMORrc0I&#038;sa=X&#038;oi=mode_link&#038;ct=mode&#038;ved=0CA4Q_AU">sachlichere</a> <a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/article7710494/Hamburgs-Galerie-der-Gegenwart-droht-die-Schliessung-Aber-welche.html">infos zur schliessung</a> <a href="http://www.zeit.de/newsticker/2010/5/20/iptc-bdt-20100520-370-24906082xml">können sie</a> <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,694866,00.html">hier</a> <a href="http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/kunst-wird-weggeschlossen/">einsammeln</a></p>
<p>update: <a href="http://www.taz.de/1/nord/hamburg/artikel/?dig=2010/06/04/a0172&#038;cHash=7396d263fb">die kunsthalle wird nun doch nicht geschlossen</a>. die idee mit den brandschutzklappen als vorgeschobener schliessungsgrund war offenbar doch nicht so toll.<br />
vielleicht kann sich ja gassner mal mit dem waldvogel aus dem kunstverein kurzschliessen. da scheint sich ja einiges zu tun in sachen <a href="http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/ein-finsterer-flecken-erde/">ganz neue ausstellungskonzepte</a>.</p>
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