vor der knete waren zeichnung und malerei. warum daraus irgendwann knete wurde weiss ich selbst nicht. vielleicht weil man nie zufrieden ist mit dem was man gerade am wickel hat. 2 dimensionen – wie oldschool ist das denn! mein knete gewordener minderwertigkeitskomplex.
eigentlich bin ich im grunde malerin. in meiner…
Schlagwort „boden“
hüte und äpfel
himmel in hamburg
das erste mal wurde Der Himmel ist schön in hamburg gezeigt.
meine freundin inge krause hatte einen leerstehenden laden in der kaiser-wilhelm-straße im vorbeigehen entdeckt und beschlossen, dort ihre wolkenbilder auszustellen. ausserdem sollten freunde und kollegen teilnehmen, die auch schonmal „was mit himmel“ am wickel hatten.
ich…
schweine arbeit
die schweine frassen alles auf. alles wurde viel zu gross und zu schwer im verhältnis zur idee. ich war eine, die mal bilder malte im stillen kämmerlein und keine, die andere für sich arbeiten liess. die verantwortung, die geldsorgen und die ganze koordination frassen meine kraft, die am entscheidenden ende…
peinliche pointenkunst gerade noch die kurve bekommen
mein innerer mister hyde ist romantiker. und wenn der sich hin und wieder mal raus schlich um sich kitschigen schwänen, flamingos oder löwenbrunnen zuzuwendet lag das meistens daran, dass wenig zeit bleibt zur besinnung zu kommen wenn man die arbeit schon eine viertel stunde nach fertigstellung ausstellt.…
wo schon schlümpfe drüber segelten – das kann nicht falsch sein
besonders erfreulich ist es ja, dass man auch persönliche aspekte in die künsterlische arbeit einfliessen lassen kann.
schon die blockflöte aus Alle guten Geister … entpuppt sich bei genauem hinsehen als die alte moeck, in deren mundstück ich zwischen’76 und’78 mit den schneidezähnen eine fingerbreite kuhle geschabt hatte.
die…
pädagogikkunst
in offgalerien gibt es ja leider keine bodyguards die die arbeiten umringen und mittels funkgerät mit kollegen kommunizieren, die einen halben meter weiter stehen. ich hätte mich selbst neben die arbeiten stellen müssen, das tat ich allerdings nie, seitdem ich mal daneben stand, als ein galeriebesucher das eisbärenfell überschritt…
ein lied in jeder lebenslage
die alten bilder wieder. es gab ein bild, das ich meiner mutter gemalt hatte als sie sehr traurig war. ein sehr trauriges bild. eine lachende sonne mit einer spitzen nase, darunter schilf mit pompesel und ein sumpf aus dem ein molchartiges kerlchen traurig herausschaut. eine kugelschreiberzeichnung fastellfarben coloriert. um das…
meine karriere in new york
ein freund, der aus karrieregründen nach new york ausgewandert war und dort in einer erfolglosen galerie hin und wieder ebenso erfolglose ausstellungen organisierte, bat mich bei einer dieser ausstellungen mitzumachen. wie oft stellt man schon in new york aus!
voraussetzung war, dass man die arbeit auch im handgepäck mitkriegen konnte…
der da hinten kann ja auch mal mithelfen
eine woche auf der leiter gestanden und draht gelötet: die tauben sollten im kanon summen. im rücken jeder taube ein kleiner lautsprecher. vom lautsprecher führten die drähte durch die füsse und von dort durch das fingierte stromkabel aus kabelhülsen über stahlstangen bis hinter die deckenverkleidung zu einer batterie aus walkmen.…
zu zweit ist alles einfacher
kneten ist wie der Wiederbelebungsversuch: man knetet und knetet, in der hoffung das was sinnvolles dabei raus kommt, meistens aber bleibt es bloss knete. das weisse meerschweichen räuspert sich beharrlich in das megaphon und das andere bleibt trotzdem liegen. enttäuschungen mit denen man leben muss.
der Wiederbelebungsversuch ist quasi die…
mordversuche
ich liebe es ja, schreckensnachrichten in billigen frauenzeitschriften zu lesen. geschichten über unbescholtene familienväter die eines tages nach hause kommen und frau und kind abschlachten. daneben dann das bild eines vorgartens oder einer garage und gruppenfotos von leuten mit gepixelten gesichtern.
irgendwo las ich mal die geschichte einer frau die…
schlagseite
für den garten den ich zu kneten plante, mit bäumen, büschen, brunnen und schwanenteich, benötigte ich geld. ich bewarb mich also um die förderung einer stiftung, das solche projekte studierender an der hfbk unterstützte.
ich schrieb ein exposé, knetete einen haufen modelle, füllte formulare aus und verfasste eine recht…
katzencontent
die tote katze verkaufte sich wie eine warme semmel. ein artikel in der zeitschrift art hatte einen haufen interessenten angespült, die sich daraufhin in meinem wohnzimmer drängelten und wissen wollten, was das alles kosten sollte.
in einer ecke lag die tote katze. „was soll die kosten?!“ wollte ein arzt aus…













