
Jahr: 2011
wir holen das morgen ab
für den aufbau hatte ich eine woche geplant. ich ging davon aus, dass das eh viel zu lang sei und hoffte die restlichen tage vor eröffnung noch ein bischen ausruhen zu können. die installation stand eh schon so ziemlich fest und bilder hängen geht schnell, dachte ich.
am abend vor dem transport dann ein anruf. einer der künstler die vor mir ausgestellt hatten fragte, ob es ok sei, wenn sie ein paar arbeiten noch ein paar tage stehen lassen könne. so bis mittwoch.
ich erwiederte, dass ich eh im obergeschoss anfangen würde und mich die sachen dann wohl nicht stören würden. wieviel es denn sei. er sagte etwas von einem bild und ein paar kartons und die habe man ordentlich in eine ecke geräumt. der laden sei „besenrein“.
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die trockennasenprimaten vom abendblatt
vielleicht sollte ich lieber nix drüber schreiben, vielleicht liest es eh keiner, wenn ichs hier nicht weiter erwähne. wer kauft schon das abendblatt bzw klickt sich durch die tiefsten untiefen der online version, bei der ja bekanntermassen hinter jeder überschrift die abofalle lauert.
leider ist dieser artikel aber nun ausgerechnet nicht hinter einer paywall verborgen, diesen artikel darf jeder lesen.
es ist üblich, dass redaktionen titel, subtitel und teaser bestimmen können oder ggf. umschreiben. so auch in diesem fall. der text den der autor wolf jahn geschrieben hat trug ursprünglich den titel „Die Evolution der Katia Kelm“. das war den zuständigen redakteuren beim hamburger abendblatt aber offenbar nicht „aussagekräftig“ genug. das abendblatt machte daraus:
Eine Frau macht sich zum Affen
Die Hamburger Künstlerin Katia Kelm zeigt bis zum 1. Mai Plastiken, Bilder und Rückblicke auf die Frühgeschichte der Primaten in Rothenburgsort.
abgesehen davon dass selbst die formulierung des subtitels missglückt ist (welche Primaten? wenn überhaupt geht es um die stammesgeschichte des menschen. was spricht ausserdem gegen die “Evolution” aus dem ursprungstitel?) ist die primär geläufige bedeutung der redensart, jemand mache sich zum affen, eine schlichte beleidigung.
im übrigen verhunzt der titel auch den eigentlichen text. er schickt eine abwertung voran, was die leser einen verriss erwarten lässt und beeinflusst die lesart des eigentlichen textes negativ.
Hab ich was verpasst?
Neue Arbeiten.
Eröffnung ist am Samstag, den 16. April 2011 ab 19 Uhr
Die Ausstellung läuft bis zum 30. April 2011
Öffnungszeiten: Mittwochs ab 19 Uhr
sowie nach Vereinbarung
Galerie Oel-Früh
Brandshofer Deich 45
20539 Hamburg
Lüpi
(Mein Beitrag zu “Alle Lieben Lüpertz” im Kornhäuschen, Aschaffenburg, 2011)
suche
eine lederwalze (für ätzgrundauftrag/radierung).
neu sind die dinger ja unbezahlbar. deswegen an alle, die ihre radierwerkstatt auflösen oder abspecken wollen: ich kaufe euch die lederwalze gerne ab!
(sollte die suche irgendwann nicht mehr aktuell sein schreib ich das dazu. will sagen: sollte dies in 2 jahren hier noch unverändert stehen bin ich immer noch auf der suche)
veranstaltungshinweis
noch mehr buchtipps
ende der woche muss ich einen pressetext abliefern, der von mirselbst handelt. da texte über mich selbst in der 3. person zu schreiben nicht zu meinen grössten hobbies zählt zerbreche ich mir schon seit tagen den kopf, wie ich mich am schlausten aus der affaire zieh.
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alles neu macht der januar
zum beispiel neue einträge im archiv:
ausserdem eine neue kategorie frühe arbeiten mit ersten einträgen:
der spiess im bein des kleinen mannes
buch zum haben wollen
das hat der hoops aber geschickt eingefädelt: ein buch zu machen was man unbedingt besitzen will und wenn man es dann hat und darin blättert, das schwarze rauhe papier streichelt, die zeichnungen zum heulen gut findet und den wortschatz von nora sdun bestaunt (warum macht die eigentlich nur in verlagswesen, kunst und kunstkritik und galerismus – warum nicht auch in belletristik?) will man unbedingt auch so eine zeichnung haben.
hier kann man immerhin schon mal das buch bestellen oder auch hier.


