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	<title>Katia Kelm &#187; käuflich</title>
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		<title>photoshop war gestern</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 08:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1812/photoshop-war-gestern/" title="photoshop war gestern"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/titel1.4mm3sme3fun884ck4g8s04oog.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="photoshop war gestern" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die ersten collagen hatte ich noch auf 1,5 cm spanplatte aufgezogen, ungerahmt. da aber die reinen prints, z.b. „<a href='http://katiakelm.de/wp-content/plugins/wp-image-resizer/thumb/phpThumb.php?fltr=usm&#038;src=http://katiakelm.de/wp-content/uploads/82.jpg&#038;w=800&#038;h=700' class='lightview' rel='gallery[photoshop war gestern]' title='Sie hatte einfach eine Ader für soetwas, sie konnte nichts dafür C-Print, 20 x 30 cm, 2009, Auflage: 5+1'>Sie hatte einfach eine Ader für soetwas, sie konnte nichts dafür</a>“, eine konservative rahmung bekommen sollten hatte ich mich entschlossen, für WEISSER SCHIMMEL die collagen und prints zu uniformieren: <a href="http://katiakelm.de/blog/2010/02/15/haufenhangung/">hübsch bieder in&#8230;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1812/photoshop-war-gestern/" title="photoshop war gestern"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/titel1.4mm3sme3fun884ck4g8s04oog.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="photoshop war gestern" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die ersten collagen hatte ich noch auf 1,5 cm spanplatte aufgezogen, ungerahmt. da aber die reinen prints, z.b. „<a href='http://katiakelm.de/wp-content/plugins/wp-image-resizer/thumb/phpThumb.php?fltr=usm&#038;src=http://katiakelm.de/wp-content/uploads/82.jpg&#038;w=800&#038;h=700' class='lightview' rel='gallery[photoshop war gestern]' title='Sie hatte einfach eine Ader für soetwas, sie konnte nichts dafür C-Print, 20 x 30 cm, 2009, Auflage: 5+1'>Sie hatte einfach eine Ader für soetwas, sie konnte nichts dafür</a>“, eine konservative rahmung bekommen sollten hatte ich mich entschlossen, für WEISSER SCHIMMEL die collagen und prints zu uniformieren: <a href="http://katiakelm.de/blog/2010/02/15/haufenhangung/">hübsch bieder in weissen passepartouts und rahmen.</a><br />
später davor stehend fiel mir selbst nicht mehr ein, welches mal die „echten“ collagen waren und welches die unbeklebten fotos.</p>
<p>tatsächlich ist es so, dass ich auch die ungeklebten als collagen begreife, nicht als fotografien.</p>
<p>die ersten collagen bestanden restlos aus assimilierten fundstücken. erst als mir diese fundstücke ausgingen musste ich wohl oder übel anfangen, eigenes material herzustellen. als dann im dritten schritt die collagierten elemente eine ebene tiefer wanderten, von „auf dem bild“ ins bild hinein, war das irgendwie nur logisch. „im bild“ wurden die elemente auch weiterhin mit klebstoff bzw. tesafilm befestigt, an rohren, regalen oder kabeln.<br />
wie schon für die „echten“ collagen bediene ich mich auch bei den „inneren“ collagen fotografischer mittel, dies aber genauso unleidlich und als mittel zum zweck. ich verstehe nichts von fotografie, was höchstwarscheinlich daran liegt, dass ich mich dafür nicht wirklich interessiere.</p>
<p>ich arbeite mit nagelschere und klebstoff, nicht mit photoshop, und benutze eine kleine billige kompaktkamera für die ich von fotografisch ambitionierten freunden nicht gerade beneidet werde. ich raufe mir die haare wenn ich die unterbelichteten pixeligen ergebnisse sehe und weiss doch gleichzeitig: genauso muss das aussehen.</p>

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		<title>dem konstruktivismus gerade noch entwischt</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Dec 2009 09:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1642/geradenochentwischt/" title="dem konstruktivismus gerade noch entwischt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/thumb3.2rr0jhjm73brvo4sgkwk4wwgw.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="dem konstruktivismus gerade noch entwischt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>es fing vor ein paar jahren an. ich hatte eine knetkrise. einen knetburnout. und bei burnout hilft nichtstun aber weil mir das nichts viel schwerer fällt als das scheissegal-was setzte ich mich hin und zerschnibbelte zeitschriften. ob das irgendwas brachte, kann ich nicht sagen, jedenfalls kein ergebnis. ich kam über&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1642/geradenochentwischt/" title="dem konstruktivismus gerade noch entwischt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/thumb3.2rr0jhjm73brvo4sgkwk4wwgw.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="dem konstruktivismus gerade noch entwischt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>es fing vor ein paar jahren an. ich hatte eine knetkrise. einen knetburnout. und bei burnout hilft nichtstun aber weil mir das <em>nichts</em> viel schwerer fällt als das <em>scheissegal-was</em> setzte ich mich hin und zerschnibbelte zeitschriften. ob das irgendwas brachte, kann ich nicht sagen, jedenfalls kein ergebnis. ich kam über das blosse schneiden nicht hinaus. es liess sich einfach nichts daraus entwickeln, was nicht ausgesehen hätte wie diese neokonstruktivistische mainstreamkunst die man jetzt überall sieht.</p>
<p>ich schnitt also weiter alles mögliche aus, irgendwann würde mir sicher noch einfallen, wozu. anfangs noch irgendwelche glänzenden flächen, strukturen, geometrischer, halbabstrakter kram, den man wunderbar zu dieser besonderen art verkehrsinsel-bauhaus hätte zusammensetzen können, der gerade wieder verkauft wird. doch so sehr ich mich auch bemühte, ich bekam keine glaubwürdige ausrede zustande, wieso ich mich vom figürlichen plötzlich dem formalismus zuwenden sollte. so tief ich auch gesunken sein mag aber sollte meine kunst plötzlich wie die isa genzkens aussehen (die ich übrigens sehr verehre) und sollte mir das selber nicht auffallen bitte ich doch, mir bescheid zu geben. </p>
<p>es gab dann noch eine kurze phase während der ich dazu über ging, alle meine alten art-hefte zu zerschnibbeln (vielleicht lässt sich ja aus ackermann, majerus oder markus oelen noch was machen?) und als sich das ebenfalls als sinnlos erwies suchte ich mein glück bei möbel- und teppichkatalogen. wieder ohne erfolg.<br />
man muss dazu sagen, dass ich die vielen hundert sofas, sessel, beistelltische, teewagen, schrankwände und betten nichtmal probeweise irgendwo aufklebte. dazu waren sie mir tatsächlich zu schade. was ich schliesslich aufklebte waren leute. ich hatte bisher nie leute ausgeschnitten, immer bloss stillebentaugliche dinge. irgendwann bekam ich jedoch ein bild von victoria beckham zu fassen, befand es für ausreichend still und dinglich und klebte es auf. </p>
<p>damit begann der anstrengende teil. ich hatte zwar endlich gefunden, was ich aufkleben wollte, aber das auffinden der „richtigen“ figuren mit dem richtigen ausdruck, dem richtigen kleid bis hin zur richtigen papierbeschaffenheit, sich dafür durch hunderte von yellow-press-illustrierten zu ackern, tagelang über gummischlauchlippen und gummititten zu brüten um die passende figur für ein bestimmtes raumbild zu finden, das ist ein langer weg. </p>
<p>was ich am kunstmachen übrigens schätze sind nicht die langen wege, aber die tatsache dass man sie macht obwohl man nie so ganz weiss wieso.</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil VI</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 21:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1558/grosse-bloggerportraitreihe-teil-vi/" title="grosse bloggerportraitreihe teil VI"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/niggititel1.1dm3zaxgtgpb5cokkgooks8g0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil VI" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die tage ein anruf: ein kurator wolle vorbei kommen, sich die neuen arbeiten anzusehen. was sich so nett anhört könnte es auch sein: wenn man nicht grad mitten drin stecken würde im sumpf der eigenen arbeit und überhaupt nicht weiss, was man da eigentlich tut.
ich persönlich weiss sowas ja&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1558/grosse-bloggerportraitreihe-teil-vi/" title="grosse bloggerportraitreihe teil VI"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/niggititel1.1dm3zaxgtgpb5cokkgooks8g0.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil VI" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die tage ein anruf: ein kurator wolle vorbei kommen, sich die neuen arbeiten anzusehen. was sich so nett anhört könnte es auch sein: wenn man nicht grad mitten drin stecken würde im sumpf der eigenen arbeit und überhaupt nicht weiss, was man da eigentlich tut.</p>
<p>ich persönlich weiss sowas ja meistens erst jahre später. bei der vernissage noch unter schock fragt man ein paar ausgesuchte kritiker nach ihrer meinung. die sagen natürlich alle &#8222;super&#8220;. über inhalte redet eh keiner. wenn keine &#8222;ausgesuchten&#8220; da sind zum aussuchen fragt man andere, die sagen &#8222;so lala&#8220;. noch am selben abend werden freundschaften (zu den &#8222;so lala&#8220; findern) gekündigt und tage später verkündet man, das dass eigentlich so ziemlich die beste arbeit sei, die man je gemacht habe. ein halbes jahr später hängt man vor dem kuratorenbesuch ein handtuch davor, ein weiteres halbes jahr später sortiert man die fotos aus der mappe aus. wieviel zeit vergehen muss, bis man die arbeit wieder einigermassen ertragen kann, ist variabel.</p>
<p>da man während dieser prozesse aber eh nie mit irgendwem über inhalte redet braucht man sich darüber ja auch garnicht allzusehr den kopf zerbrechen. könnte man meinen. leider zerbreche ich mir mit vorliebe grundlos den kopf. und zwar doppelt grundlos: schliesslich ist das antworten liefern nichtmal meine aufgabe. und obwohl die besucher von kunstateliers im allgemeinen wissen, dass künstler nicht dazu da sind, ihre eigenen arbeiten zu erklären, habe ich mir — aus prophylaktischen gründen — angewöhnt, meine besucher einfach garnicht erst zu wort kommen zu lassen.<br />
wenn die zur tür rein sind habe ich mir die peinlichsten fragen längst alle selbst gestellt, bin also bestens vorbereitet und kann theoretisch loslegen mit dem vortrag der ergebnisse. leider bestehen die meist bestenfalls aus einem haufen anekdoten von denen nie sicher ist, ob ich mit denen jemals &#8222;zum punkt kommen werde&#8220;.</p>
<p>das fing schon an der hochschule an. bis heute hat mir der mehrwert von so einem &#8222;punkt&#8220; nicht wirklich eingeleuchtet. die meisten meiner kommilitonen hatten im nullkommanichts die kurve gekriegt und den punkt getroffen. eben noch mit landschaftsaquarellen oder blauen katzen-kreidezeichnungen beworben, schon schrieb man zahlen auf milimeterpapier oder malte karopapierkästchen aus. für den fall der thema-frage hatte man sätze parat wie: &#8222;ich beschäftige mich mit zellstrukturen&#8220; oder &#8222;mit linien&#8220; oder &#8222;mein thema ist die wissenschaft&#8220;.<br />
was blieb mir anderes übrig als zuzugeben: &#8222;ich male bilder&#8220;. als ich später in der der sog. &#8222;bildhauerklasse&#8220; landete war das thema &#8222;raum&#8220; gerade schwer in mode. man beschäftigte sich &#8222;mit raum&#8220;. ich konnte immerhin sagen: &#8222;ich knete&#8220;.</p>
<p>fast 10 jahre später nun letzte woche dieses treffen mit dem kurator, der die neuen arbeiten sehen wollte. und ich war mir einigermassen sicher, dass es irgendwas mit &#8222;raum&#8220; zutun hat! was mein besucher dazu allerdings meinte, werde ich in zukunft sicher öfter zitieren: &#8222;naja. raum ist ja immer.&#8220;</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil IV</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 20:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/526/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iv/" title="grosse bloggerportraitreihe teil IV"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/glam_start.tpe762k0dfi2gw04sw404wks.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil IV" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>plastiken, die nicht dazu da waren, um am boden zu liegen, an wänden zu kleben oder von der decke herunter zu baumeln, kamen mir immer etwas kraftlos vor wie ein paar zusammenhanglose worte denen letztlich keiner glaubt.
es schien immer irgendwie falsch, plastiken herzustellen so ohne räumlichen bezug, ohne eine&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/526/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iv/" title="grosse bloggerportraitreihe teil IV"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/glam_start.tpe762k0dfi2gw04sw404wks.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil IV" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>plastiken, die nicht dazu da waren, um am boden zu liegen, an wänden zu kleben oder von der decke herunter zu baumeln, kamen mir immer etwas kraftlos vor wie ein paar zusammenhanglose worte denen letztlich keiner glaubt.<br />
es schien immer irgendwie falsch, plastiken herzustellen so ohne räumlichen bezug, ohne eine feste bleibe dem gesichtslosen white-cube quasi die tür einrennend, wo der nächstbeste sie einpackt und zuhause nebens gute kaffeeservice in die vitrine stellt.</p>
<p>plexiglas und sockel waren mit zuwider, lieber knetete ich die sachen jedesmal neu. in folie und schaumgummi gewickelt wuchtete ich ein paarhundert kilo knete im 7,5-tonner nach <a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/">frankfurt</a> wo ich sie in zwei kleinen galerieräumen eine woche wieder zusammen pappte oder 10 tage in esslingen oder 5 tage in köln, 3 tage hannover... alles unentgeltlich weil ja im namen der kunst.</p>
<p>ich reiste auch nach luzern um drei tage lang über die kellerböden eines kunstvereins zu rutschen und denen die schlammpfütze auf den kalten beton zu kneten. die pfütze sickerte unter einer fussleiste hervor, so wie <a href="http://katiakelm.de/114/ein-lied-in-jeder-lebenslage/">hier</a>. als alles fertig war, beschloss die kuratorin plötzlich, noch ein riesiges kreischend pinkes hochglanz-foto hinter die pfütze zu hängen: eine art pop-art version eines boxkämpfers, der ausholt und zuschlagen will, was - ganz originell eigentlich - tatsächlich auch eine vergleichbare wirkung auf mich hatte.<br />
ich fragte die kuratorin, welche intention sie denn damit verfolge und sie erklärte, dass dies nunmal die letzte freie wand sei.</p>
<p>nun ich will nicht behaupten, dass ich so meta-sachen,  verschiedene künstlerische positionen zu kreuzen oder miteinander zu verweben, kategorisch ablehnen würde. ein anderes mal hatte ich mich schliesslich auch damit abgefunden, als mir einer eine fotoreihe von polke und richter hinters <a href="http://katiakelm.de/96/50000-zipfel-fur-vincent/">kornfeld</a> gehängt hatte - bloss waren das kleine schwarzweissbilder. die sah man kaum, so klein waren die. und polke und richter wären warscheinlich sogar erfreut gewesen, hätten die gesehen, wie gut mein fröhlich buntes gummifeld ihre drögen bilder aufpeppte.<br />
der pinke boxer jedoch erstreckte sich hinter der schlammpfütze in der grösse einer fototapete und selbst wenn man behauptet hätte, die verwandlung meiner sängerinnen in diese tolle mixed-media installation zum thema kampfsport sei als resultat eines übergeordneten konzeptes zu lesen, selbst das hätte das wohl keinen wirklich vom hocker hauen können.</p>
<p>im gegenteil - ich habe vielmehr den eindruck gewonnen, manche ausstellungsmacher vertreten tatsächlich die ansicht, dass plastische arbeiten sich einfach besonders gut eignen, leer wirkenden räumen fülle zu verleihen oder zumindest das echo zu mildern. viele verstreuen plastiken über ihre ausstellungen wie schafskäse auf salat und sind froh, das sie sich dabei nicht mit der leidigen wand-not rumärgern müssen.</p>
<p>dies ist jedoch ein irrtum. selbst zwischen den wandbehängern und dem schafskäselager geht es hoch her. als ich eines tages beispielsweise mein <a href="http://katiakelm.de/96/50000-zipfel-fur-vincent/">kornfeld</a> ordnungsgemäss auf einem mir zugewiesenen platz in einer gruppenshow abstellte, vollkommen wand- und harmlos mitten im raum, lief ein maler, dessen bilder auch irgendwo mit im raum hingen, plötzlich grün an und rannte kreischend zum kurator. die farben würden sich doch beissen, das sehe doch ein blinder! mir war ehrlich gesagt nicht ganz klar, welche sich farben er genau damit meinte, beliess es aber dabei. seine grüne gesichtsfarbe verschwand auch nicht nachdem ich ihm den rat gab, es vielleicht einfach mal mit besseren bildern zu versuchen.</p>
<p>dazu muss man sagen: maler hatten es eh noch nie leicht. das verhältnis von wänden und malern war immer schon ein unausgewogenes. hinzu kommt dass ihnen eine ganze dimension weniger zur verfügung steht als den plastikern. viele maler versuchen ihre bilder deshalb mit abgefahrenen rahmenkonstruktionen aufzupimpen oder trumpfen auf mit halsbrecherisch raumergreifenden all-over hängungen, (wobei mir nie ganz klar war, wie man bilder betrachtet, die in 2 meter 50 höhe hängen.) dies macht ihre bilder natürlich nicht besser.<br />
was den malern warscheinlich aber der grösste gräuel ist: immer mehr der dreimimensionalen schafskäse-produzenten geben sich nicht mehr nur mit dem fussboden zufrieden sondern  haben es auf ihre hart erkämpften wandflächen abgesehen. sie stellen ihren käse überall in den weg oder verlangen sogar, dass die wand dahinter frei bleibt!<br />
(ich würde ehrlich gesagt auch nicht mit ihnen tauschen wollen.)</p>
<p>irgendein professor an der kunsthochschule hatte mir mal erzählt, er würde einfach immer warten, bis nach der schlacht um die besten plätze eine schäbige ecke übrigbliebe. man habe dann darin seine ruhe und könnte es sich da ganz entkrampft gemütlich machen.<br />
bis heute halte ich dies für einen der ausgezeichnesten ratschläge, die ich während meines studiums erhielt. seitdem machte ich mir beispielsweise nie mehr die mühe, irgendwelche verdreckten wände weiss anzumalen. auch ein kellerloch hat seine würde und wozu sollte man versuchen, <a href="http://katiakelm.de/68/der-da-hinten-kann-ja-auch-mal-mithelfen/">eine heruntergekommene off-galerie</a> aussehen zu lassen wie das white-cube abschreibeobjekt einer komponistengattin? <a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/">das fenster bleibt zu</a> hätte in einem raum mit gespachtelten wänden nie so gut funktioniert und <a href="http://www.galeriemichaeljanssen.de/v1/schedule/00_shearts-mar_001.shtml">unter einer heizung hervorquellend</a> war die schlammpfütze nochmal um längen besser als unter einer glanzlosen fussleiste. in einem <a href="http://katiakelm.de/273/versuch-die-pickelkonigin-beruhmt-zu-machen/">fensterrahmen</a> auszustellen ist doch viel aufregender als auf einem sockel wobei die meisten grösseren ausstellungshäuser garkeine fenster mehr haben. (das wär doch mal ne herausforderung: &#8222;ich stell grundsätzlich nur auf fensterbrettern aus!&#8220;)</p>
<p>es gab eine zeit, da hatte ich gehofft, ich käme mit dieser technik, die mir der prof ans herz gelegt hatte, irgendwie drumrum, und könnte damit zumindest den rosa boxerbildern irgendwie entkommen. das ist natürlich quatsch und eben auch garnicht der spingende punkt. nicht die boxerbilder haben mir letztlich schlaflose nächte beschert sondern die wochenlangen reisen von einem aufbau zum nächsten, ohne einen pfennig zu verdienen, haufenweise zentnerschwere knetmasse durch die gegend wuchtend und nie zu wissend, was am nächsten morgen passieren würde. und als das geld am ende gänzlich ausblieb ohne atelier dazustehen, ohne raum um überhaupt noch etwas herzustellen, mit einem haufen obdachloser knete.</p>
<p>als das passierte schaffte ich nur noch schnell ein paar kleinere arbeiten und einige kilo knete auf meinen dachboden, liess alles andere zurück und konnte endlich wieder schlafen.</p>
<p>mit diesem blogger-portrait, meinem &#8222;seestück mit glam&#8220;, scheint jedoch ein stück verlorener raum zu mir zurückgeschlichen gekommen zu sein. der raum, den ich mit der schwere und dem volumen der frühreren arbeiten aufgegeben hatte kehrt jetzt unerwartet auf zweierlei weisen zurück: als neuer raum in mirselbst, raum für neue ideen und als raum in miniatur. so kann ich orte schaffen, die genau das erreichen könnten, was auch gut gemalte bilder können: bilder, die auch nichts anderes sind als räume ohne wände, kleine illusionen von höhlen in denen man sich obendrein vorzüglich verkriechen kann vor rosa boxerbildern.</p>

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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil II</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 19:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/406/grosse-bloggerportraitreihe-teil-ii/" title="grosse bloggerportraitreihe teil II"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/blogger2titel.dvenwmp0nxwlwcscwgc8os8k4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil II" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>
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			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/406/grosse-bloggerportraitreihe-teil-ii/" title="grosse bloggerportraitreihe teil II"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/blogger2titel.dvenwmp0nxwlwcscwgc8os8k4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil II" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>
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		<title>grosse bloggerportraitreihe teil I</title>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 19:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/386/grosse-bloggerportraitreihe-teil-i/" title="grosse bloggerportraitreihe teil I"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ablogger.d4ulvlfcbda3s4o0w0sgog8ss.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil I" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>jetzt wo blogs schon in einem atemzug mit dem faxgerät, dem telefon mit wählscheibe und der malerei genannt werden weil e-mail, handy, die fotografie und twitter sie ablösten, möchte ich nochmal kurz vor dem endgültigen aus ein denkmal setzen. ein denkmal für blogger. 
wobei es natürlich nichts neues ist, blogger&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/386/grosse-bloggerportraitreihe-teil-i/" title="grosse bloggerportraitreihe teil I"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/ablogger.d4ulvlfcbda3s4o0w0sgog8ss.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="grosse bloggerportraitreihe teil I" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>jetzt wo blogs schon in einem atemzug mit dem faxgerät, dem telefon mit wählscheibe und der malerei genannt werden weil e-mail, handy, die fotografie und twitter sie ablösten, möchte ich nochmal kurz vor dem endgültigen aus ein denkmal setzen. ein denkmal für blogger. </p>
<p>wobei es natürlich nichts neues ist, blogger zu portraitieren. die boulevardmedien überschlagen sich mit berichterstattung und fotostrecken von bloggern in visionärspose oder blogger durch betonrohre kullernd.<br />
auf solch hofierendes gehabe lege ich selbstverständlich keinen wert. ich bin schliesslich realist.<br />
deshalb bilde ich blogger ab, wie sie WIRKLICH sind — und zwar keine omnipräsenten superstars sondern blogger wie du und ich.<br />
ich versuche damit auch den no-names ein wenig unter die arme zu greifen und ihnen gesichter zu verleihen, wie sie noch keiner sah (oder sehen wollte)!</p>

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		<title>hüte und äpfel</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 19:57:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/298/hute-und-apfel/" title="hüte und äpfel"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/apfel.4yxo6gs57ampmoc4oso888oso.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="hüte und äpfel" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>vor der knete waren zeichnung und malerei. warum daraus irgendwann knete wurde weiss ich selbst nicht. vielleicht weil man nie zufrieden ist mit dem was man gerade am wickel hat. 2 dimensionen - wie oldschool ist das denn! mein knete gewordener minderwertigkeitskomplex. 
tatsächlich bin ich im grunde malerin. in meiner&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/298/hute-und-apfel/" title="hüte und äpfel"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/apfel.4yxo6gs57ampmoc4oso888oso.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="hüte und äpfel" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>vor der knete waren zeichnung und malerei. warum daraus irgendwann knete wurde weiss ich selbst nicht. vielleicht weil man nie zufrieden ist mit dem was man gerade am wickel hat. 2 dimensionen - wie oldschool ist das denn! mein knete gewordener minderwertigkeitskomplex. </p>
<p>tatsächlich bin ich im grunde malerin. in meiner alten WG in bramfeld hing ein bild über dem küchentisch was ich in meiner pseudo feministinnen phase mal gemalt hatte, eine gruppe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cancan">cancan</a> tanzender ohne unterhosen. und jeden morgen beim frühstück malte ich es in gedanken nochmal. das beste training. malerei kann alles was die knete kann und noch mehr.</p>
<p>oder wie knetet man eine ohnmacht aus der man erwacht, umgeben von 14 nackten männern?</p>

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		<title>himmel in hamburg</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2004 14:23:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/" title="himmel in hamburg"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/himmeltitel.9aud3ds0wt6qo0cc80kw4gcg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="himmel in hamburg" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die erste version von <a href="http://www.derhimmelistschoen.de/hamburg/index.html">Der Himmel ist schön</a> wurde in hamburg, in der kaiser-wilhelm-straße gezeigt.
<a href="http://www.ingekrause.com/">inge krause</a> hatte einen leerstehenden laden im vorbeigehen entdeckt und beschlossen, wolkenbilder darin zu zeigen. ihre eigenen und die einiger freunde und kollegen, von denen sie wusste, dass die auch schonmal „was mit himmel“ gemacht hatten.
ich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/1746/himmel-in-hamburg/" title="himmel in hamburg"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/himmeltitel.9aud3ds0wt6qo0cc80kw4gcg.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="himmel in hamburg" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die erste version von <a href="http://www.derhimmelistschoen.de/hamburg/index.html">Der Himmel ist schön</a> wurde in hamburg, in der kaiser-wilhelm-straße gezeigt.<br />
<a href="http://www.ingekrause.com/">inge krause</a> hatte einen leerstehenden laden im vorbeigehen entdeckt und beschlossen, wolkenbilder darin zu zeigen. ihre eigenen und die einiger freunde und kollegen, von denen sie wusste, dass die auch schonmal „was mit himmel“ gemacht hatten.<br />
ich hatte zwar noch nichts mit himmel gemacht, sah aber ein, dass es an der zeit war. </p>
<p>es gibt frühere arbeiten von mir, die immerhin um ein paar ecken verwandt waren, z.b. <a href="http://katiakelm.de/128/so-tun-als-ob/">Das Fenster bleibt zu</a>. verwandt aber weniger durch das vorhandensein eines fensters sondern viel eher durch die besondere beschaffenheit der wände: wasserflecken entlockt die phantasie bekanntlich die besten grimassen.</p>
<p>im raum von Ein Mann von Welt gab es leider keine solch ruinösen wände. als ich jedoch herumfragte, ob jemand vielleicht eine alte fleckige decke erübrigen könnte, traf die materialspende meiner freundin christine ebeling so sehr ins schwarze wie ich es selten erlebt hatte.<br />
christine hat übrigens auch die technische umsetzung des wackelmechanismusses von zeh bzw. &#8222;rollbraten&#8220; im fenster übernommen.</p>
<p>im jahr darauf wurde Der Himmel ist schön <a href="http://katiakelm.de/59/theoriegespinste/">noch einmal in berlin</a>, in der <a href="http://www.galerie-walden.de/">galerie walden</a> gezeigt und in inges raum in der kaiser-wilhelm-strasse zog ein halbes jahr später die gruppenausstellung Pick Up And Mix bei der ich in kooperation mit <a href="http://www.guidoalfs.de/">guido alfs</a> aus berlin die installation Steffi &#038; Arndt zeigte.</p>

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		<title>vogelfrei nach erfurt</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2004 18:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/291/vogelfrei-nach-erfurt-und-vogelfrei-zuruck/" title="vogelfrei nach erfurt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/mannfrau.daog2y54uga5s88wcoowscos8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="vogelfrei nach erfurt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>meine teilnahme an Mann und Frau intim im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kunsthaus_Erfurt">kunsthaus erfurt</a> geschah ganz im geiste meiner <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">seit jena neu entdeckten</a> aufbautechnik: alles in einem rucksack. <a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/">ohne lastwagen</a> und ohne parkplatzprobleme.
und wie man es von erfurt erwartete hingen die bilder tatsächlich auf <a href="http://www.erfurt.com/">rauhfaser</a>!

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			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/291/vogelfrei-nach-erfurt-und-vogelfrei-zuruck/" title="vogelfrei nach erfurt"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/mannfrau.daog2y54uga5s88wcoowscos8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="vogelfrei nach erfurt" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>meine teilnahme an Mann und Frau intim im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kunsthaus_Erfurt">kunsthaus erfurt</a> geschah ganz im geiste meiner <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">seit jena neu entdeckten</a> aufbautechnik: alles in einem rucksack. <a href="http://katiakelm.de/89/schweinearbeit/">ohne lastwagen</a> und ohne parkplatzprobleme.</p>
<p>und wie man es von erfurt erwartete hingen die bilder tatsächlich auf <a href="http://www.erfurt.com/">rauhfaser</a>!</p>

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		<title>versuch, die pickelkönigin berühmt zu machen</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2004 17:11:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/273/versuch-die-pickelkonigin-beruhmt-zu-machen/" title="versuch, die pickelkönigin berühmt zu machen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/pickel.9dmjnqidu1zs84o88400s0wo4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="versuch, die pickelkönigin berühmt zu machen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>mein letztes atelier war ein ausrangierter puppenladen im hamburger gängeviertel. eine immobilienfirma hatte sich dort breit gemacht und plante, dieses zum teil denkmalgeschützte viertel von der stadt zu erwerben um dort überteuerten wohnraum umgeben von goldschmieden, souvenirgeschäften und delikatessenmärkten zu platzieren. um das zu erreichen musste wie üblich die kultur&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/273/versuch-die-pickelkonigin-beruhmt-zu-machen/" title="versuch, die pickelkönigin berühmt zu machen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/pickel.9dmjnqidu1zs84o88400s0wo4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="versuch, die pickelkönigin berühmt zu machen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>mein letztes atelier war ein ausrangierter puppenladen im hamburger gängeviertel. eine immobilienfirma hatte sich dort breit gemacht und plante, dieses zum teil denkmalgeschützte viertel von der stadt zu erwerben um dort überteuerten wohnraum umgeben von goldschmieden, souvenirgeschäften und delikatessenmärkten zu platzieren. um das zu erreichen musste wie üblich die kultur herhalten. eine marketingtante die auch ein paar semester kulturmanagement studiert hatte gründete eigens einen kulturverein, fehlte nur noch die kultur.</p>
<p>mit der auflage, dort von aussen gut sichtbar ordentlich herumzukünstlern, überliess man mir unentgeldlich diesen riesigen raum mit breiter fensterfront. abgesehen vom fehlenden klo und der nicht vorhandenen heizung ein hauptgewinn.</p>
<p>als ich ihn nach einigen wochen des bezog, fiel mir jedoch plötzlich ein, dass mir das arbeiten vor publikum  gar nicht so lag. ich zog einen vorhang ein, was wiederum den plänen der immobilienfreaks und ihrer kulturmanagerin nicht ensprach. der kulturtante passte es eh nicht, dass man mir den raum überlassen hatte und nicht ihr, die stimmung begann abzukühlen.</p>
<p>um einen kompromiss zu finden und den immobilienjungs ein bischen entgegen zu kommen stellte ich die pickelkönigin ins fenster. und wenig später ein <a href="http://katiakelm.de/238/portraits/">gelungenes portrait</a> meines alten wegbegleiters jens förster dazu. die sollten den kulturgeilen passanten <a href="http://katiakelm.de/265/fensterbankkunst/">die keramikkatze machen</a>.</p>
<p>zwei monate später schmiss man mich schliesslich raus. aus sanierungsgründen, hiess es. tatsächlich sieht der laden noch heute aus wie damals. nur dass die kulturtante dort jetzt drin ist.</p>

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		<title>zeichnen</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jun 2003 20:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/436/zeichnen/" title="zeichnen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/jenazeichnung_titel.dp18ztnbd2dgo488w00s84ck8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="zeichnen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>wenn man sich wie ich so lange mit hochfragilen klotz-am-bein-plastiken rumgeschlagen hat weiss man es  zu schätzen, wenn man ausstellungsbeiträge plötzlich mit der post verschicken kann.
in jena hängte ich neben der <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">Anarchie ...</a> ein paar räume voll mit zeichnungen.
obgleich ich viel länger zeichne als ich irgendetwas anderes mache hatte&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/436/zeichnen/" title="zeichnen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/jenazeichnung_titel.dp18ztnbd2dgo488w00s84ck8.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="zeichnen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>wenn man sich wie ich so lange mit hochfragilen klotz-am-bein-plastiken rumgeschlagen hat weiss man es  zu schätzen, wenn man ausstellungsbeiträge plötzlich mit der post verschicken kann.<br />
in jena hängte ich neben der <a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/">Anarchie ...</a> ein paar räume voll mit zeichnungen.<br />
obgleich ich viel länger zeichne als ich irgendetwas anderes mache hatte ich einen zeichnungen zuvor nur einmal in einer kleineren hamburger gruppenausstellung gezeigt. hier war es jedoch ein recht buntes häuflein, in ein paar stunden im atelier aus alten mappen zusammengesammelt. für jena setzte ich mich mehrere wochen auf den arsch und fing nochmal von vorne an.<br />
der vorteil am auf dem arsch sitzen ist die dadurch resultierende nähe zur zeit. die schritte werden kleiner und leiser. die maschen sitzen dichter, beschreiben genauer. ich kann die zeichnungen heute kaum ertragen weil sie im vergleich zu wörtern, die ihre zeit bestenfalls beschreiben können, mit der damaligen zeit noch in verbindung stehen. sie spiegeln sie nicht sondern gehören zu ihr.</p>
<p>ein teil der zeichnungen wurde in einem katalog abgedruckt den es <a href="http://www.jena.de/sixcms/detail.php?id=79146&amp;_nav_id1=58181&amp;_nav_id2=58182&amp;_lang=de" target="_blank">hier noch</a> zu kaufen gibt.<br />
<a href="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/anachietext_erikstephan.pdf">hier ist ein pdf zum download</a> vom begleittext von erik stephan, dem leiter der galerie im stadtmuseum jena.</p>

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		<title>anarchie in jena</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2003 16:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/" title="anarchie in jena"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anarchie_titel.d5dcyknpla2wcowk8wso00cww.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="anarchie in jena" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>ich war so bescheuert, dass ich ernsthaft meinte, für jede ausstellung immer etwas neues machen zu müssen. statt einmal irgendwas hinzukneten und das dann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig">hermann</a> mässig weiterzureichen baute ich immer etwas neues.  die Anarchie zeigte ich immerhin zweimal. ursprünglich baute ich sie für eine einzelausstellung in einer galerie in frankfurt, wo&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/222/anarchie-in-jena/" title="anarchie in jena"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/anarchie_titel.d5dcyknpla2wcowk8wso00cww.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="anarchie in jena" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>ich war so bescheuert, dass ich ernsthaft meinte, für jede ausstellung immer etwas neues machen zu müssen. statt einmal irgendwas hinzukneten und das dann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig">hermann</a> mässig weiterzureichen baute ich immer etwas neues.  die Anarchie zeigte ich immerhin zweimal. ursprünglich baute ich sie für eine einzelausstellung in einer galerie in frankfurt, wo am eröffnungsabend zirca 10 leute kamen (freunde, galeristen und michselbst eingeschlossen).</p>
<p>frankfurt allerdings war ein echter tiefpunkt. eine installation setze ich komplett in den sand, die technik, mittels derer ein aal die fussleisten entlang gleiten sollte, versagte eine stunde vor eröffnung. die anderen drei, <a href="http://katiakelm.de/wordpress/92/bauch-im-fenster/">Tot! Oder ich ess Dich auf</a> , 4 überlebensgrosse <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">schweine</a> die zeitgleich auf der örtlichen kunstmesse zu sehen gewesen waren und die Anarchie entwickelten sich, abgesehen davon, dass ich keinen cent verdiente, nach der ausstellung noch zu einem echten problem:<br />
ein paar monate später verkündete der galerist, dass für die <a href="http://katiakelm.de/wordpress/89/schweinearbeit/">schweine</a> und <a href="http://katiakelm.de/wordpress/92/bauch-im-fenster/">Tot! …</a> sein lager zu eng sei. binnen einer bestimmten frist solle ich meine arbeiten abholen und selber einlagern.<br />
dass ich mir einen transport in dieser grössenordnung nicht leisten konnte war hier nicht von belang. die vorstellung, das ganze sperrige zeug, was eh durch keine normale tür ging, wieder an der backe zu haben, raubte mir nachts den schlaf: ein lager zu mieten wo die schweine nachdem sie auf der ausstellung von 10 personen gesehen worden waren, in kisten gestapelt die nächsten 50 jahre im dunkeln verbringen würden, bis zu meinem tod? ich schlug also dem drängenden galeristen also vor, wenn ihm nix anderes einfiele, die arbeiten einfach zu entsorgen.</p>
<p>wochen später rief mich eine kunstgeschichts-studentin aus weimar an um mir zu berichten, dass sie gerade aus frankfurt käme. sie habe dort meiner galerie einen besuch abstatten wollen, um meine arbeiten zu sehen. die habe sie dort auch gesehen, allerdings nicht im haus sondern davor, auf der strasse. als sie daraufhin etwas besorgt im haus nachfragte habe man ihr gesagt, die arbeiten seien sperrmüll, sie könne sie aber gerne mitnehmen.</p>
<p>seitdem habe ich keine knetarbeiten mehr gemacht, die nicht anstandslos durch türrahmen passen.<br />
in jena zeigte ich erstmals nur zeichnungen und zwei kleinere arbeiten, die sich im kofferraum transportieren liessen.</p>

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		<title>peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2001 21:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/314/peinliche-pointenkunst-gerade-noch-die-kurve-bekommen/" title="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/prinzen.bjnbmry7lhoxogc0s48o04wkc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>mein innerer mister hyde ist romantiker. und wenn der sich hin und wieder mal raus schlich um sich  kitschigen <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/">schwänen</a>, <a href="http://katiakelm.de/234/schonheiten-auf-cocktailpiekserbeinen/">flamingos</a> oder <a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">löwenbrunnen</a> zuzuwendet lag das meistens daran, dass wenig zeit bleibt zur besinnung zu kommen wenn man die arbeit schon eine viertel stunde nach fertigstellung ausstellt.
andere künstler sitzen tagelang im&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/314/peinliche-pointenkunst-gerade-noch-die-kurve-bekommen/" title="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/prinzen.bjnbmry7lhoxogc0s48o04wkc.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>mein innerer mister hyde ist romantiker. und wenn der sich hin und wieder mal raus schlich um sich  kitschigen <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/">schwänen</a>, <a href="http://katiakelm.de/234/schonheiten-auf-cocktailpiekserbeinen/">flamingos</a> oder <a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/">löwenbrunnen</a> zuzuwendet lag das meistens daran, dass wenig zeit bleibt zur besinnung zu kommen wenn man die arbeit schon eine viertel stunde nach fertigstellung ausstellt.<br />
andere künstler sitzen tagelang im dunkeln, meditieren darüber, ob sie einen punkt in der linken oberen ecke ihres bildes lieber 2 milimeter nach rechts setzen sollten - ich mach das genauso. allerdings immer erst NACH der ausstellung.</p>
<p>bei den abgestürzten prinzen kam die klarheit während ich ihre plattgetretenen gliedmasse (wie schon bemerkt: <a href="http://katiakelm.de/176/padagogikkunst/">ausstellungsbesucher und das raumgefühl …</a>) wieder zurechtbog um sie unter neuem namen als <em>Tote Opernstars</em> der volksführsorge anzudrehen. rapunzels turm bekam plötzlich ohne die prinzen einen ganz neuen sinn: als fernseher! (nachrichtensprecher zum beispiel sehen mit gelben zöpfen viel sympatischer aus.)<br />
manchmal ist es eben so dass ein baum erstmal eine waschmaschine werden muss um zu einem vollkommenen baum werden zu können.</p>
<p>die fernsehermarke hiess übrigens &#8222;lady colour&#8220;.</p>

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