bei der pentiment sommerakademie, wo ich diesen sommer wieder einen malerei kurs geleitet hab, halten die dozenten im abendprogramm auch immer vorträge. meinen habe ich dieses jahr extra nochmal für mein blog eingesprochen und als kleinen film aufbereitet. er handelt von meinen vier letzten arbeitsgruppen und wie sie entstanden sind.
wenn man weiss, dass ich, antons mutter, auch künstlerin bin, könnte man vielleicht annehmen, dass anton in einem besonders kunstfreundlichen umfeld aufgewachsen ist. das ist aber eher nicht der fall. ich hab einiges dafür getan, meinen sohn nicht auf die idee zu bringen, künstler zu werden.
ich mach wieder mit bei pentiment diesen sommer und würde mich freuen, euch dort zu treffen!
mein kurs heißt diesmal: bockige bilder und folgendes habe ich mir überlegt:
Bilder halten sich an nichts. Sie folgen keinen Plänen, sind nicht brav und oft haben sie andere Vorstellungen als wir. Man malt los, meint es gut, und irgendwann stellt man fest: das Bild macht doch, was es will. Jedenfalls nicht das, was man vorhatte. Das ist kein Fehler, sondern der Zustand, in dem Malerei interessant wird. In diesem Kurs geht es um genau diesen Moment: wenn Bilder widerspenstig werden, sich querstellen und anfangen, eigene Bedingungen zu stellen.
Gearbeitet wird an eigenen Projekten, ohne Themenvorgaben und ohne Aufgabenlisten. Jede Arbeit bringt ihre eigenen Fragen mit und an denen bleiben wir dran. Der Kurs ist als offenes Atelier gedacht. Ich begleite die Teilnehmenden in regelmäßigen Einzelgesprächen durch ihren Arbeitsprozess. Wir sprechen über Farbe, Aufbau, Material, Entscheidungen – immer bezogen auf das jeweilige Bild. Technische Fragen ergeben sich dabei von selbst und werden dort besprochen, wo sie gebraucht werden.
Meine eigene Arbeit ist in der figurativen, gegenständlichen Malerei verankert, und dieser Bereich bildet auch den gemeinsamen Bezugspunkt im Kurs. Unterschiedliche Herangehensweisen sind willkommen, solange das Interesse an malerischer Arbeit im Vordergrund steht.
Der Kurs richtet sich an Personen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen. Entscheidend ist nicht, wie viel man schon kann, sondern die Bereitschaft, sich auf den Prozess einzulassen – auch dann, wenn Bilder bockig, störrisch oder überraschend eigensinnig werden.
EDIT: pentiment fällt 2020 aus, findet aber mit dem selben programm im sommer 2021 statt. also auch mein kurs.
ich mach dieses jahr im juli (19.7. – 2.8.) bei der hamburger sommerakademie pentiment mit. also als dozentin. wenn ihr lust habt könnt ihr euch ja anmelden, würde mich freuen!
seit dem ausschläger weg kam ich nie wieder richtig auf die beine. ich hatte mich dort komplett verausgabt und konnte trotzdem zuletzt die miete nicht mehr bezahlen. kurz bevor ich kündigte klapperte ich nochmal ein paar leute ab, die sich zuvor besonders interessiert gezeigt hatten. so hatten mir zb. gleich zwei galeristen unabhängig voneinander ein festes gehalt angeboten. als bedingung hätte ich mich allerdings exklusiv verpflichten müssen, was ich nicht wollte. einen von denen rief ich nun an: wir könnten den deal jetzt doch machen. um mein atelier behalten zu können würde ich das mit der exklusivität in kauf nehmen.
achso – äh – das angebot müsse er leider zurück ziehen. (mehr …)