Alle Guten Geister loben ihre Meister, 2001 (Detail)

okkultismus unter knethasen

Alle Guten Geister loben ihre Meister, 2001 (Detail)

stellt man zwei leere flaschen in ein zimmer stellt man zwei bezüge her: zwischen den flaschen und zwischen flaschen und raum. das ist im grossen und ganzen mein installationsbegriff. wenn ich eine installation entwickeln möchte genügt es im prinzip eine skulptur reinzustellen und – schwupp – hat man eine installation. das selbe passiert auch wenn man ein bild reinhängt. man kann dann das bild ein wenig mehr nach links schieben und – schwupp – sehen raum und bild ganz anders aus. das ist natürlich hart. dabei mal ein ende zu finden ist eigentlich unmöglich. man geht abends frustriert nach hause und geht schlafen um das bild die ganze nacht im traum nach rechts und links zu schieben.

das praktische an diesem installationsbegriff ist, dass das, was mit flaschen funktioniert auch mit hasen geht. wäre ich – wie meine nachbarin zu sagen pflegt – „spirituell“, könnte ich sogar behaupten, dass ein ganzer kreis von knetgummihasen ein wahnsinns bezugnahme-knäuel zur folge hat. und auch die alte frage, was passiert, wenn man rausgeht, wird wohl nie befriedigend beantwortet werden können.

zu david copperfield ist noch zu sagen: den musste ich aus materialersparnisgründen auf kopf, po und füsse reduzieren. ihn auf einer nebelmaschine zu platzieren passte gut, fand ich, zumal ich bei meiner recherche über den slogan David Copperfield – Master of Illusion! stolperte.