im hamburger bahnhof auf den spuren nicole zepters

bin mit karin im hamburger bahnhof weil sie die harun farocki ausstellung sehen will. um über die 14 euro eintritt pro person seelisch hinwegzukommen beschliessen wir, dort einfach den tag zu verbringen und bleiben vor jedem film so lange sitzen bis er wieder von vorne anfängt und dann bleiben wir immer noch sitzen um alles nochmal in ruhe durchzudiskutieren. Read More »

ein atelierbesuch

ein bekannter aus hamburg, auch künstler, ruft an, er sei gerade in berlin, ob ich zeit hätte.
wir verabreden uns bei mir im atelier. ich bin etwas aufgeregt weil ich die neuen arbeiten noch niemandem gezeigt habe. vieles ist unfertig und sowas zeige ich eh ungern.
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sammler und gefühle

beim lesen des artikels über anselm reyles angebliches „aussteigen“ fiel mir ein abschnitt besonders ins auge:

die autoren Ackermann und Tittel fragen reyle:

Aber ein Sammler, der fünf große Reyles aus allen Werkphasen zu Hause hängen hat, könnte sich fragen: “Hat der Künstler das jetzt doch nicht so intensiv gefühlt?“

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nichts gegen teebeutel

keiner male mehr figürlich! art-brut müsse man machen und eigentlich sowieso nur noch konzept-malerei! erklärte mir der schauspieler, der neuerdings auch maler war, als er mich im atelier besuchte.
über meine zweifellos figürlichen bilder an denen ich arbeitete verlor er kein wort. ich sparte mir den hinweis, dass auch seine bilder weder art-brut noch konzeptkunst waren und auch sein neuster plan, dinosaurier zu malen, klang wenig abstrakt.
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kurzer zwischenbericht aus der königsklasse

meine ausgabe von inside the painter’s studio* sieht inzwischen aus wie ein altes zerfleddertes „lustiges taschenbuch“.
es ist eine sammlung von interviews mit malern, geführt und zusammengetragen von dem künstler joe fig.
ich hatte hier schonmal was dazu geschrieben.
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wer noch ein nachträgliches weihnachtsgeschenk braucht

achim hoops haut ja einen hammer bildbband nach dem anderen raus! der letzte war schon so beeindruckend, dieser hier nochmal genauso.
man möchte einzelne bilder ausschneiden und übers bett hängen.
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himmel über der beusselstrasse

bisher war die malerei immer eine art ex, mit der ich hin und wieder nochmal was anfing. hat sich nie gelohnt, sodass es immer bloss beim one-night-stand geblieben ist. diesmal muss es aber wohl ganz gut gewesen sein. Read More »

vernissagen hopping

mein telefon klingelt. ein freund, eigentlich kunsthistoriker, arbeitet beim radio als moderator. er sei gerade live auf sendung und wolle mich mal fragen, so als expertin, wie es sei, wenn man am selben tag wie andere, bedeutendere künstler eröffnen. er habe gerade meinen ehemaligen professor in der anderen leitung, der heute abend eröffne, gleichzeitig mit georg baselitz.
ich versuche irgendwas diplomatisches zu sagen: „ja, das ist natürlich doof“ und „man versucht es so zu sehen, dass die leute ja so vernissagen-hopping-technisch vorbei kommen könnten – tun sie aber nicht. ich zum beispiel suche mir immer eine eröffnung aus, wo ich hin will, für vernissagen-hopping bin ich zu alt*.“

der moderator: „welche würdest du dir denn von diesen beiden aussuchen?“
da muss ich nun wirklich länger drüber nachdenken aber bevor ich noch etwas sagen kann wache ich zum glück auf.

*wie komme ich denn darauf?!

warten auf die pressesprecherin

ich bin extra früh gekommen, die sonne scheint, in einem staubigen hof sitzen die ausstellungsmacher vor einem schuppen im schatten. es sind allesamt hippies, auffallend flippig gekleidete streetart-künstlerinnen und junge haarige burschen mit baskenmützen. sie sitzen in einer reihe vor einem konferenztisch über formulare gebeugt und obwohl ich als einzige vor ihnen stehe scheinen mich nicht zu bemerken. es heisst, man warte noch auf die pressesprecherin, die gerade im stau stehe. Read More »

silvestertradition

statt dinner for one zu kucken wäsche aufgehängt und währenddessen versucht, den fernseher neu zu programmieren.
die schachtel mit den silvesterartikeln rausgekramt, mich für die blaue entschieden:

ausserdem eine alte unangebrochene packung bleigiessen gefunden und auf den sofatisch gelegt (eben wieder zurück in den silvesterkarton geräumt, immer noch unangebrochen).
den neujahrsfilm rausgesucht, hochgeladen, programmiert dass er um 0 uhr online geht.

1 minute vor 12 auf den balkon gegangen, anderthalb minuten später wieder zurück aufs sofa. nachgeschaut, ob die programmierung funktioniert hat, hat sie nicht, „publish“ geklickt.

ein halbes glas sekt getrunken, kopfschmerzen bekommen. beim zähneputzen überlegt, wie alt ich dieses jahr werde. allen ernstes gedacht: „zum glück ja noch nicht 40“.

ins bett gegangen. das zweite mal diese woche beim spider-solitär im expertenmodus gewonnen. das erfolgsjahr 2014 hat soeben begonnen.