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		<title>photoshop war gestern</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 08:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1812/photoshop-war-gestern/" title="photoshop war gestern"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/titel1.4mm3sme3fun884ck4g8s04oog.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="photoshop war gestern" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die ersten collagen hatte ich noch auf 1,5 cm spanplatte aufgezogen, ungerahmt. da aber die reinen prints, z.b. „<a href='http://katiakelm.de/wp-content/plugins/wp-image-resizer/thumb/phpThumb.php?fltr=usm&#038;src=http://katiakelm.de/wp-content/uploads/82.jpg&#038;w=800&#038;h=700' class='lightview' rel='gallery[photoshop war gestern]' title='Sie hatte einfach eine Ader für soetwas, sie konnte nichts dafür C-Print, 20 x 30 cm, 2009, Auflage: 5+1'>Sie hatte einfach eine Ader für soetwas, sie konnte nichts dafür</a>“, eine konservative rahmung bekommen sollten hatte ich mich entschlossen, für WEISSER SCHIMMEL die collagen und prints zu uniformieren: <a href="http://katiakelm.de/blog/2010/02/15/haufenhangung/">hübsch bieder in&#8230;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1812/photoshop-war-gestern/" title="photoshop war gestern"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/titel1.4mm3sme3fun884ck4g8s04oog.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="photoshop war gestern" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die ersten collagen hatte ich noch auf 1,5 cm spanplatte aufgezogen, ungerahmt. da aber die reinen prints, z.b. „<a href='http://katiakelm.de/wp-content/plugins/wp-image-resizer/thumb/phpThumb.php?fltr=usm&#038;src=http://katiakelm.de/wp-content/uploads/82.jpg&#038;w=800&#038;h=700' class='lightview' rel='gallery[photoshop war gestern]' title='Sie hatte einfach eine Ader für soetwas, sie konnte nichts dafür C-Print, 20 x 30 cm, 2009, Auflage: 5+1'>Sie hatte einfach eine Ader für soetwas, sie konnte nichts dafür</a>“, eine konservative rahmung bekommen sollten hatte ich mich entschlossen, für WEISSER SCHIMMEL die collagen und prints zu uniformieren: <a href="http://katiakelm.de/blog/2010/02/15/haufenhangung/">hübsch bieder in weissen passepartouts und rahmen.</a><br />
später davor stehend fiel mir selbst nicht mehr ein, welches mal die „echten“ collagen waren und welches die unbeklebten fotos.</p>
<p>tatsächlich ist es so, dass ich auch die ungeklebten als collagen begreife, nicht als fotografien.</p>
<p>die ersten collagen bestanden restlos aus assimilierten fundstücken. erst als mir diese fundstücke ausgingen musste ich wohl oder übel anfangen, eigenes material herzustellen. als dann im dritten schritt die collagierten elemente eine ebene tiefer wanderten, von „auf dem bild“ ins bild hinein, war das irgendwie nur logisch. „im bild“ wurden die elemente auch weiterhin mit klebstoff bzw. tesafilm befestigt, an rohren, regalen oder kabeln.<br />
wie schon für die „echten“ collagen bediene ich mich auch bei den „inneren“ collagen fotografischer mittel, dies aber genauso unleidlich und als mittel zum zweck. ich verstehe nichts von fotografie, was höchstwarscheinlich daran liegt, dass ich mich dafür nicht wirklich interessiere.</p>
<p>ich arbeite mit nagelschere und klebstoff, nicht mit photoshop, und benutze eine kleine billige kompaktkamera für die ich von fotografisch ambitionierten freunden nicht gerade beneidet werde. ich raufe mir die haare wenn ich die unterbelichteten pixeligen ergebnisse sehe und weiss doch gleichzeitig: genauso muss das aussehen.</p>

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		<title>dem konstruktivismus gerade noch entwischt</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 09:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1642/geradenochentwischt/" title="dem konstruktivismus gerade noch entwischt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/thumb3.2rr0jhjm73brvo4sgkwk4wwgw.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="dem konstruktivismus gerade noch entwischt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>es fing vor ein paar jahren an. ich hatte eine knetkrise. einen knetburnout. und bei burnout hilft nichtstun aber weil mir das nichts viel schwerer fällt als das scheissegal-was setzte ich mich hin und zerschnibbelte zeitschriften. ob das irgendwas brachte, kann ich nicht sagen, jedenfalls kein ergebnis. ich kam über&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1642/geradenochentwischt/" title="dem konstruktivismus gerade noch entwischt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/thumb3.2rr0jhjm73brvo4sgkwk4wwgw.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="dem konstruktivismus gerade noch entwischt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>es fing vor ein paar jahren an. ich hatte eine knetkrise. einen knetburnout. und bei burnout hilft nichtstun aber weil mir das <em>nichts</em> viel schwerer fällt als das <em>scheissegal-was</em> setzte ich mich hin und zerschnibbelte zeitschriften. ob das irgendwas brachte, kann ich nicht sagen, jedenfalls kein ergebnis. ich kam über das blosse schneiden nicht hinaus. es liess sich einfach nichts daraus entwickeln, was nicht ausgesehen hätte wie diese neokonstruktivistische mainstreamkunst die man jetzt überall sieht.</p>
<p>ich schnitt also weiter alles mögliche aus, irgendwann würde mir sicher noch einfallen, wozu. anfangs noch irgendwelche glänzenden flächen, strukturen, geometrischer, halbabstrakter kram, den man wunderbar zu dieser besonderen art verkehrsinsel-bauhaus hätte zusammensetzen können, der gerade wieder verkauft wird. doch so sehr ich mich auch bemühte, ich bekam keine glaubwürdige ausrede zustande, wieso ich mich vom figürlichen plötzlich dem formalismus zuwenden sollte. so tief ich auch gesunken sein mag aber sollte meine kunst plötzlich wie die isa genzkens aussehen (die ich übrigens sehr verehre) und sollte mir das selber nicht auffallen bitte ich doch, mir bescheid zu geben. </p>
<p>es gab dann noch eine kurze phase während der ich dazu über ging, alle meine alten art-hefte zu zerschnibbeln (vielleicht lässt sich ja aus ackermann, majerus oder markus oelen noch was machen?) und als sich das ebenfalls als sinnlos erwies suchte ich mein glück bei möbel- und teppichkatalogen. wieder ohne erfolg.<br />
man muss dazu sagen, dass ich die vielen hundert sofas, sessel, beistelltische, teewagen, schrankwände und betten nichtmal probeweise irgendwo aufklebte. dazu waren sie mir tatsächlich zu schade. was ich schliesslich aufklebte waren leute. ich hatte bisher nie leute ausgeschnitten, immer bloss stillebentaugliche dinge. irgendwann bekam ich jedoch ein bild von victoria beckham zu fassen, befand es für ausreichend still und dinglich und klebte es auf. </p>
<p>damit begann der anstrengende teil. ich hatte zwar endlich gefunden, was ich aufkleben wollte, aber das auffinden der „richtigen“ figuren mit dem richtigen ausdruck, dem richtigen kleid bis hin zur richtigen papierbeschaffenheit, sich dafür durch hunderte von yellow-press-illustrierten zu ackern, tagelang über gummischlauchlippen und gummititten zu brüten um die passende figur für ein bestimmtes raumbild zu finden, das ist ein langer weg. </p>
<p>was ich am kunstmachen übrigens schätze sind nicht die langen wege, aber die tatsache dass man sie macht obwohl man nie so ganz weiss wieso.</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil VI</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 21:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1558/grosse-bloggerportraitreihe-teil-vi/" title="grosse bloggerportraitreihe teil VI"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/niggititel1.1dm3zaxgtgpb5cokkgooks8g0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil VI" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die tage ein anruf: ein kurator wolle vorbei kommen, sich die neuen arbeiten anzusehen. was sich so nett anhört könnte es auch sein: wenn man nicht grad mitten drin stecken würde im sumpf der eigenen arbeit und überhaupt nicht weiss, was man da eigentlich tut.
ich persönlich weiss sowas ja&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1558/grosse-bloggerportraitreihe-teil-vi/" title="grosse bloggerportraitreihe teil VI"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/niggititel1.1dm3zaxgtgpb5cokkgooks8g0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil VI" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die tage ein anruf: ein kurator wolle vorbei kommen, sich die neuen arbeiten anzusehen. was sich so nett anhört könnte es auch sein: wenn man nicht grad mitten drin stecken würde im sumpf der eigenen arbeit und überhaupt nicht weiss, was man da eigentlich tut.</p>
<p>ich persönlich weiss sowas ja meistens erst jahre später. bei der vernissage noch unter schock fragt man ein paar ausgesuchte kritiker nach ihrer meinung. die sagen natürlich alle &#8222;super&#8220;. über inhalte redet eh keiner. wenn keine &#8222;ausgesuchten&#8220; da sind zum aussuchen fragt man andere, die sagen &#8222;so lala&#8220;. noch am selben abend werden freundschaften (zu den &#8222;so lala&#8220; findern) gekündigt und tage später verkündet man, das dass eigentlich so ziemlich die beste arbeit sei, die man je gemacht habe. ein halbes jahr später hängt man vor dem kuratorenbesuch ein handtuch davor, ein weiteres halbes jahr später sortiert man die fotos aus der mappe aus. wieviel zeit vergehen muss, bis man die arbeit wieder einigermassen ertragen kann, ist variabel.</p>
<p>da man während dieser prozesse aber eh nie mit irgendwem über inhalte redet braucht man sich darüber ja auch garnicht allzusehr den kopf zerbrechen. könnte man meinen. leider zerbreche ich mir mit vorliebe grundlos den kopf. und zwar doppelt grundlos: schliesslich ist das antworten liefern nichtmal meine aufgabe. und obwohl die besucher von kunstateliers im allgemeinen wissen, dass künstler nicht dazu da sind, ihre eigenen arbeiten zu erklären, habe ich mir — aus prophylaktischen gründen — angewöhnt, meine besucher einfach garnicht erst zu wort kommen zu lassen.<br />
wenn die zur tür rein sind habe ich mir die peinlichsten fragen längst alle selbst gestellt, bin also bestens vorbereitet und kann theoretisch loslegen mit dem vortrag der ergebnisse. leider bestehen die meist bestenfalls aus einem haufen anekdoten von denen nie sicher ist, ob ich mit denen jemals &#8222;zum punkt kommen werde&#8220;.</p>
<p>das fing schon an der hochschule an. bis heute hat mir der mehrwert von so einem &#8222;punkt&#8220; nicht wirklich eingeleuchtet. die meisten meiner kommilitonen hatten im nullkommanichts die kurve gekriegt und den punkt getroffen. eben noch mit landschaftsaquarellen oder blauen katzen-kreidezeichnungen beworben, schon schrieb man zahlen auf milimeterpapier oder malte karopapierkästchen aus. für den fall der thema-frage hatte man sätze parat wie: &#8222;ich beschäftige mich mit zellstrukturen&#8220; oder &#8222;mit linien&#8220; oder &#8222;mein thema ist die wissenschaft&#8220;.<br />
was blieb mir anderes übrig als zuzugeben: &#8222;ich male bilder&#8220;. als ich später in der der sog. &#8222;bildhauerklasse&#8220; landete war das thema &#8222;raum&#8220; gerade schwer in mode. man beschäftigte sich &#8222;mit raum&#8220;. ich konnte immerhin sagen: &#8222;ich knete&#8220;.</p>
<p>fast 10 jahre später nun letzte woche dieses treffen mit dem kurator, der die neuen arbeiten sehen wollte. und ich war mir einigermassen sicher, dass es irgendwas mit &#8222;raum&#8220; zutun hat! was mein besucher dazu allerdings meinte, werde ich in zukunft sicher öfter zitieren: &#8222;naja. raum ist ja immer.&#8220;</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil V</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 19:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/544/grosse-bloggerportraitreihe-teil-v/" title="grosse bloggerportraitreihe teil V"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/paulsen_titel.7tno25aboab280wokgc400ksg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil V" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>alle paar jahrzehnte komme ich aus langeweile auf die idee, mal einen comic zu zeichnen. das ist dann wie mit kreuzworträtzeln: nach dem dritten bildchen holt mich die langeweile wieder ein und ich gebe auf.
noch langweiliger als comics zu zeichnen ist allerdings comics-lesen. so grafikkünsteleien haben mich immer eher&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/544/grosse-bloggerportraitreihe-teil-v/" title="grosse bloggerportraitreihe teil V"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/paulsen_titel.7tno25aboab280wokgc400ksg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil V" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>alle paar jahrzehnte komme ich aus langeweile auf die idee, mal einen comic zu zeichnen. das ist dann wie mit kreuzworträtzeln: nach dem dritten bildchen holt mich die langeweile wieder ein und ich gebe auf.<br />
noch langweiliger als comics zu zeichnen ist allerdings comics-lesen. so grafikkünsteleien haben mich immer eher abgestossen, pathetisch und eitel scheinen mir diese welten. wenn schon angewandte sachen, warum nicht gleich richtig? makramee oder windowcolours beispielsweise sind doch auch grosse herausforderungen, man muss nur wissen, wo man es unterbringt.</p>
<p>das einzige zitat was ich der comic-ecke je entlieh waren die <a href="http://www.texavery.com/shots/">tex avery-stielaugen</a> für meine kaninchen aus <a href="http://katiakelm.de/127/okkultismus-unter-knethasen/">Alle Guten Geister</a>. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tex_Avery">tex avery</a> steht aber auch nicht so sehr für comics sondern für trickfilm und der wiederum hat tatsächlich etwas mit meiner arbeit zutun.<br />
schon dass ich nie gewagt hab, einen zu machen ist eindeutig ein beweis für meine grosse liebe für den trickfilm. während meines studiums belegte ich mehrere trickfilmseminare, nahm teil an einem storyboard-workshop bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Priit_P%C3%A4rn">priit pärn</a>, den ich sehr verehrte, und machte doch bis heute keinen einzigen trickfilm.<br />
ich hatte mich entschieden, dass meine bilder still bleiben sollten. und still heisst nicht etwa bloss in eingefrorenen bewegungen verharren. meine figuren durften <a href="http://katiakelm.de/92/bauch-im-fenster/">stehen</a>, <a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/">liegen</a>, <a href="http://katiakelm.de/68/der-da-hinten-kann-ja-auch-mal-mithelfen/">sitzen</a> und sich <a href="http://katiakelm.de/183/das-schwein-in-mir/">gegenseitig anstarren</a>, <a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/">lauschen</a>, <a href="http://katiakelm.de/173/volksnaher-kram/">weinen</a>, <a href="http://katiakelm.de/157/das-monster-und-ich/">schlafen</a> oder <a href="http://katiakelm.de/83/meine-karriere-in-new-york/">tot sein</a>. sprechen ausschliesslich hinter <a href="http://katiakelm.de/176/padagogikkunst/">vorgehaltener hand</a>. ich wollte knete die den atem anhält und in ihr all ihre gesichter.</p>
<p>aber es gibt noch eine zweite stelle wo meine arbeiten dem trickfilm begegnen, eine, die man ihnen allerdings genausowenig ansieht. die findet bereits in ihrer umkleidekabine statt: im kopf. im kopf werden die räume hin und her gedreht, dinge darin plattgehauen, gegen wände geschlagen, sachen die decke entlang geschliffen, hin und her gedreht, vertauscht, verworfen, fremde bilder eingeflochten, sätze, alte geschichten, neue assoziationen - so lange bis ein bild gefunden ist, in der die dinge verharren können, in der sie fertig sind für ihren auftritt.<br />
diesen moment abzupassen, ein ende zu finden, ist dabei das schwierigste und entscheidendste. und sowenig wie man der fertigen arbeit hinterher das, was in der umkleidekabine geschaht, noch ansieht umso mehr steckt es noch in ihr.</p>
<p>im &#8222;springenden paulsen&#8220; steckt zum beispiel, dass ich das ende nicht abwarten konnte. das ende meines inneren trickfilmes. ohne ein ende im kopf stand ich beim paulsen auf dem teppich und verlor mich gleich mehrere wochen in einem konturlosen wirrwarr aus comic-speedlines, der kaffeesee lief beinahe über und ich die ganze zeit planlos mittendrin.</p>
<p>was kann man da machen? man kann zum beispiel google fragen. auf der suche nach dem grund für mein irrationales interesse an speedlines klickte ich mich durch irgendwelche ultra-langweiligen comicforen - bis ich auf wilhelm busch stiess, den urvater des comics. alte bilder, die man als kind sooft betrachtet hatte und nun schon so lange nicht mehr: bei <a href="http://www.gutenberg.org/files/17161/17161-h/17161-h.htm#Vierter_Streich">max&#8217; und moritz&#8217; viertem streich</a> war auf einmal alles klar.<br />
eigentlich liebe ich comics.</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil IV</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 20:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/526/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iv/" title="grosse bloggerportraitreihe teil IV"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/glam_start.tpe762k0dfi2gw04sw404wks.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil IV" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>plastiken, die nicht dazu da waren, um am boden zu liegen, an wänden zu kleben oder von der decke herunter zu baumeln, kamen mir immer etwas kraftlos vor wie ein paar zusammenhanglose worte denen letztlich keiner glaubt.
es schien immer irgendwie falsch, plastiken herzustellen so ohne räumlichen bezug, ohne eine&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/526/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iv/" title="grosse bloggerportraitreihe teil IV"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/glam_start.tpe762k0dfi2gw04sw404wks.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil IV" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>plastiken, die nicht dazu da waren, um am boden zu liegen, an wänden zu kleben oder von der decke herunter zu baumeln, kamen mir immer etwas kraftlos vor wie ein paar zusammenhanglose worte denen letztlich keiner glaubt.<br />
es schien immer irgendwie falsch, plastiken herzustellen so ohne räumlichen bezug, ohne eine feste bleibe dem gesichtslosen white-cube quasi die tür einrennend, wo der nächstbeste sie einpackt und zuhause nebens gute kaffeeservice in die vitrine stellt.</p>
<p>plexiglas und sockel waren mit zuwider, lieber knetete ich die sachen jedesmal neu. in folie und schaumgummi gewickelt wuchtete ich ein paarhundert kilo knete im 7,5-tonner nach <a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/">frankfurt</a> wo ich sie in zwei kleinen galerieräumen eine woche wieder zusammen pappte oder 10 tage in esslingen oder 5 tage in köln, 3 tage hannover... alles unentgeltlich weil ja im namen der kunst.</p>
<p>ich reiste auch nach luzern um drei tage lang über die kellerböden eines kunstvereins zu rutschen und denen die schlammpfütze auf den kalten beton zu kneten. die pfütze sickerte unter einer fussleiste hervor, so wie <a href="http://katiakelm.de/114/ein-lied-in-jeder-lebenslage/">hier</a>. als alles fertig war, beschloss die kuratorin plötzlich, noch ein riesiges kreischend pinkes hochglanz-foto hinter die pfütze zu hängen: eine art pop-art version eines boxkämpfers, der ausholt und zuschlagen will, was - ganz originell eigentlich - tatsächlich auch eine vergleichbare wirkung auf mich hatte.<br />
ich fragte die kuratorin, welche intention sie denn damit verfolge und sie erklärte, dass dies nunmal die letzte freie wand sei.</p>
<p>nun ich will nicht behaupten, dass ich so meta-sachen,  verschiedene künstlerische positionen zu kreuzen oder miteinander zu verweben, kategorisch ablehnen würde. ein anderes mal hatte ich mich schliesslich auch damit abgefunden, als mir einer eine fotoreihe von polke und richter hinters <a href="http://katiakelm.de/96/50000-zipfel-fur-vincent/">kornfeld</a> gehängt hatte - bloss waren das kleine schwarzweissbilder. die sah man kaum, so klein waren die. und polke und richter wären warscheinlich sogar erfreut gewesen, hätten die gesehen, wie gut mein fröhlich buntes gummifeld ihre drögen bilder aufpeppte.<br />
der pinke boxer jedoch erstreckte sich hinter der schlammpfütze in der grösse einer fototapete und selbst wenn man behauptet hätte, die verwandlung meiner sängerinnen in diese tolle mixed-media installation zum thema kampfsport sei als resultat eines übergeordneten konzeptes zu lesen, selbst das hätte das wohl keinen wirklich vom hocker hauen können.</p>
<p>im gegenteil - ich habe vielmehr den eindruck gewonnen, manche ausstellungsmacher vertreten tatsächlich die ansicht, dass plastische arbeiten sich einfach besonders gut eignen, leer wirkenden räumen fülle zu verleihen oder zumindest das echo zu mildern. viele verstreuen plastiken über ihre ausstellungen wie schafskäse auf salat und sind froh, das sie sich dabei nicht mit der leidigen wand-not rumärgern müssen.</p>
<p>dies ist jedoch ein irrtum. selbst zwischen den wandbehängern und dem schafskäselager geht es hoch her. als ich eines tages beispielsweise mein <a href="http://katiakelm.de/96/50000-zipfel-fur-vincent/">kornfeld</a> ordnungsgemäss auf einem mir zugewiesenen platz in einer gruppenshow abstellte, vollkommen wand- und harmlos mitten im raum, lief ein maler, dessen bilder auch irgendwo mit im raum hingen, plötzlich grün an und rannte kreischend zum kurator. die farben würden sich doch beissen, das sehe doch ein blinder! mir war ehrlich gesagt nicht ganz klar, welche sich farben er genau damit meinte, beliess es aber dabei. seine grüne gesichtsfarbe verschwand auch nicht nachdem ich ihm den rat gab, es vielleicht einfach mal mit besseren bildern zu versuchen.</p>
<p>dazu muss man sagen: maler hatten es eh noch nie leicht. das verhältnis von wänden und malern war immer schon ein unausgewogenes. hinzu kommt dass ihnen eine ganze dimension weniger zur verfügung steht als den plastikern. viele maler versuchen ihre bilder deshalb mit abgefahrenen rahmenkonstruktionen aufzupimpen oder trumpfen auf mit halsbrecherisch raumergreifenden all-over hängungen, (wobei mir nie ganz klar war, wie man bilder betrachtet, die in 2 meter 50 höhe hängen.) dies macht ihre bilder natürlich nicht besser.<br />
was den malern warscheinlich aber der grösste gräuel ist: immer mehr der dreimimensionalen schafskäse-produzenten geben sich nicht mehr nur mit dem fussboden zufrieden sondern  haben es auf ihre hart erkämpften wandflächen abgesehen. sie stellen ihren käse überall in den weg oder verlangen sogar, dass die wand dahinter frei bleibt!<br />
(ich würde ehrlich gesagt auch nicht mit ihnen tauschen wollen.)</p>
<p>irgendein professor an der kunsthochschule hatte mir mal erzählt, er würde einfach immer warten, bis nach der schlacht um die besten plätze eine schäbige ecke übrigbliebe. man habe dann darin seine ruhe und könnte es sich da ganz entkrampft gemütlich machen.<br />
bis heute halte ich dies für einen der ausgezeichnesten ratschläge, die ich während meines studiums erhielt. seitdem machte ich mir beispielsweise nie mehr die mühe, irgendwelche verdreckten wände weiss anzumalen. auch ein kellerloch hat seine würde und wozu sollte man versuchen, <a href="http://katiakelm.de/68/der-da-hinten-kann-ja-auch-mal-mithelfen/">eine heruntergekommene off-galerie</a> aussehen zu lassen wie das white-cube abschreibeobjekt einer komponistengattin? <a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/">das fenster bleibt zu</a> hätte in einem raum mit gespachtelten wänden nie so gut funktioniert und <a href="http://www.galeriemichaeljanssen.de/v1/schedule/00_shearts-mar_001.shtml">unter einer heizung hervorquellend</a> war die schlammpfütze nochmal um längen besser als unter einer glanzlosen fussleiste. in einem <a href="http://katiakelm.de/273/versuch-die-pickelkonigin-beruhmt-zu-machen/">fensterrahmen</a> auszustellen ist doch viel aufregender als auf einem sockel wobei die meisten grösseren ausstellungshäuser garkeine fenster mehr haben. (das wär doch mal ne herausforderung: &#8222;ich stell grundsätzlich nur auf fensterbrettern aus!&#8220;)</p>
<p>es gab eine zeit, da hatte ich gehofft, ich käme mit dieser technik, die mir der prof ans herz gelegt hatte, irgendwie drumrum, und könnte damit zumindest den rosa boxerbildern irgendwie entkommen. das ist natürlich quatsch und eben auch garnicht der spingende punkt. nicht die boxerbilder haben mir letztlich schlaflose nächte beschert sondern die wochenlangen reisen von einem aufbau zum nächsten, ohne einen pfennig zu verdienen, haufenweise zentnerschwere knetmasse durch die gegend wuchtend und nie zu wissend, was am nächsten morgen passieren würde. und als das geld am ende gänzlich ausblieb ohne atelier dazustehen, ohne raum um überhaupt noch etwas herzustellen, mit einem haufen obdachloser knete.</p>
<p>als das passierte schaffte ich nur noch schnell ein paar kleinere arbeiten und einige kilo knete auf meinen dachboden, liess alles andere zurück und konnte endlich wieder schlafen.</p>
<p>mit diesem blogger-portrait, meinem &#8222;seestück mit glam&#8220;, scheint jedoch ein stück verlorener raum zu mir zurückgeschlichen gekommen zu sein. der raum, den ich mit der schwere und dem volumen der frühreren arbeiten aufgegeben hatte kehrt jetzt unerwartet auf zweierlei weisen zurück: als neuer raum in mirselbst, raum für neue ideen und als raum in miniatur. so kann ich orte schaffen, die genau das erreichen könnten, was auch gut gemalte bilder können: bilder, die auch nichts anderes sind als räume ohne wände, kleine illusionen von höhlen in denen man sich obendrein vorzüglich verkriechen kann vor rosa boxerbildern.</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil III</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 19:27:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/415/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iii/" title="grosse bloggerportraitreihe teil III"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anketitel.4sx5elwzf1b4o4cw4w4k4ggk0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil III" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>bislang waren die protagonisten meiner arbeiten fast ausschliesslich ichselbst, jede menge <a href="http://katiakelm.de/tag/tauben/">tauben</a> und <a href="http://katiakelm.de/tag/nagetiere/">nagetiere</a>.
wenn ich den geschichten, die ich erzähle, schon gesichter geben musste, dann konnte das nur mein eigenes sein - das war eine dieser selbsterfundenen regeln, mit denen man sich jahrelang herumquält, weil man zu borniert ist, sich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/415/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iii/" title="grosse bloggerportraitreihe teil III"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anketitel.4sx5elwzf1b4o4cw4w4k4ggk0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil III" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>bislang waren die protagonisten meiner arbeiten fast ausschliesslich ichselbst, jede menge <a href="http://katiakelm.de/tag/tauben/">tauben</a> und <a href="http://katiakelm.de/tag/nagetiere/">nagetiere</a>.<br />
wenn ich den geschichten, die ich erzähle, schon gesichter geben musste, dann konnte das nur mein eigenes sein - das war eine dieser selbsterfundenen regeln, mit denen man sich jahrelang herumquält, weil man zu borniert ist, sich neue auszudenken. </p>
<p>wie es dann kommt, dass man die plötzlich über den haufen wirft und eine vorher unbemerkte tür aufstösst, das ist wahrscheinlich das eigentliche geheimnis hinter allem. und geheimnis: weil es zu profan ist, um es überhaupt jemandem zu erzählen. so profan wie ein daher gesagter satz an irgendeinem montag abend im jahr 1994, nachdem man sich mit einem bekannten im kino einen knetanimationsfilm angesehen hatte: &#8222;mach doch auch mal was in knete!&#8220; - oder wie ein <a href="http://katiakelm.de/34/nacktblogger/">geburtstagsgeschenk für einen blogger</a>.</p>
<p>es dauert dann noch eine kurze weile bis man kapiert, dass es hier weiter gehen kann, dass sich diese tür auch öffnen lässt, ein anlauf und - hopp - ist man durch. </p>
<p>vielleicht ist dies ja mal wieder so ein hopp.</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil II</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 19:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil I</title>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 19:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/386/grosse-bloggerportraitreihe-teil-i/" title="grosse bloggerportraitreihe teil I"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ablogger.d4ulvlfcbda3s4o0w0sgog8ss.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil I" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>jetzt wo blogs schon in einem atemzug mit dem faxgerät, dem telefon mit wählscheibe und der malerei genannt werden weil e-mail, handy, die fotografie und twitter sie ablösten, möchte ich nochmal kurz vor dem endgültigen aus ein denkmal setzen. ein denkmal für blogger. 
wobei es natürlich nichts neues ist, blogger&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/386/grosse-bloggerportraitreihe-teil-i/" title="grosse bloggerportraitreihe teil I"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ablogger.d4ulvlfcbda3s4o0w0sgog8ss.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil I" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>jetzt wo blogs schon in einem atemzug mit dem faxgerät, dem telefon mit wählscheibe und der malerei genannt werden weil e-mail, handy, die fotografie und twitter sie ablösten, möchte ich nochmal kurz vor dem endgültigen aus ein denkmal setzen. ein denkmal für blogger. </p>
<p>wobei es natürlich nichts neues ist, blogger zu portraitieren. die boulevardmedien überschlagen sich mit berichterstattung und fotostrecken von bloggern in visionärspose oder blogger durch betonrohre kullernd.<br />
auf solch hofierendes gehabe lege ich selbstverständlich keinen wert. ich bin schliesslich realist.<br />
deshalb bilde ich blogger ab, wie sie WIRKLICH sind — und zwar keine omnipräsenten superstars sondern blogger wie du und ich.<br />
ich versuche damit auch den no-names ein wenig unter die arme zu greifen und ihnen gesichter zu verleihen, wie sie noch keiner sah (oder sehen wollte)!</p>

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		<title>hüte und äpfel</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 19:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/298/hute-und-apfel/" title="hüte und äpfel"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/apfel.4yxo6gs57ampmoc4oso888oso.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="hüte und äpfel" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>vor der knete waren zeichnung und malerei. warum daraus irgendwann knete wurde weiss ich selbst nicht. vielleicht weil man nie zufrieden ist mit dem was man gerade am wickel hat. 2 dimensionen - wie oldschool ist das denn! mein knete gewordener minderwertigkeitskomplex. 
tatsächlich bin ich im grunde malerin. in meiner&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/298/hute-und-apfel/" title="hüte und äpfel"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/apfel.4yxo6gs57ampmoc4oso888oso.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="hüte und äpfel" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>vor der knete waren zeichnung und malerei. warum daraus irgendwann knete wurde weiss ich selbst nicht. vielleicht weil man nie zufrieden ist mit dem was man gerade am wickel hat. 2 dimensionen - wie oldschool ist das denn! mein knete gewordener minderwertigkeitskomplex. </p>
<p>tatsächlich bin ich im grunde malerin. in meiner alten WG in bramfeld hing ein bild über dem küchentisch was ich in meiner pseudo feministinnen phase mal gemalt hatte, eine gruppe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cancan">cancan</a> tanzender ohne unterhosen. und jeden morgen beim frühstück malte ich es in gedanken nochmal. das beste training. malerei kann alles was die knete kann und noch mehr.</p>
<p>oder wie knetet man eine ohnmacht aus der man erwacht, umgeben von 14 nackten männern?</p>

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		<title>theoriegespinste</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2005 21:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/59/theoriegespinste/" title="theoriegespinste"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/mann_v_welt_titel.7tu3tvzab4ru4oks0048o4osk.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="theoriegespinste" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>gerade die dinge, die in der erinnerungfalle kleben blieben obwohl sie völlig banal sind, eigenen sich besonders gut zum kunst machen. das sind bilder die einfach durchgeschoben werden können, aus dem kopf aufs blatt oder in die knete, ohne dass sie einen rattenschwanz an sperrigen bedeutungen hinter sich her zögen.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/59/theoriegespinste/" title="theoriegespinste"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/mann_v_welt_titel.7tu3tvzab4ru4oks0048o4osk.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="theoriegespinste" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>gerade die dinge, die in der erinnerungfalle kleben blieben obwohl sie völlig banal sind, eigenen sich besonders gut zum kunst machen. das sind bilder die einfach durchgeschoben werden können, aus dem kopf aufs blatt oder in die knete, ohne dass sie einen rattenschwanz an sperrigen bedeutungen hinter sich her zögen.<br />
man trifft natürlich eine auswahl. man kann ja nicht ALLES kneten. und die auswahl fällt selten zugunsten schöner, symmetrischer, fehlerfreier dinge aus. denn nichts ist langweiliger als das richtige.</p>
<p>in meiner erinnerung kleben blieb zum beispiel das bild büchern am boden. ein kollege hatte eine reihe klassiker aus philosophie und wissenschaft am boden seiner installationen verteilt, unter um quasi das &#8222;philosophische fundament&#8220; seiner arbeit zu verdeutlichen.</p>
<p>das musste ich auch versuchen! ich kaufte ein buch auf dem flohmarkt. etwas teuer aber der titel - &#8222;Ein Mann von Welt&#8220; - war die 2 euro wert.<br />
weil ich im inhalt keine stelle finden, auf die ich mich hätte beziehen können <a href="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/mowengeschichte.pdf"> schrieb ich einfach selber ein paar seiten und klebte sie in das buch</a>.</p>
<p>wobei ich heute zugeben muss: der text hat immer noch nichts mit der arbeit zu tun. aber so ein buch am boden ist einfach unersetzlich für die theoriefindung.</p>

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		<title>Steffi &amp; Arndt</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1723/steffi-arndt/" title="Steffi &#038; Arndt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/titel.9kj6eam004c9c8wkgss04gscg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="Steffi &#038; Arndt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>Steffi &#038; Arndt ist eine gemeinschaftsarbeit von <a href="http://www.guidoalfs.de/">guido alfs</a> und mir. die installation wurde bei <a href="http://www.google.de/search?hl=de&#038;q=Pick+Up+And+Mix+Kaiser-Wilhelm-Straße&#038;btnG=Suche&#038;meta=&#038;aq=f&#038;oq=">Pick Up And Mix</a>, einer gruppenausstellung in der kaiser-wilhelm-straße 2005 in hamburg gezeigt. 
am selben ort hatte ich erst ein paar monate zuvor ausgestellt: bei <a href="http://www.derhimmelistschoen.de/hamburg/index.html">Der Himmel ist schön</a>. ich hatte dort die installation <a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/">Ein Mann&#8230;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1723/steffi-arndt/" title="Steffi &#038; Arndt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/titel.9kj6eam004c9c8wkgss04gscg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="Steffi &#038; Arndt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>Steffi &#038; Arndt ist eine gemeinschaftsarbeit von <a href="http://www.guidoalfs.de/">guido alfs</a> und mir. die installation wurde bei <a href="http://www.google.de/search?hl=de&#038;q=Pick+Up+And+Mix+Kaiser-Wilhelm-Straße&#038;btnG=Suche&#038;meta=&#038;aq=f&#038;oq=">Pick Up And Mix</a>, einer gruppenausstellung in der kaiser-wilhelm-straße 2005 in hamburg gezeigt. </p>
<p>am selben ort hatte ich erst ein paar monate zuvor ausgestellt: bei <a href="http://www.derhimmelistschoen.de/hamburg/index.html">Der Himmel ist schön</a>. ich hatte dort die installation <a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/">Ein Mann von Welt</a> für einen bestimmten raum entwickelt, ein schmales zimmer mit grossem fenster, und bei Pick Up And Mix erschien es mir nur logisch, wieder das selbe zimmer zu beziehen.<br />
das ist aber wohl auch alles was Steffi &#038; Arndt mit dem <a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/">Mann von Welt</a> gemeinsam haben. </p>
<p>die texte aus der installation kann man <a href="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/steffiarndt.pdf">hier als pdf downloaden</a></p>

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		<title>himmel in hamburg</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2004 14:23:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/" title="himmel in hamburg"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/himmeltitel.9aud3ds0wt6qo0cc80kw4gcg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="himmel in hamburg" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die erste version von <a href="http://www.derhimmelistschoen.de/hamburg/index.html">Der Himmel ist schön</a> wurde in hamburg, in der kaiser-wilhelm-straße gezeigt.
<a href="http://www.ingekrause.com/">inge krause</a> hatte einen leerstehenden laden im vorbeigehen entdeckt und beschlossen, wolkenbilder darin zu zeigen. ihre eigenen und die einiger freunde und kollegen, von denen sie wusste, dass die auch schonmal „was mit himmel“ gemacht hatten.
ich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/" title="himmel in hamburg"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/himmeltitel.9aud3ds0wt6qo0cc80kw4gcg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="himmel in hamburg" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die erste version von <a href="http://www.derhimmelistschoen.de/hamburg/index.html">Der Himmel ist schön</a> wurde in hamburg, in der kaiser-wilhelm-straße gezeigt.<br />
<a href="http://www.ingekrause.com/">inge krause</a> hatte einen leerstehenden laden im vorbeigehen entdeckt und beschlossen, wolkenbilder darin zu zeigen. ihre eigenen und die einiger freunde und kollegen, von denen sie wusste, dass die auch schonmal „was mit himmel“ gemacht hatten.<br />
ich hatte zwar noch nichts mit himmel gemacht, sah aber ein, dass es an der zeit war. </p>
<p>es gibt frühere arbeiten von mir, die immerhin um ein paar ecken verwandt waren, z.b. <a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/">Das Fenster bleibt zu</a>. verwandt aber weniger durch das vorhandensein eines fensters sondern viel eher durch die besondere beschaffenheit der wände: wasserflecken entlockt die phantasie bekanntlich die besten grimassen.</p>
<p>im raum von Ein Mann von Welt gab es leider keine solch ruinösen wände. als ich jedoch herumfragte, ob jemand vielleicht eine alte fleckige decke erübrigen könnte, traf die materialspende meiner freundin christine ebeling so sehr ins schwarze wie ich es selten erlebt hatte.<br />
christine hat übrigens auch die technische umsetzung des wackelmechanismusses von zeh bzw. &#8222;rollbraten&#8220; im fenster übernommen.</p>
<p>im jahr darauf wurde Der Himmel ist schön <a href="http://katiakelm.de/59/theoriegespinste/">noch einmal in berlin</a>, in der <a href="http://www.galerie-walden.de/">galerie walden</a> gezeigt und in inges raum in der kaiser-wilhelm-strasse zog ein halbes jahr später die gruppenausstellung Pick Up And Mix bei der ich in kooperation mit <a href="http://www.guidoalfs.de/">guido alfs</a> aus berlin die installation Steffi &#038; Arndt zeigte.</p>

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		<title>vogelfrei nach erfurt</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2004 18:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/291/vogelfrei-nach-erfurt-und-vogelfrei-zuruck/" title="vogelfrei nach erfurt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/mannfrau.daog2y54uga5s88wcoowscos8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="vogelfrei nach erfurt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>meine teilnahme an Mann und Frau intim im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kunsthaus_Erfurt">kunsthaus erfurt</a> geschah ganz im geiste meiner <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">seit jena neu entdeckten</a> aufbautechnik: alles in einem rucksack. <a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/">ohne lastwagen</a> und ohne parkplatzprobleme.
und wie man es von erfurt erwartete hingen die bilder tatsächlich auf <a href="http://www.erfurt.com/">rauhfaser</a>!

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/291/vogelfrei-nach-erfurt-und-vogelfrei-zuruck/" title="vogelfrei nach erfurt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/mannfrau.daog2y54uga5s88wcoowscos8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="vogelfrei nach erfurt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>meine teilnahme an Mann und Frau intim im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kunsthaus_Erfurt">kunsthaus erfurt</a> geschah ganz im geiste meiner <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">seit jena neu entdeckten</a> aufbautechnik: alles in einem rucksack. <a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/">ohne lastwagen</a> und ohne parkplatzprobleme.</p>
<p>und wie man es von erfurt erwartete hingen die bilder tatsächlich auf <a href="http://www.erfurt.com/">rauhfaser</a>!</p>

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		<title>versuch, die pickelkönigin berühmt zu machen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2004 17:11:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/273/versuch-die-pickelkonigin-beruhmt-zu-machen/" title="versuch, die pickelkönigin berühmt zu machen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/pickel.9dmjnqidu1zs84o88400s0wo4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="versuch, die pickelkönigin berühmt zu machen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>mein letztes atelier war ein ausrangierter puppenladen im hamburger gängeviertel. eine immobilienfirma hatte sich dort breit gemacht und plante, dieses zum teil denkmalgeschützte viertel von der stadt zu erwerben um dort überteuerten wohnraum umgeben von goldschmieden, souvenirgeschäften und delikatessenmärkten zu platzieren. um das zu erreichen musste wie üblich die kultur&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/273/versuch-die-pickelkonigin-beruhmt-zu-machen/" title="versuch, die pickelkönigin berühmt zu machen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/pickel.9dmjnqidu1zs84o88400s0wo4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="versuch, die pickelkönigin berühmt zu machen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>mein letztes atelier war ein ausrangierter puppenladen im hamburger gängeviertel. eine immobilienfirma hatte sich dort breit gemacht und plante, dieses zum teil denkmalgeschützte viertel von der stadt zu erwerben um dort überteuerten wohnraum umgeben von goldschmieden, souvenirgeschäften und delikatessenmärkten zu platzieren. um das zu erreichen musste wie üblich die kultur herhalten. eine marketingtante die auch ein paar semester kulturmanagement studiert hatte gründete eigens einen kulturverein, fehlte nur noch die kultur.</p>
<p>mit der auflage, dort von aussen gut sichtbar ordentlich herumzukünstlern, überliess man mir unentgeldlich diesen riesigen raum mit breiter fensterfront. abgesehen vom fehlenden klo und der nicht vorhandenen heizung ein hauptgewinn.</p>
<p>als ich ihn nach einigen wochen des bezog, fiel mir jedoch plötzlich ein, dass mir das arbeiten vor publikum  gar nicht so lag. ich zog einen vorhang ein, was wiederum den plänen der immobilienfreaks und ihrer kulturmanagerin nicht ensprach. der kulturtante passte es eh nicht, dass man mir den raum überlassen hatte und nicht ihr, die stimmung begann abzukühlen.</p>
<p>um einen kompromiss zu finden und den immobilienjungs ein bischen entgegen zu kommen stellte ich die pickelkönigin ins fenster. und wenig später ein <a href="http://katiakelm.de/238/portraits/">gelungenes portrait</a> meines alten wegbegleiters jens förster dazu. die sollten den kulturgeilen passanten <a href="http://katiakelm.de/265/fensterbankkunst/">die keramikkatze machen</a>.</p>
<p>zwei monate später schmiss man mich schliesslich raus. aus sanierungsgründen, hiess es. tatsächlich sieht der laden noch heute aus wie damals. nur dass die kulturtante dort jetzt drin ist.</p>

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		<title>zeichnen</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2003 20:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/436/zeichnen/" title="zeichnen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/jenazeichnung_titel.dp18ztnbd2dgo488w00s84ck8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="zeichnen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>wenn man sich wie ich so lange mit hochfragilen klotz-am-bein-plastiken rumgeschlagen hat weiss man es  zu schätzen, wenn man ausstellungsbeiträge plötzlich mit der post verschicken kann.
in jena hängte ich neben der <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">Anarchie ...</a> ein paar räume voll mit zeichnungen.
obgleich ich viel länger zeichne als ich irgendetwas anderes mache hatte&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/436/zeichnen/" title="zeichnen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/jenazeichnung_titel.dp18ztnbd2dgo488w00s84ck8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="zeichnen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>wenn man sich wie ich so lange mit hochfragilen klotz-am-bein-plastiken rumgeschlagen hat weiss man es  zu schätzen, wenn man ausstellungsbeiträge plötzlich mit der post verschicken kann.<br />
in jena hängte ich neben der <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">Anarchie ...</a> ein paar räume voll mit zeichnungen.<br />
obgleich ich viel länger zeichne als ich irgendetwas anderes mache hatte ich einen zeichnungen zuvor nur einmal in einer kleineren hamburger gruppenausstellung gezeigt. hier war es jedoch ein recht buntes häuflein, in ein paar stunden im atelier aus alten mappen zusammengesammelt. für jena setzte ich mich mehrere wochen auf den arsch und fing nochmal von vorne an.<br />
der vorteil am auf dem arsch sitzen ist die dadurch resultierende nähe zur zeit. die schritte werden kleiner und leiser. die maschen sitzen dichter, beschreiben genauer. ich kann die zeichnungen heute kaum ertragen weil sie im vergleich zu wörtern, die ihre zeit bestenfalls beschreiben können, mit der damaligen zeit noch in verbindung stehen. sie spiegeln sie nicht sondern gehören zu ihr.</p>
<p>ein teil der zeichnungen wurde in einem katalog abgedruckt den es <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=79146&amp;_nav_id1=58181&amp;_nav_id2=58182&amp;_lang=de" target="_blank">hier noch</a> zu kaufen gibt.<br />
<a href="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/anachietext_erikstephan.pdf">hier ist ein pdf zum download</a> vom begleittext von erik stephan, dem leiter der galerie im stadtmuseum jena.</p>

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		<title>die tauben die in jena blieben</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2003 20:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/307/die-tauben-die-in-jena-blieben/" title="die tauben die in jena blieben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben.btl3q0k35gm7gog4wso80w04c.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="die tauben die in jena blieben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>in jena ist alles paradiesisch, ausser sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Jena_Paradies">bahnhof</a>.
selten so unprätentiöse leute getroffen, so entspannt aufgebaut. die <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">Anarchie …</a> und <a class="lightview" title=" :: :: menubar: false, height: 300, width: 410" href="#player">ein trupp tauben</a> fuhren schonmal im kofferraum vor, die zeichnungen und ich kamen im ICE hinterher.
während der fahrt dachte ich mir die titel aus. titelfindung ist fast so toll wie die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/307/die-tauben-die-in-jena-blieben/" title="die tauben die in jena blieben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben.btl3q0k35gm7gog4wso80w04c.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="die tauben die in jena blieben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>in jena ist alles paradiesisch, ausser sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Jena_Paradies">bahnhof</a>.<br />
selten so unprätentiöse leute getroffen, so entspannt aufgebaut. die <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">Anarchie …</a> und <a class="lightview" title=" :: :: menubar: false, height: 300, width: 410" href="#player">ein trupp tauben</a> fuhren schonmal im kofferraum vor, die zeichnungen und ich kamen im ICE hinterher.<br />
während der fahrt dachte ich mir die titel aus. titelfindung ist fast so toll wie die der bilder. das ist wie umrühren und ein paar wörter kleckern über den rand. nachschauen, was sind das für wörter, sind die brauchbar? nein? wieder rein. weiterrühren.</p>
<p>als &#8222;gastgeschenk&#8220; knetete ich dem <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=75194&amp;_nav_id1=58185&amp;_lang=de">museum</a> ein taubenpaar für die <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=75201&amp;_nav_id1=58181&amp;_lang=de">sammlung</a>, an die wand, das jetzt einen beachtlichen fettfleck umgibt, wie ihn selbst die <a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/">kaninchen</a> nicht besser hin bekamen.</p>

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		<title>anarchie in jena</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2003 16:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/" title="anarchie in jena"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anarchie_titel.d5dcyknpla2wcowk8wso00cww.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="anarchie in jena" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ich war so bescheuert, dass ich ernsthaft meinte, für jede ausstellung immer etwas neues machen zu müssen. statt einmal irgendwas hinzukneten und das dann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig">hermann</a> mässig weiterzureichen baute ich immer etwas neues.  die Anarchie … zeigte ich immerhin zweimal. ursprünglich baute ich sie für eine einzelausstellung in meiner ehemaligen galerie in&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/" title="anarchie in jena"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anarchie_titel.d5dcyknpla2wcowk8wso00cww.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="anarchie in jena" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ich war so bescheuert, dass ich ernsthaft meinte, für jede ausstellung immer etwas neues machen zu müssen. statt einmal irgendwas hinzukneten und das dann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig">hermann</a> mässig weiterzureichen baute ich immer etwas neues.  die Anarchie … zeigte ich immerhin zweimal. ursprünglich baute ich sie für eine einzelausstellung in meiner ehemaligen galerie in frankfurt, wo am eröffnungsabend zirca 10 leute waren (freunde, galeristen und michselbst eingeschlossen) und wo ich auf allen 3 installationen sitzen blieb. sowas passiert. nur mir eben nicht und das war auch der grund für meinen spleen, arbeiten nie mehrfach zu zeigen. wie auch wenn alles verkauft war. mein atelier war eh gerade gross genug für das zeug, an dem ich gerade arbeitete.</p>
<p>frankfurt allerdings war ein echter tiefpunkt. eine installation setze ich komplett in den sand, die technik, mittels derer ein aal die fussleisten entlang gleiten sollte, versagte eine stunde vor eröffnung. die anderen drei, <a href="http://katiakelm.de/wordpress/92/bauch-im-fenster/">Tot! Oder ich ess Dich auf</a> , 4 überlebensgrosse <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">schweine</a> die zeitgleich auf der örtlichen kunstmesse zu sehen gewesen waren und die Anarchie … entwickelten sich, abgesehen davon, dass ich keinen cent verdiente, nach der ausstellung noch zu einem echten problem.</p>
<p>der galerist rief mich an und verkündete, dass ihm für <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">schweine</a> und <a href="http://katiakelm.de/wordpress/92/bauch-im-fenster/">Tot! …</a> sein lager zu eng werde. binnen einer bestimmten frist solle ich meine arbeiten abholen und selber einlagern. dass ich mir einen transport in dieser grössenordnung nicht leisten konnte interessierte ihn nicht. die vorstellung, das ganze sperrige zeug, was eh durch keine normale tür ging, wieder an der backe zu haben, raubte mir nachts den schlaf: ein paar quadratmeter lagerfläche anzumieten wo es in kisten gestapelt die nächsten 50 jahre im dunkeln verbringen würde, bis zu meinem tod? </p>
<p>ich schlug also dem drängenden galeristen am telefon vor, unter diesen umständen müsse er die arbeiten wohl entsorgen.<br />
wenige tage später rief mich eine kunstgeschichts-studentin aus weimar an um mir zu erzählen, dass sie gerade aus frankfurt käme wo sie meiner galerie einen besuch abstatten wollte, um meine arbeiten zu sehen. meine arbeiten hätte sie dort auch gesehen, allerdings nicht im haus sondern davor, auf der strasse. als sie daraufhin etwas besorgt im haus nachfragte habe man ihr gesagt, die arbeiten seien sperrmüll, sie könne sie aber gerne mitnehmen.</p>
<p>seitdem habe ich keine knetarbeiten mehr gemacht, die nicht anstandslos durch türrahmen passen.<br />
in jena zeigte ich erstmals nur zeichnungen und zwei kleinere arbeiten, die sich im kofferraum transportieren liessen.</p>

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		<title>das monster und ich</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2002 20:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/157/das-monster-und-ich/" title="das monster und ich"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/frankenstein_titel.8oggifawuijyosswc88scs8ck.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="das monster und ich" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><a href="http://www.philippschewe.de/">philipp schewe</a>, der mein ateliernachbar war und zwischen videokameras, kabeln, computern und monitoren lebte, hatte mir aus dem film Frankenstein jede menge standbilder geschnitten: boris karloff von allen seiten. ich hängte sie einmal rumum den tisch an dem ich arbeitete.
wenn ich jemanden portraitiere taste ich ihn mit den augen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/157/das-monster-und-ich/" title="das monster und ich"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/frankenstein_titel.8oggifawuijyosswc88scs8ck.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="das monster und ich" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p><a href="http://www.philippschewe.de/">philipp schewe</a>, der mein ateliernachbar war und zwischen videokameras, kabeln, computern und monitoren lebte, hatte mir aus dem film Frankenstein jede menge standbilder geschnitten: boris karloff von allen seiten. ich hängte sie einmal rumum den tisch an dem ich arbeitete.</p>
<p>wenn ich jemanden portraitiere taste ich ihn mit den augen ab und mit den fingern die knete. und je länger ich die lippen des monsters äugisch betastete umso mehr ergriffen mich die traurigen mundwinkel, das nach innen gekehrte dunkle lippenrot, der stark erhabene ringmuskel.</p>
<p>tagelang umgeben von boris&#8217; hohlen wangen (angeblich verzichtete karloff während des drehs auf sein künstliches gebiss) passierte das unsteuerbare, was man sich nicht vornehmen kann, so wie man sich die liebe nicht aussuchen kann: die handpuppe sah am ende genauso verklärt aus der wäsche wie ich: verliebt in das monster.</p>

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		<title>bauch im fenster</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2002 09:26:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/92/bauch-im-fenster/" title="bauch im fenster"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tot_oder_titel.7eygfzvt6xa5c0o8wog8w0s4c.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="bauch im fenster" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>exhibitionismus als thema spiegelt wunderbar das, was alle tun, die sowas tun wie ich: abbilden, was uns umgibt, zu welchem zweck und mit welchem ergebnis auch immer. leute die auf der bühne stehen und lieder singen, leute, die ihre gedanken aufschreiben und die gedruckt veröffentlichen und leute die tauben kneten&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/92/bauch-im-fenster/" title="bauch im fenster"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tot_oder_titel.7eygfzvt6xa5c0o8wog8w0s4c.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="bauch im fenster" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>exhibitionismus als thema spiegelt wunderbar das, was alle tun, die sowas tun wie ich: abbilden, was uns umgibt, zu welchem zweck und mit welchem ergebnis auch immer. leute die auf der bühne stehen und lieder singen, leute, die ihre gedanken aufschreiben und die gedruckt veröffentlichen und leute die tauben kneten oder dicke männer - alles garnicht so weit weit entfernt von denen, die aus dem gebüsch springen um ihren nackten po zu zeigen.</p>
<p>die männer in den fenstern drücken also ihre nackten bäuche gegen die fensterscheiben. ich brauche sicher nicht erwähnen, dass die inspiration der hutmode <a href="http://youtube.com/watch?v=e3wShd_bX8A">vom diesem video </a> ausging. und auch sonst: michael jackson als fleisch gewordene knetmasse war immer schon ein thema was im raum stand, an das ich mich bloss nie ranwagte. mit den hüten schrammte ich immerhin mal ganz keck dran vorbei.</p>
<p>der eichenblätterhaufen ging übrigens <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">auch nicht durch die tür</a>.</p>

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		<title>schweine-arbeit</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2002 07:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/" title="schweine-arbeit"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schweine_titel.ewurhm9r025t0ks8os4gc8sg8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="schweine-arbeit" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die schweine frassen alles auf. alles wurde viel zu gross und zu schwer im verhältnis zur idee. ich war eine, die mal bilder malte im stillen kämmerlein und keine, die andere für sich arbeiten liess. die verantwortung, die geldsorgen und die ganze koordination frassen meine kraft, die am entscheidenden ende&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/" title="schweine-arbeit"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schweine_titel.ewurhm9r025t0ks8os4gc8sg8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="schweine-arbeit" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die schweine frassen alles auf. alles wurde viel zu gross und zu schwer im verhältnis zur idee. ich war eine, die mal bilder malte im stillen kämmerlein und keine, die andere für sich arbeiten liess. die verantwortung, die geldsorgen und die ganze koordination frassen meine kraft, die am entscheidenden ende fehlte: in der arbeit.</p>
<p>umgeben von galeristen die keinen plan hatten, was ihre kunden interessierte, baute ich vier schweine in meinem atelier in der 3. etage eines alten bürogebäudes und als sie fertig waren wog ein schwein 80 kilo und ging nicht mehr durch die tür.</p>
<p>sie wurden auf der art frankfurt gezeigt und ich erinnere immer gerne an die aussage eines alten professors wenn der die hängung der arbeiten seiner studenten bemängelte: &#8222;das hat das bild nicht verdient!&#8220;<br />
die kunst, die hier gezeigt wurde, erinnerte mehr an bürodekoration als an irgend etwas anderes. mein alter freund <a href="http://www.re-title.com/artists/Tim-Thyzel.asp">tim thyzel</a> pflegte in solchen momenten zu sagen: &#8222;wenn alle anderen scheisse sind fällt man immerhin mal positiv auf …&#8220; ich sah das etwas anders. auch die theorie, dass man sich im puff nicht davor fürchten bräuchte, bekannte zu treffen, man habe sich ja gegenseitig in der hand - traf hier nicht zu.<br />
ich setzte mich in eine ecke, zog mir ganz tief die kaputze über die augen und stöhnt leise vor mich hin.<br />
<a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/"><br />
die schweine sind nie verkauft worden.</a></p>

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		<title>peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2001 21:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/314/peinliche-pointenkunst-gerade-noch-die-kurve-bekommen/" title="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/prinzen.bjnbmry7lhoxogc0s48o04wkc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>mein innerer mister hyde ist romantiker. und wenn der sich hin und wieder mal raus schlich um sich  kitschigen <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/">schwänen</a>, <a href="http://katiakelm.de/234/schonheiten-auf-cocktailpiekserbeinen/">flamingos</a> oder <a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">löwenbrunnen</a> zuzuwendet lag das meistens daran, dass wenig zeit bleibt zur besinnung zu kommen wenn man die arbeit schon eine viertel stunde nach fertigstellung ausstellt.
andere künstler sitzen tagelang im&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/314/peinliche-pointenkunst-gerade-noch-die-kurve-bekommen/" title="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/prinzen.bjnbmry7lhoxogc0s48o04wkc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>mein innerer mister hyde ist romantiker. und wenn der sich hin und wieder mal raus schlich um sich  kitschigen <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/">schwänen</a>, <a href="http://katiakelm.de/234/schonheiten-auf-cocktailpiekserbeinen/">flamingos</a> oder <a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">löwenbrunnen</a> zuzuwendet lag das meistens daran, dass wenig zeit bleibt zur besinnung zu kommen wenn man die arbeit schon eine viertel stunde nach fertigstellung ausstellt.<br />
andere künstler sitzen tagelang im dunkeln, meditieren darüber, ob sie einen punkt in der linken oberen ecke ihres bildes lieber 2 milimeter nach rechts setzen sollten - ich mach das genauso. allerdings immer erst NACH der ausstellung.</p>
<p>bei den abgestürzten prinzen kam die klarheit während ich ihre plattgetretenen gliedmasse (wie schon bemerkt: <a href="http://katiakelm.de/176/padagogikkunst/">ausstellungsbesucher und das raumgefühl …</a>) wieder zurechtbog um sie unter neuem namen als <em>Tote Opernstars</em> der volksführsorge anzudrehen. rapunzels turm bekam plötzlich ohne die prinzen einen ganz neuen sinn: als fernseher! (nachrichtensprecher zum beispiel sehen mit gelben zöpfen viel sympatischer aus.)<br />
manchmal ist es eben so dass ein baum erstmal eine waschmaschine werden muss um zu einem vollkommenen baum werden zu können.</p>
<p>die fernsehermarke hiess übrigens &#8222;lady colour&#8220;.</p>

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		<title>okkultismus unter knethasen</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2001 12:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/127/okkultismus-unter-knethasen/" title="okkultismus unter knethasen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/geister_titel.6aa5fu5qexrbc4gw8sko00wo4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="okkultismus unter knethasen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>stellt man zwei leere flaschen in ein zimmer stellt man zwei bezüge her: zwischen den flaschen und zwischen flaschen und raum. das ist im grossen und ganzen mein installationsbegriff. wenn ich eine installation entwickeln möchte genügt es im prinzip eine skulptur reinzustellen und - schwupp - hat man eine installation.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/127/okkultismus-unter-knethasen/" title="okkultismus unter knethasen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/geister_titel.6aa5fu5qexrbc4gw8sko00wo4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="okkultismus unter knethasen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>stellt man zwei leere flaschen in ein zimmer stellt man zwei bezüge her: zwischen den flaschen und zwischen flaschen und raum. das ist im grossen und ganzen mein installationsbegriff. wenn ich eine installation entwickeln möchte genügt es im prinzip eine skulptur reinzustellen und - schwupp - hat man eine installation. das selbe passiert auch wenn man ein bild reinhängt. man kann dann das bild ein wenig mehr nach links schieben und - schwupp - sehen raum und bild ganz anders aus. das ist natürlich hart. dabei mal ein ende zu finden ist eigentlich unmöglich. man geht abends frustriert nach hause und geht schlafen um das bild die ganze nacht im traum nach rechts und links zu schieben.</p>
<p>das praktische an diesem installationsbegriff ist, dass das, was mit flaschen funktioniert auch mit hasen geht. wäre ich - wie meine nachbarin zu sagen pflegt - &#8222;sprirituell&#8220;, könnte ich sogar behaupten, dass ein ganzer kreis von knetgummihasen ein wahnsinns bezugnahme-knäuel zuf folge hat. und auch die alte frage, was passiert, wenn man rausgeht, wird wohl nie befriedigend beantwortet werden können.</p>
<p>eigentlich wollte ich erst steven spielberg als stillen zeugen, der rat meiner freundin <a href="http://www.gunillajaehnichen.de/aktuell.html">gunilla jähnichen</a>, ich sei doch keine politkünstlerin, bewahrte mich zum glück davor. ich entschied mich für david copperfield den ich aus materialersparnisgründen auf kopf, po und füsse reduzieren musste. ihn auf einer nebenmaschine zu platzieren passte ganz gut, fand ich, zumal ich bei meiner recherche über den slogan David Copperfield - Master of Illusion! stolperte.</p>

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		<title>50.000 zipfel für vincent</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2001 12:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/96/50000-zipfel-fur-vincent/" title="50.000 zipfel für vincent"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/kornfeld_titel.420s1ctk0ewlgkscwsckw0sks.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="50.000 zipfel für vincent" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ich musste mal vor leuten, die sonntags um 11 in bremen ins museum gehen, einen vortrag halten. bordeaux gefärbte perlenkettenträgerinnen in strickmänteln jeweils mit geldgeber. und obgleich so kulturbeflissene bei mir keinen sehr hohen respekt geniessen machte ich mir fast ins hemd dabei.
ausgestellt hatte ich das modell zum kornfeld,&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/96/50000-zipfel-fur-vincent/" title="50.000 zipfel für vincent"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/kornfeld_titel.420s1ctk0ewlgkscwsckw0sks.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="50.000 zipfel für vincent" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ich musste mal vor leuten, die sonntags um 11 in bremen ins museum gehen, einen vortrag halten. bordeaux gefärbte perlenkettenträgerinnen in strickmänteln jeweils mit geldgeber. und obgleich so kulturbeflissene bei mir keinen sehr hohen respekt geniessen machte ich mir fast ins hemd dabei.</p>
<p>ausgestellt hatte ich das modell zum kornfeld, ein kleiner roter klumpen am boden, mit gelben zotteln. im selben raum mit einer reihe 60ger jahre minimalisten. mein klumpen passte da so rein wie ich zu den perlenketten.</p>
<p>ich hatte 50 minuten um mich vorzubereiten. gerade genug, um mir einen anzutrinken, und als ich schliesslich aufgerufen wurde erzählte ich zehn minuten lang von meiner liebe für van gogh.<br />
wäre ich damals dabei gewesen hätte er sich sein ohr nicht abschneiden brauchen: ich hätte ihn genommen.</p>
<p>das modell meines kornfeldes, der &#8222;kleine bruder&#8220;, soll später angeblich von einem besucher platt getreten worden sein.</p>

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		<title>taubenfamilie: skizzen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jun 2000 11:19:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/430/taubenfamilie-skizzen/" title="taubenfamilie: skizzen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/taubenskizzen_titel.bn39fw4hg3o4ws4g04okog0ow.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="taubenfamilie: skizzen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>zum <a href="http://katiakelm.de/42/familie-der-eine-hat-keine-der-andere-wurde-gerne-mit-ihm-tauschen/">singenden familienportrait</a> gab es natürlich skizzen.
es ist aber nicht so, dass es zu allen dreidimensionalen arbeiten skizzen gibt. zwar gab es immer diese zeichnerisch-denken-phasen, die späteren plastiken aber entsprachen selten den zeichnungen. was ich am ende dreidimensional umsetze lasse ich zeichnerisch meistens vorher aus. 
eindimensionale skizzen zu dreidimensionalen figuren&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/430/taubenfamilie-skizzen/" title="taubenfamilie: skizzen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/taubenskizzen_titel.bn39fw4hg3o4ws4g04okog0ow.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="taubenfamilie: skizzen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>zum <a href="http://katiakelm.de/42/familie-der-eine-hat-keine-der-andere-wurde-gerne-mit-ihm-tauschen/">singenden familienportrait</a> gab es natürlich skizzen.<br />
es ist aber nicht so, dass es zu allen dreidimensionalen arbeiten skizzen gibt. zwar gab es immer diese zeichnerisch-denken-phasen, die späteren plastiken aber entsprachen selten den zeichnungen. was ich am ende dreidimensional umsetze lasse ich zeichnerisch meistens vorher aus. </p>
<p>eindimensionale skizzen zu dreidimensionalen figuren taugen allerdings besonders gut als erinnerungshilfen: hatte der onkel, der kaninchenzüchter war, tatsächlich ähnlichkeit mit seinen kaninchen? welche form hatte nochmal der schädel der schwester und wie rot war die nase des vaters wirklich? - wobei fotos anzusehen hierzu völlig ausreichen würde. das kann es also nicht sein.</p>
<p>aber sie nachzuzeichnen, die schmalen lippen abzutasten, die augen mit der bleistiftspitze zu umkreisen: wie auf knopfdruck all die erschlagenden gefühle zurückzuholen, die sich einem schwer auf die schultern legen, die sich aber wie über einen blitzableiter zurückbefördern lassen - über den bleistift zurück in die gesichter. da braucht es keine gleitmittel, keine traurige filmmusik, es geht auch so, mit dem bleistift, hart und trocken.</p>

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		<title>pädagogikkunst</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Apr 2000 09:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/176/padagogikkunst/" title="pädagogikkunst"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schoen_titel.921adozpwurxsswww0k08s8ws.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="pädagogikkunst" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>in offgalerien gibt es ja leider keine bodyguards die die arbeiten umringen und mittels funkgerät mit  kollegen kommunizieren, die einen halben meter weiter stehen. ich hätte mich selbst neben die arbeiten stellen müssen, das tat ich allerdings nie, seitdem ich mal daneben stand, als ein galeriebesucher das <a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/">eisbärenfell</a> überschritt und ich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/176/padagogikkunst/" title="pädagogikkunst"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schoen_titel.921adozpwurxsswww0k08s8ws.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="pädagogikkunst" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>in offgalerien gibt es ja leider keine bodyguards die die arbeiten umringen und mittels funkgerät mit  kollegen kommunizieren, die einen halben meter weiter stehen. ich hätte mich selbst neben die arbeiten stellen müssen, das tat ich allerdings nie, seitdem ich mal daneben stand, als ein galeriebesucher das <a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/">eisbärenfell</a> überschritt und ich erst anfing zu schreien, als er schon drüber war.<br />
der durchschnittsgaleriebesucher hat nämlich ein körper/raum-gefühl von 0,5 (auf einer skala von 1-10).</p>
<p>ich wollte immer modern sein in meinen arbeiten aber das einzige wozu es reichte war ein modernes material, mit dem ich auf konservativste weise umging. ich bin so konservativ - ich hatte beispielsweise nie eingeplant, dass die pädagogen unter den galeriebesuchern ihren kinder das erlebnis des <a href="http://katiakelm.de/wordpress/96/50000-zipfel-fur-vincent/">knetzipfel</a> platt schlagens ausgerechnet an meinen arbeiten nahebringen.</p>
<p>mit <em>Schön, total schön!</em> griff ich das allerdings wieder auf. eine installation für eine austellung die für kinder konzipiert war. es klappte vorzüglich. kinder und ihre ehrgeizigen eltern setzten sich in die braune lache, gniedelten herum und zwei kritiker-hühner auf einem fingierten heizungsrohr darüber sprachen alle 50 sekunden ein lob aus.</p>

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		<title>ein lied in jeder lebenslage</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Apr 2000 20:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/114/ein-lied-in-jeder-lebenslage/" title="ein lied in jeder lebenslage"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/serenade_titel.cd0pgdjec2l8o4k808c8cwcs0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ein lied in jeder lebenslage" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die alten bilder wieder. es gab ein bild, das ich meiner mutter gemalt hatte als sie sehr traurig war. ein sehr trauriges bild. eine lachende sonne mit einer spitzen nase, darunter schilf mit pompesel und ein sumpf aus dem ein molchartiges kerlchen traurig herausschaut. eine kugelschreiberzeichnung fastellfarben coloriert. um das&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/114/ein-lied-in-jeder-lebenslage/" title="ein lied in jeder lebenslage"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/serenade_titel.cd0pgdjec2l8o4k808c8cwcs0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ein lied in jeder lebenslage" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die alten bilder wieder. es gab ein bild, das ich meiner mutter gemalt hatte als sie sehr traurig war. ein sehr trauriges bild. eine lachende sonne mit einer spitzen nase, darunter schilf mit pompesel und ein sumpf aus dem ein molchartiges kerlchen traurig herausschaut. eine kugelschreiberzeichnung fastellfarben coloriert. um das grauen abzurunden stand drunter &#8222;es wird alles wieder gut!&#8220;<br />
jedesmal wenn ich meine mutter besuche hängt da dieses grenzwertige bild und ich frage mich im stillen, was sie wohl meint, was es bedeutet.</p>
<p>ein gefühltes jahrhundert später, ich hockte vor dem alten grill in dem ich immer die knete weich machte, um zu vermeiden, dass die muskulatur meiner hände irgendwann aussieht wie die der plastik-superhelden meines sohnes, schaute in den eimer mit graubraunen knetresten und plötzlich - pock - war dieses bild in meinem kopf: brauner schlamm und ich mitten drin.</p>

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		<title>fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Apr 2000 18:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/86/fragen-sie-mich-nicht-wozu-immer-diese-tauben/" title="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben_pumphaus_titel.ap734jwh1dggw0okkcs4kgks8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>vielleicht liegt es ja auch am recycling-willigen material und dessen besonderer eigenart, nach ständigem wieder-zusammen-drücken so auszusehen oder am hamburger himmel: taubengrau.
nein, sicher ist es  die grösse. ich bevorzuge es nämlich, die dinge in lebensgrösse zu kneten. und eine taube wirft eindeutig weniger probleme auf als ein baum, beispielsweise.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/86/fragen-sie-mich-nicht-wozu-immer-diese-tauben/" title="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben_pumphaus_titel.ap734jwh1dggw0okkcs4kgks8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>vielleicht liegt es ja auch am recycling-willigen material und dessen besonderer eigenart, nach ständigem wieder-zusammen-drücken so auszusehen oder am hamburger himmel: taubengrau.</p>
<p>nein, sicher ist es  die grösse. ich bevorzuge es nämlich, die dinge in lebensgrösse zu kneten. und eine taube wirft eindeutig weniger probleme auf als ein baum, beispielsweise.<br />
<a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">einen baum zu kneten</a> musste ich wieder verwerfen weil ich einen statiker hätte hinzuziehen müssen, um auszurechnen, ob das gebäude stehen geblieben wär.</p>

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		<title>meine karriere in new york</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Apr 2000 18:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/83/meine-karriere-in-new-york/" title="meine karriere in new york"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/heyhey_titel2.cf2f1pgkrh24g000owocos84k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine karriere in new york" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ein freund, der aus karrieregründen nach new york ausgewandert war und dort in einer erfolglosen galerie hin und wieder ebenso erfolglose ausstellungen organisierte, bat mich bei einer dieser erfolglosen ausstellungen mitzumachen. wie oft stellt man schon in new york aus!
voraussetzung war, dass man die arbeit auch im handgepäck mitkriegen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/83/meine-karriere-in-new-york/" title="meine karriere in new york"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/heyhey_titel2.cf2f1pgkrh24g000owocos84k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine karriere in new york" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ein freund, der aus karrieregründen nach new york ausgewandert war und dort in einer erfolglosen galerie hin und wieder ebenso erfolglose ausstellungen organisierte, bat mich bei einer dieser erfolglosen ausstellungen mitzumachen. wie oft stellt man schon in new york aus!<br />
voraussetzung war, dass man die arbeit auch im handgepäck mitkriegen konnte und sie auch selbst vorbei brachte.</p>
<p>ich entschied mich für eine gruppe nagetiere: ein meerschweinchen besingt den tod eines anderen und weil ich mir einbildete, neil young sei new yorker (tatsächlich ist er nicht mal amerikaner - <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neil_Young">sondern canadier</a>), erklang aus dem zusätzlich kurzerhand hinzugekneteten verstärker der alte neil young hit: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LYV6PAckr5w">hey hey, my my, rock&#8217;n roll can never die.. </a>(mit deutschem akzent).</p>
<p>irgendwie hat es mit new york dann doch nicht geklappt.</p>

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		<title>wo schon schlümpfe drüber segelten &#8211; das kann nicht falsch sein</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Apr 2000 22:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/81/wo-schon-die-schlumpfe-druber-segelten-das-kann-nicht-falsch-sein/" title="wo schon schlümpfe drüber segelten &#8211; das kann nicht falsch sein"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/nimmich_titel.2erop6m4gj9ekkkwo4wogw888.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="wo schon schlümpfe drüber segelten &#8211; das kann nicht falsch sein" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>besonders erfreulich ist es ja, dass man auch persönliche aspekte in die künsterlische arbeit einfliessen lassen kann.
schon die blockflöte aus <a href="http://katiakelm.de/127/okkultismus-unter-knethasen/">Alle guten Geister …</a> entpuppt sich bei genauem hinsehen als die alte moeck, in deren mundstück ich zwischen&#8217;76 und&#8217;78 mit den schneidezähnen eine fingerbreite kuhle geschabt hatte.
die badematte aus&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/81/wo-schon-die-schlumpfe-druber-segelten-das-kann-nicht-falsch-sein/" title="wo schon schlümpfe drüber segelten &#8211; das kann nicht falsch sein"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/nimmich_titel.2erop6m4gj9ekkkwo4wogw888.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="wo schon schlümpfe drüber segelten &#8211; das kann nicht falsch sein" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>besonders erfreulich ist es ja, dass man auch persönliche aspekte in die künsterlische arbeit einfliessen lassen kann.<br />
schon die blockflöte aus <a href="http://katiakelm.de/127/okkultismus-unter-knethasen/">Alle guten Geister …</a> entpuppt sich bei genauem hinsehen als die alte moeck, in deren mundstück ich zwischen&#8217;76 und&#8217;78 mit den schneidezähnen eine fingerbreite kuhle geschabt hatte.</p>
<p>die badematte aus Nimm mich im Morgenrot befand sich lange vor meiner geburt schon im besitz meiner familie. meine eltern importierten sie ende der sechziger aus den vereinigten staaten und noch jahrzehnte später verlor das hellblaue <a href="http://www.ivc-ev.de/live/index.php?page_id=54">polyacryl</a> nicht an attraktivität denn obgleich die einst flauschige haptik mittlerweile einer borstigen zottel-oberfläche gewichen war: in den jahren&#8217;75 bis&#8217;83 diente sie neben ihrer funktion als badematte auch zuverlässig als meer das einen cowboyschlumpf von seiner verlobten trennte.</p>
<p>heute befindet sich die badematte in einer renommierten hamburger sammlung.</p>

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		<title>der da hinten kann ja auch mal mithelfen</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Apr 2000 23:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/68/der-da-hinten-kann-ja-auch-mal-mithelfen/" title="der da hinten kann ja auch mal mithelfen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ho_voe_titel11.7ouwais6cwudc0gss8088ok0k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="der da hinten kann ja auch mal mithelfen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>eine woche auf der leiter gestanden und draht gelötet: die tauben sollten im kanon summen. im rücken jeder taube ein kleiner lautsprecher. vom lautsprecher führten die drähte durch die füsse und von dort durch das fingierte stromkabel aus kabelhülsen über stahlstangen bis hinter die deckenverkleidung zu einer batterie aus walkmen.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/68/der-da-hinten-kann-ja-auch-mal-mithelfen/" title="der da hinten kann ja auch mal mithelfen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ho_voe_titel11.7ouwais6cwudc0gss8088ok0k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="der da hinten kann ja auch mal mithelfen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>eine woche auf der leiter gestanden und draht gelötet: die tauben sollten im kanon summen. im rücken jeder taube ein kleiner lautsprecher. vom lautsprecher führten die drähte durch die füsse und von dort durch das fingierte stromkabel aus kabelhülsen über stahlstangen bis hinter die deckenverkleidung zu einer batterie aus walkmen. der kanon ergab sich durch geschicktes abwarten der richtigen stelle. der endloskassettenmarkt war damals schon dem untergang geweiht, ich war warscheinlich die letzte kundin.</p>
<p>die deckenverkleidung flog uns ohne grösseren kraftaufwand um die ohren. erfreulich angesichts der mühen die wir mit der tonnenschweren fernsehkuckerin hatten, die sich mit dem vorhang aus <a href="http://katiakelm.de/wordpress/128/so-tun-als-ob/">Das Fenster bleibt zu</a> vor einem krimi verbirgt, in dem eine kunststudentin ermordert wird.</p>
<p>kurz vor der eröffnung sass ich nun vollkommen erledigt auf einer alten bank in der ecke des ausstellungsraumes als die tür aufkrachte und ein verfrühter besucher seinen haarigen kopf durch den türrahmen beugte. &#8222;wann gehts denn los?&#8220;<br />
ich entgegnete, er könne ruhig eintreten. ich sei eigentlich soweit fertig.</p>
<p>der besucher machte jedoch keine anstalten einzutreten. stattdessen entrüstete er sich: &#8222;das wird aber langsam zeit! noch kein einziges bild an den wänden und der da hinten glotzt fernsehen!&#8220;</p>

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		<title>familie: der eine hat keine, der andere würde gerne mit ihm tauschen</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Apr 2000 21:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/42/familie-der-eine-hat-keine-der-andere-wurde-gerne-mit-ihm-tauschen/" title="familie: der eine hat keine, der andere würde gerne mit ihm tauschen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/fuss_titel.8h4z65sfx0wtoo4000wc4wowg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="familie: der eine hat keine, der andere würde gerne mit ihm tauschen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ein singendes familienportrait.
da der eine oder andere portraitierte schon tot war konnte ich nicht fragen und legte ihnen kurzerhand vermeindliche lieblingslieder in den mund, der einheitlichkeit zuliebe ausschliesslich deutsche schlager. weise worte wie &#8222;beiss nicht gleich in jeden apfel …&#8220; oder &#8222;der teufel hat den schnaps gemacht&#8220; umgaben mich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/42/familie-der-eine-hat-keine-der-andere-wurde-gerne-mit-ihm-tauschen/" title="familie: der eine hat keine, der andere würde gerne mit ihm tauschen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/fuss_titel.8h4z65sfx0wtoo4000wc4wowg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="familie: der eine hat keine, der andere würde gerne mit ihm tauschen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ein singendes familienportrait.</p>
<p>da der eine oder andere portraitierte schon tot war konnte ich nicht fragen und legte ihnen kurzerhand vermeindliche lieblingslieder in den mund, der einheitlichkeit zuliebe ausschliesslich deutsche schlager. weise worte wie &#8222;beiss nicht gleich in jeden apfel …&#8220; oder &#8222;der teufel hat den schnaps gemacht&#8220; umgaben mich wohlwollend beratend. (wobei mancher liedtext am ende durchaus freundlicher ausfiel als die original-worte, aber so ist das eben in der kunst.)<br />
und weil es 10 tauben werden sollten und die familie nur 9 hergab, fügte ich - der vollständigkeit halber - noch meine therapeutin hinzu.</p>
<p><a href="http://katiakelm.de/430/taubenfamilie-skizzen/">skizzen hierzu.</a></p>

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		<title>rüpeltrupp um eröffnungen aufzumischen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 1999 18:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/282/rupeltrupp-um-eroffnungen-aufzumischen/" title="rüpeltrupp um eröffnungen aufzumischen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/rollrider_titel.7180v8uwncxq0ww408kw8cwck.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="rüpeltrupp um eröffnungen aufzumischen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>eigentlich sollten die Rollrider ja fahren. mit benzinmotor, im kreis. die vorstellung, wie die kleinen prügelnden männer den weinnippenden galeriebesuchern auf der eröffnung gegen die knöchel knallen, das hielt ich für DIE idee.
und weil man sich das schönste sich ja immer für den schluss aufheben soll musste das mit&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/282/rupeltrupp-um-eroffnungen-aufzumischen/" title="rüpeltrupp um eröffnungen aufzumischen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/rollrider_titel.7180v8uwncxq0ww408kw8cwck.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="rüpeltrupp um eröffnungen aufzumischen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>eigentlich sollten die Rollrider ja fahren. mit benzinmotor, im kreis. die vorstellung, wie die kleinen prügelnden männer den weinnippenden galeriebesuchern auf der eröffnung gegen die knöchel knallen, das hielt ich für DIE idee.</p>
<p>und weil man sich das schönste sich ja immer für den schluss aufheben soll musste das mit dem motor leider ausfallen: nachdem ich die besatzung - <a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/">so instabil wie üblich</a> - mit zahnstochern in den schuh gesteckt hatte konnte man die schuhe nicht mehr bewegen ohne dass etwas abfiel. ich beliess es dabei. manchmal reicht auch der geist einer pointe.</p>

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		<title>fries aus meerschweinchen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 1999 11:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/244/fries-aus-meerschweinchen/" title="fries aus meerschweinchen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/meerschweinchenbilder_titel.bndzsfvu671n8cgws88s8k4s0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fries aus meerschweinchen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ich plante ein fries aus meerschweinchengemälden. leider konnte ich nach dem sechsten schon keine meerschweinchen mehr sehen. das fries musste also unvollendet bleiben, aber so ist das eben bei launischen künstlern.
mehr durchhaltevermögen bewies ich, als ich mit einem fries aus kartoffeln bei meiner mutter auf der leiter stand. meine&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/244/fries-aus-meerschweinchen/" title="fries aus meerschweinchen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/meerschweinchenbilder_titel.bndzsfvu671n8cgws88s8k4s0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fries aus meerschweinchen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ich plante ein fries aus meerschweinchengemälden. leider konnte ich nach dem sechsten schon keine meerschweinchen mehr sehen. das fries musste also unvollendet bleiben, aber so ist das eben bei launischen künstlern.</p>
<p>mehr durchhaltevermögen bewies ich, als ich mit einem fries aus kartoffeln bei meiner mutter auf der leiter stand. meine mutter plante, ihre küchenwände in kartoffeldruck-technik aufzumotzen. wer es dann war, der vorschlug, ich könne das ja übernehmen, erinnere ich nicht mehr.<br />
ich änderte ein wenig am konzept (statt kartoffeldruck malte ich kartoffeln mit blasslila keimen in form von wild wuchernden geschlechtsorganen) und zog das durch.<br />
heute sind die kartoffeln mit den lila penissen eine art touristenattraktion und ich erwäge ernsthaft, die meerschweinchenmalerei endlich aufzugeben um mich ganz dem kartoffelthema hinzugeben.</p>

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		<title>portraits</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 1999 21:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/238/portraits/" title="portraits"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schwein_titel.ep0ddk9dgm3ysck0o00cs0g80.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="portraits" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>während meiner schulzeit habe ich die meiste zeit nicht zugehört. ich hab die zeit abgesessen und dabei die heftränder vollgemalt. die hefte von aussen, die schultasche von aussen und innen, die federtasche, den tisch, meine finger und hin und wieder auch meine hose. wann die französische revolution war weiss ich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/238/portraits/" title="portraits"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schwein_titel.ep0ddk9dgm3ysck0o00cs0g80.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="portraits" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>während meiner schulzeit habe ich die meiste zeit nicht zugehört. ich hab die zeit abgesessen und dabei die heftränder vollgemalt. die hefte von aussen, die schultasche von aussen und innen, die federtasche, den tisch, meine finger und hin und wieder auch meine hose. wann die französische revolution war weiss ich bis heute nicht. ich habe währenddessen die nase meiner sitznachbarin beobachtet. ihre grundfläche entsprach exakt der des tisches. ich wusste das zu schätzen und deshalb zeichnete ich sie.</p>
<p>pünktlich zur pause war ich fertig. ich schob ich ihr die zeichnung über den tisch. sie nahm ein radiergummi, radierte die nase weg und machte aus dem tisch einen <a href="http://images.google.de/images?q=sitzsack&amp;ie=UTF-8&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;um=1&amp;sa=N&amp;tab=wi">stuhl</a>.</p>
<p>damals wurde mir klar, dass das abzeichnen von mitmenschen eine undankbare aufgabe ist. denn selbst wenn es damals nur ein teenager war, der von künstlerischen inhalten so viel ahnung hatte wie von der form seiner eigenen nase - die eitelkeit der leute im allgemeinen begünstigt selten das gelingen.</p>
<p>deswegen portraitiere ich lieber pferde und meerschweichen.</p>

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		<title>zu zweit ist alles einfacher</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 1999 20:24:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/188/zu-zweit-ist-alles-einfacher/" title="zu zweit ist alles einfacher"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/wiederbelebung_titel1.8lvs2n0kfycyskk0wwgoc444k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="zu zweit ist alles einfacher" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>kneten ist wie der Wiederbelebungsversuch: man knetet und knetet, in der hoffung das was sinnvolles dabei raus kommt, meistens aber bleibt es bloss knete. das weisse meerschweichen räuspert sich beharrlich in das megaphon und das andere bleibt trotzdem liegen. enttäuschungen mit denen man leben muss.
der Wiederbelebungsversuch ist quasi die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/188/zu-zweit-ist-alles-einfacher/" title="zu zweit ist alles einfacher"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/wiederbelebung_titel1.8lvs2n0kfycyskk0wwgoc444k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="zu zweit ist alles einfacher" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>kneten ist wie der Wiederbelebungsversuch: man knetet und knetet, in der hoffung das was sinnvolles dabei raus kommt, meistens aber bleibt es bloss knete. das weisse meerschweichen räuspert sich beharrlich in das megaphon und das andere bleibt trotzdem liegen. enttäuschungen mit denen man leben muss.</p>
<p>der Wiederbelebungsversuch ist quasi die minimal-version von <a href="http://katiakelm.de/wordpress/83/meine-karriere-in-new-york/">Hey Hey My My </a>.</p>

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		<title>das schwein in mir</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 1999 17:46:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/183/das-schwein-in-mir/" title="das schwein in mir"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/unter_uns_titel1.dho5tp3w9wnwg00ock8sgs0o8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="das schwein in mir" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ich habe immer michselbst geknetet, nicht nur weil ich eine eitle narzistin bin, sondern weil ich einfach um alles in der welt vermeiden wollte, aussagen mit einem objektivitätsanspruch zu machen.
als meinen gegenüber wählte ich meistens meerschweinchen oder <a href="http://katiakelm.de/wordpress/tag/nagetiere/">nagetiere</a>. ich mochte meerschweinchen immer, schon aus romantischen gründen: das schwein, das&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/183/das-schwein-in-mir/" title="das schwein in mir"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/unter_uns_titel1.dho5tp3w9wnwg00ock8sgs0o8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="das schwein in mir" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ich habe immer michselbst geknetet, nicht nur weil ich eine eitle narzistin bin, sondern weil ich einfach um alles in der welt vermeiden wollte, aussagen mit einem objektivitätsanspruch zu machen.</p>
<p>als meinen gegenüber wählte ich meistens meerschweinchen oder <a href="http://katiakelm.de/wordpress/tag/nagetiere/">nagetiere</a>. ich mochte meerschweinchen immer, schon aus romantischen gründen: das schwein, das aus dem meer kam. und natürlich der klassiker: das &#8222;rosettenmeerschweinchen&#8220;. was für ein name!</p>
<p>das meerschweinchen ist als heimtierklassiker für mich das vierbeinige pendant zum wellensittich und meistens habe ich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heimtier">heimtiere</a> geknetet. tiere die bereits symbolisch überfrachtet sind wie <a href="http://katiakelm.de/wordpress/169/schlagseite/">schwäne</a> oder <a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">löwen</a> und auch tiere, die starke eigene charaktere mitbringen wie <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">schweine</a> oder <a href="http://katiakelm.de/wordpress/176/padagogikkunst/">hühner</a> - alle sind sie nicht annähernd so flexibel und offen für neue rollen wie das meerschweinchen. das meerschweinchen ist die kate moss unter den tieren.</p>
<p>das ist aber natürlich alles völlig unwesentlich. der wahre grund, warum ich das meerschweichen als protagonist bevorzuge ist seine <a href="http://katiakelm.de/wordpress/83/meine-karriere-in-new-york/">handlichkeit</a>.</p>

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		<title>volksnaher kram</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 1999 07:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/173/volksnaher-kram/" title="volksnaher kram"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/traurige_titel1.es44h99g8tq4w808owocksok0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="volksnaher kram" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>fritz kramer, mein alter prof, fragte mich mal, worüber ich mit dem humor in meinen arbeiten eigentlich hinwegtäuschen wolle. und er hatte ja recht.
ich benutze den humor als gleitmittel. das beängstigende, meine trauer und wut bekommen darin eine schöne verpackung, die den eintritt erleichtert. mir ist es lieber, die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/173/volksnaher-kram/" title="volksnaher kram"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/traurige_titel1.es44h99g8tq4w808owocksok0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="volksnaher kram" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>fritz kramer, mein alter prof, fragte mich mal, worüber ich mit dem humor in meinen arbeiten eigentlich hinwegtäuschen wolle. und er hatte ja recht.</p>
<p>ich benutze den humor als gleitmittel. das beängstigende, meine trauer und wut bekommen darin eine schöne verpackung, die den eintritt erleichtert. mir ist es lieber, die botschaft kommt an, als wenn sie noch vor der tür abhanden kommt. humor ist zudem ein universalmittel. mit dem man wie mit einem quirl, emulsionen herstellen kann zwischen dingen die nicht zusammen wollen.</p>
<p>in der zeitgenössisschen deutschen kunst hat der humor allerdings keinen leichten stand. humor ist eher was fürs volk und da gehören kunstkenner natürlich nicht dazu. so wurden meine arbeiten auch gerne mal als &#8222;volksnah&#8220; bezeichnet: humorig und leicht verständlich. kunst, die sich selbst erklärt und auf profi-erklärer nicht zwingend angewiesen ist. bei den betroffenen selbstredend nicht allzu beliebt, jeder muss schliesslich irgendwie sein geld verdienen. kunst sollte immer auch den voraussehern neuer stilepochen als arbeitsmaterial dienbar sein. kunst ist eine ernste angelegenheit. für die kunst opfert man sich auf (zumindest die künstler). unernster kram ist da so unpassend wie witze reissen beim sex.</p>
<p>die gummihandschuhe aus Traurige im Eimer standen übrigens modell für die <a href="http://katiakelm.de/wordpress/171/faltenwurf-in-gummi/">Gummihandschuhe</a>.</p>

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		<title>falten aus gummi</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Apr 1999 19:15:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/171/falten-aus-gummi/" title="falten aus gummi"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/handschuhe_titel.39wz0fukbiafwkkw8ko4gcs0g.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="falten aus gummi" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die faltenwurf- sachen sind ja verwandt mit meiner vorliebe für fleckige wände: je länger man sich die falten einer decke oder das weggekratzte stück tapete ansieht umso sicherer, dass die dinge sich verselbständigen. ich hatte in jeder wohnung in der ich lebte so ein stück weggekratzte tapete, so einen flecken&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/171/falten-aus-gummi/" title="falten aus gummi"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/handschuhe_titel.39wz0fukbiafwkkw8ko4gcs0g.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="falten aus gummi" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die faltenwurf- sachen sind ja verwandt mit meiner vorliebe für fleckige wände: je länger man sich die falten einer decke oder das weggekratzte stück tapete ansieht umso sicherer, dass die dinge sich verselbständigen. ich hatte in jeder wohnung in der ich lebte so ein stück weggekratzte tapete, so einen flecken am kopfende meines bettes. anfangs wechselten die gestalten noch, die in ihnen auftauchten aber irgendwann pendelte es sich ein. irgendwann war der klumpen farbe, der kratzer oder die delle verschwunden. stattdessen war da das abbild eines <a href="http://katiakelm.de/wordpress/92/bauch-im-fenster/">hermelins</a> oder in meiner jetzigen wohnung ein wal. (einen wal zu kneten hebe ich mir für später auf.)</p>
<p>die gummihandschuhe stammten übrigens noch aus der <a href="http://katiakelm.de/wordpress/121/mordversuche/">mordwerkzeugphase</a>. modell standen die handschuhe, die später auch für eine nebenrolle in <a href="http://katiakelm.de/173/volksnaher-kram/">Traurige im Eimer</a> herhielten.</p>

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		<title>kaninchen können garnicht pfeifen</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 1999 13:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/" title="kaninchen können garnicht pfeifen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/fenster_titel.975ts4jwm7hh8gsckck0gokko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="kaninchen können garnicht pfeifen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die installation Das Fenster bleibt zu war meine diplomarbeit. ich suchte mir hierfür einen raum den niemand wollte. er stand voller gerümpel, die wände waren übersäht mit flecken, wasserschäden an der decke, der fussbodenbelag wellte sich: optimale bedingungen also mittels 200 kilo knetmasse sowie einigen kubikmetern styropor die fenster mal&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/" title="kaninchen können garnicht pfeifen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/fenster_titel.975ts4jwm7hh8gsckck0gokko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="kaninchen können garnicht pfeifen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die installation <em>Das Fenster bleibt zu</em> war meine diplomarbeit. ich suchte mir hierfür einen raum den niemand wollte. er stand voller gerümpel, die wände waren übersäht mit flecken, wasserschäden an der decke, der fussbodenbelag wellte sich: optimale bedingungen also mittels 200 kilo knetmasse sowie einigen kubikmetern styropor die fenster mal so richtig zuverlässig abzudichten.</p>
<p>die deckenbeleuchtung war eh schon schlecht, ich machte sie noch schlechter: softtone-leuchtstoffröhren sind wirklich das letzte. befand man sich im raum, hatte man den eindruck, alles sei normal, blickte man jedoch raus auf den flur, wo tageslicht zum fenster herein strahlte, sah das aus wie blau gefärbt.<br />
aber unschärfe kann eben brauchbar sein, um schärfer zu sehen. innere Bilder erwachen leichter wenns dunkel wird. dann kommen sie hinter dem vorhang hervor und treibens ordentlich bunt, je tiefer man schläft umso bunter.</p>

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		<title>mordversuche</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 1999 21:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/121/mordversuche/" title="mordversuche"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/giftpilz_titel.cb6l6sk4q5yvc40wk8gskwc4g.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="mordversuche" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ich liebe es ja, schreckensnachrichten in billigen frauenzeitschriften zu lesen. geschichten über unbescholtene familienväter die eines tages nach hause kommen und frau und kind abschlachten. daneben dann das bild eines vorgartens oder einer garage und gruppenfotos von leuten mit gepixelten gesichtern.
irgendwo las ich mal die geschichte einer frau die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/121/mordversuche/" title="mordversuche"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/giftpilz_titel.cb6l6sk4q5yvc40wk8gskwc4g.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="mordversuche" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ich liebe es ja, schreckensnachrichten in billigen frauenzeitschriften zu lesen. geschichten über unbescholtene familienväter die eines tages nach hause kommen und frau und kind abschlachten. daneben dann das bild eines vorgartens oder einer garage und gruppenfotos von leuten mit gepixelten gesichtern.</p>
<p>irgendwo las ich mal die geschichte einer frau die ihren mann mit knollenblätterpilzen umbrachte. ich versuchte mich daraufhin in knollenblätterpilz-kneten, verwarf das vorhaben aber schnell wieder, meine knet-knollenblätterpilze sahen so gefährlich aus wie champions.<br />
ich produzierte damals jede menge fotos: ichselbst mit bauchschmerzen, ichselbst als mordopfer am boden liegend, spärlich bekleidet und ich entwickelte eine art fotoroman wie ich mich mit einer kommilitonin im gebüsch gegenseitig mit gefriererbsten und tomaten bewarf - alles erfolglos.<br />
mehr nebenbei entstand dann auch diese kleine bastelei aus fotos - Selbst als Giftpilzbeet -  diesmal allerdings mit mehr erfolg: der einkäufer für die sammlung des bundes kaufte sie und stellte sie im hamburger bahnhof in berlin aus.<br />
mit geschwollener brust machte ich mich also auf nach berlin, durchschritt die heiligen hallen auf der suche nach meinen pilzen. und fand sie: im treppenhaus vor der damentoilette.</p>

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		<title>wie man eine steinskulptur knetet</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 1998 16:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/" title="wie man eine steinskulptur knetet"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/loewe_titel.ex8jbdwm3zkf8kkw4k4o8kcck.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="wie man eine steinskulptur knetet" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>stammt noch aus der zeit als ich plante, eine baumgruppe, einen gartenteich mit <a href="http://katiakelm.de/wordpress/37/nackter-mann-am-himmel/">schwänen</a> und einen brunnen zu kneten. dies ist der brunnen.
man beachte die fast perfekte nachahmung des steingutes! und die plastizität zur sicherheit gleich doppelt gemoppelt: per -vorhanden bzw. nicht vorhandensein des materials und per farbmischung desselben. (damals&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/" title="wie man eine steinskulptur knetet"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/loewe_titel.ex8jbdwm3zkf8kkw4k4o8kcck.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="wie man eine steinskulptur knetet" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>stammt noch aus der zeit als ich plante, eine baumgruppe, einen gartenteich mit <a href="http://katiakelm.de/wordpress/37/nackter-mann-am-himmel/">schwänen</a> und einen brunnen zu kneten. dies ist der brunnen.</p>
<p>man beachte die fast perfekte nachahmung des steingutes! und die plastizität zur sicherheit gleich doppelt gemoppelt: per -vorhanden bzw. nicht vorhandensein des materials und per farbmischung desselben. (damals hing ich ein bischen viel mit studenten herum, bei denen solche nachahmungssachen und grauer ernst hoch im kurs waren.)</p>

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		<title>schönheit auf cocktailpieksern</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 1997 09:30:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/234/schonheiten-auf-cocktailpiekserbeinen/" title="schönheit auf cocktailpieksern"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/flamingos_titel.83rn7koix6jbks8sckc0scws0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="schönheit auf cocktailpieksern" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die flamingos in eimern gehörten zu den modellen, die ich für die geplante gartenanlage fertigte. die jedoch nie über ihre planung hinaus wuchs. das lag am scheck, den man mir gab, nachdem ich <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/">mit einer tischplatte</a> im präsidialbüro der hochschule vorgesprochen hatte. der scheck hatte die wirkung eines lottogewinns: vorher noch&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/234/schonheiten-auf-cocktailpiekserbeinen/" title="schönheit auf cocktailpieksern"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/flamingos_titel.83rn7koix6jbks8sckc0scws0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="schönheit auf cocktailpieksern" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die flamingos in eimern gehörten zu den modellen, die ich für die geplante gartenanlage fertigte. die jedoch nie über ihre planung hinaus wuchs. das lag am scheck, den man mir gab, nachdem ich <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/">mit einer tischplatte</a> im präsidialbüro der hochschule vorgesprochen hatte. der scheck hatte die wirkung eines lottogewinns: vorher noch artig an aktien und anlagen gedacht verjubelt man letztlich die millionen im spielkasino in einer nacht.</p>
<p>übrig blieben jedoch die modelle und die flamingos in eimern stehen noch heute in meiner stube und stauben ein.</p>

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		<title>meine kinder können heiraten wen sie wollen</title>
		<link>http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 1997 09:57:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/" title="meine kinder können heiraten wen sie wollen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/eisbaer_kopf_h2.3w9gexy60dfs4kggg00ckcgko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine kinder können heiraten wen sie wollen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>das erste eisbärenfell knetete ich auf ein paar lose bretter auf die ich zum besseren halt der knete eine rolle hasendraht tackerte. dass die bretter allerdings nicht weiter miteinander verschraubt waren gestaltete den transport des ersten knetfells schon schwierig.
aus bruchstücken des ersten wurde dann der zweite eisbär, teil der&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/" title="meine kinder können heiraten wen sie wollen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/eisbaer_kopf_h2.3w9gexy60dfs4kggg00ckcgko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine kinder können heiraten wen sie wollen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>das erste eisbärenfell knetete ich auf ein paar lose bretter auf die ich zum besseren halt der knete eine rolle hasendraht tackerte. dass die bretter allerdings nicht weiter miteinander verschraubt waren gestaltete den transport des ersten knetfells schon schwierig.</p>
<p>aus bruchstücken des ersten wurde dann der zweite eisbär, teil der installation <a href="http://katiakelm.de/wordpress/128/so-tun-als-ob/">Das Fenster bleibt zu</a> ebenso dilettantisch zusammengekloppt. dass man die arbeiten ggf. auch nochmal transportieren musste hatte ich nicht eingeplant. hände und füsse der schlafenden unter dem fell steckte man ihr einfach einzeln an, ebenso den kopf.</p>
<p>man könnte also behaupten, ich hinge einfach zu sehr an den sachen. das ist ja auch so ne lieblingsthese vieler kunstkenner, dass künstler so ne art verlustängste hätten, wenn es um den verkauf ging. sogar meine therapeutin (<a href="http://katiakelm.de/wordpress/42/taubenfamilie/">abbildung</a>) hatte das mit dem loslassen mal angedeutet.</p>
<p>deswegen möchte ich an dieser stelle mal die gelegenheit ergreifen, hierzu ein klares statement abzugeben: das gegenteil ist der fall! ich bin froh, dankbar und unendlich erleichtert, wenn die blöden kinder unter der haube sind!</p>

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		<title>schlagseite</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Apr 1997 22:13:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Plastik]]></category>
		<category><![CDATA[garten]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/" title="schlagseite"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schwan_titel1.5xknn22xio4fqcs4088c8sg0w.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="schlagseite" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>für den garten den ich zu kneten plante, mit bäumen, büschen, <a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">brunnen</a> und schwanenteich, benötigte ich geld. ich bewarb mich also um die förderung einer stiftung, das solche projekte studierender an der hfbk unterstützte.
ich schrieb ein exposé, knetete einen haufen modelle, füllte formulare aus und verfasste eine recht utopische kostenaufstellung&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/" title="schlagseite"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schwan_titel1.5xknn22xio4fqcs4088c8sg0w.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="schlagseite" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>für den garten den ich zu kneten plante, mit bäumen, büschen, <a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">brunnen</a> und schwanenteich, benötigte ich geld. ich bewarb mich also um die förderung einer stiftung, das solche projekte studierender an der hfbk unterstützte.<br />
ich schrieb ein exposé, knetete einen haufen modelle, füllte formulare aus und verfasste eine recht utopische kostenaufstellung mit einer endsumme von 5000 mark.<br />
die modelle waren alle unterschiedlichsten masstabes - die büsche faustgross, die bäume auf frühstücksbrettern, 2 schwäne lebensgross und der <a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">löwenbrunnen</a> auch. der eine schwan (siehe foto) fiel immer um, den konnte man so ins bewerbungsgespräch nicht mitnehmen, den anderen allerdings auch nicht, den hatte ich auf meinem arbeitstisch festgeknetet.<br />
grünpflanzen aus knete machten aber alleine nicht viel her, also sägte ich den schwan mitsamt der tischplatte einfach aus und zu zweit wuchteten wir das tischplattenviertel ins präsidialbüro. ich bekam die 5000 mark und stellte fest: hat man erstmal ein expose geschrieben und alles so gut man konnte ausgerechnet, erklärt und besiegelt macht die ausführung keinen spass mehr - und liess es sein. war eh ne blöde idee.</p>

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		<title>vom felle kneten und von löffeln</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 1997 19:45:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/" title="vom felle kneten und von löffeln"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/kaninchen_ander_wand_titel.exlp2toak0r94wgkkw0ggcwko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="vom felle kneten und von löffeln" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>man müsste mal ausrechnen, wie viele jahre seines lebens man fell geknetet hat. ich habe mit grosser warscheinlichkeit in den letzten 10 jahren viel mehr viel fell geknetet als andere menschen in ihrem ganzen leben ihre haare bürsten. ich bürste weder meine haare noch fell. ich forme fell mit meinen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/" title="vom felle kneten und von löffeln"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/kaninchen_ander_wand_titel.exlp2toak0r94wgkkw0ggcwko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="vom felle kneten und von löffeln" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>man müsste mal ausrechnen, wie viele jahre seines lebens man fell geknetet hat. ich habe mit grosser warscheinlichkeit in den letzten 10 jahren viel mehr viel fell geknetet als andere menschen in ihrem ganzen leben ihre haare bürsten. ich bürste weder meine haare noch fell. ich forme fell mit meinen fingern vor, dann nehme ich einen schmalen cappuchinolöffel und schneide, schabe und plätte es. wenn ich vollkommen durchdrehe benutze ich auch einen sogenannten <a href="http://www.google.de/search?q=comedonenquetscher&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a">comedonenquetscher</a>.   der nachteil am comedonenquetscher ist jedoch: man kommt kaum von der stelle.</p>
<p>den ersten cappucchinolöffel hatte ich mir mal aus italien mitgebracht. er war aus grauem blech, ganz fein und spitz. das non plus ultra unter den knetlöffeln. als ich ihn verlor war ich vollkommen aufgeschmissen. eine woche lang bin ich verstört durch die stadt gelaufen auf der suche nach dem richtigen löffel. nichts. ich gab mich letztlich mit einem knetlöffelkompromiss aus einem edel-cappuchino laden für 30 euro zufrieden, der allerdings schon nach absehbarer zeit eine kleine delle aufwies die das glattstreichen der knete sogut wie unmöglich machte.</p>
<p>vom löffel über knete streichen, drehen, drücken habe muskeln an stellen wo andere menschen muskeln vom wichsen haben.</p>

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		<title>katzencontent</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 1997 19:04:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/133/katzencontent/" title="katzencontent"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/katze_titel2.2hexvrhdr0i480k8c48kowgs8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="katzencontent" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die tote katze verkaufte sich wie eine warme semmel. ein artikel in der zeitschrift art hatte haufenweise interessenten angespült, die sich jetzt in meinem wohnzimmer drängelten und &#8222;ah&#8220; und oh&#8220; sagten.
unter dem sofa lag noch die tote katze und da waren alle ganz scharf drauf. &#8222;was soll die kosten?!&#8220;&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/133/katzencontent/" title="katzencontent"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/katze_titel2.2hexvrhdr0i480k8c48kowgs8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="katzencontent" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die tote katze verkaufte sich wie eine warme semmel. ein artikel in der zeitschrift art hatte haufenweise interessenten angespült, die sich jetzt in meinem wohnzimmer drängelten und &#8222;ah&#8220; und oh&#8220; sagten.<br />
unter dem sofa lag noch die tote katze und da waren alle ganz scharf drauf. &#8222;was soll die kosten?!&#8220; wollte ein arzt aus einem hamburger vorort wissen. ich hatte keine idee. ich hatte noch nie zuvor etwas verkauft. ich dachte mir irgendeinen phantasiepreis aus und verlieh meiner stimme den klang einer, die jeden tag hunderte von den dingern verkauft.</p>
<p>wir vereinbarten, dass ich die tote katze persönlich vorbeibringen und den haken für das wollknäuel installieren würde. mit einem selbstgebauten katzensarg im öffentlichen nahverkehr eine weniger gute idee.</p>
<p>es war nicht mehr viel platz im haus des arztes, balkenhohl war überall. für die katze war eine ecke im eingangbereich neben der garderobe vorgesehen. wir einigten uns auf eine bestimmte wand, cremefarbene strukturtapete, man brachte die bohrmaschine. ich setzte an, bohrte. nach ungefähr 1 zentimeter machte es: pock. der bohrer war durch. fachfraulich klopfte ich prüfend gegen die wand: &#8222;das ging aber schnell&#8220;.<br />
die wand die ich durchbohrt hatte entpuppte sich als der rücken einer weissen schleiflackvitrine durch die hindurch man das wohnzimmer vom hausflur aus jetzt sehr gut überblicken konnte.</p>
<p>weil das gewinde des anzubringenden hakens für die geringe dicke der wand nun zu lang war beschloss der arzt, es zu kürzen. er holte eine eisensäge und ging damit vor die haustür. dort legte er den haken auf eine stufe und begann zu sägen. die tür liess er offen.<br />
als ein paar nachbarn vor dem haus entlang schlenderten und neugierig grüssten stand der arzt auf, ging zur tür und schloss sie entschieden. &#8222;braucht ja keiner wissen, was wir in unserem flur liegen haben&#8220; sagte er.<br />
wie sie das wohl in zukunft handhaben würden, dachte ich, sagte aber nichts. was ging mich das an.</p>

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		<title>fensterbankkunst</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 1996 16:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/265/fensterbankkunst/" title="fensterbankkunst"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/wellensitticge_titel.175cwk0ii3x85c0og8c8oo0g8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fensterbankkunst" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>beim spazierengehen durch bürgerliche wohnviertel schaue ich immer gern in die fenster und stelle mir vor, ich wohnte dort. villen in denen mannshohe vasen in den fenstern stehen, mit weissen orchideen, der inbegriff guten geschmacks. oder keramikkatzen die dem neugierigen passant entgegenblicken, das fand ich immer besonders clever. wenn ich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/265/fensterbankkunst/" title="fensterbankkunst"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/wellensitticge_titel.175cwk0ii3x85c0og8c8oo0g8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fensterbankkunst" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>beim spazierengehen durch bürgerliche wohnviertel schaue ich immer gern in die fenster und stelle mir vor, ich wohnte dort. villen in denen mannshohe vasen in den fenstern stehen, mit weissen orchideen, der inbegriff guten geschmacks. oder keramikkatzen die dem neugierigen passant entgegenblicken, das fand ich immer besonders clever. wenn ich später in meiner reetdachkate am elbstrand wohne stelle ich mir auch eine katze oder eine vase ins fenster. vielleicht ja sogar einen kleinen balkenhol.</p>
<p>mit den wellensittichen hatte ich jedenfalls schon mal einen anfang gemacht, das faszinosum fenster zu erforschen.</p>

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		<title>ohren an wände schrauben</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 1994 17:41:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/362/ohren-an-wande-schrauben/" title="ohren an wände schrauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ohrentitel.dof0936yovuh44k88ss0okk8o.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ohren an wände schrauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>natürlich weiss ich nicht wirklich was ich tue, während ich es tue. kunst, die ihr urheber auf die frage, womit er sich thematisch beschäftige, mit &#8222;mein thema ist …&#8220; beantworten kann, hat was von künstlicher befruchtung, von zweckehe, von diätessen und von lebensversicherungen. kunst die schon interpretiert wurde bevor sie&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/362/ohren-an-wande-schrauben/" title="ohren an wände schrauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ohrentitel.dof0936yovuh44k88ss0okk8o.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ohren an wände schrauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>natürlich weiss ich nicht wirklich was ich tue, während ich es tue. kunst, die ihr urheber auf die frage, womit er sich thematisch beschäftige, mit &#8222;mein thema ist …&#8220; beantworten kann, hat was von künstlicher befruchtung, von zweckehe, von diätessen und von lebensversicherungen. kunst die schon interpretiert wurde bevor sie enstand ist nichts für mich. ich mag geschichten ohne ende. die zu finden ist ein bischen wie bei einer slotmaschine: rotierende bilder und irgendwann bleibt eins stehen. das muss man dann wohl oder übel malen oder kneten oder an die wand schrauben und weiss mit glück ein, zwei jahre später, wozu.<br />
oke, ich übertreibe. aber sicher ist man sich nie.</p>
<p>sicher ist hier eigentlich nur, dass die ohren ein grenzwesen waren. als aus dem flachen bild ein ding wurde. meine erste gewollt plastische arbeit.<br />
wäre die das einzige, die ich je gemacht hätte, oder hätte ich die folgenden zehn jahre lang nur noch ohren an wände geschraubt, hätte ich wohl keinen pokal damit gewonnen. aber als übergang waren die ohren für meine spätere arbeit sehr bedeutend.</p>
<p>(einen pokal hab ich mit meinen späteren arbeiten allerdings auch nicht gewonnen. vielleicht hätte ich doch bei den ohren bleiben sollen.)</p>

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