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	<title>Katia Kelm &#187; brunnen</title>
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		<title>volksnaher kram</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 1999 07:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/173/volksnaher-kram/" title="volksnaher kram"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/traurige_titel1.altuiv8isj37okskg4wggo4c4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="volksnaher kram" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>fritz kramer, mein alter prof, fragte mich mal, worüber ich mit dem humor in meinen arbeiten eigentlich hinwegtäuschen wolle. und er hatte ja recht.
ich benutze den humor als gleitmittel. das beängstigende, meine trauer und wut bekommen darin eine schöne verpackung, die den eintritt erleichtert. mir ist es lieber, die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/173/volksnaher-kram/" title="volksnaher kram"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/traurige_titel1.altuiv8isj37okskg4wggo4c4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="volksnaher kram" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>fritz kramer, mein alter prof, fragte mich mal, worüber ich mit dem humor in meinen arbeiten eigentlich hinwegtäuschen wolle. und er hatte ja recht.</p>
<p>ich benutze den humor als gleitmittel. das beängstigende, meine trauer und wut bekommen darin eine schöne verpackung, die den eintritt erleichtert. mir ist es lieber, die botschaft kommt an, als wenn sie noch vor der tür abhanden kommt. humor ist zudem ein universalmittel. mit dem man wie mit einem quirl, emulsionen herstellen kann zwischen dingen die nicht zusammen wollen.</p>
<p>in der zeitgenössisschen deutschen kunst hat der humor allerdings keinen leichten stand. humor ist eher was fürs volk und da gehören kunstkenner natürlich nicht dazu. so wurden meine arbeiten auch gerne mal als &#8222;volksnah&#8220; bezeichnet: humorig und leicht verständlich. kunst, die sich selbst erklärt und auf profi-erklärer nicht zwingend angewiesen ist. bei den betroffenen selbstredend nicht allzu beliebt, jeder muss schliesslich irgendwie sein geld verdienen. kunst sollte immer auch den voraussehern neuer stilepochen als arbeitsmaterial dienbar sein. kunst ist eine ernste angelegenheit. für die kunst opfert man sich auf (zumindest die künstler). unernster kram ist da so unpassend wie witze reissen beim sex.</p>
<p>die gummihandschuhe aus Traurige im Eimer dienten u.a. als vorlage für die <a href="http://katiakelm.de/wordpress/171/faltenwurf-in-gummi/">Gummihandschuhe</a>.</p>

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		<title>minimo</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 1998 15:28:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2137/minimo/" title="minimo"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/villa_minimo_thumb.814hcg1zzqgskko0s8c40c4w4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="minimo" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>die unwichtigen ausstellungen waren immer meine wichtigsten. alles was in off-räumen, künstlerhäusern, projekträumen stattfand, kaum beachtet, nix hermachend in der vita war künstlerisch immer viel bedeutungsvoller als zb. ausstellungsbeteiligungen in hamburger bahnhof oder kestner gesellschaft.
das lag natürlich daran dass die nobel-ausstellungshäuser sich immer irgendwelche uralten kamellen aussuchten mit denen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/2137/minimo/" title="minimo"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/villa_minimo_thumb.814hcg1zzqgskko0s8c40c4w4.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="minimo" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>die unwichtigen ausstellungen waren immer meine wichtigsten. alles was in off-räumen, künstlerhäusern, projekträumen stattfand, kaum beachtet, nix hermachend in der vita war künstlerisch immer viel bedeutungsvoller als zb. ausstellungsbeteiligungen in hamburger bahnhof oder kestner gesellschaft.<br />
das lag natürlich daran dass die nobel-ausstellungshäuser sich immer irgendwelche uralten kamellen aussuchten mit denen sie hundertprozentig auf der sicheren seite waren. irgendwas was eh schon in irgendeiner sammlung war. da kam keiner im atelier vorbei und hat mal in den schubladen gestöbert. vom kunstmuseum wolfsburg gabs einen anruf, die eine arbeit wolle man haben, bitte zum soundsovielten breit stellen, man schicke ne spedition.</p>
<p>alte kamellen aufzubauen ist alles andere als spannend. man fährt hin, bekommt seinen platz gezeigt und los, nicht anders als ein klempner oder elektriker. man hangelt sich von einem problem zum nächsten (gibt es irgendwo eine steckdose? verlängerungsschnur? leiter? wo ist der nächste baumarkt?) bis am ende die fertige arbeit steht. mit kunst hat sowas kaum zu tun.<br />
aufbauten bei denen sich tatsächlich irgendwas neues entwickelt und ausstellungen die etwas für mich auf den punkt gebracht haben haben immer nur häusern stattgefunden wie zb. der villa minimo in hannover.</p>
<p>1998 kannte meine damalige kommilitonin hildur jonsdottir einen stipendiaten des hannoveraner künstlerhauses <a href="http://www.gundlach-bau.de/web/kulturelle_projekte/villa-minimo.html?PHPSESSID=89564cc9432d91a8a32ef39f569d85ff">villa minimo</a>. der stipendiat lud uns ein, dort auszustellen. ich glaub wir haben dem nichtmal erzählt, was wir zeigen würden.</p>
<p>ich karrte alles an woran ich gerade arbeitete: die brunnenmodelle, <a href="http://katiakelm.de/234/schonheiten-auf-cocktailpiekserbeinen/ ">flamingos</a>, <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/ ">schwäne</a>, <a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/ ">löwenbrunnen</a>, alles auf euro-paletten, einen stapel plastikeimer, schüsseln und knet-fontänen.<br />
während des aufbaus teilten wir uns eine kleine wohnung mit einer gruppe polnischer stipendiaten die morgens kaffeepulver mit wasser tranken und abends korn. die polnischen stipendiaten waren die einzigen menschen die wir während der 4 aufbautage trafen.</p>
<p>mein aufbau bestand hauptsächlich aus dem fertigstellen unfertiger arbeiten. als aber am eröffnungabend alles an ort und stelle stand, fix und fertig, auf sockeln aus europaletten und konsolen aus gehrungslehren als die gäste in ausgehgarderobe herum standen, sah ich das erste mal, woran ich die letzten monate gearbeitet hatte und was dabei herausgekommen war.</p>

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		<title>wie man eine steinskulptur knetet</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 1998 16:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katia Kelm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/" title="wie man eine steinskulptur knetet"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/loewe_titel.9uw7eag032q90k4ogo0ssk88o.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="wie man eine steinskulptur knetet" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a>der löwe stammt noch aus der zeit als ich plante, einen park mit teich, <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/">schwänen</a> und brunnen zu kneten. dies ist der brunnen.
damals hing ich ein bischen viel mit studenten herum, bei denen solche nachahmungssachen und grauer ernst hoch im kurs waren.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://katiakelm.de/108/wie-man-eine-steinskulptur-knetet/" title="wie man eine steinskulptur knetet"><img src="http://katiakelm.de/wp-content/uploads/yapb_cache/loewe_titel.9uw7eag032q90k4ogo0ssk88o.27ty3bfoxo6itc4sgk40wok8g.th.jpeg" width="100" height="100" alt="wie man eine steinskulptur knetet" style="float:left;padding:0 10px 10px 0;" ></a><p>der löwe stammt noch aus der zeit als ich plante, einen park mit teich, <a href="http://katiakelm.de/169/schlagseite/">schwänen</a> und brunnen zu kneten. dies ist der brunnen.</p>
<p>damals hing ich ein bischen viel mit studenten herum, bei denen solche nachahmungssachen und grauer ernst hoch im kurs waren.</p>

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