{"id":2448,"date":"2013-02-10T12:55:43","date_gmt":"2013-02-10T10:55:43","guid":{"rendered":"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/?p=2448"},"modified":"2015-12-23T00:40:37","modified_gmt":"2015-12-22T22:40:37","slug":"a-wie-atelier-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/katiakelm.de\/blog\/2013\/02\/10\/a-wie-atelier-teil-i\/","title":{"rendered":"A wie Atelier (Teil I)"},"content":{"rendered":"<p>meine ateliers<\/p>\n<p><strong>1993-1995<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.wendenstrasse.org\/\" target=\"_blank\">naturdarmfabrik wendenstra\u00dfe 45<\/a>, hammerbrook<\/p>\n<p>um an der <a href=\"http:\/\/www.hfbk-hamburg.de\/de\/\" target=\"_blank\">hochschule<\/a> einen arbeitsplatz zu ergattern musste man sich als erstes aus einem pool von m\u00e4nnern im pr\u00e4klimakterium einen prof aussuchen und regelm\u00e4ssig zu dessen audienzen erscheinen. das fiel schonmal nicht leicht, weil kaum einer der zur auswahl stehenden wirklich interessant war. dann musste man regelm\u00e4ssig die eigenen arbeiten vorzeigen und darauf hoffen, nicht allzu schlimm beleidigt zu werden und stattdessen irgendwie interesse zu erregen. als frau war es ausserdem noch von vorteil <a href=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/2013\/01\/31\/kleiner-beitrag-zum-aufschrei\/\" target=\"_blank\">gut auszusehen<\/a>. hatte man dies alles abgehakt konnte man einen tisch beziehen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nzwei semester hatte ich mich soweit vorgearbeitet, da tauchte pl\u00f6tzlich noch ein kriterium auf, was ich \u00fcbersehen hatte: die klasse. der prof fand, die klasse solle entscheiden. im prinzip ginge es in ordnung, befand die klasse, zum arbeiten sei aber gerade kein platz.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/katiakelm.de\/2307\/wendenstrasse-45\/\" target=\"_blank\">so kam ich in die wendenstrasse<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wendenstrasse.jpg\" data-lbwps-width=\"1020\" data-lbwps-height=\"693\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wendenstrasse.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2533 size-medium\" src=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wendenstrasse-400x272.jpg\" alt=\"atelier wendenstrasse 45\" width=\"400\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wendenstrasse-400x272.jpg 400w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wendenstrasse-413x281.jpg 413w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wendenstrasse-230x156.jpg 230w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wendenstrasse.jpg 1020w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>ausserhalb der hochschul-hierarchie zu arbeiten entpuppte sich als garnicht so verkehrt. die fabriketage in die ich zog hatte eine riesenhafte eingangshalle, ideale bedingen um <a href=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/2011\/09\/19\/piller-nostalgie\/\" target=\"_blank\">parties<\/a> zu feiern.<br \/>\nman h\u00e4tte sogar die miete mit den parties subventionieren k\u00f6nnen \u2013 da kamen am abend locker 200 leute \u2013 dass wir das nie schafften lag daran, dass wir das meiste selber soffen.<\/p>\n<p>was die parties daf\u00fcr ransp\u00fclten waren gutaussehende m\u00e4nner. ein weiterer vorteil gegen\u00fcber der hochschule: im fachbereich freie kunst gab es die n\u00e4mlich nicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/geb1993-10.jpg\" data-lbwps-width=\"798\" data-lbwps-height=\"593\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/geb1993-10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2531 size-medium\" src=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/geb1993-10-400x297.jpg\" alt=\"pillerbar wendenstra\u00dfe\" width=\"400\" height=\"297\" srcset=\"https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/geb1993-10-400x297.jpg 400w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/geb1993-10-413x307.jpg 413w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/geb1993-10-210x156.jpg 210w, https:\/\/katiakelm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/geb1993-10.jpg 798w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>1995-1999<\/strong> bildhauerwerkstatt der <a href=\"http:\/\/www.hfbk-hamburg.de\/de\/\" target=\"_blank\">hfbk<\/a><\/p>\n<p>die bildhauerwerkstatt war eigens von den architekten der hochschule erbaut worden. mit w\u00e4nden komplett aus glas. warscheinlich dachte man, dass bildhauer eh keine w\u00e4nde brauchen. ausserdem hatte man vergessen, heizungen einzubauen, warscheinlich wegen der fehlenden w\u00e4nde. und da der glaskasten obendrein eine ca. 5 meter hohe decke hatte wurde es im winter darin so kalt dass wir tag und nacht 10 elektro-radiatoren laufen liessen (was wieder f\u00fcr die hochschule spricht: man muss die stromrechnung nicht selbst bezahlen).<\/p>\n<p>die werkstatt lag in einem schattigen, menschenleeren hinterhof, direkt angrenzend an einen bolzplatz. bei dunkelheit erstrahlte die werkstatt wie eine riesiger leuchtk\u00f6rper, von aussen komplett einsehbar. von innen dagegen war die aussicht schwarz, weil der hinterhof nicht beleuchtet wurde.<\/p>\n<p>einmal beschloss ich, in der bildhauerwerkstatt zu \u00fcbernachten. es war um weihnachten herum und ich bastelte <a href=\"http:\/\/katiakelm.de\/128\/so-tun-als-ob\/\" target=\"_blank\">an meinem diplom<\/a>.<br \/>\nich h\u00e4tte durchmachen k\u00f6nnen, das war damals in der hochschule \u00fcblich, allerdings war mir die beleuchtungssituation der werkstatt nicht geheuer. also beschloss ich, die nacht einfach schlafend hinter mich zu bringen und morgens fr\u00fch weiter zu arbeiten.<\/p>\n<p>ich schlief keine minute. sobald ich das licht ausschaltete fing es draussen im hof verd\u00e4chtig an zu knacken und sobald ich es wieder anwarf h\u00f6rte es auf. ich beschloss, das licht die ganze nacht anzulassen und legte mich so flach wie m\u00f6glich auf den boden, um nicht gesehen zu werden. gegen den hunger hatte ich kekse eingepackt, die konnte ich allerdings nichts essen, weil die packung so laut knisterte, dass ich bef\u00fcrchtete, aufzufliegen.<br \/>\nich trank stattdessen einen liter cola, ein fehler: die bildhauerwerkstatt hatte auch kein klo.<\/p>\n<p>ich finde, das sieht man <a href=\"http:\/\/katiakelm.de\/search\/bildhauerwerkstatt\" target=\"_blank\">den arbeiten<\/a>, die ich dort nebenbei gemacht habe, irgendwie auch an.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/katiakelm.de\/blog\/2013\/02\/14\/a-wie-atelier-teil-ii\/\" target=\"_blank\">2. teil<\/a><\/p>\n<div class=\"syndication-links\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>meine ateliers 1993-1995 naturdarmfabrik wendenstra\u00dfe 45, hammerbrook um an der hochschule einen arbeitsplatz zu ergattern musste man sich als erstes aus einem pool von m\u00e4nnern im pr\u00e4klimakterium einen prof aussuchen und regelm\u00e4ssig zu dessen audienzen erscheinen. das fiel schonmal nicht leicht, weil kaum einer der zur auswahl stehenden wirklich interessant war. dann musste man regelm\u00e4ssig&hellip; <\/p>\n<p><a href='https:\/\/katiakelm.de\/blog\/2013\/02\/10\/a-wie-atelier-teil-i\/' title='Permanenter Link zu \u201eA wie Atelier (Teil I)\u201c' class='more-link'>Weiterlesen 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