„plot in plastilin“

6. März bis 18. September 2016
im Gewerbemuseum Winterthur
Kirchplatz 14
CH-8400 Winterthur
www.gewerbemuseum.ch

eröffnung ist am samstag, den 5. März, um 16 uhr.

teilnehmerInnen sind:
Aardman Animations (GB) / Diego Akel (BR) / Garri Bardin (RU) / Bruce Bickford (US) / Beni Bischof (CH) / René Castillo (MX) / Art Clokey (US) / Webster Colcord (US) / David Daniels (US) / Nick Donkin (AU) / Lukas Egger (CH) / Adam Elliot (AU) / Ira Elshansky (RU/IL) / Adrian Flückiger (CH) / Brigitta Garcia López (CH) / Bob Gardiner (US) / Philipp Hänger (CH) / Henrik Jacob (DE) / Katia Kelm (DE) / Stepan Koval (UA) / Guionne Leroy (BE)/ Camillo Paravicini (CH) / Izabela Plucinska (PL) / Claudia Röthlin (CH) / Tatia Rosenthal (IL /US) / Allison Schulnik (US) / Bertold Stallmach (CH/DE) / Moritz Stillhard (CH) / Jan Švankmajer (CZ) / Una Szeemann & Bohdan Stehlik (CH) / Will Vinton (US) / Irmgard Walthert (CH) / Studienrichtung BA Animation, Hochschule Luzern – Design & Kunst / u. a.

ich komm zur eröffnung und würde mich freuen, euch da zu treffen!

plot in plastilin, ausstellungsplakat

juhu!

ich hab jetzt ne webseite für over-forties! die schriftgrössen passen jetzt auch zu meinem vorhaben, mal wieder zum augenarzt zu gehen.

felix hat sie mir schick gemacht! die webseite und auch das blog.
was er genau gemacht hat schreibt er hier.

ich hatte mal wieder rumgejammert, dass mir diese ganzen einzelnen bilderreihen auf der alten webseite zu sehr voneinander getrennt wären. mein pseudo-minimalistisches layout hing mir schon ewig zum hals raus. viel zuviele klicks. ausserdem war es immer ein riesen murks, was dieses lightbox-plugin aus meinen bildern gemacht hat. die waren nie richtig scharf. sogar die sättigung hat die alte webseite irgendwie von alleine eliminiert.

jetzt muss ich nur noch alle bilder neu bearbeiten und hochladen (die meisten bildgrößen stimmen jetzt nicht mehr) und wo ich schonmal dabei bin die texte überarbeiten, mehr und bessere kunst machen (weil man die ja jetzt sieht) und bloggen.

trotzdem danke felix!

boesner

„ich würde gerne diese leinwand umtauschen.“ sage ich, als ich endlich an der reihe bin. nur 4 leute waren vor mir und die zeit hat trotzdem gereicht um 4x meine mails zu checken und spiegel-online und facebook komplett durchzulesen.
zwischendurch schaue ich ab und zu auf, schiebe den warenkorb am boden einen halben zentimeter vor und frage mich, warum ich hier eigentlich immer wieder herkomme.
(mehr …)

48 minuten neukölln

gestern also wieder einer meiner legendären rundgänge. 48 stunden neukölln stand auf dem programm.

ich war verabredet mit hugo, einem ehemaligen kommilitonen, den ich, wie die meisten meiner neuen berliner kontakte, in hamburg noch nicht kannte. „kennen wir uns von der hfbk?“ „kann mich nicht erinnern aber gib mal deine nummer!“

henrieke ribbe, die gestern auf der 48 stunden neukölln bei dutch courage mit eröffnete, hatte ich auch so kennengelernt.

das konzept klang jedenfalls originell: ein haufen künstler (hauptsächlich ex- und ein paar noch-hamburger) hatten trinkgefässe getöpfert, die auch benutzt werden sollten: es würde freibier geben.

neukölln also.
die hausnummer finden wir schonmal: es ist ein einkaufszentrum. etwas unvorbereitet und beide gehandicapt durch einen nur rudimentären orientierungssinn stehen wir die ersten 10 minuten leicht verwirrt im eingang vor den fahrstühlen rum und starrten auf unsere smartphones. „warte mal – ich google das eben… huch, kein empfang.“

ein fahrstuhl hält, die tür geht auf, 100 hipsteraugen glotzen uns fragend entgegen.
„gibt es da, wo ihr hinfahrt, ne ausstellung?“ fragt hugo geistesgegenwärtig.
„keine anhnung, kann sein, im 5ten stock warscheinlich.“
wir steigen ein.

statt im fünften hält der fahrstuhl im untergeschoss. laaangsam gehen die türen auf. eine frau mit kinderwagen steigt zögernd ein. laaaangsam schliessen sich die türen. wieder erdgeschoss. türen auf. neue hipster steigen ein, die auch nach oben wollen. türen gehen laaangsam wieder zu. erster stock, türen auf. niemand. türen laaangsam wieder zu. wieder erdgeschoss. hugo und ich steigen aus.

mir fällt ein, dass es in einkaufszentren rolltreppen gibt.

oben angekommen irren wir wieder umher, landen im parkhaus. ein paar studenten vor uns.
„wisst ihr, ob hier eine ausstellung ist?“
„keine ahnung, kann sein.“
also hinterher.
im hintersten eck ist ein treppenhaus. wir steigen hoch bis es nicht mehr weiter geht. immer noch keine ausstellung. eine frau mit jutebeutel wartet vor den fahrstühlen, ein stockwerk gibts noch, meint sie. wir stellen uns resignierend daneben.

am ende landen wir tatsächlich auf einem parkdeck wo ein paar stellwände aufgestellt wurden und bilder dran hängen. dazwischen lungern matetee-trinker und eine 50 meter lange schlange hat sich vor der auffahrt zum obersten parkdeck gebildet. eine türsteherin kontrolliert den zutritt. immer wenn welche rauskommen dürfen welche rein. der tüp hinter uns sagt zu seinem begleiter: „das geht jetzt schnell, das ist jetzt die zeit wenn die frauen mit den kindern nach hause müssen.“

nach etwa 20 minuten sind wir an der reihe. gespannt tapern wir die auffahrt hoch, der sonne entgegen. es erwartet uns eine art alternativer dachgarten mit sitzbänken und – wieder eine tür mit türsteher. eintritt 3 euro.

hugo fragt den türsteher, was hinter der tür sei. der türsteher zählt DJ namen auf. „ja aber –“ stammle ich matt, „haben sie selbstgetöpferte bierkrüge?“
verzweifelt halte ich ihm mein handy mit dem facebook-event-eintrag entgegen. „kommt ihnen das hier irgendwie bekannt vor?“
der türsteher verneint. nie gehört. „versuchen sie es doch mal im erdgeschoss am infopoint! oder auf der webseite von 48 stunden neukölln!“

irgendwie gelangen wir wieder zurück ins erdgeschoss und suchen den ausgang. es ist spät und ich hab schwere beine.