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	<title>Katia Kelm &#187; Installation</title>
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		<title>&#8220;da kommt noch was&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 15:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2901/da-kommt-noch-was/" title="&#8220;da kommt noch was&#8221;"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/rumtraube_thumb.8i0crnes6gg98ook000c0s0sg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="&#8220;da kommt noch was&#8221;" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>es soll ja künstler geben, die einfach so vor sich hin künsteln, ich gehöre nicht dazu. ich brauche einen termin auf den ich hin arbeite, sonst fange ich garnicht erst an. für ein größeres projekt brauche ich für gewöhnlich 8 wochen. und weil ich wie die meisten künstler eine große&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2901/da-kommt-noch-was/" title="&#8220;da kommt noch was&#8221;"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/rumtraube_thumb.8i0crnes6gg98ook000c0s0sg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="&#8220;da kommt noch was&#8221;" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>es soll ja künstler geben, die einfach so vor sich hin künsteln, ich gehöre nicht dazu. ich brauche einen termin auf den ich hin arbeite, sonst fange ich garnicht erst an. für ein größeres projekt brauche ich für gewöhnlich 8 wochen. und weil ich wie die meisten künstler eine große <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufschieben">prokrastiniererin</a> bin plane ich die auch auf den tag genau durch.</p>
<p>der termin für <a href="http://katiakelm.de/blog/tag/rum-traube-nuss/">rum traube nuss</a> im <a href="http://www.westwerk.org/Westwerk/Willkommen.html">westwerk</a> stand schon seit über einem jahr fest. pitt und ich hatten uns dort beworben, um eine gemeinschaftsarbeit umzusetzen, <a href="http://katiakelm.de/blog/2011/11/27/rum-traube-und-die-hamburger-kulturstiftung/">was dank der ablehnung der kulturstiftung</a> aber nicht klappte.<br />
was übrig blieb war der termin im westwerk.</p>
<p>die arbeit an caesars palace verlief schleppend. nach <a href="http://katiakelm.de/2465/ausstellungsansichten-hab-ich-was-verpasst/">der ausstellung im oelfrüh</a> im april, die extrem schlecht besucht war, und der ablehnung bei der kulturstiftung, schob ich spontan noch eine bewerbung dazwischen, die sich zeitaufwendig gestaltete und auch <a href="http://katiakelm.de/blog/2011/09/23/mein-wankender-glaube-an-das-gute-im-jurymitglied/">abgelehnt wurde</a>. danach war die luft erstmal raus.</p>
<p>während der einen woche, die ich für die ideenentwicklung vorbildhaft in den kalender eingetragen hatte, dachte ich zu keiner stunde ans ideenfinden. auch in den folgenden drei wochen dachte ich über alles mögliche nach, nur nicht über kunst. einen monat vor der eröffnung hatte ich immer noch keinen schimmer.</p>
<p>ich fuhr ins atelier um aufzuräumen. reparierte irgendwelche abgefallenen nasen, malte aquarelle und bestellte bei ebay <a href="http://katiakelm.de/blog/2011/10/11/herzlichen-gluckwunsch-der-artikel-gehort-ihnen/">blumensäulen</a>. zwischendurch hockte ich stundenlang auf dem sofa meines ateliernachbarn <a href="http://www.philippschewe.de/">philipp</a> (bei dem es filterkaffee aus whiskeygläsern mit joop!-gravour gibt) und hielt ihn von der arbeit ab. dabei entdeckte ich dessen gong.<br />
immerhin war jetzt klar: dieser gong musste in die arbeit.</p>
<p>ich ging hin und wieder zu eröffnungen ins westwerk, setzte mich dort für zehn minuten in eine ecke und versuchte zu denken.<br />
das erste bild, was auftauchte, war ein fangnetz. ich war gerade in meiner <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lost_(Fernsehserie)">lost</a>-phase, schaute mir jeden abend bis zu drei folgen hintereinander an, in denen ständig irgendwelche leute in fangnetzen stecken.<br />
die vorstellung allerdings, am ende der ausstellung mit einem 2 meter hohen koloss aus knete in meinem 10 qm atelier zu hocken, legte das erstmal auf eis.</p>
<p>etwas würde jedoch von der decke hängen müssen. ein vorhang vielleicht, einen vorhang kann man zusammenfalten.<br />
abermals in anlehnung an eine fernsehserie (ich kuck eindeutig zuviel fernsehen) poppte die traumsequenz aus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Twin_Peaks">twin peaks</a> aus meinem inneren bildarchiv auf. (das sind szenen, die in einem diffusen wandlosen raum aus vorhängen spielen).<br />
und dabei sollte es bleiben.</p>
<p>als vier wochen gedankenlose denkphase rum waren und ich abends nach 8 stunden nichtstun aus dem atelier kam nahm ich den bus. das mache ich immer, wenn ich zu faul bin für die stufen im bahnhofsgebäude oder auf ideensuche. dann setze ich mich ans fenster, steck die stöpsel in die ohren und fahr eine geschlagene dreiviertelstunde durch die stadt.</p>
<p>ungefähr auf höhe des museums für hamburgische geschichte machte es klong. ich hatte es raus.</p>
<p>–</p>
<p>dass mein atelier zu klein ist, um größere installationen darin testweise aufzubauen, hat den vorteil dass die eigentlichen probleme dadurch meist erst beim aufbau auftreten und man wenigstens bis dahin noch seine ruhe hat. ausserdem steigert es die spannung wenn man die eigene arbeit am eröffnungabend auch zum ersten mal sieht.</p>
<p>die plastische umsetzung im atelier verlief problemlos. das aufwendige waren die mechanischen und technischen elemente und die synchronisation:<br />
die idee war, gong und augenaufschlag so zu takten, dass alle 2 minuten der gong schlägt und eine viertelsekunde später die augen aufschlagen.</p>
<p>alle, denen ich das erzählte, wünschten viel spass. ohne eine computersteuerung sei das aber wohl nicht möglich. allein der loop des augenaufschlag-filmes würde im übergang verzögerungen verursachen, die nicht kalkulierbar seien.<br />
ich beschloss also, einen 5 stündigen film zu drehen, etwa so lang wie die eröffnung dauern würde. das müsste doch hinhauen.</p>
<p>um die exakte zeit des gongschlag-intervalls zu ermitteln musste ich den gongschlag filmen. der zeitliche intervall betrug hier genau 2 minuten und 4 frames. ich stückelte also einen 5-stündigen film aus 150 clips à 2 minuten und 4 frames.<br />
zwei tage vor der vernissage testete ich erstmals das resultat. nach einer halben stunde öffneten sich die augen bereits vor dem gongschlag.</p>
<p>was ich in meinem ausgeklügelten zeitmanagement zu berücksichtigen vergessen hatte war der film-export. das exportieren und konvertieren meines 5-stunden-eposses dauerte 15 stunden.<br />
die version, die am eröffnungsabend lief, wurde in den kommenden tagen und nächten noch vier mal überarbeitet.<br />
am letzten ausstellungstag lief erstmals die finale version.</p>
<p>–</p>
<p>im westwerk ist es üblich, dass die künstler ihre ausstellung selbst beaufsichtigen. einerseits kann man sich natürlich was besseres vorstellen, als leuten zu erkären, dass es unüblich ist, kunst anzufassen. als ein herr zb. seine begleitung spasseshalber mal gegen den vorhang schubste und ich vor schreck laut aufschrie schien dies überhaupt nicht auf verständnis zu stossen: &#8222;reagieren sie auch so wenn man ihnen auf der strasse einen parkplatz wegschnappt?!&#8220; (ich hab diese frage bis heute nicht kapiert.)</p>
<p>andererseits kann ich es nur jedem empfehlen.<br />
es gab passanten, die nur kurz durchhuschten (&#8220;meine freundin hat mir diese ausstellung empfohlen. aber hier gibts ja garnichts zu sehen!&#8220;) andere kamen öfter, stellten fragen. manche blieben stundenlang, liefen immer zwischen gongschlag und augenaufschlag hin und her.<br />
manche meinten, dass ich denen, die die 2 minuten und 4 frames nicht abwarten konnten, doch bescheid geben solle: da käme noch was.</p>
<p><a href="http://kultruhr.journalisten-akademie.com/?p=736">es wird ja behauptet</a>, dass der durchschnittsbetrachter im durchschitt 1 sekunde vor einer künstlerischen arbeit verweilt. sogesehen könnte caesars palace vielleicht auch ein versuch sein, da noch was rauszuholen.</p>

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		<title>Ausstellungsansichten: Hab ich was verpasst?</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 20:04:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2465/ausstellungsansichten-hab-ich-was-verpasst/" title="Ausstellungsansichten: Hab ich was verpasst?"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/raeume2.djxjk8pze8b6gwckgkokkoc8w.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="Ausstellungsansichten: Hab ich was verpasst?" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>im april 2011 zeigte ich im hamburger projektraum
<a href="http://oelfrueh.org/">Oel-Früh</a> neue arbeiten:
75 <a href="http://katiakelm.de/2693/alle-meine-collagen/">collagen</a>, die minituren <a href="http://katiakelm.de/2529/knete-am-rand-der-filmgeschichte/">Laken I-VI</a>, ein zweiteiliges knetobjekt <a href="http://katiakelm.de/2520/ich-hatte-die-arbeit-auch-kevin-nennen-konnen/">Last night a DJ saved my life</a>, die kinetische installation <a href="http://katiakelm.de/2481/warum-ich-nun-doch-keine-musikerin-mehr-werde/">Hab ich was verpasst?</a> und malerei:
<a href="http://katiakelm.de/2539/lucy-und-andere-vorfahrinnen/">Urfrauen I-XIV</a> und <a href="http://katiakelm.de/2640/kopfuber-kopfuber-malen/">Das Kleid</a>.

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			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2465/ausstellungsansichten-hab-ich-was-verpasst/" title="Ausstellungsansichten: Hab ich was verpasst?"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/raeume2.djxjk8pze8b6gwckgkokkoc8w.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="Ausstellungsansichten: Hab ich was verpasst?" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>im april 2011 zeigte ich im hamburger projektraum<br />
<a href="http://oelfrueh.org/">Oel-Früh</a> neue arbeiten:<br />
75 <a href="http://katiakelm.de/2693/alle-meine-collagen/">collagen</a>, die minituren <a href="http://katiakelm.de/2529/knete-am-rand-der-filmgeschichte/">Laken I-VI</a>, ein zweiteiliges knetobjekt <a href="http://katiakelm.de/2520/ich-hatte-die-arbeit-auch-kevin-nennen-konnen/">Last night a DJ saved my life</a>, die kinetische installation <a href="http://katiakelm.de/2481/warum-ich-nun-doch-keine-musikerin-mehr-werde/">Hab ich was verpasst?</a> und malerei:<br />
<a href="http://katiakelm.de/2539/lucy-und-andere-vorfahrinnen/">Urfrauen I-XIV</a> und <a href="http://katiakelm.de/2640/kopfuber-kopfuber-malen/">Das Kleid</a>.</p>

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		<title>warum ich nun doch keine musikerin mehr werde</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 20:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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holger steen (musiker)
<span id="more-2481"></span>

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			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2481/warum-ich-nun-doch-keine-musikerin-mehr-werde/" title="warum ich nun doch keine musikerin mehr werde"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/habich_thumb.7avcufsf2j1kiskk048swskcg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="warum ich nun doch keine musikerin mehr werde" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>&#8222;das hohe c hat sie noch nicht so drauf, da fehlen noch ein paar tropfen.&#8220;<br />
holger steen (musiker)<br />
<span id="more-2481"></span><br />

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		<title>theoriegespinste</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2005 21:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/59/theoriegespinste/" title="theoriegespinste"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/mann_v_welt_titel.3n4mvi8m1ee5wkcgo4gw4kgwo.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="theoriegespinste" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>gerade die dinge, die in der erinnerungfalle kleben bleiben obwohl sie völlig banal sind, eigenen sich besonders gut zum kunst machen. bilder, die einfach durchgeschoben werden können, aus dem kopf aufs blatt oder in die knete, ohne dass sie einen rattenschwanz an sperrigen bedeutungen hinter sich her ziehen.
man trifft&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/59/theoriegespinste/" title="theoriegespinste"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/mann_v_welt_titel.3n4mvi8m1ee5wkcgo4gw4kgwo.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="theoriegespinste" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>gerade die dinge, die in der erinnerungfalle kleben bleiben obwohl sie völlig banal sind, eigenen sich besonders gut zum kunst machen. bilder, die einfach durchgeschoben werden können, aus dem kopf aufs blatt oder in die knete, ohne dass sie einen rattenschwanz an sperrigen bedeutungen hinter sich her ziehen.<br />
man trifft eine auswahl. (natürlich könnte man auch häuser, bäume oder autobahnzubringer kneten aber das sollte man sich doch schon allein aus zeitlichen gründen gut überlegen.)</p>
<p>in meiner erinnerung kleben blieb zum beispiel das bild von büchern am boden. ein kollege hatte eine reihe klassiker aus philosophie und wissenschaft am boden seiner installationen verteilt, um das &#8222;philosophische fundament&#8220; seiner arbeit zu verdeutlichen. das wollte ich auch versuchen! ich kaufte irgendein buch mit vielsagendem titel &#8222;Ein Mann von Welt&#8220; und weil ich im inhalt keine stelle finden konnte, die als philosophisches fundament hätte dienen können <a href="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/mowengeschichte.pdf"> schrieb ich einfach selber ein paar seiten und klebte sie in das buch</a>.</p>
<p>wobei ich heute zugeben muss: der text taugte letztlich immer noch nicht als philosophisches fundament. aber so ein buch am boden ist einfach unersetzlich für die theoriefindung.</p>

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		<title>Steffi &amp; Arndt</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1723/steffi-arndt/" title="Steffi &#038; Arndt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/titel.9kj6eam004c9c8wkgss04gscg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="Steffi &#038; Arndt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>Steffi &#038; Arndt ist eine gemeinschaftsarbeit von <a href="http://www.guidoalfs.de/">Guido Alfs</a> und mir. die installation wurde bei <a href="http://www.google.de/search?hl=de&#038;q=Pick+Up+And+Mix+Kaiser-Wilhelm-Straße&#038;btnG=Suche&#038;meta=&#038;aq=f&#038;oq=">Pick Up And Mix</a>, einer gruppenausstellung in der kaiser-wilhelm-straße 2005 in hamburg gezeigt. 
am selben ort hatte ich erst ein paar monate zuvor ausgestellt als meine freundin <a href="http://www.ingekrause.com/">Inge Krause</a> dort die ausstellung&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1723/steffi-arndt/" title="Steffi &#038; Arndt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/titel.9kj6eam004c9c8wkgss04gscg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="Steffi &#038; Arndt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>Steffi &#038; Arndt ist eine gemeinschaftsarbeit von <a href="http://www.guidoalfs.de/">Guido Alfs</a> und mir. die installation wurde bei <a href="http://www.google.de/search?hl=de&#038;q=Pick+Up+And+Mix+Kaiser-Wilhelm-Straße&#038;btnG=Suche&#038;meta=&#038;aq=f&#038;oq=">Pick Up And Mix</a>, einer gruppenausstellung in der kaiser-wilhelm-straße 2005 in hamburg gezeigt. </p>
<p>am selben ort hatte ich erst ein paar monate zuvor ausgestellt als meine freundin <a href="http://www.ingekrause.com/">Inge Krause</a> dort die ausstellung <a href="http://www.derhimmelistschoen.de/hamburg/index.html">Der Himmel ist schön</a> kuratierte. ich hatte mir einen bestimmten raum ausgesucht in dem ich die installation <a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/">Ein Mann von Welt</a> realisierte. Bei Pick Up And Mix erschien es mir logisch, nochmal das selbe zimmer zu beziehen. </p>
<p>das ist aber wohl auch schon alles, was Steffi &#038; Arndt mit dem <a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/">Mann von Welt</a> gemeinsam haben. </p>
<p>die texte aus der installation kann man <a href="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/steffiarndt.pdf">hier als pdf downloaden</a></p>

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		<title>himmel in hamburg</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2004 14:23:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/" title="himmel in hamburg"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/himmeltitel.9aud3ds0wt6qo0cc80kw4gcg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="himmel in hamburg" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>das erste mal wurde <a href="http://www.derhimmelistschoen.de/hamburg/index.html">Der Himmel ist schön</a> in hamburg gezeigt.
meine freundin <a href="http://www.ingekrause.com/">inge krause</a> hatte einen leerstehenden laden in der kaiser-wilhelm-straße im vorbeigehen entdeckt und beschlossen, dort ihre <a href="http://www.ingekrause.com/wolken.html">wolkenbilder</a> auszustellen. ausserdem sollten freunde und kollegen teilnehmen, die auch schonmal „was mit himmel“ am wickel hatten.
ich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/" title="himmel in hamburg"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/himmeltitel.9aud3ds0wt6qo0cc80kw4gcg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="himmel in hamburg" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>das erste mal wurde <a href="http://www.derhimmelistschoen.de/hamburg/index.html">Der Himmel ist schön</a> in hamburg gezeigt.<br />
meine freundin <a href="http://www.ingekrause.com/">inge krause</a> hatte einen leerstehenden laden in der kaiser-wilhelm-straße im vorbeigehen entdeckt und beschlossen, dort ihre <a href="http://www.ingekrause.com/wolken.html">wolkenbilder</a> auszustellen. ausserdem sollten freunde und kollegen teilnehmen, die auch schonmal „was mit himmel“ am wickel hatten.<br />
ich hatte zwar noch nichts mit himmel gemacht, sah aber ein, dass es an der zeit war. </p>
<p>wobei: das stimmt garnicht. es gibt arbeiten, die den himmel sehr wohl thematisieren, indem sie ihn aussperren. in <a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/">Das Fenster bleibt zu</a> gibt es nicht nur ein fenster, es gibt auch jede menge wolkige wasserschäden.</p>
<p>im raum für Ein Mann von Welt gab es leider keine solch lebendigen wände. als ich jedoch herumfragte, ob jemand vielleicht eine alte decke erübrigen könnte, traf die materialspende meiner freundin christine ebeling allein wolkentechnisch so sehr ins schwarze wie ich es selten erlebt hatte*. </p>
<p>im jahr darauf zog Der Himmel ist schön <a href="http://katiakelm.de/59/theoriegespinste/">weiter nach berlin</a> in die galerie <a href="http://www.galerie-walden.de/">walden</a> während sich die überschaubare hamburger szene mit dem leerstehendem klamottenladen soweit angefreundet hatte dass dort gleich im anschluss die gruppenausstellung Pick Up And Mix eröffnet wurde, bei der ich in kooperation mit <a href="http://www.guidoalfs.de/">guido alfs</a> die installation <a href="http://katiakelm.de/1723/steffi-arndt/">Steffi &#038; Arnd</a>t der einfachheit halber gleich nochmal im selben raum zeigte.</p>
<p>fotos: <a href="http://www.ralftimm.de/">ralf timm</a></p>
<p>*christine ebeling hat ausserdem die technische umsetzung der wackelmechanik von zeh und objekt im fenster übernommen.</p>

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		<title>die tauben die in jena blieben</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2003 20:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/307/die-tauben-die-in-jena-blieben/" title="die tauben die in jena blieben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben.4l88tqiv6v236s80kc800kwwc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="die tauben die in jena blieben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>in jena ist alles paradiesisch, ausser sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Jena_Paradies">bahnhof</a>.
selten so unprätentiöse leute getroffen, so entspannt aufgebaut. die <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">Anarchie …</a> und <a class="lightview" title=" :: :: menubar: false, height: 300, width: 410" href="#player">ein trupp tauben</a> fuhren schonmal im kofferraum vor, die zeichnungen und ich kamen im ICE hinterher.
während&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/307/die-tauben-die-in-jena-blieben/" title="die tauben die in jena blieben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben.4l88tqiv6v236s80kc800kwwc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="die tauben die in jena blieben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>in jena ist alles paradiesisch, ausser sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnhof_Jena_Paradies">bahnhof</a>.<br />
selten so unprätentiöse leute getroffen, so entspannt aufgebaut. die <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">Anarchie …</a> und <a class="lightview" title=" :: :: menubar: false, height: 300, width: 410" href="#player">ein trupp tauben</a> fuhren schonmal im kofferraum vor, die zeichnungen und ich kamen im ICE hinterher.<br />
während der fahrt dachte ich mir die titel aus. titelfindung ist fast so toll wie die der bilder. das ist wie umrühren und ein paar wörter kleckern über den rand. nachschauen, was sind das für wörter, sind die brauchbar? nein? wieder rein. weiterrühren.</p>
<p>als &#8222;gastgeschenk&#8220; knetete ich dem <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=75194&amp;_nav_id1=58185&amp;_lang=de">museum</a> ein taubenpaar für die <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=75201&amp;_nav_id1=58181&amp;_lang=de">sammlung</a>, an die wand, das jetzt einen beachtlichen fettfleck umgibt, wie ihn selbst die <a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/">kaninchen</a> nicht besser hin bekamen.</p>

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		<title>anarchie in jena</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2003 16:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/" title="anarchie in jena"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anarchie_titel.zo82u0pseyryo84cgkos4sow.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="anarchie in jena" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ich war so bescheuert, ernsthaft zu meinen, für jede ausstellung immer etwas neues machen zu müssen. statt einmal irgendwas hinzukneten und das dann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig">hermann</a> mässig weiterzureichen baute ich immer etwas neues. die Anarchie zeigte ich immerhin zweimal. ursprünglich baute ich sie für eine einzelausstellung in frankfurt, wo am eröffnungsabend&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/" title="anarchie in jena"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anarchie_titel.zo82u0pseyryo84cgkos4sow.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="anarchie in jena" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ich war so bescheuert, ernsthaft zu meinen, für jede ausstellung immer etwas neues machen zu müssen. statt einmal irgendwas hinzukneten und das dann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig">hermann</a> mässig weiterzureichen baute ich immer etwas neues. die Anarchie zeigte ich immerhin zweimal. ursprünglich baute ich sie für eine einzelausstellung in frankfurt, wo am eröffnungsabend zirca 10 leute kamen (freunde, galerist und michselbst eingeschlossen).</p>
<p>frankfurt war ein echter tiefpunkt. eine installation setze ich komplett in den sand. die technik, mittels derer ein aal die fussleisten entlang gleiten sollte, versagte eine stunde vor eröffnung. die anderen drei arbeiten, <a href="http://katiakelm.de/wordpress/92/bauch-im-fenster/">Tot! Oder ich ess Dich auf</a> 4 lebensgrosse <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">schweine</a>, die zeitgleich auf der örtlichen kunstmesse zu sehen waren, und Anarchie, entwickelten sich, abgesehen davon, dass ich nichts davon verkaufte, nach der ausstellung zu einem echten problem:<br />
ein paar monate später liess der galerist verlauten, dass für die <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">schweine</a> und <a href="http://katiakelm.de/wordpress/92/bauch-im-fenster/">Tot! …</a> sein lager zu eng sei. er nannte eine frist bis wann ich die arbeiten abholen sollte um sie selber einzulagern.<br />
sowas nennt man timing. gerade hatte ich meine letzten reserven aufgebraucht und stand kurz vor dem völligen bankrott. ich konnte die miete für mein atelier nicht mehr bezahlen und ein transport dieser grössenordnung geschweige denn die anmietung eines lagers stand völlig ausser frage. ausserdem raubte mir die vorstellung, das ganze sperrige zeug, was eh durch keine normale tür ging, wieder an der backe zu haben, den schlaf. was für eine karriere: nach der ausstellung mit 10 besuchern nun in kisten gestapelt bis zu meinem tod.<br />
ich schlug dem galeristen also vor, wenn ihm nichts besseres einfiele, die arbeiten eben auf den müll zu schmeissen.</p>
<p>wochen später ein anruf von einer kunstgeschichts-studentin aus weimar. sie käme gerade aus frankfurt, habe dort meiner galerie einen besuch abstatten wollen, um meine arbeiten zu sehen. die habe sie auch gesehen, allerdings nicht IM haus sondern davor, auf der strasse, an eine hecke gelehnt. als sie daraufhin besorgt im haus nachfragte habe man ihr gesagt, die arbeiten kämen auf den müll, sie könne sie aber gerne mitnehmen.</p>
<p>damals ist mir die lust auf sachen, die nicht anstandslos durch türrahmen passen, etwas vergangen.<br />
in jena zeigte ich erstmals zeichnungen und zwei arbeiten, die sich im kofferraum transportieren liessen.</p>

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		<title>bauch in frankfurt</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2002 09:26:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/92/bauch-im-fenster/" title="bauch in frankfurt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tot_oder_titel.w9mynnmnod8i8csgckcgo4oo.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="bauch in frankfurt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>Tot! Oder ich ess Dich auf stellte ich <a href="http://katiakelm.de/2150/bauch-in-esslingen/">erstmals 2001</a> im bahnwärterhaus esslingen aus. für eine frankfurter galerie musste es komplett umgebaut werden. die masse stimmten nicht mehr. die frankfurter fenster waren breiter und größer sodass die arme der exhibitionisten ausgebreitet werden mussten, ausserdem war die raumdecke deutlich höher was&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/92/bauch-im-fenster/" title="bauch in frankfurt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tot_oder_titel.w9mynnmnod8i8csgckcgo4oo.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="bauch in frankfurt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>Tot! Oder ich ess Dich auf stellte ich <a href="http://katiakelm.de/2150/bauch-in-esslingen/">erstmals 2001</a> im bahnwärterhaus esslingen aus. für eine frankfurter galerie musste es komplett umgebaut werden. die masse stimmten nicht mehr. die frankfurter fenster waren breiter und größer sodass die arme der exhibitionisten ausgebreitet werden mussten, ausserdem war die raumdecke deutlich höher was zur folge hatte dass die eule plötzlich mitten im raum hing und ihre verbindung zu den hermelinen verloren ging.<br />
auch nicht weiter tragisch: ich baute einfach einen laubhaufen und bockte die hermeline auf. das löste das eulenproblem.<br />
dass die eingangstürmasse für diese arbeit auch eine rolle spielen würden wurde erst relativ spät klar: als wir mit dem haufen davor standen.</p>
<p>meine arbeit für die frankfurter messe ging übrigens <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">auch nicht durch die tür</a>.</p>

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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2002 07:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/" title="schweine arbeit"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schweine_titel.d9ioctrdhho10k00co88w4wc0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="schweine arbeit" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die schweine frassen alles auf. alles wurde viel zu gross und zu schwer im verhältnis zur idee. ich war eine, die mal bilder malte im stillen kämmerlein und keine, die andere für sich arbeiten liess. die verantwortung, die geldsorgen und die ganze koordination frassen meine kraft, die am entscheidenden ende&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/" title="schweine arbeit"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schweine_titel.d9ioctrdhho10k00co88w4wc0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="schweine arbeit" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die schweine frassen alles auf. alles wurde viel zu gross und zu schwer im verhältnis zur idee. ich war eine, die mal bilder malte im stillen kämmerlein und keine, die andere für sich arbeiten liess. die verantwortung, die geldsorgen und die ganze koordination frassen meine kraft, die am entscheidenden ende fehlte: in der arbeit.</p>
<p>umgeben von galeristen die keinen plan hatten, was ihre kunden interessierte, baute ich vier schweine in meinem atelier in der 3. etage eines alten bürogebäudes und als sie fertig waren wog ein schwein 80 kilo und ging nicht mehr durch die tür.</p>
<p>sie wurden auf der art frankfurt gezeigt und ich erinnere immer gerne an die aussage eines alten professors wenn der die hängung der arbeiten seiner studenten bemängelte: &#8222;das hat das bild nicht verdient!&#8220;<br />
die kunst, die hier gezeigt wurde, erinnerte mehr an bürodekoration als an irgend etwas anderes. mein alter freund <a href="http://www.re-title.com/artists/Tim-Thyzel.asp">tim thyzel</a> pflegte in solchen momenten zu sagen: &#8222;wenn alle anderen scheisse sind fällt man immerhin mal positiv auf …&#8220; ich sah das etwas anders. auch die theorie, dass man sich im puff nicht davor fürchten bräuchte, bekannte zu treffen, man habe sich ja gegenseitig in der hand - traf hier nicht zu.<br />
ich setzte mich in eine ecke, zog mir ganz tief die kaputze über die augen und stöhnt leise vor mich hin.<br />
<a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/"><br />
die schweine sind nie verkauft worden.</a></p>

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		<title>bauch in esslingen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2001 18:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2150/bauch-in-esslingen/" title="bauch in esslingen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/essthumb.cby4a88u567gws8s4cwc0gssw.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="bauch in esslingen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>2001 wurde es dringend zeit für eine retrospektive. im im esslinger <a href="http://www.villa-merkel.de/aus_bwh.html">bahnwärterhaus</a>, dem jugendlichen ableger der <a href="http://www.villa-merkel.de/auswahl.html">villa merkel</a>, kloppte ich haus voll mit allen bisherigen arbeiten plus einer neuen arbeit: Tot! Oder ich ess Dich auf, was auch titel der ausstellung war.
auf 3 etagen liess sich einiges verstauen.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2150/bauch-in-esslingen/" title="bauch in esslingen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/essthumb.cby4a88u567gws8s4cwc0gssw.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="bauch in esslingen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>2001 wurde es dringend zeit für eine retrospektive. im im esslinger <a href="http://www.villa-merkel.de/aus_bwh.html">bahnwärterhaus</a>, dem jugendlichen ableger der <a href="http://www.villa-merkel.de/auswahl.html">villa merkel</a>, kloppte ich haus voll mit allen bisherigen arbeiten plus einer neuen arbeit: Tot! Oder ich ess Dich auf, was auch titel der ausstellung war.</p>
<p>auf 3 etagen liess sich einiges verstauen. im keller die kurz zuvor im künstlerhaus weidenallee gezeigte installation <a href="http://katiakelm.de/127/okkultismus-unter-knethasen/">Alle Guten Geister</a>, im erdgeschoss die <a href="http://katiakelm.de/114/ein-lied-in-jeder-lebenslage/">Serenade</a>, teile aus <a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/">Das Fenster bleibt zu</a>, der <a href="http://katiakelm.de/188/zu-zweit-ist-alles-einfacher/">Wiederbelebungsversuch</a>, <a href="http://katiakelm.de/183/das-schwein-in-mir/">Unter uns</a>, im 1. Stock <a href="http://katiakelm.de/68/der-da-hinten-kann-ja-auch-mal-mithelfen/">Holde Vögel</a>, das neue Tot! und die <a href="http://katiakelm.de/173/volksnaher-kram/ ">Traurige im Eimer</a> in der Abstellkammer.</p>
<p>zur ausstellung erschien ein <a href="http://www.villa-merkel.de/deutsch/publ/publ02.html">katalog</a> mit texten von andreas baur und werner büttner (<a href="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/katalogtexte_bahnwaerterhaus.pdf">download als pdf</a>).<br />
die esslinger version von Tot! Oder ich ess Dich auf war der vorläufer der <a>frankfurter version</a> ein jahr später.</p>

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		<title>okkultismus unter knethasen</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2001 12:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/127/okkultismus-unter-knethasen/" title="okkultismus unter knethasen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/geister_titel.2oz5sdeowmhb408cckcg4w4w0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="okkultismus unter knethasen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>stellt man zwei leere flaschen in ein zimmer stellt man zwei bezüge her: zwischen den flaschen und zwischen flaschen und raum. das ist im grossen und ganzen mein installationsbegriff. wenn ich eine installation entwickeln möchte genügt es im prinzip eine skulptur reinzustellen und - schwupp - hat man eine installation.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/127/okkultismus-unter-knethasen/" title="okkultismus unter knethasen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/geister_titel.2oz5sdeowmhb408cckcg4w4w0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="okkultismus unter knethasen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>stellt man zwei leere flaschen in ein zimmer stellt man zwei bezüge her: zwischen den flaschen und zwischen flaschen und raum. das ist im grossen und ganzen mein installationsbegriff. wenn ich eine installation entwickeln möchte genügt es im prinzip eine skulptur reinzustellen und - schwupp - hat man eine installation. das selbe passiert auch wenn man ein bild reinhängt. man kann dann das bild ein wenig mehr nach links schieben und - schwupp - sehen raum und bild ganz anders aus. das ist natürlich hart. dabei mal ein ende zu finden ist eigentlich unmöglich. man geht abends frustriert nach hause und geht schlafen um das bild die ganze nacht im traum nach rechts und links zu schieben.</p>
<p>das praktische an diesem installationsbegriff ist, dass das, was mit flaschen funktioniert auch mit hasen geht. wäre ich - wie meine nachbarin zu sagen pflegt - &#8222;sprirituell&#8220;, könnte ich sogar behaupten, dass ein ganzer kreis von knetgummihasen ein wahnsinns bezugnahme-knäuel zuf folge hat. und auch die alte frage, was passiert, wenn man rausgeht, wird wohl nie befriedigend beantwortet werden können.</p>
<p>eigentlich wollte ich erst steven spielberg als stillen zeugen, der rat meiner nachbarin <a href="http://www.gunillajaehnichen.de/aktuell.html">gunilla jähnichen</a>, ich sei doch keine politkünstlerin, bewahrte mich zum glück davor. ich entschied mich für david copperfield den ich aus materialersparnisgründen auf kopf, po und füsse reduzieren musste. ihn auf einer nebenmaschine zu platzieren passte ganz gut, fand ich, zumal ich bei meiner recherche über den slogan David Copperfield - Master of Illusion! stolperte.</p>

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		<title>pädagogikkunst</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Apr 2000 09:25:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/176/padagogikkunst/" title="pädagogikkunst"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schoen_titel.amf1x49tw6loo44cok00woss8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="pädagogikkunst" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>in offgalerien gibt es ja leider keine bodyguards die die arbeiten umringen und mittels funkgerät mit  kollegen kommunizieren, die einen halben meter weiter stehen. ich hätte mich selbst neben die arbeiten stellen müssen, das tat ich allerdings nie, seitdem ich mal daneben stand, als ein galeriebesucher das <a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/">eisbärenfell</a> überschritt&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/176/padagogikkunst/" title="pädagogikkunst"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/schoen_titel.amf1x49tw6loo44cok00woss8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="pädagogikkunst" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>in offgalerien gibt es ja leider keine bodyguards die die arbeiten umringen und mittels funkgerät mit  kollegen kommunizieren, die einen halben meter weiter stehen. ich hätte mich selbst neben die arbeiten stellen müssen, das tat ich allerdings nie, seitdem ich mal daneben stand, als ein galeriebesucher das <a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/">eisbärenfell</a> überschritt und ich erst anfing zu schreien, als er schon drüber war.<br />
der durchschnittsgaleriebesucher hat nämlich ein körper/raum-gefühl von 0,5 (auf einer skala von 1-10).</p>
<p>ich wollte immer modern sein in meinen arbeiten aber das einzige wozu es reichte war ein modernes material, mit dem ich auf konservativste weise umging. ich bin so konservativ - ich hatte beispielsweise nie eingeplant, dass die pädagogen unter den galeriebesuchern ihren kinder das erlebnis des <a href="http://katiakelm.de/wordpress/96/50000-zipfel-fur-vincent/">knetzipfel</a> platt schlagens ausgerechnet an meinen arbeiten nahebringen.</p>
<p>mit <em>Schön, total schön!</em> griff ich das allerdings wieder auf. eine installation für eine austellung die für kinder konzipiert war. es klappte vorzüglich. kinder und ihre ehrgeizigen eltern setzten sich in die braune lache, gniedelten herum und zwei kritiker-hühner auf einem fingierten heizungsrohr darüber sprachen alle 50 sekunden ein lob aus.</p>

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		<title>ein lied in jeder lebenslage</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Apr 2000 20:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/114/ein-lied-in-jeder-lebenslage/" title="ein lied in jeder lebenslage"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/serenade_titel.43kslnr7z89cqoogwswgkgoc0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ein lied in jeder lebenslage" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die alten bilder wieder. es gab ein bild, das ich meiner mutter gemalt hatte als sie sehr traurig war. ein sehr trauriges bild. eine lachende sonne mit einer spitzen nase, darunter schilf mit pompesel und ein sumpf aus dem ein molchartiges kerlchen traurig herausschaut. eine kugelschreiberzeichnung fastellfarben coloriert. um das&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/114/ein-lied-in-jeder-lebenslage/" title="ein lied in jeder lebenslage"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/serenade_titel.43kslnr7z89cqoogwswgkgoc0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ein lied in jeder lebenslage" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die alten bilder wieder. es gab ein bild, das ich meiner mutter gemalt hatte als sie sehr traurig war. ein sehr trauriges bild. eine lachende sonne mit einer spitzen nase, darunter schilf mit pompesel und ein sumpf aus dem ein molchartiges kerlchen traurig herausschaut. eine kugelschreiberzeichnung fastellfarben coloriert. um das grauen abzurunden stand drunter &#8222;es wird alles wieder gut!&#8220;<br />
jedesmal wenn ich meine mutter besuche hängt da dieses grenzwertige bild und ich frage mich im stillen, was sie wohl meint, was es bedeutet.</p>
<p>ein gefühltes jahrhundert später, ich hockte vor dem alten grill in dem ich immer die knete weich machte, um zu vermeiden, dass die muskulatur meiner hände irgendwann aussieht wie die der plastik-superhelden meines sohnes, schaute in den eimer mit graubraunen knetresten und plötzlich - pock - war dieses bild in meinem kopf: brauner schlamm und ich mitten drin.</p>

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		<title>fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Apr 2000 18:57:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/86/fragen-sie-mich-nicht-wozu-immer-diese-tauben/" title="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben_pumphaus_titel.7dt9hg56k17j40c8o8k848sw8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>vielleicht liegt es ja auch am recycling-willigen material und dessen besonderer eigenart, nach ständigem wieder-zusammen-drücken so taubengrau auszusehen wie der hamburger himmel.
nein, sicher ist es  die grösse. ich bevorzuge es nämlich, die dinge in lebensgrösse zu kneten. und eine taube wirft eindeutig weniger probleme auf als ein baum, beispielsweise.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/86/fragen-sie-mich-nicht-wozu-immer-diese-tauben/" title="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/tauben_pumphaus_titel.7dt9hg56k17j40c8o8k848sw8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fragen sie mich nicht, wozu immer diese tauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>vielleicht liegt es ja auch am recycling-willigen material und dessen besonderer eigenart, nach ständigem wieder-zusammen-drücken so taubengrau auszusehen wie der hamburger himmel.</p>
<p>nein, sicher ist es  die grösse. ich bevorzuge es nämlich, die dinge in lebensgrösse zu kneten. und eine taube wirft eindeutig weniger probleme auf als ein baum, beispielsweise.<br />
<a href="http://katiakelm.de/wordpress/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">einen baum zu kneten</a> musste ich wieder verwerfen weil ich einen statiker hätte hinzuziehen müssen, um auszurechnen, ob das gebäude stehen geblieben wär.</p>

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		<title>der da hinten kann ja auch mal mithelfen</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Feb 2000 23:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/68/der-da-hinten-kann-ja-auch-mal-mithelfen/" title="der da hinten kann ja auch mal mithelfen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ho_voe_titel11.blisvhwpo406g4s80g00gsgws.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="der da hinten kann ja auch mal mithelfen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>eine woche auf der leiter gestanden und draht gelötet: die tauben sollten im kanon summen. im rücken jeder taube ein kleiner lautsprecher. vom lautsprecher führten die drähte durch die füsse und von dort durch das fingierte stromkabel aus kabelhülsen über stahlstangen bis hinter die deckenverkleidung zu einer batterie aus walkmen.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/68/der-da-hinten-kann-ja-auch-mal-mithelfen/" title="der da hinten kann ja auch mal mithelfen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ho_voe_titel11.blisvhwpo406g4s80g00gsgws.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="der da hinten kann ja auch mal mithelfen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>eine woche auf der leiter gestanden und draht gelötet: die tauben sollten im kanon summen. im rücken jeder taube ein kleiner lautsprecher. vom lautsprecher führten die drähte durch die füsse und von dort durch das fingierte stromkabel aus kabelhülsen über stahlstangen bis hinter die deckenverkleidung zu einer batterie aus walkmen. der kanon ergab sich durch geschicktes abwarten der richtigen stelle. der endloskassettenmarkt war damals schon dem untergang geweiht, ich war warscheinlich die letzte kundin.</p>
<p>die deckenverkleidung flog uns ohne grösseren kraftaufwand um die ohren. erfreulich angesichts der mühen die wir mit der tonnenschweren fernsehkuckerin hatten, die sich mit dem vorhang aus <a href="http://katiakelm.de/wordpress/128/so-tun-als-ob/">Das Fenster bleibt zu</a> vor einem krimi verbirgt, in dem eine kunststudentin ermordert wird.</p>
<p>kurz vor der eröffnung sass ich nun vollkommen erledigt auf einer alten bank in der ecke des ausstellungsraumes als die tür aufkrachte und ein verfrühter besucher seinen haarigen kopf durch den türrahmen beugte. &#8222;wann gehts denn los?&#8220;<br />
ich entgegnete, er könne ruhig eintreten. ich sei eigentlich soweit fertig.</p>
<p>der besucher machte jedoch keine anstalten einzutreten. stattdessen entrüstete er sich: &#8222;das wird aber langsam zeit! noch kein einziges bild an den wänden und der da hinten glotzt fernsehen!&#8220;</p>

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		<title>kaninchen können garnicht pfeifen</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 1999 13:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/" title="kaninchen können garnicht pfeifen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/fenster_titel.e9vcpq5rd6yxc8g4goc4k4oc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="kaninchen können garnicht pfeifen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die installation Das Fenster bleibt zu war meine diplomarbeit. ich suchte mir hierfür einen raum den niemand wollte. er stand voller gerümpel, die wände waren übersäht mit flecken, wasserschäden an der decke, der fussbodenbelag wellte sich: optimale bedingungen also mittels 200 kilo knetmasse sowie einigen kubikmetern styropor die fenster mal&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/" title="kaninchen können garnicht pfeifen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/fenster_titel.e9vcpq5rd6yxc8g4goc4k4oc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="kaninchen können garnicht pfeifen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die installation <em>Das Fenster bleibt zu</em> war meine diplomarbeit. ich suchte mir hierfür einen raum den niemand wollte. er stand voller gerümpel, die wände waren übersäht mit flecken, wasserschäden an der decke, der fussbodenbelag wellte sich: optimale bedingungen also mittels 200 kilo knetmasse sowie einigen kubikmetern styropor die fenster mal so richtig zuverlässig abzudichten.</p>
<p>die deckenbeleuchtung war eh schon schlecht, ich machte sie noch schlechter: softtone-leuchtstoffröhren sind wirklich das letzte. befand man sich im raum, hatte man den eindruck, alles sei normal, blickte man jedoch raus auf den flur, wo tageslicht zum fenster herein strahlte, sah das aus wie blau gefärbt.<br />
aber unschärfe kann eben brauchbar sein, um schärfer zu sehen. innere Bilder erwachen leichter wenns dunkel wird. dann kommen sie hinter dem vorhang hervor und treibens ordentlich bunt, je tiefer man schläft umso bunter.</p>

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		<title>minimo</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 1998 15:28:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2137/minimo/" title="minimo"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/villa_minimo_thumb.814hcg1zzqgskko0s8c40c4w4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="minimo" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die unwichtigen ausstellungen waren immer meine wichtigsten. alles was in off-räumen, künstlerhäusern, projekträumen stattfand, kaum beachtet, nix hermachend in der vita war künstlerisch immer viel bedeutungsvoller als zb. ausstellungsbeteiligungen in hamburger bahnhof oder kestner gesellschaft.
das lag natürlich daran dass die nobel-ausstellungshäuser sich immer irgendwelche uralten kamellen aussuchten mit denen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2137/minimo/" title="minimo"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/villa_minimo_thumb.814hcg1zzqgskko0s8c40c4w4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="minimo" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die unwichtigen ausstellungen waren immer meine wichtigsten. alles was in off-räumen, künstlerhäusern, projekträumen stattfand, kaum beachtet, nix hermachend in der vita war künstlerisch immer viel bedeutungsvoller als zb. ausstellungsbeteiligungen in hamburger bahnhof oder kestner gesellschaft.<br />
das lag natürlich daran dass die nobel-ausstellungshäuser sich immer irgendwelche uralten kamellen aussuchten mit denen sie hundertprozentig auf der sicheren seite waren. irgendwas was eh schon in irgendeiner sammlung war. da kam keiner im atelier vorbei und hat mal in den schubladen gestöbert. vom kunstmuseum wolfsburg gabs einen anruf, die eine arbeit wolle man haben, bitte zum soundsovielten breit stellen, man schicke ne spedition.</p>
<p>alte kamellen aufzubauen ist alles andere als spannend. man fährt hin, bekommt seinen platz gezeigt und los, nicht anders als ein klempner oder elektriker. man hangelt sich von einem problem zum nächsten (gibt es irgendwo eine steckdose? verlängerungsschnur? leiter? wo ist der nächste baumarkt?) bis am ende die fertige arbeit steht. mit kunst hat sowas kaum zu tun.<br />
aufbauten bei denen sich tatsächlich irgendwas neues entwickelt und ausstellungen die etwas für mich auf den punkt gebracht haben haben immer nur häusern stattgefunden wie zb. der villa minimo in hannover.</p>
<p>1998 kannte meine damalige kommilitonin hildur jonsdottir einen stipendiaten des hannoveraner künstlerhauses <a href="http://www.gundlach-bau.de/web/kulturelle_projekte/villa-minimo.html?PHPSESSID=89564cc9432d91a8a32ef39f569d85ff">villa minimo</a>. der stipendiat lud uns ein, dort auszustellen. ich glaub wir haben dem nichtmal erzählt, was wir zeigen würden.</p>
<p>ich karrte alles an woran ich gerade arbeitete: die brunnenmodelle, <a href="http://katiakelm.de/234/schonheiten-auf-cocktailpiekserbeinen/ ">flamingos</a>, <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/ ">schwäne</a>, <a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/ ">löwenbrunnen</a>, alles auf euro-paletten, einen stapel plastikeimer, schüsseln und knet-fontänen.<br />
während des aufbaus teilten wir uns eine kleine wohnung mit einer gruppe polnischer stipendiaten die morgens kaffeepulver mit wasser tranken und abends korn. die polnischen stipendiaten waren die einzigen menschen die wir während der 4 aufbautage trafen.</p>
<p>mein aufbau bestand hauptsächlich aus dem fertigstellen unfertiger arbeiten. als aber am eröffnungabend alles an ort und stelle stand, fix und fertig, auf sockeln aus europaletten und konsolen aus gehrungslehren als die gäste in ausgehgarderobe herum standen, sah ich das erste mal, woran ich die letzten monate gearbeitet hatte und was dabei herausgekommen war.</p>

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		<title>katzencontent</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 1997 19:04:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/133/katzencontent/" title="katzencontent"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/katze_titel2.2m7e4e0047je688g0ws8s00s4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="katzencontent" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die tote katze verkaufte sich wie eine warme semmel. ein artikel in der zeitschrift art hatte einen haufen interessenten angespült, die sich daraufhin in meinem wohnzimmer drängelten und wissen wollten, was das alles kosten sollte.
in einer ecke lag die tote katze. &#8222;was soll die kosten?!&#8220; wollte ein arzt aus&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/133/katzencontent/" title="katzencontent"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/katze_titel2.2m7e4e0047je688g0ws8s00s4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="katzencontent" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die tote katze verkaufte sich wie eine warme semmel. ein artikel in der zeitschrift art hatte einen haufen interessenten angespült, die sich daraufhin in meinem wohnzimmer drängelten und wissen wollten, was das alles kosten sollte.<br />
in einer ecke lag die tote katze. &#8222;was soll die kosten?!&#8220; wollte ein arzt aus schleswig holstein wissen. ich hatte keine idee. hatte noch nie zuvor etwas verkauft. ich nannte irgendeine zahl und verlieh meiner stimme den klang einer, die jeden tag hunderte von toten katzen verkauft.<br />
wir vereinbarten, dass ich die katze persönlich vorbeibringen und einen haken für den wollfaden anbringen sollte. mit einem selbstgezimmerten katzensarg im öffentlichen nahverkehr schonmal eine nur mittelgute idee.</p>
<p>es war nicht mehr viel platz im haus des arztes, balkenhohl überall. für die katze war eine ecke im eingangbereich neben der garderobe vorgesehen. wir einigten uns auf eine bestimmte wand, cremefarbene strukturtapete, man holte die bohrmaschine. ich setzte an und bohrte. nach ungefähr 1 zentimeter machte es &#8222;pock&#8220;. fachfraulich klopfte ich prüfend gegen die wand: &#8222;das ging aber schnell&#8220;.<br />
die wand die ich durchbohrt hatte entpuppte sich als der rücken einer weissen schleiflack-vitrine durch die hindurch man das wohnzimmer vom hausflur aus jetzt sehr gut überblicken konnte.</p>
<p>weil das gewinde des anzubringenden hakens für die geringe dicke der wand nun zu lang war beschloss der sammler, es zu kürzen. er holte eine eisensäge und ging damit vor die haustür. dort legte er den haken auf eine stufe und begann zu sägen. die tür liess er offen.<br />
als ein paar nachbarn vor dem haus entlang schlenderten und neugierig grüssten stand der arzt auf, ging zur tür und schloss sie: &#8222;braucht keiner wissen, was wir in unserem flur liegen haben&#8220;.<br />
wie er das wohl in zukunft handhaben wird, dachte ich aber was ging mich das an.</p>

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		<title>vom felle kneten und von löffeln</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Feb 1997 19:45:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/" title="vom felle kneten und von löffeln"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/kaninchen_ander_wand_titel.d1cudpkghx1s00kg4c004ggw4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="vom felle kneten und von löffeln" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>man müsste mal ausrechnen, wie viele jahre seines lebens man fell geknetet hat. ich habe mit grosser warscheinlichkeit in den letzten 10 jahren viel mehr viel fell geknetet als andere menschen in ihrem ganzen leben ihre haare bürsten. ich bürste weder meine haare noch fell. ich forme fell mit meinen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/140/vom-felle-kneten-und-von-loffeln/" title="vom felle kneten und von löffeln"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/kaninchen_ander_wand_titel.d1cudpkghx1s00kg4c004ggw4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="vom felle kneten und von löffeln" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>man müsste mal ausrechnen, wie viele jahre seines lebens man fell geknetet hat. ich habe mit grosser warscheinlichkeit in den letzten 10 jahren viel mehr viel fell geknetet als andere menschen in ihrem ganzen leben ihre haare bürsten. ich bürste weder meine haare noch fell. ich forme fell mit meinen fingern vor, dann nehme ich einen schmalen cappuchinolöffel und schneide, schabe und plätte es. wenn ich vollkommen durchdrehe benutze ich auch einen sogenannten <a href="http://www.google.de/search?q=comedonenquetscher&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a">comedonenquetscher</a>.   der nachteil am comedonenquetscher ist jedoch: man kommt kaum von der stelle.</p>
<p>den ersten cappucchinolöffel hatte ich mir mal aus italien mitgebracht. er war aus grauem blech, ganz fein und spitz. das non plus ultra unter den knetlöffeln. als ich ihn verlor war ich vollkommen aufgeschmissen. eine woche lang bin ich verstört durch die stadt gelaufen auf der suche nach dem richtigen löffel. nichts. ich gab mich letztlich mit einem knetlöffelkompromiss aus einem edel-cappuchino laden für 30 euro zufrieden, der allerdings schon nach absehbarer zeit eine kleine delle aufwies die das glattstreichen der knete sogut wie unmöglich machte.</p>
<p>vom löffel über knete streichen, drehen, drücken habe muskeln an stellen wo andere menschen muskeln vom wichsen haben.</p>

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		<title>meine kinder können heiraten wen sie wollen</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jan 1997 09:57:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/" title="meine kinder können heiraten wen sie wollen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/eisbaer_kopf_h2.b62f8izu0r2js48s00gk4soko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine kinder können heiraten wen sie wollen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>das erste eisbärenfell knetete ich auf ein paar lose spanplatten auf die ich zum besseren halt der knete hasendraht tackerte. dass die platten allerdings nicht miteinander verschraubt waren gestaltete den transport des ersten knetfells schon einigermassen schwierig.
aus bruchstücken des ersten wurde dann der zweite eisbär, teil der installation <a&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/229/meine-kinder-konnen-heiraten-wen-sie-wollen/" title="meine kinder können heiraten wen sie wollen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/eisbaer_kopf_h2.b62f8izu0r2js48s00gk4soko.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine kinder können heiraten wen sie wollen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>das erste eisbärenfell knetete ich auf ein paar lose spanplatten auf die ich zum besseren halt der knete hasendraht tackerte. dass die platten allerdings nicht miteinander verschraubt waren gestaltete den transport des ersten knetfells schon einigermassen schwierig.</p>
<p>aus bruchstücken des ersten wurde dann der zweite eisbär, teil der installation <a href="http://katiakelm.de/wordpress/128/so-tun-als-ob/">Das Fenster bleibt zu</a> ebenso dilettantisch zusammengekloppt. dass man die arbeiten ggf. auch nochmal transportieren musste war nicht eingeplant. hände und füsse der schlafenden unter dem fell steckte man ihr einfach einzeln an, ebenso den kopf.</p>
<p>wenn man dieses vorgehen psychologisch deuten wollte könnte man also annehmen, ich hinge einfach zu sehr an den sachen. das ist ja auch so ne lieblingsthese vieler kunstkenner, dass künstler allgemein verlustängste beschlichen sobald es um verkauf geht. ich meine mich erinnern zu können dass sogar meine (<a href="http://katiakelm.de/wordpress/42/taubenfamilie/">therapeutin</a>) soetwas mal angedeutet hat.</p>
<p>dem möchte ich an dieser stelle mal widersprechen. das gegenteil ist der fall! ich bin froh, dankbar und unendlich erleichtert, wenn meine kinder unter der haube sind.</p>

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		<title>fensterbankkunst</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 1996 16:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/265/fensterbankkunst/" title="fensterbankkunst"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/wellensitticge_titel.5k80nq1le3jta80ccccc88ws4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fensterbankkunst" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>beim spazierengehen durch bürgerliche wohnviertel schaue ich immer gern in die fenster und stelle mir vor, ich wohnte dort. villen in denen mannshohe vasen in den fenstern stehen, mit weissen orchideen, der inbegriff guten geschmacks. oder keramikkatzen die dem neugierigen passant entgegenblicken, das fand ich immer besonders clever. wenn ich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/265/fensterbankkunst/" title="fensterbankkunst"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/wellensitticge_titel.5k80nq1le3jta80ccccc88ws4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="fensterbankkunst" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>beim spazierengehen durch bürgerliche wohnviertel schaue ich immer gern in die fenster und stelle mir vor, ich wohnte dort. villen in denen mannshohe vasen in den fenstern stehen, mit weissen orchideen, der inbegriff guten geschmacks. oder keramikkatzen die dem neugierigen passant entgegenblicken, das fand ich immer besonders clever. wenn ich später in meiner reetdachkate am elbstrand wohne stelle ich mir auch eine katze oder eine vase ins fenster. vielleicht ja sogar einen kleinen balkenhol.</p>
<p>mit den wellensittichen hatte ich jedenfalls schon mal einen anfang gemacht, das faszinosum fensterbank zu erforschen.</p>

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		<title>lotusfüsse</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 1994 10:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2242/lotusfusse/" title="lotusfüsse"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/fuesse_thumb.19ngfsb3koickgg8ss4040w0k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="lotusfüsse" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>das problem vom materialsuchen auf flohmärkten ist dass man nie das findet was man sucht und schliesslich mit jeder menge anderem zeug von dannen zieht womit man später nichts anzufangen weiss.
so erging es mir mit einer kiste schuhspanner aus holz aus einem schusternachlass.
jahrelang zog ich mit der tonnenschweren&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2242/lotusfusse/" title="lotusfüsse"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/fuesse_thumb.19ngfsb3koickgg8ss4040w0k.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="lotusfüsse" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>das problem vom materialsuchen auf flohmärkten ist dass man nie das findet was man sucht und schliesslich mit jeder menge anderem zeug von dannen zieht womit man später nichts anzufangen weiss.<br />
so erging es mir mit einer kiste schuhspanner aus holz aus einem schusternachlass.<br />
jahrelang zog ich mit der tonnenschweren kiste umher, bei jedem umzug zog sie mit, nie fiel mir ein wozu.<br />
irgendwann überkam es mich und ich knetete an jede schuhspitze ein paar zehen, hängte sie an nylonschnüre und stellte sie auf ihre neuen zehen.<br />
auf die frage, was das solle habe ich immer behauptet, die arbeit handle von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lotosfuß">unterdrückung</a> der frau.<br />
hm.</p>

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		<title>ohren an wände schrauben</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 1994 17:41:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/362/ohren-an-wande-schrauben/" title="ohren an wände schrauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ohrentitel.9roj2ze2buzdog4s4sogo08oo.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ohren an wände schrauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>natürlich weiss ich nicht wirklich was ich tue. kunst, die ihr urheber auf die frage, womit er sich beschäftige, mit &#8222;mein thema ist …&#8220; beantworten kann, hat was von künstlicher befruchtung, von zweckehe, diät und lebensversicherungen. kunst die schon interpretiert wird bevor sie ensteht ist nichts für mich. ich mag&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/362/ohren-an-wande-schrauben/" title="ohren an wände schrauben"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ohrentitel.9roj2ze2buzdog4s4sogo08oo.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="ohren an wände schrauben" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>natürlich weiss ich nicht wirklich was ich tue. kunst, die ihr urheber auf die frage, womit er sich beschäftige, mit &#8222;mein thema ist …&#8220; beantworten kann, hat was von künstlicher befruchtung, von zweckehe, diät und lebensversicherungen. kunst die schon interpretiert wird bevor sie ensteht ist nichts für mich. ich mag geschichten ohne anfang und ende. die zu finden ist ein bischen wie bei einem daddelautomaten: rotierende bilder und irgendwann bleibt eins stehen. das muss man dann wohl oder übel malen oder kneten oder an die wand schrauben und weiss mit glück ein, zwei jahre später, wozu.<br />
oke, ich übertreibe. aber sicher ist man sich nie.</p>
<p>sicher ist hier eigentlich nur, dass die ohren ein grenzwesen waren. als aus dem flachen bild ein ding wurde. meine ersten vermurksten schritte in richtung raum. oder zurück zur immer wieder schmerzhaft vermissten malerei.<br />
hätte ich die folgenden zehn jahre lang nur noch ohren an wände geschraubt, hätte ich wohl keinen pokal damit gewonnen. aber als zwischen-murks waren die ohren für meine spätere arbeit sehr bedeutend.</p>
<p>(einen pokal hab ich mit meinen späteren arbeiten allerdings auch nicht gewonnen. vielleicht hätte ich doch bei den ohren bleiben sollen.)</p>

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		<title>das seifemuseum</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 1993 07:36:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2084/das-seifemuseum/" title="das seifemuseum"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/seifemuseum_thumb.78ax0ubeidv7ggsg884gkc8kc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="das seifemuseum" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>1992, erstes semester. schräg gegenüber jemand, der keine gelegenheit ausliess, sein enormes fachwissen in kunstgeschichte und maltechnik zu preisen. beim anblick meiner schmierereien seufzte er mitfühlend und verschwand hinter der staffelei auf der ein 3 meter breites euvre stand, ein portrait des klassenkühlschrankes.
es wurde also klar: ich hatte weder ahnung&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2084/das-seifemuseum/" title="das seifemuseum"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/seifemuseum_thumb.78ax0ubeidv7ggsg884gkc8kc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="das seifemuseum" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>1992, erstes semester. schräg gegenüber jemand, der keine gelegenheit ausliess, sein enormes fachwissen in kunstgeschichte und maltechnik zu preisen. beim anblick meiner schmierereien seufzte er mitfühlend und verschwand hinter der staffelei auf der ein 3 meter breites euvre stand, ein portrait des klassenkühlschrankes.</p>
<p>es wurde also klar: ich hatte weder ahnung von maltechnik noch wollte ich mich auch nicht die nächsten 2 semester bemitleiden lassen. lieber wollte das mit der malerei auf später verschieben. wozu auf zwei dimensionen beschränken wenn man auch drei haben kann.</p>
<p>davon abgesehen hatte sich die schmiererei mittlerweile zum selbstgänger entwickelt. ich hätte ewig weiterschmieren, mein leben der schmiererei widmen können. es musste etwas anderes geben. ich beschloss, das feld zu räumen und irgendwo in der fremde neu anzufangen und kaufte ein grossgebinde kernseife.</p>
<p>was im kindergarten schon gut war müsste doch auch in einer kunsthochschule funktionieren. mit küchenmessern, linolschnittwerkzeugen und nagelbürsten fing ich an zu schnitzen. seifen aller farben, formen und düfte höhlte ich aus, durchlöcherte oder lagerte sie wochenlang in wasser bis sie aussahen wie versteinerte brötchen. ich schnitzte irgendwelches abstrakte zeug, beklekste die seife mit klebstoff und wusch sie dann solange bis die klebstoffzeichen wie stempel zurück blieben. ich sammelte schmutzige seifen. freunde und verwandte sammelten für mich schmutzige seifen. ich besass die wohl grösste-schmutzige-seifen sammlung der welt.</p>
<p>mein freund <a href="http://timthyzel.wordpress.com/">tim thyzel</a>, der mir von jeder reise die er machte einen haufen schmutziger seifen mitbrachte (die besten stammten aus öffentlichen toiletten an autobahnraststätten), schrieb mir eine karte aus krakau: er habe soeben das kraukauer seifemuseum besucht. soviele geschnitzte seifen habe er noch nie gesehen!</p>
<p>ein paar wochen später gab es auch in hamburg ein seifemuseum: einen nachmittag lang in der kp brehmer klasse der hfbk, angemeldet als zwischenprüfung. der aufbau dauerte 3 tage, 2 davon verbrachte ich mit putzen: die vitrinen stammten aus dem hochschulkeller und waren sehr verdreckt.<br />
es handelte sich um eine unwahrscheinlich wohlriechende prüfung und ich bestand.</p>

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		<title>meine karriere in der rüstungsindustrie</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 1993 07:30:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2067/meine-karriere-in-der-rustungsindustrie/" title="meine karriere in der rüstungsindustrie"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/uboote_thumb.ez64uhpny8wv8kwc4448swg0o.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine karriere in der rüstungsindustrie" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>meine erste ausstellung fand in der kantine einer firma für klimatechnik statt. ich bin vor stolz fast gestorben. endlich der verdiente ruhm und anerkennung. es hiess, die firma kaufe auch an.
die firma residierte in einem industriegebiet am stadtrand. wir fuhren mit öffentlichen verkehrsmitteln.
am empfang wurden wir abgeholt und&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2067/meine-karriere-in-der-rustungsindustrie/" title="meine karriere in der rüstungsindustrie"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/uboote_thumb.ez64uhpny8wv8kwc4448swg0o.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="meine karriere in der rüstungsindustrie" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>meine erste ausstellung fand in der kantine einer firma für klimatechnik statt. ich bin vor stolz fast gestorben. endlich der verdiente ruhm und anerkennung. es hiess, die firma kaufe auch an.</p>
<p>die firma residierte in einem industriegebiet am stadtrand. wir fuhren mit öffentlichen verkehrsmitteln.<br />
am empfang wurden wir abgeholt und in die mensa geführt. die wände waren mit grün lackierten stahlplatten vertäfelt und die niedrigen decken mit hellgrauen loch-platten verkleidet. der raum stand voll mit geschirrwagen und tischen, über den tischen hingen salatschüsselgrosse rote lampen und hinter die lampen sollten bilder.</p>
<p>am abend telefonierte ich mit meinem vater und erzählte von der ausstellung. die firma war ihm bekannt: sie stelle hauptsächlich klimatechnik für kriegsschiffe her.<br />
war für eine riesengrosse scheisse: kaum gings los mit der steilen karriere befand man sich auch schon im gewissenskonflikt. die kriegsschiffe gingen mir ja noch am arsch vorbei aber die lampen! meine bilder im dampf fettiger kantinenpampe? niemals wollte ich so enden und jetzt wurde das schon von der hochschule organisiert.</p>
<p>offenbar hatten die PR-heinis der firma ganze arbeit geleistet: schön auf kulturförderung machen mit den deppen von der kunsthochschule die sowieso immer dankbar sind wenn sie ihre scheisse irgendwo hinbaumeln können und obendrein gibts ne neue deko für die mensa für umsonst.<br />
das zehrte an mir. aber ich wollte die hoffnung nicht aufgeben dass es doch zu etwas nütze sein könnte dort auszustellen. vielleicht würde die firma ja sogar etwas lernen, wenn ich ihr einen sockel mit einer waschschüssel und einem stück seife daneben zum verkauf anbot? ausserdem schnitzte ich ein u-bootgeschwader aus seife und stellte eine reihe zeichnungen von den bremer stadtmusikanten her.</p>
<p>der aufbau war hart. es gab einen überforderten hausmeister und wände aus stahl. bilderrahmen daran zu befestigen erwies sich als beinah unmöglich und da die mensa während des aufbaus weiterhin genutzt wurde konnte man auch plastische arbeiten kaum unterbringen. für die eröffnung durften immerhin die tische kurz verschwinden und ich hängte meine uboote mit nylonfäden von der decke frei in den raum.</p>
<p>die eröffnung sollte abends nach dienstschluss stattfinden. als wir studenten kurz vor eintreffen der gäste in die mensa traten standen überall büropflanzen. man hatte in unserer abwesenheit jede menge hydrokulturkübel aus dem gebäude eingesammelt und in der ausstellung verteilt. es sehe einfach zu leer aus.<br />
die eröffnung war ein voller erfolg. die präsidentin und unser prof hielten reden, unter anderem darüber, dass man die gelegenheit für fragen nutzen solle, die künstler seien anwesend.</p>
<p>gäste waren hauptsächlich die mitarbeiter der firma: männer mittleren alters mit aktentaschen. vor meinen zeichnungen hatte sich eine kleine gruppe aufgebaut und schien die arbeiten näher zu betrachten. die worte meines professors im ohr trat ich heran und stellte mich vor. ob irgendwelche fragen offen seien. einer der herren ergriff das wort. ob ich nicht zugeben müsse, dass ich da, er tippte mit dem finger auf eine stelle im bild, doch wohl geschummelt hätte. sie hätten in der schule jedenfalls gelernt, dass gute zeichner nie radieren.</p>
<p>einige wochen später berichtete unser professor, dass die firma habe verlauten lassen, dass sie die ausstellungreihe in zusammenarbeit mit der hochschule im folgenden jahr nicht fortsetzen wolle. es sei doch ein recht enttäuschendes event gewesen. viel zu wenig gute kunst und vor allem diese unsäglichen bremer stadtmusikanten zeichnungen. von wem waren die eigentlich?</p>

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