meine kleine schwester

meine schwester und ich hatten immer ein schwieriges verhältnis. wir sind 3,5 jahre auseinander, sie die jüngere, die unter mir zu leiden hatte. ich war laut, sie leise, ich war größer und stabiler als sie und neben mir sah sie aus wie ein kleines äffchen. sie weißblond und süss, ich nervig. sie war das lieblingskind unseres vaters, ich das der mutter.
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was wollte ich nochmal?

jedes jahr im juli falle auch ich in die sommerstarre. wenn ich es überhaupt schaffe, mich aus dem haus (zuverlässige 22° weil die sorte altbau wo man auch tagsüber licht anmachen muss) zum fahrrad zu schleppen, draußen sagen wir mal 32°, mir erstmal am fahrrandlenker eine leichte brandwunde zuziehe und dann ohne von einem laster überfahren lebend beim atelier ankomme, die haustür aufschliesse und bei angenehmen 26° die 3 stockwerke hochdümpel, wenn ich dann endlich die ateliertür aufschliesse und mir die 32° warme atelierluft entgegenströhmt, dann freue ich mich, das alles ist wie immer. (mehr …)

gouache

das mit der gouache kam so: seitdem ich mal vor jahren sein buch „color and light“ gelesen hatte bin ich ein ziemlicher fan von james gurney. nicht unbedingt so sehr von seinen dinosaurierbildern aber von seinem ganzen know how über maltechnik, seiner bereitwilligkeit, das zu teilen und wie gut er das macht. und gurney wiederum ist ein fan von gouache. er malt pleinair hauptsächlich in gouache und weil ich gouache noch nie benutzt hatte hab ich mir vor einem jahr mal eine ganze palette davon selbst zum geburtstag geschenkt. (mehr …)

neue farben

immer wenn ich mir neue farben kaufe überkommt mich eine euphorie, die manchmal sogar mehrere tage anhält.
besonders doll ist dieser effekt, wenn es sich dabei um ganz neue medien handelt, mit denen ich vorher noch nicht gearbeitet hab. einfach nur leergewordene ölfarben nachkaufen kann jeder, komplett neue medien sind ein abenteuer.
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mein kampf gegen die falten

diese woche habe ich mich mal etwas mit wäschewaschen und bügeln beschäftigt. und das kam so:

weil ich ja ein alter sparfuchs bin (kl. scherz) hatte ich mich diesmal entschieden, kein leinen für 40€ den meter zu kaufen. stattdessen entschied ich mich für baumwolle. dass ich mich früher immer nur mit baumwolle herumgeägert hatte hab ich einfach mal vergessen und kaufte also bei meinem lieblingshöker peters artshop 4 meter baumwolle in panamabindung zu 430 gramm. das ist ziemlich dick. so dicke baumwolle hatte ich noch nie aber ich dachte irgendwie, das wäre total schlau weil ja quasi mehr fürs geld. (mehr …)

wie ich radiere

mit dem radieren ist es bei mir wohl so ähnlich wie man es von geburten sagt: die schmerzen sind so schlimm, dass man sich schwört, es nie wieder zu tun – und anschliessend vergisst man sie.

so habe ich mich vor ein paar jahren schon einmal etwas intensiver mit radierung beschäftigt. wer hier hin und wieder mitliest erinnert sich vielleicht. hier hatte ich damals etwas darüber notiert, so sah mein atelier aus und so und so die drucke. 2012 war das.

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überlegungen über PR-kram und sowas

bevor ich mit der „langen nach der beusselstraße 47“ angefangen hab war ich bloss einmal selbst an so einem tag der offenen tür als besucherin. das war noch in hamburg: ein künstlerhaus hatte eingeladen zum rundgang. die atmo erinnerte an einen weihnachtsmarkt. alle hatten sich hübsch angezogen und ihre ateliers schön aufgeräumt. das leergut endlich mal weggebracht und das ganze gerümpel, was seit dem einzug noch rumstand, weggeräumt. es gab selbstgebackenes und eine bar.
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