nur dass ihrs wisst: bei mir ist das level an aufgeregtheit bei einem schnöden online-live-gang genauso hoch ist wie vor ner analogen vernissage. hektisch wie ein huhn lauf ich durch die wohnung, vergesse wo ich meine teetasse abgestellt habe, was wollte ich nochmal, achja seit heut morgen aufs klo gehen.
jetzt auch mit shopping mall!
ich bin ja eine leidenschaftliche online shopperin. es geht einfach zu leicht. klickklack und schon wird mir das infrarot nackenmassagekissen überreicht
beim nachbarn abgegeben. seit corona hab ich außerdem die packstation für mich entdeckt: man lernt neue leute kennen, wenn man zum beispiel hilfe braucht weil die 15 kilo schwere hundefutterlieferung feststeckt oder die türen sich nicht öffnen. einer muss dann das display bedienen während der zweite horchen muss, welche tür es ist, die klappert.
53 neue arbeiten aus dem homeatelier
zusätzlich zu allen anderen lebensbereichen war 2020 auch kunsttechnisch bei mir eher ein kackjahr. obwohl ich auf dem weg in mein atelier im prinzip niemandem begegnen muss, außer leuten in treppenhäusern, bin auch ich zuhause geblieben. ein paar tische aneinander gerückt und los gings… quasi.
jetzt auch in digital
na geil. ich will ja nicht unbescheiden wirken aber kaum wende ich mich einer neuen maltechnik zu wird das ein paar tage später zum absoluten hype ausgerufen. und das kam so:
pentiment
solange die auflage reicht – ausgabe 2
ich seh gerade, dass ich bei meiner jahresendzeit-edition letztes jahr geschrieben hatte: „ob es 2019 auch eine gibt glaub ich eher nicht“. tja. das haben wir dann wohl den super ratschlägen meiner schwester zu verdanken, dass es dieses jahr nun doch noch eine gibt, allerdings auf wirtschaftlichkeit zurechtgeschrumpft. (mehr …)
90 neue bilder
endlich bin ich dazu gekommen mal neue bilder, alles gouachen, im archiv hochzuladen und musste zu meiner überraschung feststellen, dass es 90 neue einträge sind. diese füllen nun die obersten 3 seiten meiner homepage und man muss ganz schön scrollen und klicken, bis man zu den bildern kommt, die ich davor gemalt hatte.
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meine kleine schwester
meine schwester und ich hatten immer ein schwieriges verhältnis. wir sind 3,5 jahre auseinander, sie die jüngere, die unter mir zu leiden hatte. ich war laut, sie leise, ich war größer und stabiler als sie und neben mir sah sie aus wie ein kleines äffchen. sie weißblond und süss, ich nervig. sie war das lieblingskind unseres vaters, ich das der mutter.
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auf oliven stehen
ich war wieder draußen malen. diesmal in der ligurischen provinz savona mit einer reisegruppe aus königs wusterhausen, in der ich die jüngste war. es dauerte allerdings nur etwa 10 minuten, da hatte ich das gefühl die älteste zu sein. sagen wir mal so: wenn ich abends schon lange im bett war sassen meine mitmalerInnen noch bis in die puppen bei fernet branca und grappa auf dem balkon.
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eure mütter
endlich sind sie nun auch im archiv, eure mütter.
das mit den müttern kam so: vor etwa einem halben jahr beobachtete ich in der u-bahn einen mir gegenüber sitzenden älteren herren und stellte fest, wie sehr sich frauen und männer im alter doch angleichen. (mehr …)