eben diese mail bekommen:
Morgen findet um 18 Uhr eine Sondersitzung des Stadtplanungsausschusses zur Stintfangbebauung statt! Gleich im ersten Teil wird die Sitzung öffentlich sein, und es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
Die Sitzung findet statt im Gebäude Klosterwall 4, Block B, 1. OG im Sitzungssaal der Bezirksversammlung.
ich geh jedenfalls hin.
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nachtrag (27.10.11):
die nachlese der stapla sitzung steht heute in der zeitung.
gestern kam post vom “quartiersmanager” mit einem protokoll der letzten stadtteilkonferenz (das sich in einigen entscheidenden punkten nicht mit dem deckt, wie ich und auch andere besucher der veranstaltung das gesagte in erinnerung haben – die einzelnen punkte schreib ich die tage nochmal heraus) sowie einer offiziellen beschreibung des bauvorhabens (beide links laden pdfs).

ausserdem eine einladung zur nächsten stadtteilkonferenz, die
am 01.11.2011 um 14:30 Uhr
im Haus der Jugend Stintfang, Alfred-Wegener-Weg 3, 20459 Hamburg
stattfindet und zu der jeder hingehen kann…
abgesehen von der etwas gewöhnungsbedürftigen uhrzeit – welcher mensch hat wohl dienstags um 14.30 uhr zeit? – vielleicht trotzdem ein interessanter ort, seine mittagspause zu verbringen.
die tagesordung ist noch offen und vorschläge können per mail an info@grossneumarkt-fleetinsel.de geschickt werden.
Datum: Oktober 2011
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Ebenfalls veröffentlicht in aus der provinz, spass beiseite
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Verschlagwortet mit anwohnerinitiative hafentor, bauprojekt am stintfang, euroland, hafentor, hamburg, jugendherberge am stintfang, neustadt süd, stadtteilkonferenz hamburg neustadt, stintfang, tor zur welt
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ein grund dafür dass ich immer noch in hamburg bin obwohl zwei drittel meiner bekannten und freunde längst weggezogen sind, war meine wohnung am kuhberg. vor 15 jahren, mein sohn war gerade geboren, bezogen wir diese kleine altbau-wohnung im portugiesenviertel an den landungsbrücken. im 4ten stock, direkt am stintfang, blicken wir direkt auf den alten elbpark, mit spechten, eichhörnchen und kaninchen als nachbarn. und wir können den hafen sehen, die kähne und das wasser. so eine wohnung, dachte ich, bekommt man nie wieder.

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Datum: Oktober 2011
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Ebenfalls veröffentlicht in aus der provinz, früher war alles besser, in eigener sache, musste mal gesagt werden, spass beiseite
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Verschlagwortet mit alter elbpark, anwohnerinitiative hafentor, behindertengerechtes wohnen, denkmalschutz, euroland, hafen hamburg, hafentor, hafenviertel, hamburg, hamburg bezirk mitte, jugendherberge am stintfang, körber stiftung, kuhberg, landungsbrücken, neustadt süd, sprinkenhof ag, stadtteilkonferenz hamburg neustadt, stintfang, totalausverkauf hamburg, wallanlagen hamburg, wuchermieten
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„Es ist schlimmer als Sie denken“, warnt ein Insider am Telefon, es könne wirtschaftlich sein Ende sein, sich in dieser Sache zu äußern.
Obwohl es schwer ist, einem Kartell nachzuweisen, dass es ein Kartell sein will, Furcht genug, um ein Kartell zu sein, verbreitet es schon mal.
als künstler bekommt man wirklich depressionen wenn man das liest
* * *
[nachtrag]
noch besser eigentlich aber ist der text zum selben thema von Andreas Koch und Peter K. Koch:
Provinz in Berlin / Zum vorläufigen Aus der Berliner Kunstmesse Art Forum – lesen!


vorhin besuch im atelier. besuch erzählt, er habe übrigens gestern vor der galerie der gegenwart blumen abgelegt und ein grosses “warum”. weil die die ja zu machen.
ich bin immer noch sprachlos. der bekannte hat mir eben die bilder geschickt von seiner “warum” aktion. und schreibt dazu:
Auf den Zetteln steht u. a.: “In unserem Herzen bist Du zeitgenössisch”
er habe die bilder auch an alle zeitungen geschickt, hat aber niemand reagiert. ich finde die bilder grandios. eine olle blume auf weiter flur – ist das was hamburg für zeitgenössische kunst übrig hat.
kultursenatorin welck, gerade noch kräftig rumgeschleimt anlässlich der gängeviertel-aktivitäten, kann eben doch nicht aus ihrer haut und hat mit gegenwartskunst so wenig am hut wie ich mit ihrer oper, ihrem hafenfest oder ihrer elbphilharmonie.
vielleicht sollten die die galerie der gegenwart einfach an ikea vermieten. dann bringt der laden wenigstens mal was ein.
sachlichere infos zur schliessung können sie hier einsammeln
update: die kunsthalle wird nun doch nicht geschlossen. die idee mit den brandschutzklappen als vorgeschobener schliessungsgrund war offenbar doch nicht so toll.
vielleicht kann sich ja gassner mal mit dem waldvogel aus dem kunstverein kurzschliessen. da scheint sich ja einiges zu tun in sachen ganz neue ausstellungskonzepte.
wer die presseberichte zum gängeviertel verfolgt muss doof sein wenn er spätestens jetzt nicht erkennt: die politiker die in hamburg an den hebeln sitzen wollen die künstler im gängeviertel nicht haben. und die hamburger bevölkerung hat diese politiker gewählt.
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im hamburger gängeviertel hatte ich vor ein paar jahren auch mal für kurze zeit ein atelier. der investor der damals dort eine flaniermeile mit hutnadeldesign und feinkostboutiquen plante ist längst abgesprungen oder pleite gegangen oder wasweissich und ein neuer investor hat das viertel – naja übernommen? bezahlt hat er jedenfalls noch nicht. meine alte freundin die kulturmanagerin wird jetzt warscheinlich nicht mehr soviel zu sagen haben, mittlerweile sind dort die künstler – sagen wir mal “in der überzahl” und haben ordentlich rummel veranstaltet. mir gefielen folgende links am besten:
sehr informatives audio zur besetzung des gängeviertels mit einem beitrag von daniel richter über die beschissene hamburger kulturpolitik im deutschladradio
art berichtet ziemlich zeitnah und ausführlich mit schönen bildern (leider ohne namen der jeweiligen aussteller)
drollig, dieser schalthoff. der grüne ist dafür aber ziemlich auf wahlkampf gebürstet und schleimt sich ordentlich ein.
die internetseite der initiative
tolle bilder der ausstellung im gängeviertel bei flickr
vor ein paar tagen erhielt ich per mail dieses banner:

ich dachte: stimmt! — aber wenn ich das schon poste sollte ich dazu vielleicht nochmal etwas erklären.
und sowas geht immer besser wenn man ungefähr weiss, wovon man redet.
also googelte ich, was andere so zu diesem thema schreiben und stolperte prompt über den selben banner. ach nee — der bbk (berufsverband bildender künstler) — sieh an.
ok, ich gebe zu, ich habe vorurteile. ich bin geprägt durch einen gewissen gruppenzwang und in den kreisen, in denen ich verkehre, hat der bbk keinen sonderlich guten ruf. der grund dafür ist einfach: die ausstellungen die der bbk für dessen mitglieder organisiert sind unerträglich. darüber hinaus ist die mitgliedschaft in vereinen oder parteien unter künstlern ungefähr genauso verpönt wie die angehörigkeit einer religion.
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