wiederholungen

„es wiederholt sich alles…“ sage ich zu meinem mann am abendbrottisch.
„genau. wir werden ohne zähne geboren und sterben ohne. ausserdem haarverlust und auf allen vieren laufen.“

was ich meinte war natürlich meine arbeit.
normalerweise finde ich beim kunstmachen wiederholungen ja immer eher doof so wie ich es nie kapiert habe, wieso wiederholungen unter künstlerInnen so beliebt sind, aber das ist eine andere geschichte (die ich auch schon hundert mal erzählt hab).
diese art von wiederholungen meine ich aber nicht. ich meine ich die unbeabsichtigten, die grossen kreise. und dann das deja-vue-hafte „huch, das kenn ich!“ – für mich ist sowas meistens ein gutes zeichen.
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A WIE ATELIER (TEIL II)

(erster teil hier)

1999-2002 ausschläger weg 68

nach dem diplom bezog ich zusammen mit nándor angstenberger, philipp schewe und anna guðjónsdóttir einen raum im dritten stock eines abgehalfterten bürogebäudes, wieder in hammerbrook.
gelochte deckenverkleidungsplatten, summende neonröhren und ein ausblick über die dächer der benachbarten autoumlackierbetriebe – als alte industrieromantikerin hab ich den ort sehr gemocht. mittags gabs cevapcici in der „pantry“: ein chinese spezialisiert auf traditionelle deutsche imbisskost.
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