{"id":1324,"date":"2011-10-16T13:08:27","date_gmt":"2011-10-16T11:08:27","guid":{"rendered":"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/?p=1324"},"modified":"2017-02-15T10:50:14","modified_gmt":"2017-02-15T08:50:14","slug":"hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/katiakelm.de\/blog\/2011\/10\/16\/hamburg\/","title":{"rendered":"hamburg"},"content":{"rendered":"<p>ein grund daf\u00fcr dass ich immer noch in hamburg bin obwohl zwei drittel meiner bekannten und freunde l\u00e4ngst weggezogen sind, war meine wohnung am <a href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?q=Kuhberg,+Hamburg&amp;hl=de&amp;ll=53.546593,9.973397&amp;spn=0.007242,0.014806&amp;sll=53.546345,9.973226&amp;sspn=0.007242,0.014806&amp;vpsrc=0&amp;hnear=Kuhberg,+20459+Hamburg&amp;t=m&amp;z=16\">kuhberg<\/a>. vor 15 jahren, mein sohn war gerade geboren, bezogen wir diese kleine altbau-wohnung im portugiesenviertel an den landungsbr\u00fccken. im 4ten stock, direkt am <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stintfang\">stintfang<\/a>, blicken wir direkt auf den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alter_Elbpark\">alten elbpark<\/a>, mit spechten, eichh\u00f6rnchen und kaninchen als nachbarn. und wir k\u00f6nnen den hafen sehen, die k\u00e4hne und das wasser. so eine wohnung, dachte ich, bekommt man nie wieder.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1407 size-full alignnone\" title=\"gestern abend vor der haust\u00fcr\" src=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/zuhausevordert\u00fcr.jpg\" width=\"567\" height=\"425\" srcset=\"https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/zuhausevordert\u00fcr.jpg 567w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/zuhausevordert\u00fcr-413x310.jpg 413w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/zuhausevordert\u00fcr-208x156.jpg 208w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/zuhausevordert\u00fcr-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 567px) 100vw, 567px\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>vor 8 jahren las ich in der zeitung zuf\u00e4llig von einem architekturwettbewerb, den die stadteigene <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sprinkenhof#Sprinkenhof_AG\">sprinkenhof ag<\/a> ausgeschrieben hatte und dessen gewinner auch schon feststand: ein 9-geschossiges hochhaus in form eines gebl\u00e4hten segels von <a href=\"http:\/\/www.dfz-hh.de\/\">dinse feest zurl<\/a>. <a href=\"http:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen_Wettbewerb_am_Stintfang_in_Hamburg_entschieden_13949.html\">etwa 3000 qm b\u00fcrofl\u00e4che<\/a> sollten direkt vor unserer nase zwischen die beiden bahnhofseing\u00e4nge geklemmt werden.<\/p>\n<p>es gab auch schon den passenden mieter: die rennomierte hamburger <a href=\"http:\/\/www.koerber-stiftung.de\/\">k\u00f6rber stiftung<\/a> brauchte neue b\u00fcros.<\/p>\n<p>obwohl 2003 in hamburg \u00fcber 700.000 qm b\u00fcroraum leerstanden und die hafencity ein paar hundert meter weiter gerade gebaut wurde fand hamburg es schl\u00fcssig, sein historisch gepr\u00e4gtes hafenviertel mit einem 37 meter hohen b\u00fcroturm \u201eversch\u00f6nern\u201c.<br \/>\ndass der fl\u00e4chennutzungsplan dieses letzte gr\u00fcne st\u00fcck des alten hamburger wallrings als gr\u00fcnfl\u00e4che auswies, auf der maximal 2-geschossig gebaut werden durfte, sowas l\u00e4sst sich ja alles \u00e4ndern.<br \/>\nkulturbeh\u00f6rde und das denkmalschutzamt stimmten dem bauvorhaben ausdr\u00fccklich zu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1418 size-medium\" title=\"alte hamburgkarte mit wallring\" src=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/map-400x305.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/map-400x305.jpg 400w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/map-413x315.jpg 413w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/map-205x156.jpg 205w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/map.jpg 542w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>weil ich bef\u00fcrchtete, dass kaum jemand diesen fingernagelgrossen zeitungsartikel gelesen hatte schieb ich ein flugblatt auf dem ich die ganze misere nochmal zusammenfasste und zu einem anwohnertreffen in den r\u00e4umen der <a href=\"http:\/\/www.djh-nordmark.de\/jh\/hamburg-stintfang\/ \">jugendherberge<\/a> aufrief. das druckte ich auf meinem tintenstrahldrucker hundert mal aus, schnappte mir eine rolle tesafilm und meinen damals 8-j\u00e4hrigen sohn und beklebte mit dessen hilfe alle haust\u00fcren im viertel. wir nannten uns \u201eanwohnerinitiative hafentor\u201c.<\/p>\n<p>es folgten viele mails, briefe, pressetexte und noch mehr flugbl\u00e4tter. der harte kern unserer ini, die sich seit dem ersten treffen gebildet hatte, bestand aus ungef\u00e4r 10 leuten, die sich regelm\u00e4ssig im wohnzimmer meiner nachbarin trafen und <span style=\"text-decoration: line-through;\">sich<\/span> <span style=\"text-decoration: line-through;\">betranken<\/span> \u00fcberlegten, was als n\u00e4chstes zu tun war. an unserer hauswand flatterte ein bettlaken auf dem stand: \u201ekein hochhaus am stintfang!\u201c<br \/>\nwir gingen zu stadtplanungsausschusssitzungen und bezirksversammlungen, sassen in der besucherecke, hielten unsere protestschilder hoch und stellten in der sog. \u201e\u00f6ffentlichen fragestunde\u201c artig unsere vorformulierten fragen.<br \/>\nausser uns gab noch eine weitere initiative, die IG \u201eRettet den Stintfang\u201c, eine gruppe aus hoteliers und reedern die sich einen recht rennomierten und f\u00e4higen anwalt leisteten und uns immer gut auf dem laufenden hielten.<br \/>\ndie entscheidende nachhilfe in bezirkspolitik kam allerdings von einem mitglied der gal-bezirksfraktion, der mich ausgiebig mit baugesetzbuchkopien, verordnungen \u00fcber fahrradstellpl\u00e4tze und anderem unlesbarem zeug versorgte. die sache fing an spass zu machen.<\/p>\n<p>die k\u00f6rber stifung stellt sich auf ihrer webseite so vor:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.koerber-stiftung.de\/stiftung\/profil.html \">\u201eB\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, die nicht alles so lassen wollen, wie es ist, bietet sie Chancen zur Mitwirkung und Anregungen f\u00fcr eigene Initiativen.\u201c<\/a><br \/>\ndas passte doch. wir schrieben also einen h\u00f6flichen brief an den vorstand und legten unseren stadtpunkt dar mit der bitte um ein gespr\u00e4ch. die antwort kam sp\u00e4t und war deutlich: man hielte es \u201ef\u00fcr nicht zielf\u00fchrend\u201c gespr\u00e4che \u201eabseits des offiziellen weges\u201c zu f\u00fchren.<br \/>\nman unterst\u00fctze das bauvorhaben \u201enach kr\u00e4ften\u201c und meine, dass man &#8220;als regional, national und international t\u00e4tige organisation&#8221; durchaus in ein viertel mit historisch gewachsenen, urbanen strukturen passe.<\/p>\n<p>ein paar wochen sp\u00e4ter ergab sich eine m\u00f6glichkeit zumindest indirekt nochmals in kontakt zu treten: das abendblatt berichtete von einem geplanten galadiner im hotel atlantic, zu dem die k\u00f6rberstiftung ihre mitglieder eingeladen hatte. zwei von uns stellten sich also im regen vors hotel und gaben den g\u00e4sten was zum lesen mit.<\/p>\n<p>im fr\u00fchjahr 2004 stand dann der letzte schritt vor baubeginn an: die 4-w\u00f6chige \u00f6ffentliche planauslegungsphase. w\u00e4hrend dieser zeit k\u00f6nnen b\u00fcrger einsicht bekommen in die neuen pl\u00e4ne und nochmals bedenken \u00e4ussern oder fragen stellen, auf die die beh\u00f6rde eingehen muss.<br \/>\nweil die zeitungen kaum dar\u00fcber berichteten mussten wir also selbst t\u00e4tig werden und stellten uns auf die strasse, direkt vor das baugrundst\u00fcck. jeden, der vorbei kam, fragten wir: \u201ewissen sie schon, dass hier ein hochhaus hin soll? was halten sie denn davon?\u201c<br \/>\num es den leuten mit den schriftlichen einw\u00e4nden beim bezirksamt so leicht wie m\u00f6glich zu machen hatten wir die briefe schon vorformuliert. es gab 10 verschiedene versionen und von jeder version 49 exemplare.<br \/>\nder grund f\u00fcr diese etwas seltsamen zahlen steht gewissermassen im baugesetzbuch: ab einer anzahl von 50 inhaltlich \u00e4hnlichen einw\u00e4nden kann das zust\u00e4ndige bezirksamt eine sammelantwort ver\u00f6ffentlichen.<br \/>\nman glaubt garnicht, was es f\u00fcr einen spass machen kann, 490 briefe zu falten, in umschl\u00e4ge zu stecken und zuzukleben.<\/p>\n<p>4 tage vor ende der planauslegung zog k\u00f6rber das vorhaben \u00fcberraschend zur\u00fcck. <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/hamburg\/article243434\/Bronze-Turm-Koerber-macht-Rueckzieher.html\">im abendblatt sagte der vorstandschef<\/a>, dass es allerdings nicht an den anwohnerprotesten gelegen habe \u2013 und ich glaubte ihm aufs wort.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>das ist jetzt wie gesagt 8 jahre her. die ordner mit den alten briefen und sitzungsprotokollen stehen seitdem auf dem dachboden. und es ist nicht so, dass ich es nicht bef\u00fcrchtet h\u00e4tte, dass es irgendwann wieder losginge, aber dann ging doch alles viel schneller als geahnt.<\/p>\n<p>es fing an mit einem besuch. ein herr mit akten im arm, stand bei uns vor der t\u00fcr: er sei beauftragt worden ein \u201estimmungsbild\u201c im viertel zu erstellen und zwischen anwohnern und <a href=\"http:\/\/www.euroland.info\/\">euroland<\/a>, dem neuen besitzer des grundst\u00fcckes am hafentor zu \u201evermitteln\u201c.<br \/>\ner habe geh\u00f6rt, ich sei damals recht aktiv gewesen und ob ich wohl vorhabe, das, was ich damals vor 8 jahren gemacht hatte, noch weiterzuf\u00fchren.<br \/>\nich bat ihn herein und liess mir das projekt erkl\u00e4ren. von sozialem wohnungsbau war die rede und einer landkartensammlung, gewissermassen als \u201efiliale\u201c des museums f\u00fcr hamburgische geschichte. er zeigte mir die pl\u00e4ne. das geb\u00e4ude sah aus wie ein riesiger assymetrischer wahllos zusammengeklopper stapel aus dreiecken. diesmal zwar nicht 9 geschosse sondern 2 weniger, daf\u00fcr aber auf einer fl\u00e4che, so lang wie die ganze stra\u00dfe und noch dar\u00fcber hinaus, \u00fcber den eingang des s-bahn hofes hinweg, den kuhberg hoch. offenbar hatte man versucht, die \u201everlorenen\u201c zwei stockwerke seitlich anzupappen.<br \/>\nich war vollkommen entsetzt. \u201ewenn ich mir diesen schrott jeden tag ansehen muss ich jeden tag kotzen,\u201c sagte ich und der vermittler erwiderte erschrocken: \u201enein nein, das ist ja nur ein entwurf, das steht doch alles noch garnicht fest.\u201c ausserdem lege euroland wert auf ein friedliches auskommen mit den anwohnern und da liesse sich im rahmen eines worshops sicher etwas erarbeiten.<\/p>\n<p>ein paar wochen sp\u00e4ter dann die einladung zur <a href=\" http:\/\/www.grossneumarkt-fleetinsel.de\/stadtteilkonferenz\/ \">\u201estadtteilkonferenz\u201c<\/a>. auf der tagesordnung ein punkt: das \u201ewohnprojekt am hafentor\u201c (ich definiere den begriff \u201ewohnprojekt\u201c ja eher so wie die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wohnprojekt\">wikipedia<\/a> aber ok).<\/p>\n<p>die stadtteilkonferenz war im vergleich zur \u00f6ffentlichen anh\u00f6rung 2003 auffallend schlecht besucht. damals kamen mehr menschen als st\u00fchle dort waren (ca. 200 stand sp\u00e4ter mal in irgendeiner zeitung) zur stadtteilkonferenz kamen vielleicht 50 und es wurde auch in keiner zeitung dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<p>vorstandsmitglieder von euroland und der architekten wechselten sich ab. der ganze vortrag war ein einziger versuch, m\u00f6glichst wenig anzuecken. das gemeinn\u00fctzigkeits-alibi war, seitdem der \u201estimmungsbild-einholer\u201c davon erz\u00e4hlt hatte, sogar noch ausgebaut worden. an stelle des langweiligem sozialen wohnungsbau hatten sie sich jetzt die <a href=\"http:\/\/www.alsterdorf.de\/\">stiftung alsterdorf<\/a> ins boot geholt mit wohnraum f\u00fcr menschen mit behinderungen. auch den kultur-aspekt hatten sie verst\u00e4rkt: neben der landkartensammlung ist auch eine neue galerie f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.schlumper.de\/\">schlumper<\/a> geplant. also das volle programm.<\/p>\n<p>nur die obersten vier geschosse passen nicht so ganz ins wohlt\u00e4tigkeitskonzept. hier entstehen wohnungen zu einer h\u00e4lfte gef\u00f6rdert, zur anderen nicht. auf nachfrage eines anwohners, was die denn kosten werden, hiess es: zwischen 13 und 15 \u20ac pro quadratmeter. \u201eirgendwie m\u00fcsse man das ganze ja auch finanzieren.\u201c<\/p>\n<p>als der geb\u00e4ude-entwurf gezeigt wurde wurde ich hektisch. es handelte sich um exakt den selben \u201evorl\u00e4ufigen\u201c entwurf, den mir der \u201evermittler\u201c gezeigt hatte. ge\u00e4ndert hatte sich nichts. im gegenteil, es wurden etliche simulationen gezeigt von ansichten, die verdeutlichen sollten, wie gut sich das futuristische ding ins stadtbild einf\u00fcge. der anwesende architekt bezeichnete das werk seiner kollegen als \u201ekristallinen k\u00f6rper\u201c.<\/p>\n<p>die architekten sind tats\u00e4chlich wieder dieselben, die auch das \u201egebl\u00e4hte segel\u201c f\u00fcr k\u00f6rber entworfen hatten und ich nahm mir vor, sp\u00e4ter am abend meinen mann (gelernter architekt) mal zu fragen was architekten eigentlich f\u00fcr probleme mit geb\u00e4uden haben.<\/p>\n<p>die simulationen zeigten jeweils bilder ohne &#8211; und mit neuem geb\u00e4ude. die perspektiven waren entweder so gew\u00e4hlt, dass das grundst\u00fcck eh nur aus gr\u00f6\u00dfter distanz gezeigt wurde oder von schr\u00e4g oben. es gab jedoch kein einziges bild, was das geb\u00e4ude frontal, vom grundst\u00fcck gegen\u00fcber oder von anderen standorten der betroffenen nachbarn gezeigt h\u00e4tte.<br \/>\ntrotzdem waren die simulationen durchweg schockierend. und soviel gemeinn\u00fctzigkeit der neue besitzer auch bem\u00fcht hat: liebe hamburger, euer rundumblick von eurer aussichtsplattform am stintfang geh\u00f6rt demn\u00e4chst schon der vergangenheit an.<\/p>\n<p><a class=\"lightview\" href=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024.jpg\" data-lbwps-width=\"900\" data-lbwps-height=\"588\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1428 size-full\" title=\"bauprojekt am hafentor stintfang\" src=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024.jpg\" alt=\"bauprojekt am hafentor stintfang\" width=\"900\" height=\"588\" srcset=\"https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024.jpg 900w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024-413x270.jpg 413w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024-239x156.jpg 239w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Seiten-aus-HAF_Stadtplanungsausschuss_111024-400x261.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/a><\/p>\n<p>ebenso zweifelhaft wie die stadtbildlichen simulationen war auch die behauptung, es k\u00e4me zu keiner verschattung. das hafentor ist gerade mal eine einspurige strasse und der kuhberg ist nicht mal eine strasse sondern nur ein fussweg. dort wo uns bisher b\u00e4ume gegen\u00fcber standen, von denen dem es im sommer immer mirabellen regnet, soll jetzt nur ein paar schritte entfernt eine wand stehen. jeder hinterhof ist heller.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1397 size-medium\" title=\"der alte elbpark bei mir gegen\u00fcber\" src=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/b\u00e4ume-400x300.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"300\" 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beleben, darauf scheint noch niemand gekommen zu sein.<\/p>\n<p>hamburgs regierung hat das grundst\u00fcck und den park jahrelang bewusst verrotten lassen. und ich bin \u00fcberzeugt, dass das methode hat. irgendwann wird schon ein investor kommen, die sanierung \u00fcbernehmen und es im selben zug so aussehen lassen, als t\u00e4te die stadt mit ihrem totalausverkauf den menschen noch einen gefallen.<\/p>\n<p>aber zur\u00fcck zu euroland. euroland gibt sich m\u00fche. und ich muss zugeben, die beiden vorstandsmitglieder waren mir wesentlich sympatischer als die arrogante k\u00f6rber stiftung.<br \/>\nzumindest behaupten sie nicht nur, gespr\u00e4chsbereit zu sein. der vom &#8220;vermittler&#8221; erw\u00e4hnte &#8220;workshop&#8221; wird offenbar tats\u00e4chlich stattfinden. wieviel von dem gerede \u00fcber mitbestimmung dabei allerdings ein fake ist, um anwohner davon abzuhalten, wieder mit protestschildern in die bezirksversammlung zu ziehen, das wird sich zeigen.<\/p>\n<p>auch ob am ende echte kompromisse m\u00f6glich sind, daran kann ich angesichts des \u00fcbertriebenen volumens des geplanten geb\u00e4udes noch nicht so richtig glauben. euroland pokert viel zu hoch. selbst wenn sie bereit w\u00e4ren, noch ein oder zwei geschosse zu streichen, das w\u00e4re immer noch meilenweit von dem entfernt, was ich mir w\u00fcnschen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>euroland konzentriert sich innerhalb der diskussion auf die nutzungsfrage, die ist aber ja nun ziemlich undiskutierbar. wer hat schon was gegen behindertenfreundliches wohnen. da g\u00e4be es eigentlich nur einen punkt, der zu beanstanden w\u00e4re: mieten von 13-15\u20ac sind wuchermieten \u2013 punkt. darum ging es den anwohnern aber nie. von anfang an ging es in erster linie um das geb\u00e4ude ansich.<\/p>\n<p>wenn man im viertel mal herumfragt, was die menschen sich w\u00fcnschen, es heisst: \u201ewieso kann das geb\u00e4ude was dort schon steht nicht einfach stehen bleiben?\u201c oder \u201enichts gegens neubauen aber bitte nicht gr\u00f6\u00dfer als das was da schon steht.\u201c<br \/>\nwenn man jedoch in betracht zieht, dass euroland das gel\u00e4nde zum h\u00f6chstpreis ersteigert hat, kann man sich denken, dass das so nicht passieren wird.<\/p>\n<p>ich habe meine ganz pers\u00f6nliche empfindung beim anblick des entwurfes auf der stadtteilkonferenz nochmal wiederholt. etwas weniger vulg\u00e4r vielleicht: \u201ewenn ich in zukunft aus dem fenster seh und immer auf ihren \u201ekristallinen k\u00f6rper\u201c blicken muss muss ich wohl wegziehen\u201c.<\/p>\n<p>ich bin in hamburg geblieben wegen meiner wohnung und weil berlin keinen hafen hat. bald hat meine wohnung auch keinen hafen mehr, da kann ich auch genauso gut nach berlin gehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1405 size-large\" title=\"tsch\u00fcss hamburg\" src=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DSC01545-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"780\" height=\"585\" 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