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Schlagwort „hamburg“
“In unserem Herzen bist Du zeitgenössisch”
vorhin besuch im atelier. besuch erzählt, er habe übrigens gestern vor der galerie der gegenwart blumen abgelegt und ein grosses “warum”. weil die die ja zu machen.
ich bin immer noch sprachlos. der bekannte hat mir eben die bilder geschickt von seiner “warum” aktion. und schreibt dazu:
Auf den Zetteln steht u. a.: “In unserem Herzen bist Du zeitgenössisch”
er habe die bilder auch an alle zeitungen geschickt, hat aber niemand reagiert. ich finde die bilder grandios. eine olle blume auf weiter flur – ist das was hamburg für zeitgenössische kunst übrig hat.
kultursenatorin welck, gerade noch kräftig rumgeschleimt anlässlich der gängeviertel-aktivitäten, kann eben doch nicht aus ihrer haut und hat mit gegenwartskunst so wenig am hut wie ich mit ihrer oper, ihrem hafenfest oder ihrer elbphilharmonie.
vielleicht sollten die die galerie der gegenwart einfach an ikea vermieten. dann bringt der laden wenigstens mal was ein.
sachlichere infos zur schliessung können sie hier einsammeln
update: die kunsthalle wird nun doch nicht geschlossen. die idee mit den brandschutzklappen als vorgeschobener schliessungsgrund war offenbar doch nicht so toll.
vielleicht kann sich ja gassner mal mit dem waldvogel aus dem kunstverein kurzschliessen. da scheint sich ja einiges zu tun in sachen ganz neue ausstellungskonzepte.
weisser schimmel
ich mach da mit und zeige ein paar neue arbeiten. hier steht die künstlerliste. eröffnung ist am 12.2.2010 um 19 Uhr, Sammlung Falckenberg, Wilsdorfer Straße 71, Hamburg-Harburg. die ausstellung läuft bis zum 11.4.2010, kann aber nur nach vorheriger anmeldung besucht werden. genaueres hier. nachtrag: neue arbeiten jetzt auch hier
alle mal herhören
freitag (11.12.) eröffnet im gängeviertel in der speckstraße ne ausstellung wo ich auch ne kleine arbeit zu beitrage. und ich sagmal so: es hat was mit nagern zu tun!
die eröffnung ist irgendwann abends, wer um 8 kommt macht aber sicher nix falsch. ich werd da sein.
update:
über nacht sind die details reingeflattert:
Eröffnung am 11.12.2009 um 19 Uhr
in der Speckstrasse 85/ Gängeviertel Hamburg
U2 Station Gänsemarkt/ Ausgang SpeckstrasseGunnar F. Gerlach spricht zum Thema
“Quergänge durch hamburgensische Kunst mit Geschichten…”Öffnungszeiten Di – So 15-20 Uhr
an Feiertagen evtl. geschlossen oder nach VereinbarungAusstellung vom 12.12.2009 – 06.01.2010
Lena Schmidt, Marion Walter, Hartmut Gerbsch,
Moritz von Kärnten, Karl Holstein, Ralf Jurszo,
Christine Ebeling, Sabine Mohr, Jokinen, Katia Kelm,
Jörg Stange, Wolfgang Kampz, Martin Mainzwww.gaengeviertel.info
da geh ich freitag abend hin
ihr auch?
gängeviertel die zweite
wer die presseberichte zum gängeviertel verfolgt muss doof sein wenn er spätestens jetzt nicht erkennt: die politiker die in hamburg an den hebeln sitzen wollen die künstler im gängeviertel nicht haben. und die hamburger bevölkerung hat diese politiker gewählt.
Mehr
ausstellungstipp
gestern war ich auf der eröffnung meiner ehemaligen kommilitonin jeannette fabis in der galerie ölfrüh.
obgleich sich meine eigene arbeit ja nie so auffällig minimalistisch ausnahm hab ich die fähigkeit zur reduktion bei anderen immer bestaunt. ich bin ne glühende bewundererin von jeannettes wäscheständerbildern und warte sehnlichst auf den tag, an dem sie endlich ihre webseite fertig hat. hier hab hier mal ein paar seiten rausgefischt, wo man zwar keine wäscheständer aber allerlei andere tolle bilder sehen kann:
die unvergleichliche nora sdun über jeannette, viele bilder und ein heft was man kaufen kann
jeannette bei trottoir mit satellitenschüsseln
jeannette als stipendiatin vom pilotprojekt gropiusstadt
zu ölfrüh sollte man eh dringend mal hingehen. ein eigentümliches haus was räumlich eigentlich alles, was ich bisher an hamburger ausstellungsorten gesehen hab, in den schatten stellt. und es hat nette menschen darin.
mein liebes gängeviertel muckt auf
im hamburger gängeviertel hatte ich vor ein paar jahren auch mal für kurze zeit ein atelier. der investor der damals dort eine flaniermeile mit hutnadeldesign und feinkostboutiquen plante ist längst abgesprungen oder pleite gegangen oder wasweissich und ein neuer investor hat das viertel – naja übernommen? bezahlt hat er jedenfalls noch nicht. meine alte freundin die kulturmanagerin wird jetzt warscheinlich nicht mehr soviel zu sagen haben, mittlerweile sind dort die künstler – sagen wir mal “in der überzahl” und haben ordentlich rummel veranstaltet. mir gefielen folgende links am besten:
…
DARE Dein Ansatz einer Sammelausstellung mit Verkäufen und roten Punkten ist aber schon ein Stück Kunstbetrieb analog zu einem Produktzyklus. Ein Künstler als Produzent erstellt ein Werk, es wird präsentiert und je nach Marktwert verkauft, ein Akt der Transaktion, Galerist und Künstler können davon für einige Zeit ihren Kühlschrank füllen. Eine konservative Sichtweise von Kunstbetrieb, die einem schnell um die Ohren gehauen wird.
Winkel Um ganz ehrlich zu sein: Ich würde genau anderherum argumentieren: Wer mit dieser Nahrungskette ein Problem hat, ist in meinen Augen konservativ – und letzten Endes selbstgefällig. Solche Äußerungen kommen entweder von unerfolgreichen Künstlern, oder von Leuten, die aus anderen Quellen ein festes Einkommen beziehen.



