neue bilder und bezüge

ich hab mal wieder mein archiv aktualisiert

dieses jahr hab ich fast garnicht in öl gemalt sondern hauptsächlich gezeichnet, mit buntstiften auf gouache auf papier. 

gouache ist mein lieblingsmedium, und das obwohl ich damit eigentlich überhaupt nicht so gut klarkomme und regelmäßig verzweifle. ich bekomme es nämlich nie wirklich hin, die töne zu treffen, und helfe deswegen immer mit buntstiften nach.

zu meinen neusten bildern ist vielleicht noch erwähnenswert, das ich zum teil zurück gegriffen habe auf ganz altes material aus meiner „collagenphase” von 2010.

aber auch sonst haben die neuen fensterbilder viel gemeinsam mit den alten arbeiten, nicht bloss, dass es auch collagen sind.

solche bezugnahmen, verweise und wiederholungen passieren mir selten mit absicht. um sie mir bewusst zu machen hat mir felix schlagwörter eingebaut: jeder eintrag in meinem archiv, jede arbeit ist damit versehen und auf diese weise kann ich diese verbindungen visualisieren.

so zum beispiel in welchen arbeiten schonmal köpfe vorkamen. oder fenster. oder vorhänge. oder spiegel. oder interieure.

als mir felix das gebaut hat dachte ich, das wäre doch ein hübsches tool für die besucherInnen meiner seite, aber eigentlich bin ich ihr größter fan.

die täglichen stofftiere

haben sich aus der daily irgendwas phase entwickelt. 

anderes als bei den den dailies war bei den stofftieren zum ersten mal wieder eine grobe idee im sinne von „das mach ich!“ aufgepoppt. mehr ins detail bin ich da aber auch nicht gegangen. schneller malen als denken war das konzept.

das ist dann aber natürlich so ne sache, wenn man einen ganzen tag an etwas sitzt und danach erst merkt, dass es nix ist. zum glück waren die ersten stofftiere noch papierarbeiten und man konnte sie zusammenfalten und ins altpapier stecken.

bei den späteren tieren legte ich mich dann langsam fest. es sollten wildtiere sein, dichter dran an echten tieren. und sie mussten aus dem bild hinaus blicken und einen kontakt zum betrachter herstellen.

und benutzt worden sollten sie sein und auch so aussehen. 

warum es mir wichtig ist, dass mit den stofftieren gespielt wurde und woher meine affinität für spielsachen stammt kann man sich aus diesem früheren text vielleicht zusammenreimen.

die holzbretter auf denen ich die stofftiere in öl gemalt hab, schleppe ich übrigens seit 1993 mit mir rum (ohgott, sind das 30 jahre?) es sind die regalbretter aus einem alten spind, den ich in diesem atelier hatte.

weil es nur 8 stück sind liess ich im selben format nochmal 10 stück im baumarkt aus dünner MDF platte zusägen. (MDF ist natürlich quatsch für so daily sachen. man muss das -zig mal vorgrundieren und schleifen!)

das kleine format zu wählen ist dagegen perfekt, wenn man schnell fertig werden will. es hat aber in meinem fall auch damit zutun, dass zwei meiner liebsten freundinnen, henrieke ribbe und esther enzian beide gerne miniaturen herstellen. deswegen bin ich jetzt auch fan.

bei mir im archiv kann man sich jetzt alle täglichen stofftiere in chronologisch umgekehrter reihenfolge ansehen