meine desinteresse top-10

wer auf ausstellungen „interessant“ sagt meint ja bekanntlich das gegenteil. wenn ich „interessant“ sage meine ich aber genau das.
das liegt nicht daran, dass ich die szene-sprache doof finde (was ich tue), sondern vor allem halte ich es tatsächlich für eine auszeichnung, etwas „interessant“ zu finden, einfach weil es so selten vorkommt.

hier mal meine aktuelle top-10 der dinge die mich NICHT interessieren:
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verstopfung beim tag der offenen tür

es ist winter. ich versuche mit nackten händen die stufe vor dem haupteingang meiner alten hochschule zu erklimmen. früher waren hier mehrere stufen, heute ist es nur noch eine und die ist zwei meter hoch. ich hänge also mit meinen 1,65 an frierenden fingern an der mauer und versuche mich hochzuziehen. was sich bewegt sind aber nicht meine untrainierten arme sondern die mauer. die obere platte hat sich gelöst und droht mir entgegen zu fallen – da kommt hilfe. claus mewes arbeitet inzwischen, wie die meisten ex-hfbk-ler und ehemaligen der hamburger kunstszene, an der hochschule als pausenaufsicht und zieht mich hoch, auf die mauer.
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würde ich ihn immer noch lieben? – eine ode ans online-dating

ich hatte mal ne freundin die wollte hackerin werden. sie hatte einen hang zu waghalsigen karriereplänen. als ich sie kennenlernte plante sie gerade, klavierlehrerin zu werden obwohl sie garnicht klavierspielen konnte. sie kaufte sich ein klavier und wollte dann stunden nehmen. wie weit sie tatsächlich dabei kam erinnere ich nicht mehr.
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neue bilder

im archiv

im hamburger bahnhof auf den spuren nicole zepters

bin mit karin im hamburger bahnhof weil sie die harun farocki ausstellung sehen will. um über die 14 euro eintritt pro person seelisch hinwegzukommen beschliessen wir, dort einfach den tag zu verbringen und bleiben vor jedem film so lange sitzen bis er wieder von vorne anfängt und dann bleiben wir immer noch sitzen um alles nochmal in ruhe durchzudiskutieren. Read More »

ein atelierbesuch

ein bekannter aus hamburg, auch künstler, ruft an, er sei gerade in berlin, ob ich zeit hätte.
wir verabreden uns bei mir im atelier. ich bin etwas aufgeregt weil ich die neuen arbeiten noch niemandem gezeigt habe. vieles ist unfertig und sowas zeige ich eh ungern.
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sammler und gefühle

beim lesen des artikels über anselm reyles angebliches „aussteigen“ fiel mir ein abschnitt besonders ins auge:

die autoren Ackermann und Tittel fragen reyle:

Aber ein Sammler, der fünf große Reyles aus allen Werkphasen zu Hause hängen hat, könnte sich fragen: “Hat der Künstler das jetzt doch nicht so intensiv gefühlt?“

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nichts gegen teebeutel

keiner male mehr figürlich! art-brut müsse man machen und eigentlich sowieso nur noch konzept-malerei! erklärte mir der schauspieler, der neuerdings auch maler war, als er mich im atelier besuchte.
über meine zweifellos figürlichen bilder an denen ich arbeitete verlor er kein wort. ich sparte mir den hinweis, dass auch seine bilder weder art-brut noch konzeptkunst waren und auch sein neuster plan, dinosaurier zu malen, klang wenig abstrakt.
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kurzer zwischenbericht aus der königsklasse

meine ausgabe von inside the painter’s studio* sieht inzwischen aus wie ein altes zerfleddertes „lustiges taschenbuch“.
es ist eine sammlung von interviews mit malern, geführt und zusammengetragen von dem künstler joe fig.
ich hatte hier schonmal was dazu geschrieben.
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wer noch ein nachträgliches weihnachtsgeschenk braucht

achim hoops haut ja einen hammer bildbband nach dem anderen raus! der letzte war schon so beeindruckend, dieser hier nochmal genauso.
man möchte einzelne bilder ausschneiden und übers bett hängen.
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