mein kleiner beitrag zu #metoo

langsam scheint das interesse an #metoo, zumindest in meiner facebook-timeline, abzuflauen. ein paar frauen haben schüchtern ein kommentarloses #metoo abgesetzt, ich hab das auch gemacht, und viele männer und wenige frauen haben sich darüber aufgeregt.

ich wollte dazu eigentlich auch garnichts mehr schreiben, das haben schon genug andere gemacht. ausserdem glaube ich langsam auch nicht mehr daran, dass man bei denen, die fragen, ob wir frauen etwa keine blumen mehr geschenkt bekommen wollen, mit argumenten irgendwas ausrichten kann. oder bei denen sich um die genies sorgen (die ja immer schon komplizierte persönlichkeiten waren) oder die autonomie der kunst. (mehr …)

ausstellungstipp

ich mach bei einer gruppenausstellung mit in der kunsthalle schlieren bei zürich. also wer da in nächster zeit hinfährt oder eh da ist, dem möcht ich dies hier wärmstens empfehlen:

– AMERIKA – 30.09.17 – 22.10.17

Eröffnung: Samstag 30.09.2017, 16Uhr

Öffnungszeiten jeweils an den Wochenenden Samstag/Sonntag ab 14 Uhr/u. nach Vereinbarung

Kunsthalle Schlieren
Gaswerkstrasse 15, 8952 Schlieren/Zürich

Ist der American Dream der sublimierte Wunsch nach geliebt werden im promised Land?
Die Ausstellung AMERIKA untersucht die Psyche eines Kontinents, die sich zwischen der bipolaren Störung aus Political Correctness und gnadenlosen Populismus manifestiert. Die Pluralität der künstlerischen Positionen und deren Gegenüberstellung lassen einen sehr komplexen psychologischen Zustand erahnen….
Die Künstlerliste besteht aus bereits arrivierten/ historischen Positionen als Bezugspunkte und noch zu entdeckenden Künstlern als deren Weiterführung in neuen Zusammenhängen. Beteiligt sind Reisende, native Americans, Auslands Amerikaner, amerikanische Ausländer und Amerikaner.

Ihre Kunsthalle Schlieren

Künstler der Ausstellung:
John Baldessari, Jake Basker/ Linn Schröder, Michael Belmore, Anja Brogan, Diego Fernandez, Mike Kelley, Katia Kelm, Zoe Leonard, Tobias Madörin, Henrieke Ribbe, Hans Saylors, Jesse Wiedel, Egon Zippel

rezension meines atelierwochenendes

heute mach ich home-office. ich hab mein wochenende hab ja nun geopfert für 2 echte arbeitstage: die „lange nacht der beusselstraße 47“. und es gibt wirklich nix anstrengenderes als eigene ausstellungen zu beaufsichtigen.

nee, mal im ernst: nächstes jahr mach ich das auf jeden fall wieder. wieder während der artweek, so wie alle anderen offenen ateliers ja auch, die was vom artweek-kuchen abhaben wollen. nächstes jahr dann auch mit eigenem limosinen-shuttleservice. kuchen und würstchen-catering hatten wir ja schon.
ich hab auch gehört, die berliner galerien hätten das mit den free drinks wieder etwas runtergefahren. wenn sich das mit dem kuchen und den würstchen im „wohlfühlatelier kelm“ also rumspricht, vielleicht kommen die dann ja nächstes jahr alle zu mir.
(mehr …)

Lange Nacht der Beusselstraße 47

sie findet tagsüber statt.

und zwar bei mir im atelier. es gibt kaffee und kuchen und dazu hänge ich bilder auf, und falls du also wegen der artweek sowieso in berlin bist, würde es mich freuen wenn du vorbei kommst und mir gesellschaft leistest!

die öffnungszeiten sind:

SAMSTAG, den 16.9. von 14 bis 19 uhr
SONNTAG, den 17.9. von 14 bis 18 uhr

die adresse ist:

beusselstraße 47
vorderhaus, 3. stock.
10553 Berlin

2 minuten zufuss vom S-bahnhof beusselstraße.

schon wieder pleinair

wie ich ja hier und da schonmal andeutete, bin ich pleinair-malerei-fan.

das bin ich etwa seitdem ich nach berlin zog und im zuge dieser veränderung beschloss, nur noch zu malen.
weil ich nach all den jahren kneterei dachte, dass ich etwas nachzuholen hätte, las ich bücher über maltechnik und darin stand sinngemäss sowas wie:
wer wissen will wie bäume wirklich aussehen muss nach draussen gehen – und da malen.

draussen zu malen hat in maltechnik-ratgebern offenbar einen ähnlichen stellenwert wie aktzeichnen. mir war das bis vor kurzem garnicht klar. ich hab sogar noch an der hochschule, als seifeschnitzerin und knetkünstlerin, akte gezeichnet, aufs draussen malen bin ich aber nie gekommen.
wahrscheinlich weil pleinair in der zeitgenössischen kunstszene eher als sone art alte-leute-sport gilt. wer in sein will malt dreiecke und wer nicht in sein will kauft sich ne feldstaffelei und malt wolken und bäume.

ich hab jedenfalls jetzt schon ein paarmal wolken und bäume gemalt. zuletzt sogar mitten in berlin, in den rehbergen.
anfangs gruselte es mich etwas bei der vorstellung, dass mir dort womöglich spaziergänger über die schulter schauen, tatsächlich war es mir dann aber komplett egal.

nicht nur, dass ich beim malen nicht mal mehr mitbekam, dass ich gerade mitten in einer waldameisen-straße stand – man malt auch ganz anders. man muss sich beeilen, denn das licht und die schatten und die farben ändern sich so rasend schnell, dass viele bilder nur als grobe skizzen enden.
da ist man froh, wenn die spaziergänger nur kucken wollen und einem nicht gleich ihre lebensgeschichte erzählen.

hier die ersten vier etwas größeren arbeiten meiner beiden letzten pleinair-sessions:

linktipp

und nun zu was ganz anderem.

einige wissen es ja vielleicht schon, weil ich es auf anderen kanälen bereits dezent angedeutet hatte: unser sommerurlaub ist dieses jahr etwas unschön verlaufen.

gleich zu beginn wurden wir um 400 euro erleichtert, was unser ohnehin schon knapp kalkuliertes reisebudget (1000€) um fast die hälfte kürzte.
hinzu kam, dass wir uns quasi auf einer art tickender bombe durch die strassen bewegten und jedes hochfliegende schottersteinchen mir panikattaken bescherte.

felix, mein mann, hat auf seiner webseite mal aufgeschrieben, was passiert ist und wieso wir nie wieder bei billiger-mietwagen.de buchen.